| The Mars Volta | - bgcolor="#FFFFFF" | Gründung | 2001 | - bgcolor="#FFFFFF" | Webpräsenz | http://www.themarsvolta.com | - | Aktuelle Besetzung | - bgcolor="#FFFFFF" | Gesang: | Cedric Bixler-Zavala | - bgcolor="#FFFFFF" | Gitarre: | Omar Alfredo Rodriguez-Lopez | - bgcolor="#FFFFFF" | Bass: | Juan Alderete | - bgcolor="#FFFFFF" | Keyboard: | Isaiah "Ikey" Owens | - bgcolor="#FFFFFF" | Effekte/Geräusche: | Paul Hinojos (ehem. Sparta) | - bgcolor="#FFFFFF" | Percussion: | Marcell Rodriguez-Lopez | - bgcolor="#FFFFFF" | Flöte, Saxophon, Klarinette, Percussion: | Adrian Terraza | - bgcolor="#FFFFFF" | Schlagzeug: | Jon Phillipe Theodore | - | Ehemalige Mitglieder | - bgcolor="#FFFFFF" | Effekte/Geräusche: | Jeremy Michael Ward (2001-2003) (†) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bass: | Eva Gardner (2001-2002) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bass: | Ralph Jasso (2002) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bass: | Jason Laden (2003) |
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Aussagen der Band zufolge steht "Volta" im Sprachgebrauch des surrealistischen Filmemachers Federico Fellini für einen radikalen Wechsel in Kunst und Gesellschaft, während "Mars" die Vorliebe der Bandmitglieder für Science Fiction betonen soll. Das voranstehende "The" dient zur Abgrenzung von ansonsten gleichnamigen europäischen Techno-Künstlern.
Die Musik von The Mars Volta weist viele Einflüsse auf, darunter Salsa, Progressive Rock, Punk und Jazz, aber auch Krautrock. Das Spektrum der Stücke reicht von typischen Balladen (Televators) bis hin zu quirligen Ausflügen in Rock-Salsa-Gefilde (Drunkship of Lanterns), mitunter finden sich verworrene Breaks. Sich selbst bezeichnete die Musikgruppe in einem Interview als "Rockband, die eine Salsaband sein möchte". Darüber hinaus meint Rodriguez-Lopez aber auch "our sound is that we have no sound".
The Mars Volta sind für ihre intensiven und ausschweifenden Konzerte bekannt, welche sowohl unter Fans als auch Musikkritikern sehr unterschiedliche Reaktionen von überschwänglicher Begeisterung bis hin zu heftiger Kritik hervorrufen. Die Band gibt live ihr Repertoire nicht in Form von Einzelstücken wieder, sondern lässt die Titel in einer Art Jamsession ineinander verschmelzen, variiert Songs und improvisiert ausgiebig auf deren Basis.
Die Band hat ihren Ursprung in El Paso, Texas und wurde unter Rodriguez-Lopez
Ein erstes musikalisches Lebenszeichen geben The Mars Volta 2002 mit ihrer EP "Tremulant" von sich. Es folgen unter anderem eine Vielzahl Auftritte mit den Red Hot Chili Peppers, bevor am 25. Mai 2003 kurz vor Veröffentlichung des Debütalbums "De-loused in the Comatorium" ihr Freund und damaliges Bandmitglied Jeremy Michael Ward tot in seiner Wohnung in Los Angeles aufgefunden wird. Gerüchte sprechen bis heute von einer Überdosis Heroin, offiziell bleibt die Todesursache aber ungeklärt.
Das nur einen Monat später erscheinende und unter der Leitung von Starproduzent Rick Rubin (u.a. Slayer, System Of A Down, Audioslave) aufgenommene erste volle Album folgt einem Konzept und thematisiert eine von Sänger Bixler-Zavala geschriebene Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert.
Julio Venegas, ein langjähriger Freund der Bandgründer, starb nach seinem Erwachen aus einem langen Koma, in das er nach einem Suizidversuch mit Rattengift gefallen war. Auf dem Album sind diese Ereignisse etwas verfremdet: Der nun Cerpin Taxt getaufte Protagonist versucht, sich mit einer Überdosis Morphium zu töten, woraufhin er in ein tiefes Koma fällt. Auf einer Reise durch seine Gedanken setzt er sich mit seinem Selbst auseinander und erlebt zahlreiche Diskrepanzen zwischen seinen guten und schlechten Eigenschaften. Zuletzt erwacht er aus seinem Koma und bringt sich um. Die vollständige Geschichte lässt sich in Form eines kleinen Büchleins von Gold Standard Laboratories nachlesen.
"De-loused in the Comatorium" wird ein großer Erfolg und bringt der Band bis heute mehr als 500.000 verkaufte Einheiten ein. Das Album findet sich zu Ende des Jahres 2003 auf diversen Listen zum "Besten Album des Jahres" wieder.
The Mars Volta gehen nach Veröffentlichung des Debüts auf umfangreiche Konzertreise und wollen die kürzlichen tragischen Geschehnisse auf der Bühne verarbeiten. Weiter helfen die direkt folgenden Aufnahmesessions zum zweiten Album "Frances the Mute" bei der Verarbeitung des plötzlichen Todes von Ward.
Im Dezember 2004 taucht eine qualitativ äußerst schlechte Vorabkopie der Vinyl-Version des noch unveröffentlichten Albums im Internet auf und veranlasst das Produzententeam und Teile der Band zu einem deutlichen Statement:
Die zweite Veröffentlichung "Frances the Mute" erzählt eine Geschichte, die der Verstorbene während seiner Arbeit als Geldeintreiber in Form eines Tagebuchs auf dem Rücksitz eines Autos gefunden haben soll. Die darin beschriebene Suche des Protagonisten nach seinen leiblichen Eltern faszinierte Ward aufgrund der vielen Parallelen zu seinem eigenen Leben so sehr, dass er das Tagebuch zu Ende schrieb. Die Stücke repräsentieren jeweils einen der Charaktere, denen der Protagonist auf der Suche nach seinen Eltern begegnet.
Die Aufnahmen zu "Frances the Mute", das am 1. März 2005 erschien, standen unter dem traumatischen Einfluss von Wards Tod. Dieser Einfluss erreicht eine höhere Tragweite als beim Vorgänger, das zwar unter ähnlichen Bedingungen entstand - jedoch lag der Tod Venegas schon knapp 10 Jahre zurück, als The Mars Volta mit dem Songwriting zu ihrem ersten Album begannen.
Während das erste Album "De-loused in the Comatorium" fast ausschließlich positive Reaktionen hervorruft, wird das Zweitwerk insgesamt deutlich kritischer gesehen. laut.de spricht unter anderem von einer "Frechheit mit künstlerischem Anspruch", trotzdem findet auch diese Veröffentlichung ihre überzeugten Anhänger. Alleine in den USA verkaufen sich innerhalb der ersten Woche über 100.000 Einheiten, obwohl das Album gemeinhin als kommerziell nicht zu vermarkten gilt. Es erreicht im UK Platz 23 der Charts, in Deutschland Platz 8, im Heimatland The Mars Voltas sogar Nummer 4.
Mitglieder der befreundeten Band Red Hot Chili Peppers haben auf beiden Alben mitgewirkt. Flea spielte auf dem gesamten Debütalbum den Bass und auf "Frances The Mute" bei den Stücken The Widow und Miranda, that Ghost just isn't holy anymore die Trompetenparts ein, während John Frusciante auf Cicatriz ESP Gitarre spielte und die ersten beiden Soli zu L'Via L'Viaquez beisteuerte.
Die nur im UK veröffentlichte Single The Widow enthält den ca. 15 Minuten langen Titel Frances the Mute, welcher nach dem Willen der Band als Einleitung zum gleichnamigen Album fungieren und auf einer separaten CD im Album enthalten sein sollte. Diese Pläne wurden jedoch von der Plattenfirma abgelehnt, auch eine nachträgliche Veröffentlichung als Doppelalbum wird nicht mehr stattfinden.
Im November 2005 erscheint mit "Scab Dates" das erste volle Live-Album der Band. Trotz über 70-minütiger Laufzeit und Aufnahmen aus verschiedenen Konzerten aus den Jahren 2004 und 2005, die durch im Nachhinein eingebaute Soundcollagen und Klangfetzen zusammengehalten werden, finden sich nur drei bekannte Songs auf der Veröffentlichung, kein einziger Titel des letzten Studioalbums "Frances The Mute" wird berücksichtigt. Der experimentelle Charakter The Mars Voltas und ihre Liebe für Improvisationen wird im in fünf Teile untergliederten Cicatriz deutlich, das sich insgesamt auf fast 43 Minuten ausdehnt.
Gemäß Presseerklärung des Labels wird The Mars Volta das dritte Studioalbum "Amputechture" am 11. August 2006 veröffentlichen. Auf dem neuen Album spielt wieder einmal der Red-Hot-Chili-Peppers-Gitarrero John Frusciante mit.
Progressive-Rock-Band | US-amerikanische Band
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