| The Beach Boys | - bgcolor="#FFFFFF" | Gründung | 1961 | - bgcolor="#FFFFFF" | Webseite | Fanseite (engl.)Fanseite (engl.) | - bgcolor="#FFFFFF" | Genre | Rock/Pop | - | Bandmitglieder | - bgcolor="#FFFFFF" | Gesang, Bass, Keyboards | Brian Wilson | - bgcolor="#FFFFFF" | Gesang, Gitarre | Carl Wilson († 1998) | - bgcolor="#FFFFFF" | Gesang, Schlagzeug | Dennis Wilson († 1983) | - bgcolor="#FFFFFF" | Gesang | Mike Love | - bgcolor="#FFFFFF" | Gesang, Gitarre | Alan Jardine | - bgcolor="#FFFFFF" | Gesang, Bass, Keyboards | Bruce Johnston(1965-1972; ab 1979) | - | Zeitweilige Bandmitglieder | - bgcolor="#FFFFFF" | Gitarre, Gesang | Blondie Chaplin(1972–1973) | - bgcolor="#FFFFFF" | Schlagzeug, Gesang | Ricky Fataar(1972–1974) | - bgcolor="#FFFFFF" | Gitarre | David Lee Marks(1962–1963), (1998-2000) |
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Im November 1961 wurde der von Brian Wilson und Mike Love verfasste Titel Surfin' von Candix Records, einer lokalen Plattenfirma, veröffentlicht. Die Plattenfirma bestand aber darauf, dass sich die Band „The Beach Boys“ nannte. Die Platte wurde ein regionaler Hit (in Kalifornien in den Top 5) und landete in den US-Billboard-Charts auf Platz 76. Durch Vermittlung von Vater Murry Wilson bekam die Band wenig später einen langfristigen Vertrag bei Capitol Records und wurde von deren Star-Produzenten Nick Venet betreut. Den Angaben auf den Platten-Covern zufolge produzierte dieser die ersten beiden Alben, obwohl ein erheblicher Teil der Produktionsarbeit von Brian Wilson geleistet wurde. Ab dem dritten Album nahm Brian dann auch offiziell auf dem Produzentensessel Platz.
Ihre erste Capitol-Single Surfin' Safari machte die Band über Nacht US-weit zu Stars. In den nächsten Jahren (1963–-1965) hatten die Beach Boys zwanzig Top-40-Singles in den Hitparaden. Ihr Live-Album Beach Boys' Concert war vier Wochen lang auf Platz 1 und somit das erste Live-Album überhaupt, das zu einem Hit wurde. 1965 kündigte Brian Wilson, der bisher fast alle Songs geschrieben und bis auf die ersten beiden alle Alben produziert hatte, seinen Rücktritt vom Tourleben an, um nur noch zu komponieren und im Studio zu produzieren. Zunächst trat auf Tourneen Glen Campbell (* 22. April 1936) an seine Stelle, im April 1965 wurde mit Bruce Johnston (* 27. Juni 1942) ein endgültiger Ersatz gefunden.
Ohne den Tourstress produzierte Brian seine bis zu diesem Zeitpunkt besten Alben „The Beach Boys Today“ und „Summer Days (And Summer Nights!!)“; letzteres enthielt Songs wie „California Girls“ und „Help me, Rhonda“ (zweiter Nr.1-Hit für die Band, und dies auf dem Höhepunkt der Beatlemania). Völlig überraschend gelangte Anfang 1966 die Single „Barbara Ann“, die eigentlich nur zum Spaß aufgenommen worden war und ohne Wissen der Band als Single veröffentlicht worden war, sowohl in den USA als auch in England auf Platz 2.
Brian Wilson hatte viel erreicht, er wollte jedoch mehr. Ende 1965, motiviert durch das Album „Rubber Soul“ der Beatles, schwor er im Alter von 23 Jahren, er werde das größte Rock-Album machen, das es jemals auf dieser Welt geben werde. Er arbeitete mit Texter Tony Asher ein halbes Jahr an diesem Projekt, das er Pet Sounds nannte. Pet Sounds hatte mit den üblichen Themen der Beach Boys - Surfen, Sonne, Mädchen, Autos - nichts zu tun, weswegen die Plattenfirma die Arbeiten an diesem Album sabotierte und sich weigerte, das Album zu veröffentlichen. Nach unzähligen Diskussionen vertrieb die Plattenfirma „Brians größtes Album“ zunächst als limitierte Edition, was dazu führte, dass Pet Sounds 4 Wochen nach seiner Veröffentlichung bereits als Sammlerstück galt. Da das Album in den USA kaum beworben wurde, war es kommerziell relativ erfolglos und erreichte nur Platz 10 in den US-Billboard-Charts. Die „Beach Boys“ waren ihrer Zeit mit diesem Album um Jahre voraus, fanden aber in den USA keine Anerkennung. Im Rest der Welt, besonders in England, wurden sie durch Pet Sounds wirkliche „Megastars“. 1999, 33 Jahre später, sollten die „Beach Boys“ für ihr Meisterwerk schließlich den Grammy für das "Album des Millenniums" verliehen bekommen. Die Band lehnte allerdings die Auszeichnung ab und protestierte so gegen die späte Entscheidung der Juroren. Das Album Pet Sounds gilt in Fachkreisen als eines der bedeutendsten Alben der Musikgeschichte.
Für ihre nächste Single „Good Vibrations“ unternahm Brian Wilson über sechs Monate hinweg unzählige Aufnahmen in vier Studios. Als die Single im Oktober 1966 herauskam, hatte die Band einen weiteren „million seller“. Good Vibrations war in nahezu jedem Land der Welt auf Platz 1 und gilt heute noch für viele als „beste Single aller Zeiten“. Brian Wilson, kreativer Geist hinter den Beach Boys, wollte mehr und arbeitete mit Van Dyke Parks als Texter an einem neuen Projekt namens „Smile“ (siehe Smiley Smile und Brian Wilson presents Smile), das Pet Sounds noch um Welten übertreffen sollte. Brian Wilson und Van Dyke arbeiteten an etwa 30 Songs, von denen viele vollständig aufgenommen wurden, andere nur in Fragmenten. Es gab zahlreiche Probleme: Viele Aufnahmesitzungen wurden kurzfristig wieder abgesagt oder blieben ergebnislos, da Wilson nicht die richtige Stimmung spürte. So kam es, dass er diverse Songfragmente wieder und wieder in verschiedenen Fassungen aufnahm. Auch von seinen Bandmitgliedern entfremdete er sich zusehends, da diese die ausgefallenen Texte von Van Dyke Parks und Brian Wilsons Produktionsmethoden nicht mehr nachvollziehen konnten. Brian Wilsons psychische Erkrankung sowie sein wachsender Drogenkonsum machten ihm mehr und mehr zu schaffen. Dazu gab es Streitigkeiten mit der Plattenfirma. Es ging hierbei um die Verlängerung des auslaufenden Plattenvertrages und um ausstehende Tantiemenzahlungen. Als die Streitigkeiten endlich beigelegt werden konnten und Capitol zu einer Veröffentlichung von Smile bereit war, fürchtete Wilson, dass Smile im Sog der psychedelischen Welle untergehen könne. Also gab er sein Projekt auf. Lange Jahre hielten sich die Gerüchte, Wilson habe die fertigen Smile-Aufnahmen zerstört, um einer ungewollten Veröffentlichung zuvorzukommen. Allerdings wollte dieser nur den hartnäckigen Fragen der Presse und der Plattenfirma ausweichen.
Brian Wilson war so enttäuscht über die Beendigung des Projektes, dass er sich aus dem Musikbusiness schrittweise zurückzog, in tiefe Depressionen verfiel und letztendlich viel Zeit von 1969 - 1975 zu Hause in seinem Bett liegend verbrachte (zutreffend beschrieben in dem 1992er Song Brian Wilson der Barenaked Ladies). Fragmente von Smile, seiner „Teenage Symphony To God“, erschienen aber in den nächsten Jahren auf den Alben Smiley Smile (Heroes And Villains, Vegetables (ohne das „Mama Says“-Teilstück), Wind Chimes, Wonderful, She's Going Bald), Wild Honey (Mama Says), 20/20 (Our Prayer, Cabinessence), Sunflower (der mittlere Teil von Cool, Cool Water) und Surf's Up (Surf's Up). Trotz allem fand er dennoch ab und zu den Weg in ein Studio und ließ seiner kreativen Ader freien Lauf, doch nicht mehr so oft wie vor dem „Smile“-Fiasko.
Die Alben und Singles, die die Band in den Jahren 1967-1969 veröffentlichte, waren in den USA kommerzielle Flops, in Europa - vor allem in England und den Niederlanden - ging der Stern der Beach Boys in dieser Periode erst richtig auf. Die Alben sind über die wiederverwerteten Smile-Fragmente hinaus gespickt mit einigen vergessenen Perlen. Noch wichtiger - in dieser Zeit emanzipierte sich der Rest der Band und übernahm schrittweise die Produktions- und auch Kompositionsaufgaben von Brian. Auf ihrem letzten Album der 1960er Jahre, das den Titel 20/20 trug, ist zum ersten Mal Brian Wilson nicht mehr auf dem Cover abgebildet. Dieses Album enthielt mit "Do it again" den letzten Top 20 Hit des Jahrzehnts in den USA. In England erreichte dieser Titel Platz 1, drei weitere Singleauskopplungen schafften es in die Top 10.
Die Verkaufszahlen in den USA waren Ende der 60er eingebrochen. Die Band galt in ihrer Heimat als langweilig und unmodern, also gingen sie immer wieder auf Europa-Tournee, wo sie zahlreiche Fans und große Erfolge hatten. Der Plattenvertrag mit Capitol Records wurde nicht mehr verlängert. Die Beach Boys wollten ihr neues Material für ihre eigene Plattenfirma Brother Records erstellen und über einen Partner vertreiben. Allerdings hatte keine führende Plattenfirma daran Interesse, sie mit diesen Bedingungen unter Vertrag zu nehmen. Schließlich erhielten sie, durch Vermittlung von Van Dyke Parks, einen gut dotierten Vertrag bei Warner Bros., der über acht Alben laufen sollte. Das von den Kritiken sehr gelobte erste Album "Sunflower" (England Rang 29), kam in den USA über Platz 151 der Billboard Charts nicht hinaus und ist Sinnbild dafür, wie unbedeutend die Gruppe in den USA geworden war. Die Beach Boys versuchten deshalb einen Imagewandel herbeizuführen, indem sie mit ihrer Musik Probleme der Umwelt und des Kapitalismus ansprachen.
1972 verstärkte sich die Band mit den beiden südafrikanischen Musiker Blondie Chaplin (Gitarre) und Ricky Fataar (Drums), die zuvor der Gruppe „The Flames“ angehört hatten. Die Neuaufnahme der Mitglieder war deshalb notwendig geworden, da Bruce Johnston von der Band gefeuert worden war und sich Schlagzeuger Dennis Wilson eine schwere Verletzung an seiner Hand zugefügt hatte. Dennis spielte in den Jahren 1972–1974 das Piano und kehrte nach Fataars Rückzug aus der Band wieder an die Drums zurück. 1973 verbrachten die Beach Boys sechs Monate in den Niederlanden, um dort ihr Album „Holland“ einzuspielen, welches zu den besten Beach-Boys-Alben ohne Brian Wilson zählt. Mit diesem Album konnte die Band auch in den USA viele Käufer überzeugen, weswegen dieses Album gerne als "erstes Comebackalbum" betitelt wird. Durch diesen Erfolg ermutigt, beschlossen die Beach Boys, neue Veröffentlichungen zurückzustellen, um durch die USA zu touren. Sie versuchten so, ihre Fangemeinde zurückzugewinnen. In der Mitte der 70er erreichte das Album „Endless Summer“ – eine Art „Best of“ mit frühen Beach-Boys-Nummern – in den USA Platz 1 der Billboard-Charts. Die Gruppe wurde vom Rolling Stone Magazin zur „Band des Jahres 1974“ gewählt. Brian Wilson gab ein Comeback. Er und die Beach Boys brachten mit Chuck Berrys „Rock and Roll Music“ eine neue Single auf Platz 5, auch das dazugehörende Comeback-Album „15 Big Ones“ landete in den Top 10 der Charts. 1977 begannen die Verkaufszahlen wieder zu sinken, aber die „Boys“ brachten es jedes Jahr zumindest auf eine Chartnotierung (z.B Lady Lynda, UK Nr.6). 1979 wechselten sie abermals die Plattenfirma und unterschrieben einen neuen Vertrag bei Caribou Records. 1980 nahmen sie mit Keepin' The Summer Alive das letzte Album als „originale“ Beach Boys auf.
1983 verstarb Dennis Wilson bei einem Tauchunfall im Pazifischen Ozean, den er über alles liebte. Die „Beach Boys“ spielten am 4. Juli 1984, getragen von einer Nostalgiewelle, vor über 700.000 Menschen am Washington Monument, was ihnen ein Jahr zuvor noch vom damaligen US-Innenminister James G. Watt untersagt wurde. Mit „Getcha Back“ und „Wipe Out“ (mit den Fat Boys) landeten sie 1985 und 1987 in den USA Top-20-Hits. Zu dem Zeitpunkt, als Brian Wilson seinen endgültigen Rückzug bekannt gab, hatten sie mit „Kokomo“ einen unerwarteten Nr.-1-Hit und mit „Still Cruisin'“ ein neues Top-50-Album. Die Band beschränkte sich fortan darauf, zu einer reisenden Oldies-Band zu werden, und wurden zu ihrer eigenen Revival-Show. Das letzte Studioalbum „Summer In Paradise“, das sie 1992 aufnahmen, verschwand nach kurzer Zeit wieder aus den Verkaufsregalen, ohne besondere Beachtung gefunden zu haben. Danach versammelten sie sich nur noch einmal im Studio, um „Stars And Stripes Vol. 1“ einzuspielen – ein Album, auf dem sie selbst nur im Background sangen, während diverse Country-Größen (Willie Nelson, Kathy Troccoli, James House, Lorrie Morgan u.a.) den Lead-Gesang übernahmen. 1996 wollten die Beach Boys ein neues Studioalbum unter der Regie von Brian Wilson aufnehmen. Wilson schrieb dazu mit Mike Love und mit seinem Freund Andy Paley einige neue Songs, die von den anderen Beach Boys allerdings für zu schwach befunden wurden. Einige dieser Titel landeten später auf dem 2004er Brian-Wilson-Soloalbum Gettin In Over My Head und bewiesen die Charttauglichkeit des Materials.
1998 verlor Carl Wilson den Kampf gegen seine Krebserkrankung. Dies war das inoffizielle Ende der „Beach Boys“. Ohne einen einzigen Wilson-Bruder stieg auch Alan Jardine aus der Band aus. Die Beach Boys bestehen heute nur noch aus Mike Love und Bruce Johnston, die noch immer durch die Welt touren und etwa 150 Konzerte pro Jahr spielen. Mike Love plant für 2005 ein Soloalbum.
Alan Jardine tourt unter dem Namen Al Jardine's Endless Summer Band (mit seinen Söhnen Matt und Adam, Brian Wilsons Töchtern Carny und Wendy Wilson und einigen langjährigen Beach-Boys-Tour- bzw. -Session-Musikern wie Ed Carter).
Brian Wilson tourt unter dem Namen Brian Wilson & the Wondermints durch die Welt und veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen neues Material – zuletzt 2004 „Gettin In Over My Head“ (US-Charts Platz 100, UK Platz 53) und eine Neuaufnahme von „Smile“ (US Platz 13, UK Platz 7). Im Oktober 2005 veröffentlichte Brian mit "What I really want for for Christmas" sein drittes Studioalbum binnen 1 1/2 Jahren.
Für 2006 kündigten die Beach Boys ein neues Album mit drei neuen Songs sowie einigen raren Stücken an. Die Hoffnung der Fans, „verborgene Schätze“ aus dem Beach-Boys-Archiv zu bekommen, schwand allerdings. Das angekündigte Album, das unter dem Titel "Songs from Here and Back" veröffentlicht wird, besteht lediglich aus neun Live-Aufnahmen der größten Hits sowie drei Liedern aus einzelnen Solo-Projekten. Mike Love steuert "Cool Head, Warm Heart" bei, das aus seinem unveröffentlichen Solo-Album "Mike Love, not War" stammt. Al Jardine steuert "PT Cruiser" bei, ein Lied, das bereits 2003 als Single veröffentlicht wurde und floppte. Brian Wilson und seine neue Band nahmen "The Spirit of Rock 'n' Roll" auf. Dieser Song wurde von den Beach Boys 1986 in Waikiki gesungen, allerdings nie veröffentlicht.
Siehe auch: Mitglieder der Beach Boys.
Weiteres Studioalbum
Ab etwa 1990 wurden die bis 1985 erschienenen LPs der Gruppe auf CD wiederveröffentlicht, zumeist als „Twofer“, also als Kombination von zwei LPs auf einer CD, meist auch noch um (großenteils bis dahin unveröffentlichte) Bonus-Tracks ergänzt.
Live Veröffentlichungen
Neuveröffentlichungen
Compilations
Raritäten
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