Schieferhaus_Gehren.JPG prägen in zahlreichen Orten im Schiefergebirge das Ortsbild]] Das Thüringer Schiefergebirge, auch Thüringisches Schiefergebirge, ist ein Mittelgebirge in Thüringen, Deutschland.
Das Thüringer Schiefergebirge schließt sich im Südosten an den Thüringer Wald an. Es zieht sich als etwa 20 km breite, nach Südosten geneigte Hochfläche bis zum Tal der Weißen Elster bei Greiz hin. Größere Städte sind Saalfeld/Saale, Bad Lobenstein und Bad Blankenburg. Das Gebiet umfasst insgesamt 4 Regionen:
Vom Thüringer Wald bis zum Erzgebirge erstrecken sich das Thüringer Schiefergebirge und das Vogtländische Schiefergebirge. Es handelt sich um eine ca. 300 m bis 500 m N.N. hohe, flachwellige Mittelgebirgs-Rumpffläche. Die Ausdehnung beträgt etwa 75 km in Ost-West-Richtung und 50 km in Nord-Süd-Richtung. Besonders charakteristische Landschaftsmerkmale sind Diabaskuppen (wie der Pöhlde oder der Hübel) mit ihren Waldschöpfen. Sie bestehen aus vulkanischen Gesteinen, Diabasen, die härter als das umgebende Gestein sind und deshalb langsamer verwittern. Dadurch entstehen die typischen Kuppen.
Wie der Name vermuten lässt, besteht das Schiefergebirge größtenteils aus Schiefergestein.
Obwohl dieses Gebiet ähnlich aufgebaut ist wie der Harz, fehlt doch die scharfe Begrenzung durch Verwerfungen. Fast ringsum besitzt das Gebiet allmähliche Übergänge zu seiner Umgebung.
Bei den auftretenden Gesteinen handelt es sich um Gesteine des Paläozoikums (Erdaltertum), also aus Ordovizium, Silur, Devon und unterem Karbon. Die wichtigsten sind:
Verkarstungsfähiger Kalkstein, und damit Höhlenbildung, gibt es immer nur in einzelnen, kleinräumigen Gebieten. Dadurch ist natürlich auch die Anzahl der Höhlen recht gering.
Im Saaletal befinden sich zwei der größten Talsperren Deutschlands, die den Hohenwarte- und den Bleiloch-Stausee anstauen. Im Schwarzatal befindet sich das Pumpspeicherwerk Goldisthal, eines der größten Pumpspeicherkraftwerke Europas, das 2003 eröffnet wurde.
Im Gebiet der steilwandigen Täler von Schwarza und Saale erreichen die Höhenunterschiede zwischen Hochfläche und Talsohle oft 300 m und mehr, was für ein Mittelgebirge recht viel ist.
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