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Die Teufelslöcher sind Höhlen im kalkhaltigen Gipsgestein am Fuße des Kernbergs.

Entstehung


Geologisch gesehen liegt Jena auf Buntsandstein mit eingelagerten Gipsschichten. In höheren Lagen ist auch Muschelkalk zu finden, da sich im Gebiet von Jena früher Meer befand. Durch Sedimentation lagerten sich Buntsandstein und Muschelkalk (letzteres wird durch die Rückstände von einzelligen Meereslebewesen gebildet) ab. Diese Trias-Schichten sind 220-280 Millionen Jahre alt. Das Gestein in dem sich die Teufelslöcher befinden ist darüber hinaus stark salz- und gipshaltig. Die Teufelslöcher selbst sind Höhlen, die ursprünglich durch den Gips- und Kalkabbau des Menschen in diesem Gebiet entstanden sind und im weiteren Verlauf durch die Kraft des Wassers (Erosion) erweitert wurden. So entspringt gleich neben den Höhleneingängen eine Quelle, die von Singvögeln als Tränke benutzt wird.

Nutzung


Die Teufelslöcher wurden 1319 erstmals erwähnt und erhielten ihren Namen nach einem Steinhauer. Im 2. Weltkrieg nutzte man sie als eine Lagerstätte für Obst, Gemüse und sonstiges. Zudem wurde hier auch Alabaster abgebaut. Es wurde um 1800 zum Bau des neuen Residenzschlosses in Weimar benötigt

Lebensraum


Bekannt sind die Teufelslöcher vor allem für die hier lebenden verschiedenen Fledermausarten. Besonders sind die vom Aussterben bedrohte Kleine Hufeisennase, die Mopsfledermaus sowie das Große Mausohr zu erwähnen. Daneben ziehen sich auch Steinmarder und Insekten wie Schnaken, Bienen, Fliegen und Schmetterlinge gern in die Höhlen zurück.

 

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