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Im gleichen Jahr begann auch die politische Karriere Roosevelts. Er ließ sich als unabhängiger Kandidat bei der Republikanischen Partei für das Abgeordnetenhaus des Staates New York aufstellen und wurde gewählt. Er setzte sich massiv für Reformen ein, wodurch andere Abgeordnete auf ihn aufmerksam wurden. 1884 zog er sich allerdings wieder zurück und blieb für zwei Jahre auf seiner Ranch in North Dakota, um an seinem Buch „Die Eroberung des Westens“ zu arbeiten. 1886 kandidierte er für das Amt des Bürgermeisters von New York City, wurde jedoch nicht gewählt. Im Jahr 1895 wurde er Leiter der New Yorker Polizeibehörde. Mit seinen rigiden Alkoholverboten an Sonntagen macht er sich zwar viele Feinde, behielt jedoch seine konsequente Linie bei. Zwei Jahre später kam er in das Kabinett des Präsidenten William McKinley als Stellvertretender Marineminister. In dieser Position unterstützte er die Forderung nach einem Krieg gegen Spanien, welches sich den Unabhängigkeitsbestrebungen Kubas widersetzte. Am 25. April 1898 begann der Spanisch-Amerikanische Krieg und Roosevelt legte sein Amt als Stellvertretender Marineminister nieder, um eine Kavallerieeinheit zu gründen, der er als Oberst vorstand. Mit seinen „Rough Riders“, die sich aus verwegenen Cowboys aber auch aus Sportreitern aus der Ostküsten-Oberschicht zusammensetzten, zeigte er großen Wagemut und Führungskraft; der Einsatz auf Kuba, wo er auch einen Spanier tötete, brachten ihm den Ruf eines Kriegshelden ein. 1899 kandidierte er für das Amt des Gouverneurs des Staates New York und gewann diese Wahl. Als Gouverneur setzte er sich für Reformen der Arbeitsbedingungen in den Betrieben ein und verbesserte das Versorgungs- und Verkehrssystem.
Roosevelt begann bereits sehr rasch, seine Ideen im Land zu verwirklichen. Innenpolitisch stärkte er die Arbeitnehmer und setzte sich massiv für die Monopolkontrolle der Wirtschaftsunternehmen (Trusts) ein, gegen den Eisenbahntrust unter Führung von J. P. Morgan ließ er sogar Staatsklage einreichen. Seine Reformen betrafen die Verwaltungsstrukturen (z. B. Versuch der Etablierung eines unabhängigen Beamtentums), die Wirtschaft sowie die Umweltpolitik. Dabei stellte er sich vor allem denjenigen entgegen, die auf Kosten der Arbeitnehmer reich wurden und ging damit auch auf Konfrontationskurs mit den meisten Angehörigen seiner eigenen Partei. Als erster Präsident empfing Roosevelt einen Schwarzen (Booker_T._Washington) zu einem offiziellen Treffen im Weißen Haus. In seiner Rolle als Präsident war er auch der erste, der sich 1901 in einen Streik von ca. 150.000 streikenden Bergleuten in Pennsylvania einmischte und sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, einen geregelten Achtstundentag sowie bessere Arbeitsschutzbedingungen einsetzte und sich so für eine Schlichtung zwischen Arbeitgebern und den Arbeitern stark machte.
Mount Rushmore.jpg, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln]] Während seiner Amtszeit gründete Roosevelt außerdem eine Reihe von Nationalparks in den USA und gilt dadurch als früher Verfechter für den Naturschutz. Zu seinen Ehren wurde sein Porträtkopf als einer von vier Präsidenten in den Granit des Mount Rushmores, South Dakota, gehauen und es wurde schließlich 1978 der Theodore-Roosevelt-Nationalpark in Nord-Dakota errichtet. Nach North Dakota trieb es ihn auch als jungen Mann oft, ihm gefiel das harte Leben an der Western Frontier und insbesondere die extremen Naturerlebnisse. Einige Jahre lang besaß er auch eine Ranch dort, die sich aber als ökonomisch nicht tragfähig erwies. Eines seiner zahlreichen Bücher beschäftigt sich mit dem Dasein als Cowboy in North Dakota, wo er auch Dienste als Hilfs-Sheriff leistete.
Am 6. Dezember 1904 legte er in der jährlichen Rede vor dem Kongress mit der Roosevelt-Corollary, seinem Zusatz zur Monroe-Doktrin, den Grundstein für eine expansionistischere Außenpolitik innerhalb der westlichen Hemisphäre, wo die Vereinigten Staaten seiner Meinung nach als Polizeigewalt auftreten sollten. Dies war eine Reaktion darauf, dass mehrere europäische Mächte begonnen hatten, militärischen Druck auf lateinamerikanische Staaten auszuüben, die ihnen Geld schuldeten. So wurde z. B. das Deutsche Reich durch Aufbau einer starken amerikanischen Drohkulisse von einem Militäreinsatz gegen Venezuela abgeschreckt, wo man sich aufgrund ausbleibender Schuldenzahlungen schadlos halten wollte.
Mit der Durchsetzung der Route des Panama-Kanals durch Panama gegen die in den USA bevorzugte Route durch Nicaragua, dem Abkauf der gescheiterten Panama-Kanalgesellschaft von Frankreich (bis dahin teuerster Land-Deal der Geschichte) und der mehr oder weniger offenen Unterstützung der panamesischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die Kolonialmacht Kolumbien stärkte er gleichzeitig die militärischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten seines Landes im atlantischen und pazifischen Raum.
Im Jahr 1905 gelang es, Unterhändler der in der Mandschurei kriegsführenden Mächte Russland und Japan zu Friedensverhandlungen im US-Ostküsten-Badeort Portsmouth zu bewegen. Die mehrmals vor dem Scheitern stehenden Verhandlungen führten insbesondere aufgrund seines diplomatischen Geschicks letztlich zu einem Friedensvertrag zwischen Russland und Japan im russisch-japanischen Krieg. 1906 erhielt Roosevelt in Anerkennung seines Beitrags zur Beendigung dieses Krieges den Friedensnobelpreis als erster Amerikaner. 1906 intervenierte er in der ersten Marokkokrise und zeigte auch dort deutlich, wie er die zukünftige Rolle der USA in der Welt sah.
Bis 1909 verschärfte sich der interne Streit der Republikanischen Partei zwischen progressiven Befürworten seiner Politik und konservativen Stimmen der Partei. Roosevelt verzichtete 1909 auf eine dritte Amtsperiode und glaubte, in seinem späteren Nachfolger William Howard Taft (den er selbst einige Jahre zuvor ins Kabinett geholt hatte) einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben.
Am 2. Januar 1901 in die Matinecock Lodge No. 806 Matinecock Masonic Historical Society Long Islands aufgenommen, wurde er am 27. März desselben Jahres zum Gesellen befördert und am 24. April zum Meister erhoben. Ehrenmitglied in den Logen Masonic Veterans Association of the Pacific Coast (1901), Illinois Masonic Veterans Association (1903), Pentalpha No. 23 in Washington D.C. (4. April 1904) und Rienzi in Rom.
Die jährliche Inspektion der Freimaurerorganisation der Knights Templar leitete er am 26. Mai 1902 in der Ellipse des Weißen Hauses. Bei der freimaurerischen Grundsteinlegung des Army War Colleges am 21. Februar 1903 hielt er eine Ansprache und legte am 24. April 1903 den Grundstein des Nordtores des Yellowstone-Nationalparks unter der Schirmherrschaft der Großloge von Montana. Am 14. April 1906 erfolgte durch ihn die freimaurerische Grundsteinlegung des Bürogebäudes des US-Repräsentantenhauses in Washington (D.C.).
Im Bundesstaat Washington legte Roosevelt am 22. Mai 1903 feierlich den Grundstein des Freimaurertempels in Tacoma, am 26. Mai desselben Jahres den des Tempels in Spokane Roosevelt und der Grundstein des Freimaurertempels in Spokane und am 8. Juni 1907 folgte die Grundsteinlegung des Freimaurertempels in der 13. St. und New York Ave. in Washington (D.C.).
Die Gedenkveranstaltung der Großloge von Pennsylvania zum 200. Geburtstag von Benjamin Franklins beehrte er am 19. Apri 1906. Die Grundsteinlegung des Pilgrim Memorials am 20. August 1907 in Provincetown, Massachusetts besuchte er in freimaurerischer Kleidung. Der Großloge New Yorks stattete er zuletzt am 11. Mai 1917 einen Besuch ab.
Als Präsident glaubte er an die Trennung von Kirche und Staat und hielt es nicht für weise, In God We Trust auf Geld zu schreiben, da es frevlerisch sei, den Namen einer Gottheit auf etwas so profanes wie Geld zu schreiben. Reynolds, Ralph C. (1999): In God We Trust: All Others Pay Cash.
Mann | US-Amerikaner | Präsident der Vereinigten Staaten | Vizepräsident der Vereinigten Staaten | Gouverneur (New York) | Friedensnobelpreisträger | Freimaurer (19. Jh.) | Freimaurer (20. Jh.) | Geboren 1858 | Gestorben 1919
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