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Theater-An-Der-Wien-2006.jpg | Wien Theater an der Wien Papagenotor.jpg)]] Wien Theater an der Wien Vorderhaus.jpg (erbaut durch das Büro Fellner & Helmer) - Vorbau in dieser Form 2005 abgerissen]]

Das Theater an der Wien ist ein traditionsreiches Theater an der linken Wienzeile im Wiener Stadtbezirk Mariahilf.

Der Textdichter der Zauberflöte, Emanuel Schikaneder, war durch den ungeheuren Erfolg von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper, die 1791 im Vorgängerbau, dem Theater im Freihaus auf der Wieden, uraufgeführt worden war, begütert genug, um 1798 einen neuen, großen Theaterbau nach Plänen von Franz Jäger zu beginnen. Die Wien vor dem Theater ist heute kanalisiert und darüber der Lebensmittelmarkt Naschmarkt errichtet (ursprünglich von Aschmarkt - Asch = Milcheimer). Der 1801 im Empirestil vollendete Bau ist außen heute nur noch an der Millöckergasse erhalten, wo das Papagenotor den Erbauer als Papageno mit seinen Kindern als Drei Knaben in der Zauberflöte zeigt. 1805 wohnte Ludwig van Beethoven während der Komposition seiner Oper Fidelio einige Zeit in dem Gebäude, woran heute ein im Erdgeschoss eingerichtetes Gedenkzimmer erinnert.

Von Anfang an war das Theater an der Wien Ort von Uraufführungen:

Nach Stücken u.a. von Nestroy folgte die "Goldene Operettenzeit" mit Werken von Johann Strauß (Sohn), später die "Silberne" mit Franz Lehár und Karl Millöcker als namhafteste Vertreter.

Nach dem 2. Weltkrieg diente das Haus als Ausweichquartier für das Ensemble der zerbombten Wiener Staatsoper. Unter Karl Böhm fanden hier legendäre Aufführungen von Mozart-Opern statt, die zum Teil auch auf Schallplatten konserviert wurden. Schon damals zeigte sich wieder, dass das Haus für die Opern der Wiener Klassik ideal geeignet ist.

In den vergangenen Jahren erlangte das Theater neue Berühmtheit durch Musical-Uraufführungen. Ab 1983 war Peter Weck Intendant des Hauses, der das Musical hier zur Blüte führte. Unter Peter Weck gelangte u.a. auch das Musical Cats von Andrew Lloyd Webber hier am 24. September 1983 zur deutschen Erstaufführung. Während das die Psychoanalyse Sigmund Freuds aufgreifende Musical Freudiana von Eric Woolfson nur begrenzten Erfolg zeigte, wurde Ende der 80er Jahre das Musical Elisabeth von Michael Kunze und Sylvester Levay zu einem jahrelangen Dauerbrenner und bald zum erfolgreichsten deutschsprachigen Musical aller Zeiten, mit weltweit bereits mehr als 5 Millionen Besuchern. Das Musical schildert das Leben der Kaiserin Elisabeth von Österreich als Totentanz und die Vermählung mit dem Tod als „Happy End“. Die Wiederaufnahme des Erfolgsstücks Elisabeth im Herbst 2003, feierte die österreichische Post mit der limitierten Auflage einer eigenen Briefmarke. Ebenfalls von Kunze/Levay stammt das Musical Mozart!, das am 12. Oktober 1999 im Theater an der Wien uraufgeführt und bis zum Mai 2001 gespielt wurde. Mozart! wurde zum "besten Musical 2000" gewählt.

Seit 1962 dient das Theater an der Wien in den Sommermonaten alljährlich auch den Wiener Festwochen als Spielstätte.

Mit dem Mozartjahr 2006 wurde das Theater an der Wien wieder zu einer Spielstätte für Opern, insbesondere der Wiener Klassik. Das Inaugurationskonzert, am 8. Januar 2006, dirigierte Plácido Domingo. Während das Wiener Opernpublikum – das das in Größe und Bauweise für die klassische Wiener Oper perfekt geeignete Theater durch die Musicals eher "missbraucht" sah – die Nutzungsänderung gespannt erwartete, bedeutet sie andererseits auch eine Abkehr von der langen Tradition als Uraufführungstheater des aktuellen, unterhaltenden Musiktheaters hin zu einem Theater der Traditionspflege. Die Opernproduktionen werden von verschiedenen Orchestern bestritten, u.a. von den Wiener Symphonikern, dem Radio-Symphonieorchester Wien und dem Concentus Musicus.

Spielplan 2006


Auf die Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Idomeneo (Dirigent Peter Schneider, Regie nach Willy Decker, Ausstattung Wolfgang Gussmann; mit Neil Shicoff, Angelika Kirchschlager, Barbara Frittoli, Genia Kühmeier u. a.) folgte Mozarts Lucio Silla eine Produktion der Wiener Festwochen 2005 in Koproduktion mit dem Theater an der Wien, unter der musikalischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt (Regie Claus Guth, Ausstattung Christian Schmidt (mit Michael Schade, Patricia Petibon, Bernarda Fink; Orchester Concentus Musicus Wien; Arnold Schoenberg Chor). Danach kam Mozarts La clemenza di Tito (Dirigent Paolo Carignani, Regie Christof Loy, Ausstattung Herbert Murauer; mit Kurt Streit, Silvana Dussmann, Elina Garanca u. a.; Concentus Musicus Wien).

Im April folgten drei szenische Aufführungen von Mozarts Oratorium Die Schuldigkeit des ersten Gebots unter der musikalischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt (Regie Philipp Harnoncourt, Ausstattung Renate Martin und Andreas Donhauser; mit Michael Schade, Patricia Petibon, Juliane Banse, Elisabeth von Magnus u. a.).

Im Mai und Juni wird das Theater an der Wien traditionsgemäß an die Wiener Festwochen * vermietet. Der Mai bringt Mozarts Die Zauberflöte, eine Produktion der Wiener Festwochen 2006 in Koproduktion mit dem Festival d'Aix-en-Provence, dem Theater an der Wien und dem Grand Théâtre de Luxembourg (Dirigent Daniel Harding, Regie, Bühne und Licht Krystian Lupa, Kostüme Piotr Skiba; mit dem Mahler Chamber Orchestra und dem Arnold Schoenberg Chor) sowie Così fan tutte, einer Produktion des Festival d'Aix-en-Provence in Koproduktion mit den Wiener Festwochen, der Opéra National de Paris und dem Theater an der Wien (Dirigent Harding, Regie Patrice Chéreau, Bühnenbild Richard Peduzzi, Kostüme Caroline de Vivaise, Licht Bertrand Couderc; mit Erin Wall, Elina Garanca, Shawn Mathey, Marie McLaughlin, Ruggero Raimondi).

Im Juni wird die Idomeneo-Inszenierung wiederaufgenommen (Dirigent Bertrand de Billy; mit Shicoff, Kirchschlager, Frittoli, Kühmeier u. a.). Mozarts Don Giovanni folgt Ende Juli in einer vollständigen Fassung (Dirigent de Billy, Regie Keith Warner, Ausstattung Es Devlin, Licht Wolfgang Göbbel; RSO Wien, Arnold Schoenberg Chor; mit Gerald Finley u. a.).

Im August folgen Don Juan kommt aus dem Krieg von Erik Hojsgaard (Dirigent Walter Kobéra, Regie Mascha Pörzgen, Bühnenbild Paul Zoller, Kostüme Renate Rieder) sowie Flammen von Erwin Schulhoff (Dirigent de Billy, Regie Warner, Ausstattung Devlin, Licht Göbbel).

Lupas Inszenierung der Zauberflöte wird ab 11. Oktober wiederaufgenommen (Dirigent Fabio Luisi, Wiener Symphoniker, Arnold Schoenberg Chor).

Darauf folgt I hate Mozart von Bernhard Lang und Michael Sturminger (Dirigent Johannes Kalitzke, Regie Sturminger, Ausstattung Martin und Donhauser).

Am Ende des Jahre folgt die Wiederaufnahme von Così fan tutte (Dirigent Harding; Besetzung wie im Mai).

Sitzplan


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Weblinks


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