Theodor Fliedner (* 21. Januar 1800 in Eppstein; † 4. Oktober 1864 in Kaiserswerth) war ein deutscher Pfarrer und gilt als Erneuerer des apostolischen Diakonissenamtes.
1822 wurde er Pfarrer in Kaiserswerth (heute zu Düsseldorf). Um seiner armen Gemeinde einen Kirchen-, Schul- und Armenfonds zu verschaffen, sammelte er Unterstützungsgelder zunächst bei den wohlhabendern Nachbargemeinden und dann auf wiederholten Reisen in die Niederlande und nach England. Er gründete damit im September 1833 ein Asyl für entlassene weibliche Gefangene, 1835 eine Kleinkinderschule zu Düsseldorf, die erste in Deutschland, 1836 eine gleiche in Kaiserswerth, an welche sich dann ein Seminar für Kleinkinderlehrerinnen anschloss.
Nachdem er 1836 den Rheinisch-Westfälischen Diakonissenverein begründet hatte, eröffnete er am 13. Oktober jenes Jahres die erste protestantische Diakonissenanstalt in Kaiserswerth, verband damit später ein Krankenhaus, 1841 ein Seminar für Lehrerinnen, 1842 ein Waisenstift für Mädchen aus den mittleren Ständen und 1852 eine Heilanstalt für weibliche Gemütskranke.
Fliedners Schriften sind vorwiegend erbaulichen und pädagogischen Inhalts; zu erwähnen ist Das Buch der Märtyrer (Kaiserswerth 1853-60, 3 Bände).
Mann | Deutscher | Evangelischer Geistlicher (19. Jh.) | Geboren 1800 | Gestorben 1864 | Diakonie | Pflege
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