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Matador-Bajaj-02.jpg Die Vidal & Sohn Tempo-Werk GmbH. mit Sitz in Harburg wurde 1928 gegründet und befasste sich mit dem Bau von Lieferwagen. Bekannt sind heute noch vor allem die Tempo-Dreiräder und das Modell Matador. Für den Bundesgrenzschutz (heute: Bundespolizei) wurden zudem Landrover in Lizenz gefertigt. 1965 wurde das Unternehmen von Hanomag übernommen. Allen Fahrzeugen gemeinsames Konstruktionsprinzip war, im Fahrerhaus alles Benötigte unterzubringen, so dass man in der Wahl des Aufbaues freie Hand hatte. Daraus resultieren auch unzählige Sonderaufbauten für Spezialtransporte und Kommunen.

Aus den Tempo-Lieferwagen wurden von Hanomag die so genannten Harburger Transporter entwickelt, die unter den Namen Hanomag und Mercedes-Benz vertrieben wurden. Die Werksanlagen gehören heute zum Daimler-Chrysler-Konzern, siehe DaimlerChrysler-Werk in Hamburg.

Entstanden sind die Tempo-Dreiräder aus einer Kombination aus Motorrad und Pritsche, die sich vor dem Fahrer befand. In der Weiterentwicklung wurde das Führerhaus vor die Pritsche/Kasten verlagert. Die Tempo-Lieferwagen wurden mit Ein- und Zweizylinder-Zweitakt-Ottomotoren ausgerüstet (Tempo A400 BJ.1944 z. B. mit 400 cm³ und 12 PS), welche über das Getriebe und eine Kette das Vorderrad antreiben. Bedingt durch diese Konstruktion ist es erforderlich, den Motor drehbar anzubringen, damit das Vorderrad gelenkt werden kann. Während des Zweiten Weltkrieges entwickelte Tempo einen Geländewagen, der mit zwei Motoren (einem vorn und einem hinten) allradgetrieben war. Die Motoren treiben jeweils eine Antriebsachse an und während der Fahrt auf der Straße kann ein Motor abgeschaltet werden.

Später wurden die Tempo-Vierrad-Lieferwagen "Matador" und "Wiking" (Spitzname: "Fischmaul") in das Programm genommen. Der "Matador" (dessen erste Frontpartie an das Gesicht eines Boxerhundes erinnerte) war zunächst mit dem 25-PS-Boxermotor des VW Käfer ausgestattet, bis VW-Chef Heinz Nordhoff 1952 die Lieferung dieses Triebwerks an Konkurrenzunternehmen einstellte. Daraufhin wurde der "Matador" wahlweise mit einem 3-Zylinder-Zweitakter (672 cm³) oder einem Viertaktmotor (1092 cm³, 34 PS) angeboten, beide Aggregate von Müller-Andernach. Ab 1957 wurde der Wagen von einem Austin-Motor angetrieben. 1953 kam der "Wiking" auf den Markt, ein 3/4-Tonner mit 500-cm³-Zweitaktmotor. Auch diese Vierradtransporter von Tempo hatten genau wie die Dreiräder Frontantrieb.

Daten des letzten Tempo "Matador" vor der Übernahme durch Hanomag:


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Tempo Matador 1963/64 Daten
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Motor:  4-Zylinder-Reihenmotor (Otto)
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Motorfabrikat:  Austin (BMC)
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Hubraum:  1593 cm³
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Hub x Bohrung:  89 x 76 mm
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Leistung:  40 kW (54 PS) bei 4000/min
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Max. Drehmoment:  115 Nm bei 2000/min
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Kühlung:  Wasser
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Kraftübertragung:  Frontantrieb, 4-Gang
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Radaufhängung:  Querlenker (vorn), Längslenker (hinten)
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Länge x Breite x Höhe:  4400 x 1700 x 2140 mm
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Radstand:  2400 mm
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Leergewicht:  1330 kg
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Nutzlast:  1550 kg
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Höchstgeschwindigkeit:  100 km/h
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Grundpreis:  8.875 DM
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Die Angaben beziehen sich auf die Ausführung als Kastenwagen.

Tempo-Dreirad-Fahrzeuge wurden 1962 bis 2000 in Indien gebaut (ab 1986 mit Lombardini Dieselmotoren) und vereinzelt nach Europa importiert.

Die Mitarbeiter des Werkes konnten ihre Arbeitsstätte bequem zu Fuß von der in unmittelbarer Nähe gelegenen S-Bahn-Station Tempo-Werk (bis 1984) der Niederelbebahn erreichen.

Modelle


Tempo E200, Tempo A400, Tempo Hanseat, Tempo Wiking, Tempo Matador

Weblinks


Nutzfahrzeughersteller | Ehemaliges Unternehmen (Deutschland) | Hamburger Geschichte | Bezirk Hamburg-Harburg

Tempo (auto) | Tempo (fordon)

 

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