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The Alan Parsons Project ist ein englisches Rock-Projekt, das zunächst dem Progressive- oder Artrock zugerechnet werden kann.

Bandgeschichte


Die Band ist das Produkt zweier Menschen, die schon vor der Gründung 1975 im Musikgewerbe tätig waren.

Beide trafen sich 1974 und beschlossen, ihre Träume zu verwirklichen und ihre eigene Musik herauszubringen: Woolfson war von Edgar Allan Poe begeistert und wollte ihn vertonen, Parsons wollte sein Talent "sichtbarer" machen. So gründeten sie The Alan Parsons Project und luden dazu viele Gastmusiker ein, darunter Andrew Powell, einen Dirigenten und Komponist, der für die Orchesterarrangements zuständig sein sollte sowie den Sänger John Miles, der gerade den von Alan Parsons produzierten Hit Music gehabt hatte. Als Begleitmusiker wurde die komplette Band Pilot (David Paton, Stuart Tosh, Ian Bairnson, Bill Lyall) verpflichtet, für die Parsons ebenfalls als Produzent aller Alben tätig gewesen war.

1976 erschien das erste Album, das Konzeptalbum Tales of Mystery and Imagination of Edgar Allan Poe, eine Sammlung von Vertonungen von Kurzgeschichten des amerikanischen Schriftstellers. Schon hier kristallisierte sich der musikalische Stil heraus: rockige Klänge in Verbindung mit sinfonischen Fragmenten aus Claude Debussys Poe-Projekt La Chûte de la maison Usher und einem Chor. Mindestens ein Instrumentalstück sollte in Zukunft auf jedem Album zu finden sein.

Es folgten weitere Alben, die in der Regel um ein zentrales Thema konzipiert waren. Ab 1981 entwickelte sich der Stil weg von Konzeptalben hin zu eher locker thematisch strukturierten Songsammlungen. Mit dem unerwarteten Erfolg des Songs Eye In The Sky, der ein Top-10-Hit wurde, setzte musikalisch eine Umorientierung in Richtung AOR-Rock ein.

1990 wollte Woolfson Freud vertonen. Ein Bekannter schlug ihm ein Musical vor, das schließlich unter dem Titel Freudiana im Wiener Theater an der Wien mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle uraufgeführt wurde. Parsons produzierte zwar das Album, allerdings nicht unter dem Bandnamen, da Parsons die Ausrichtung des "Project" durch eine Musicalproduktion nicht "verwässern" wollte.

Freudiana ist zwar das Werk von Woolfson, wird der klanglichen Ähnlichkeit wegen aber oft für eine Project-CD gehalten. Das Musical, dessen Rechte beim künstlerischen Leiter Brian Brolly, die Verluste aber bei Parsons und Woolfson blieben, sorgte für das Ende der Band. Parsons brachte in der Folge nur noch unter seinem eigenen Namen weitere Platten heraus (siehe ebendort). Woolfson schrieb in der Folge mehrere Musicals auf der Grundlage früherer Project-Alben.

Mitglieder


  • Wichtige Mitglieder neben Parsons und Woolfson
    • Ian Bairnson (Gitarre): Der einzige Musiker, der auf allen Project-Alben mitgewirkt hat.
    • Mel Collins (Saxophon): Hat für zahllose Bands gearbeitet; für das Project war er zwischen The Turn of a Friendly Card und Ammonia Avenue tätig; aktuell spielt er (wieder) für Harald Schmidt in dessen Show.
    • Laurie Cottle (Bass): Seit Gaudi der Project-Bassist.
    • Richard Cottle (Saxophon, Synthesizer): Seit Vulture Culture dabei; älterer Bruder von Laurie Cottle.
    • Stuart Elliott (Schlagzeug): Seit Pyramid der Project-Schlagzeuger.
    • Duncan Mackay (Keyboards): War bis Eve für das Project tätig.
    • David Paton (Bass und Gesang): War bis zum Album Stereotomy dabei; danach Bassist bei Elton John.
    • Andrew Powell (Orchestrierungen): Wirkte auf allen Alben bis auf Vulture Culture mit, ein Album, das ohne Orchester auskam.
    • Stuart Tosh (Schlagzeug): War bis I Robot dabei und spielte später bei 10CC.

Wirkung


Dem deutschen Fernsehzuschauer ist das Alan Parsons Project am besten bekannt durch die Erkennungsmelodie Lucifer der Sendung Monitor im WDR, die seit über 15 Jahren (bis heute) die Sendung ankündigt (zu finden auf Eve - der charakteristische Rhythmus am Anfang des Titels entspricht den Buchstaben E-V-E im Morsecode: \cdot \cdot \cdot \cdot - \cdot ). Außerdem verwenden die Basketballmannschaften Chicago Bulls und BS Energy Braunschweig seit vielen Jahren den Song Sirius, der vor jedem Heimspiel bei der Spielervorstellung gespielt wird. Auch die deutschen Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt , SV Werder Bremen und VfB Stuttgart verwenden das Lied als Einlaufmusik (zu finden auf Eye In The Sky). In Deutschland war 1984 Don't Answer Me ein Top-10-Hit, das begleitende Album Ammonia Avenue belegte mehrere Wochen die Spitze der deutschen Charts.

Alan Parsons war auch Produzent und Toningenieur bei der (instrumentalen) Filmmusik zum Film "Der Tag des Falken" (Ladyhawke) (1985), die von Andrew Powell im typischen Alan-Parsons-Project-Stil komponiert wurde.

Diskografie


Weblinks


Britische Band | Progressive-Rock-Band

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