| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Thierhaupten.png | Karte Thierhaupten in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Schwaben |
| Landkreis: | Augsburg |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 470 m ü. NN |
| Fläche: | 39,15 km² |
| Einwohner: | 3.792 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 97 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 86672 |
| Vorwahl: | 08271 |
| Kfz-Kennzeichen: | A |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 72 207 |
| Adresse der Marktverwaltung: | Marktplatz 1 86672 Thierhaupten |
| Website: | Markt Thierhaupten |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Franz Neher (SPD) |
Thierhaupten ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Augsburg. Thierhaupten liegt östlich des Lechs und ist im schwäbischen Landkreis die einzige Kommune, in der bayerischer Dialekt gesprochen wird.
Im Westen grenzt das Gemeindegebiet an den Lech, der allerdings außerhalb der Ortschaft liegt. Durch Thierhaupten fließt die Friedberger Ach von Süden nach Norden. Vom Weidener Tal im Südosten her kommt die Bitz und mündet in Thierhaupten in die Friedberger Ach.
Höchste Erhebung in Thierhaupten ist der Kühberg (499,1 m NN) in der Gemarkung Neukirchen. Die Ortschaft Thierhaupten selbst wird dominiert vom Kreuzberg (478,7 m NN). Markant sind auch noch der Wünschenberg (453,7 m NN) nördlich von Neukirchen und der Eselsberg (483,7 m NN) südlich von Thierhaupten.
Der Lech wird nach Osten hin von einem Streifen Auwald flankiert (der mit der Altnet das Naturschutzgebiet Lechauen bildet), sonst ist die Lechebene in Thierhaupten weitgehend waldfrei, durchsetzt von einzelnen Hecken und Wäldchen. Zum Hügelland hin werden die Ortschaften Thierhaupten und Königsbrunn von großen Waldgebieten eingerahmt (von Nord nach Süd: Brand, Neukirchner Holz, Wolfschlag, Thierhauptner Holz, Ziegelberg, Edenhauser Forst). Dahinter erhebt sich der Kühberg mit Neukirchen, flankiert von Weiden, Hölzlarn und Sparmannseck, dessen Ostflanke sich ins Tal der Kleinen Paar öffnet.
Einer Sage nach wurde ca. 750 an diesem Ort von dem bayerischen Agilolfinger-Herzog Tassilo III. ein Kloster gegründet. Er soll sich in der Gegend während einer Jagd verirrt haben und einem Gelöbnis nach an dem Ort, an dem er sein Gefolge wiederfand, als Dank das Kloster erbauen lassen. Der Sage nach wies ihm eine Hirschkuh (Jägersprache: Tier = Hirschkuh) den Weg und daher ist auch noch heute eine Hirschkuh zentral im Thierhauptener Wappen abgebildet.
Das Benediktinerkloster, eines der ältesten in Bayern, spielte eine wichtige Rolle in der Gegend. Im Mittelalter wurde dem Kloster die niedere Gerichtsbarkeit zugesprochen, welche dem Kloster grundlegende Verwaltungshoheiten sicherte, und der Ort erhielt auch das Marktrecht, mit dem Jahr- und Viehmärkte abgehalten werden konnten. Im Jahr 1803 wurde zwar das Kloster selbst durch die Säkularisation zum Privatbesitz, die ehemals zum Kloster gehörenden Wälder wurden allerdings Staatsbesitz. Die Klosterkirche wurden vom letzten Abt, Edmund Schmid, gekauft und der Gemeinde zum Geschenk gemacht. Die Marktgemeinde konnte dann im Jahr 1983 die übrigen ehemaligen Klostergebäude käuflich erwerben und hat seitdem die Bausubstanz grundlegend saniert.
Über die Jahrhunderte erlitt Thierhaupten wiederholt kriegsbedingte Schäden. So zum Beispiel während der ungarischen Einbrüche im 10. Jahrhundert oder während des Dreißigjährigen Krieges. Auch im 2. Weltkrieg wurde die Gemeinde schwer getroffen.
Bis 1972 war der Markt Thierhaupten dem Landkreis Neuburg an der Donau zugeordnet, wurde dann allerdings im Zuge der Kreisreform dem Landkreis Augsburg zugeordnet. Damit wurde Thierhaupten die einzige bairische Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg.
Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern:
Bürgermeister ist seit 1996 Franz Neher (SPD).
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