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Theodor Lewald (* 18. August 1860 in Berlin; † 15. Juli 1947 ebenda) war ein deutscher Sportfunktionär und Vorsitzender des Organisationskomitees der Olympischen Spiele 1936.

Frühes Leben


Lewald wuchs in Berlin als Sohn eines Justizrats auf. Nach der Schulausbildung an einem Berliner Gymnasium studierte er zunächst Medizin, dann Jura. Nach dem er das Studium abgeschlossen hatte, arbeitete Lewald ab 1891 bis 1921 im Reichsamt des Innern. 1919 erfolgte seine Ernennung zum Staatssekretär.

Lewald war bei mehreren internationalen Ausstellungen Vertreter des Deutschen Reichs, so 1893 in Chicago, 1900 in Paris und 1904 in St. Louis.

1921 wurde Lewald zunächst in den einstweiligen Ruhestand versetzt, ehe er schon bald zum zweiten Bevollmächtigten für die Genfer Konventionen über Oberschlesien ernannt wurde. 1925 leitete er die deutsch-polnischen Handelsverhandlungen.

Sportfunktionär


Bereits seit 1900 hatte sich Lewald sportpolitischen Aufgaben gewidmet, unter anderem der Finanzierung an der 3. Olympiade in St. Louis 1904. Er setzte außerdem die Kreditvorlage für die Vorbereitung der Olympischen Spiele 1916 in Berlin durch, die jedoch auf Grund des Ersten Weltkriegs nie stattfanden.

1919 gründete Lewald den Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen und das Deutsche Olympische Komitee. Er wurde Präsident beider Gremien und vertrat ab 1924 Deutschland im Internationalen Olympischen Komitee. Zwei Jahre zuvor, 1922, hatte er mit Carl Diem die Deutsche Hochschule für Leibesübungen gegründet. Als Präsident des Organisationskomitees prägte Lewald entscheidend das Bild der Olympischen Spiele in Berlin 1936, insbesondere den Bau des Olympiastadions. So initiierte er unter anderem den Fackellauf mit 3000 Teilnehmern von Griechenland nach Berlin.

Die späten Jahre


1938 musste er sich offiziell aus Altersgründen zurückziehen; tatsächlich geschah es auf nationalsozialistischen Druck, wegen Lewalds nicht lückenlos nachzuweisender „arischer Abstammung“.

Die letzten Jahre seines Lebens genoss er das Leben eines Rentners, der im Alter von 87 Jahren starb.

Mann | Deutscher | IOC-Mitglied | Sportfunktionär | Politiker (Deutsches Reich) | Geboren 1860 | Gestorben 1947

 

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