Ein Terran ist ein durch umgrenzende tektonische Störungen und einheitliche Lithologie gekennzeichneter Krustenbereich von regionaler Ausdehnung.
Solche Terrane finden sich innerhalb eines Gebirgsgürtels (Orogen) von aktiven Kontinentalrändern (Subduktionszonen) und unterscheiden sich durch ihre abweichende Lithologie bzw. Mineralparagenese von angrenzenden Bereichen.
Man geht deshalb davon aus, dass es sich bei Terranen um durch die plattentektonische Bewegung angeschweißte ortsfremde Bruchstücke anderer Kontinente (Mikroplatten), Inselbögen oder Tiefseeberge handelt. Die Krustenteile werden nicht subduziert, sondern von ihrer Unterlage abgeschert und auf den Kontinent geschoben (aggregiert), am meerzugewandten Terranrand zeigt sich dann oft ein schmaler Saum obduzierten also aufgeschobenen Meeresbodens. Ein Terran kann bis zu seiner Akkretion eine große Distanz zurücklegen. Die nordamerikanischen Kordilleren bestehen zu einem großen Teil aus solchen exotischen Krustenblöcken, in den kanadischen Kordilleren wurden Terrane erstmals festgestellt und wissenschaftlich untersucht.