| Landesflagge | Landeswappen | ||||||||||||||||||||||||
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| Flag of Thuringia.svg | Coat of arms of Thuringia.svg | ||||||||||||||||||||||||
| Wahlsprüche: Deutschlands starke Mitte | |||||||||||||||||||||||||
| Das grüne Herz Deutschlands | |||||||||||||||||||||||||
| Willkommen in der Denkfabrik | |||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Hauptstadt: | Erfurt | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 16.172,14 km² (11.) | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 2.334.575 (12.) (31. Dezember 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 144 Einwohner je km² (13.) | bgcolor="#FFFFFF" | Schulden je Einwohner: | 6.432 € (Ende 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Schulden gesamt: | 15,0 Mrd. € (2005) | bgcolor="#FFFFFF" | DE: | DE-TH | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | www.thueringen.de | |
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Ministerpräsident: | Dieter Althaus (CDU) (seit 5. Juni 2003) | bgcolor="#FFFFFF" | Regierende Partei: | CDU | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Sitzverteilung im Landtag (88 Sitze): | CDU 45 Die Linkspartei. 28 SPD 15 | bgcolor="#FFFFFF" | letzte Wahl: | 13. Juni 2004 | bgcolor="#FFFFFF" | nächste Wahl: | 2009 | ||||||||||
| Parlamentarische Vertretung | bgcolor="#FFFFFF" | Stimmen im Bundesrat: | 4 | ||||||||||||||||||||||
| Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Germany Laender Thueringen.png | |||||||||||||||||||||||
Der Freistaat Thüringen ist ein Land in der Bundesrepublik Deutschland. Angrenzend sind die Länder Sachsen im Osten und Südosten, Sachsen-Anhalt im Norden und Nordosten, Niedersachsen im Nordwesten, Hessen im Westen sowie Bayern im Süden.
Thüringen liegt in der Mitte Deutschlands und grenzt an die Länder Hessen (270 km), Bayern (381 km), Sachsen (265 km), Sachsen-Anhalt (296 km) und Niedersachsen (112 km). Der Freistaat Thüringen gehört zusammen mit Sachsen-Anhalt und Sachsen zu Mitteldeutschland. Wegen seines Waldreichtums wird Thüringen auch das „Grüne Herz Deutschlands“ genannt.
Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung Thüringens beträgt 160 km, die maximale West-Ost-Ausdehnung 198 km. Thüringen wird von den Autobahnen 4, 9, 38, sowie 71 und 73 durchzogen. Die A 4 verbindet von West nach Ost die Städte Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, Jena und Gera.
Der Süden des Landes wird dominiert vom Thüringer Wald, der sich von Eisenach bis Sonneberg durch das Land zieht. Nördlich davon liegt das Thüringer Becken. Nach Osten schließt sich an den Thüringer Wald das Thüringer Schiefergebirge an. Im Norden reicht der Freistaat bis an den Harz. Weitere Gebirge und Höhenzüge sind die Rhön, der Dün, der Kyffhäuser und der Hainich.
Die wichtigsten Flüsse Thüringens sind die Saale, die Ilm, die Werra, die Unstrut und die Weiße Elster.
Der höchste Berg Thüringens ist mit 982,9 m der Große Beerberg (weitere Berge siehe Liste der Berge in Thüringen), die tiefste Stelle liegt mit 114 m am Unstrutflutgraben bei Wiehe.
Das Wappen des Freistaates Thüringen zeigt im lasurblauen Schild den viermal gleichbreit rot-silbern gestreiften, golden bewehrten und gekrönten »Bunten Löwen« der Ludowinger, umgeben von acht silbernen Sternen.
Als älteste farbige Darstellung des »Thüringer Urwappens« blieb das Wappenschild des Landgrafen Konrad von Thüringen aus dem 13. Jhdt. erhalten. Der Erbfolgekrieg 1264/65 entließ Hessen politisch selbständig, das seitdem den »Bunten Löwen« (umgekehrt gestreift: silber-rot) im Wappen führt. Als am 1. Mai 1920 der Freistaat Thüringen sich aus den sieben republikanischen thüringischen Kleinstaaten zusammenschloss, wurden in Anlehnung an das föderale Sternenbanner der USA sieben silberne auf revolutionär-republikanisch rotem Grund zum Staatswappen gewählt. Die Nazionalsozialisten verpassten Thüringen ein archaischeres, beadlertes Wappen. In der DDR wurde 1952 mit Thüringen auch sein Wappen abgeschafft. 1991 wurde das jetzige Thüringer Wappen aus den historischen Grundlagen abgeleitet. Der achte Stern steht für die nun zusätzlich zum Freistaat Thüringen gehörigen, ehemals Preußen angegliederten Gebietsteile Erfurt, Mühlhausen, Nordhausen und Suhl.
Der Landtag wird alle fünf Jahre nach dem Personalisierten Verhältniswahlrecht neu gewählt. Momentan haben 88 Abgeordnete einen Sitz im Landtag.
Siehe auch: Wahlergebnisse und Landesregierungen in Thüringen seit 1990.
Seit 1999 ist in Thüringen eine Alleinregierung der CDU im Amt, die bei der Landtagswahl 2004 ihre absolute Mehrheit knapp verteidigen konnte. Die derzeitigen Regierungsmitglieder sind:
Die derzeitigen Staatssekretäre sind:
Die Geschichte Thüringens wird im Hauptartikel Geschichte Thüringens dargestellt.
Ministerpräsident von 1933 bis 1945:
Reichsstatthalter von 1933 bis 1945:
Regierungspräsidenten von 1945 bis 1952:
Ministerpräsidenten von 1990 bis heute:
| Jahr | Einwohner | - | 18341 | 1.172.375 | - | 18641 | 1.435.115 | - | 18901 | 1.737.544 | - | 19101 | 2.160.692 | - | 1950 | 2.932.242 | - | 1955 | 2.819.600 | - | 1960 | 2.737.865 | - | 1965 | 2.747.767 | - | 1970 | 2.759.084 |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 1975 | 2.737.235 | - | 1980 | 2.730.368 | - | 1985 | 2.721.539 | - | 1988 | 2.723.268 | - | 1990 | 2.611.319 | - | 1995 | 2.503.785 | - | 2000 | 2.431.255 | - | 2004 | 2.355.280 |
|---|
1 Gebiete: alle Gebiete der thüringischen Staaten und der preußische Regierungsbezirk Erfurt sowie die Herrschaft Schmalkalden. Daraus ergeben sich einige geringe Abweichungen gegenüber dem heutigen Gebietsstand. Mit einbezogen ist nämlich das Herzogtum Coburg, welches heute zu Bayern gehört, nicht mit einbezogen sind hingegen einige Gebiete im heutigen Nordosten Thüringens, nämlich die preußischen Kreise Ilfeld (Hannover), Kölleda (Reg.-Bez. Merseburg) und Sangerhausen (Region um Artern; Reg.-Bez. Merseburg)
In Thüringen werden vor allem Glas, Keramik, Spielwaren, Holz und Textilien und viele Produkte aus der Metallverarbeitung hergestellt. Die meisten Arbeiter sind in Eisenach und Walthershausen im Maschinen- und Fahrzeugbau beschäftigt, aber auch in der Kleineisen- und Werkzeugproduktion. Von Bedeutung sind auch Elektrotechnik und Gerätebau in Erfurt, Eisenach, Ruhla, Suhl und Meiningen. Der Sitz des Unternehmens Jenoptik (früher Carl Zeiss Jena) in Jena macht die Stadt weltweit für seinen Präzisionsgerätebau bekannt. In Thüringen gibt es jedoch nur eine Hand voll börsennotierter Unternehmen (ADVA, Analytik Jena, BioLitec, Carl Zeiss, Condomi, Cybio, ErSol, Funkwerk, Geratherm, GlobalWare, Hyrican, Intershop, Jenoptik, Paragon und Q-Soft).
Im Thüringer Becken, in der Orlasenke und im Gebiet südlich von Altenburg wird viel Ackerbau betrieben. Angebaut werden vor allem Weizen, Gerste und Zuckerrüben, im Untereichsfeld und im Werragebiet vielfach sogar Tabak. In den Flusstälern wachsen Obst und Gemüse und in Erfurt waren Blumenzucht und Gemüseanbau die Grundlage für die deutschlandweit bekannte Erfurter Saatzucht.
Der Tourismus ist aber ein genauso wichtiger Wirtschaftszweig für das Bundesland. Die Erholungsgebiete befinden sich hauptsächlich im Thüringer Wald und im Thüringer Schiefergebirge. Zahlreiche Wanderwege erschließen diese Gebirge. Der etwa 160 km lange Fernwanderweg „Rennsteig“, der auf dem Kamm des gesamten Thüringer Waldes und des Thüringer Schiefergebirges entlangführt, bietet sehr gute Fernsichten. Ein bekanntes Wintersportzentrum ist Oberhof, welches ca. 10 km nördlich von Suhl liegt.
Die soziale Marktwirtschaft hat mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion und dem Beitritt zur Bundesrepublik 1990 die sozialistische Zentralverwaltungswirtschaft in Thüringen abgelöst. Dieser tief greifende Umstrukturierungsprozess löste in verschiedenen Branchen Krisen aus und führte zu hohen Arbeitslosenraten. Zwei Drittel der alten Arbeitsplätze Thüringens fielen zwischen 1989 und 1995 der wirtschaftlichen Wende zum Opfer. Inzwischen haben einige Branchen wie der wissenschaftliche Gerätebau, die Mikroelektronik und die Medizintechnik beachtliche Zuwächse erzielt, so dass hier ein Arbeitskräftemangel zu beobachten ist. Über die vergangenen fünf Jahre gelang es Thüringen zusammen mit dem Freistaat Sachsen, sich von der geringeren Dynamik der übrigen neuen Länder abzukoppeln und die Arbeitslosigkeit um bis zu 5 Prozentpunkte reduzieren. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten weisen die Agenturbezirke Jena, Schmalkalden und Sonneberg mit 10 bis 11 Prozent auf. Hier schlägt die hohe Sockelarbeitslosigkeit der Nachwendezeit zu Buche. Dominierend ist auf dem aktiven Arbeitsmarkt ein Mangel an qualifizierten Fachkräften. Auf der anderen Seite gibt es im Norden und Osten des Landes aber auch noch Regionen mit sehr hoher Arbeitslosigkeit (z.B. Kyffhäuserkreis mit etwa 25% sowie Altenburger Land, Gera und Nordhausen mit etwa 20%).
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Thüringen einen Index von 75.2 (EU-25:100) (2003).
Eine Auflistung aller Autobahnen und Bundesstraßen in Thüringen findet sich hier: Liste der Fernstraßen in Thüringen
siehe Hauptartikel: Eisenbahn in Thüringen
Die Eisenbahn erreichte Thüringen im Jahr 1842 mit der Bahnstrecke von Leipzig über Altenburg nach Hof (Sächsisch-Bayerische Eisenbahn genannt). Die Landeshauptstadt Erfurt erhielt 1846 einen Eisenbahnanschluss an der Strecke von Berlin nach Frankfurt am Main. Heute gibt es in Thüringen zwei sehr wichtige Eisenbahnstrecken, die zum ICE-Liniennetz gehören und zweigleisig sowie elektrifiziert ausgebaut sind, nämlich die Saalbahn (Berlin)-Naumburg-Jena-Saalfeld-Kronach-(Nürnberg/München) und die Strecke (Berlin)-Naumburg-Weimar-Erfurt-Gotha-Eisenach-Bebra-(Frankfurt am Main). Vor 1945 gab es noch eine dritte, sehr bedeutende Verkehrsachse durch Thüringen, nämlich die Bahnstrecke Erfurt-Schweinfurt, die von Expresszügen von Berlin nach Stuttgart genutzt wurde. Heute hat sie ihre Bedeutung aber weitestgehend einbüßen müssen. ICE-Halte in Thüringen sind Erfurt, Weimar, Gotha und Eisenach an der Strecke Berlin-Frankfurt sowie Jena und Saalfeld an der Strecke Berlin-München.
Eine Auflistung aller Bahnstrecken in Thüringen findet sich hier: Liste der Eisenbahnstrecken in Thüringen
Seit der Kreisreform vom 1. Juli 1994 ist der Freistaat Thüringen in 17 Landkreise unterteilt. Es gibt außerdem sechs kreisfreie Städte.
| Stadt | Landkreis | Einwohner | |
|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2000 | 30. Juni 2005 | ||
| Erfurt | kreisfrei | 200.564 | 202.590 |
| Gera | kreisfrei | 112.835 | 104.737 |
| Jena | kreisfrei | 99.893 | 102.201 |
| Weimar | kreisfrei | 62.425 | 64.361 |
| Gotha | Gotha | 48.376 | 47.045 |
| Suhl | kreisfrei | 48.025 | 43.202 |
| Eisenach | kreisfrei | 44.442 | 43.858 |
| Nordhausen | Nordhausen | 45.633 | 43.781 |
| Altenburg | Altenburger Land | 41.290 | 38.203 |
| Mühlhausen | Unstrut-Hainich-Kreis | 38.695 | 37.480 |
| Saalfeld/Saale | Saalfeld-Rudolstadt | 29.511 | 28.148 |
| Ilmenau | Ilm-Kreis | 27.176 | 26.713 |
| Arnstadt | Ilm-Kreis | 27.220 | 25.828 |
| Rudolstadt | Saalfeld-Rudolstadt | 27.528 | 25.584 |
| Apolda | Weimarer Land | 25.899 | 24.684 |
| Greiz | Greiz | 26.177 | 24.007 |
| Sonneberg | Sonneberg | 24.837 | 23.928 |
| Sondershausen | Kyffhäuserkreis | 23.088 | 21.718 |
| Meiningen | Schmalkalden-Meiningen | 22.240 | 21.642 |
| Sömmerda | Sömmerda | 21.977 | 20.885 |
| Leinefelde-Worbis ¹ | Eichsfeld | 15.056 | 20.816 |
¹ 2000 nur Leinefelde, am 16. März 2004 Zusammenschluss mit Worbis, Breitenbach und Wintzingerode zu Leinefelde-Worbis
| Oberzentren: Mittelzentren mit Teilfunktionen eines Oberzentrums: |
Es gibt keinen einheitlichen thüringischen Dialekt, vielmehr ist das Gebiet des heutigen Bundeslands Thüringen, auch auf Grund seiner Geschichte, in sprachlicher Hinsicht stark differenziert.
Thüringisch wird nördlich des Rennsteigs gesprochen. Südlich dieses als Sprachscheide fungierenden Mittelgebirgszugs herrscht fränkisch geprägte Mundart vor.
Auch im Südosten Thüringens, entlang der Grenze zu Bayern befindet sich ein streifenförmiges fränkisch beeinflusstes Mundartgebiet, welches erst weiter nördlich ins Thüringische übergeht.
Weitere kleinräumige Dialektgebiete in Thüringen befinden sich im Südwesten, im Gebiet um Vacha, wo in einigen Orten hessischer Dialekt gesprochen wird.
Im Norden Thüringens, nördlich von Worbis und südlich von Duderstadt (Niedersachsen) wird in einer Anzahl von Orten, die sich nördlich der ik-ich- Linie befinden, niederdeutscher Dialekt, genauer Ostfälisch, gesprochen.
Bundesland (Deutschland) | Thüringen
Thuringen | تورنغن | Тюрингия | Tiringija | Turíngia | Durynsko | Thüringen | Thuringia | Turingio | Turingia | Tüüringi | Turingia | تورینگن | Thüringen | Thuringe | Turinxia | תורינגיה | Tirinška | Türingia | Thüringen | Turingia | テューリンゲン州 | Thüringen | თიურინგია | 튀링겐 주 | Thuringia | Tiuringija | Tīringene | Тирингија | Thüringen | Thüringen (deelstaat) | Thüringen | Turyngia | Turíngia | Turingia | Тюрингия | Tiringija | Thuringia | Durínsko | Тирингија | Thüringen | Thuringia | Тюрингія | 图林根
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