Blick-über-den-Teutoburger-Wald2.JPG auf dem Teutberg in Richtung Nordwesten über den Teutoburger Wald]] Externsteine Gesamtansicht.jpg nahe Horn-Bad Meinberg]] Teutoburgerwald profil.jpg
Der Teutoburger Wald, der heute nur noch selten bei seinem alten Namen Osning genannt wird, ist ein bis 446 m hoch aufragender Mittelgebirgeszug in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in Deutschland.
Bekannt ist der Teutoburger Wald insbesondere durch die so genannte Schlacht am Teutoburger Wald (auch wenn sie wohl nicht dort, sondern höchstwahrscheinlich im Wiehengebirge stattgefunden hat). Er ist auch Standort des Hermannsdenkmals und den Natur-Attraktionen der Externsteine und der bizarren Felsformationen der Dörenther Klippen mit dem Hockenden Weib, die jeweils zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland anlocken.
Der Teutoburger Wald erstreckt sich in Südost-Nordwest-Richtung vom Eggegebirge bei Horn-Bad Meinberg über das Bielefelder Stadtgebiet und südlich an Osnabrück und Ibbenbüren vorbei bis nach Hörstel. Er ragt als Faltengebirge zusammen mit dem Wiehengebirge weit in die Norddeutsche Tiefebene hinein. Während sein Nordwest- und Südostteil zu Westfalen gehört, befindet sich sein Mittelteil (südlich von Osnabrück) in Niedersachsen.
Der Hauptkamm des Teutoburger Walds, in dem der Barnacken (446 m. ü. NN.) den höchsten Berg darstellt, wird vom Osning-Sandstein aus der Unterkreide gebildet. Ein Teil des Mittelgebirges, der sich süd-südöstlich von Bielefeld rund um den Ebberg (309 m) befindet, wird übrigens noch heute Osning genannt. Das Gebirge fällt in Richtung Nordwesten nahezu kontinuierlich ab, bis es südöstlich von Hörstel etwa am Lagerberg (128 m) seine niedrigste Stelle erreicht und ungefähr dort endet.
Der mittlere Abschnitt des Teutoburger Walds ist ein Bestandteil der Weser-Ems-Wasserscheide. Sein äußerster Südosten, in welchem sich der Lippische Wald und der eben genannte Barnacken befindet, ist ein Teil der auf langer Strecke durch Deutschland verlaufenden Rhein-Weser-Wasserscheide.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde im Zuge des beginnenden deutschen Nationalismus und der "Hermann-Verehrung" der Osning in Teutoburger Wald umbenannt. Teutoburg bedeutet dabei etwa "Volksburg" (vgl. Teutonen); als vom Germanischen ins Lateinische übernommenes Lehnwort kann aber die Bedeutung verändert worden sein.
Die Varusschlacht - auch als "Schlacht am Teutoburger Wald" (saltus Teutoburgiensis) bekannt - fand allerdings neuen Erkenntnissen zur Folge nicht im heute so bezeichneten Gebiet statt, sondern höchstwahrscheinlich im etwas weiter nördlich gelegenen Wiehengebirge bei der Ortschaft Kalkriese.
Große Teile des Teutoburger Walds gehören zu - zwei - verschiedenen Naturparks:
Das schmale Kammgebirge des Teutoburger Walds war (wie auch Wiehen- und Wesergebirge) im Wesentlichen wohl nicht besiedelt. In diesen Gebirgen wurden aber Burgen angelegt, wobei besonders gern in die Ebene vorspringende Bergkuppen ausgenutzt wurden. Aber auch wenn diese auf den Kammhöhen errichtet wurden, waren sie nur wenige Kilometer vom besiedelten Flachland entfernt, hatten gute Verbindung dorthin und konnten leicht erreicht werden. Von den Burgen der "Rhein-Weser-Germanen" (vgl. Cherusker) wurden (laut G. Mildenberger) um Christus Geburt die Grotenburg (am Hermannsdenkmal) sicher, die Burgen Babilonie, Amelungsburg und Hünenburg (bei Hedemünden) wahrscheinlich und die Burgen Tönsberg, Büraburg, Amöneburg, Dünsberg und Hohensyburg möglicherweise benutzt.
Das Problem bei der Festlegung des höchsten Berges im Teutoburger Wald ist die Tatsache, dass dieser langgestreckte Gebirgszug im Südosten direkt in das Eggegebirge übergeht, so dass auf den ersten Blick nicht eindeutig ersichtlich ist, welcher Berg der höchste ist bzw. welcher Berg zu welchem Gebirge gehört. Diesbezüglich werden teils auch noch Lippischer- und Preußischer Velmerstot erwähnt, die aber geologisch gesehen zum Eggegebirge gehören, denn im Tal des Silberbachs, der in Südwest-Nordost-Richtung über Veldrom nach Leopoldstal verläuft, geht der Teutoburger Wald fließend in das von dort in Richtung Süden verlaufende Eggegebirge über.
Weil sich der Barnacken (446 m ü. NN) im äußersten Südosten des Teutoburger Walds einiges nordwestlich des Silberbachtals befindet und alle sonstigen Berge in diesem Mittelgebirge niedriger sind als der selbige, ist er der höchste Berg des gesamten Gebirges. Die höchste Erhebung im Mittelteil des Teutoburger Walds ist der Dörenberg (331,2 m), der sich südlich von Osnabrück befindet. Die höchste Erhebung in seinem Nordwestteil ist der Leederberg (202 m), weil alle Erhebungen, die sich von ihm aus betrachtet weiter nordwestlich liegen, niedriger als dieser sind. Der Leederberg befindet sich westlich von Leeden rund 450 m östlich der A 1.
Herrmann-von-Vorne.JPG auf dem Teutberg]]
Bergübersicht:
Fast alle bewaldeten Berge des Teutoburger Walds laden mit einem ausgedehnten Wegenetz zum Wandern ein. Zumeist über seinen Hauptkamm führt der Hermannsweg, einer der schönsten deutschen Fernwanderwege.
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