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Theokritos (um 270 v. Chr.) war als griechischer Dichter Schöpfer und Hauptvertreter der bukolischen Poesie der Griechen. Er wurde in Syrakus oder Kós geboren und lebte in Alexandria und Syrakus.

Unter seinem Namen besitzen wir außer einer Anzahl von Epigrammen 32 größere Gedichte, sogen. Idylle (Eidyllia). Die meisten derselben haben eine dramatische Form und sind teils künstlerische Nachahmungen des Wechselgesangs der sizilischen Hirten, teils stellen sie Szenen des Alltagslebens dar, während andere mythologische Erzählungen enthalten, noch andere rein lyrischer Natur sind. Schon in der Antike standen sie wegen des echten Dichtergeistes, der lebendigen und doch prunklosen Darstellung der Natur in hohem Ansehen und waren Muster und Beispiel für spätere Nachdichtungen (z. B. Vergils Eklogen). Wie die Form, ist auch die Sprache meist die epische, letztere jedoch zur Erhöhung des volkstümlichen Eindrucks in höchst kunstvoller Weise mit Formen des auf Sizilien heimischen dorischen Dialekts gemischt.

Deutsche Übersetzungen gibt es von Johann Heinrich Voß (2.Aufl., Tübingen 1815), Friedrich Rückert (Leipzig 1867) und Eduard Mörike (2. Aufl., Berlin 1882)

Ausgaben


  • Theokrit: Gedichte (Griech. /Dt.), 1999, ISBN 3-7608-1714-9

Literatur


  • Thomas Reinhardt: Die Darstellung der Bereiche Stadt und Land bei Theokrit, 1988, ISBN 3-7749-2306-X
  • Rumpel: Lexicon Theocriteum, Leipzig 1879

Autor | Antike (Literatur) | Literatur (Altgriechisch) | Lyrik | Griechische Geschichte (Antike)

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