Tervuren ist eine belgische Gemeinde in der Provinz Flämisch-Brabant in Flandern. Die Gemeinde umfasst die Dörfer Duisburg (Tervuren), Tervuren, Vossem und Moorsel.
Tervuren hatte am 1. Januar 2005 eine Gesamtbevölkerung von 20.575 Einwohnern. Bei einer Fläche von 32,92 km² besitzt die Gemeinde eine Bevölkerungsdichte von 624,96 Einwohnern/km². Die Amtssprache in Tervuren ist Flämisch. Aufgrund der Nähe zu Brüssel und der Britischen Schule in Tervuren hat sich eine internationale Minderheit in Tervuren gebildet, die hauptsächlich aus den Staaten der NATO und der Europäischen Union stammen.
In den 40er und 50er Jahren übte das florierende Tervuren eine große Anziehungskraft auf die Künstler der Epoche aus. Der Herzog von Brabant hatte hier seinen Sommersitz. Die schöne Umgebung, mit ländlichem Charakter bestehend aus ausgedehnten Parkanlagen, bot viele Motive. Die Auberge du Renard war ein Treffpunkt für die Künstler, die sich teilweise in Tervuren nierderließen.
Bis 1959 war Tervuren Endstation einer elektrisch angetriebenen Eisenbahn. Der gegenüber des Königlichen Museums für Zentralafrika gelegene Bahnhof wurde in einen Pub namens „Spoorloos Station“ (dt.: Gleisloser Bahnhof) umgebaut.
Tervuren ist heute eine der wohlhabendsten Gemeinden in Belgien. Sie ist über die Tervurenlaan (frz.: Avenue de Tervuren) mit Brüssel verbunden. Diese breite Prachtstraße wurde von Leopold II. für die Weltausstellung im Jahre 1897 gebaut.
Des weiteren befindet sich in Tervuren eine Bibliothek (Gemeentelijke Openbare Bibliotheek Tervuren, GOBT) mit 43.300 Büchern und 886 DVDs. Der Großteil der Literatur (mindestens 75%) ist gemäß der Gesetzgebung von Flandern in niederländischer Sprache.
Tervuren ist von zwei großen Parkanlagen umgeben. Im Osten liegt der Park van Tervuren, der von einem Kanal durchquert und von mehreren zusammenhängenden Seen dominiert wird. Der Zonienwald liegt im Südwesten der Stadt und wirkt naturbelassener. Viele Bäume und Sträucher der Anlage wurden jedoch von Napoléon Bonaparte aus Ländern eingeführt, die er erobert hatte.
Ort der Provinz Flämisch-Brabant
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