Templin ist der Fläche nach die größte Stadt im Landkreis Uckermark im Norden des deutschen Bundeslandes Brandenburg.
Durch viele Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform in Brandenburg (bis 2003) wurde Templin zur der Fläche nach fünftgrößten Stadt Deutschlands (Stand: August 2005).
Geografie
Ortsteile
Ahrensdorf, Beutel, Densow, Gandenitz, Gollin, Groß Dölln, Grunewald, Hammelspring,
Herzfelde, Hindenburg, Klosterwalde,
Knehden,
Netzow, Petznick, Röddelin, Storkow und
Vietmannsdorf.
Knehden und Netzow sind keine Ortsteile sondern nur bewohnte Gemeindegebiete.
Name und Geschichte
Templin, der Name „Templin" spiegelt die Entwicklung und Frühzeit des Ortes und ganz Brandenburg wieder. Es ist eine Zusammensetzung aus einem germanischen Wort und einem slawischen Wort. In allen germanischen Sprachen kommt das Wort „timpen", „tempen" oder „tempel" als Bedeutung von „Spitzer Hügel" vor. Dieser Name muss den slawischen Stämmen überliefert worden sein, denn sie hängten einfach ihre Endung „lin" an, was soviel bedeutet wie „am Wasser gelegen". So kann „Templin" als - am Wasser gelegener Hügelort - übersetzt werden. Und diese Bedeutung ist auch zutreffend, denn Templin liegt sehr schön an und zwischen Seen auf einem „Hügel".
- 1270: Erste urkundliche Erwähnung "Templyn" (Urkunde vom 2. Oktober 1270).
- 1287: Erste in Templin ausgestellte Urkunde.
- 1314: Urkunde vom 30. August 1314 nennt Templin zum ersten Mal *Stadt ("Oppidum Templin").
- 1317: Am 25. November 1317 Abschluss des "Friede von Templin".
- 1320: Erste urkundliche Nennung eines Pfarrer "meister Conrad" von Templin.
- 1397: Beitritt Städtebündnis mit Stralsund, Stettin, Pasewalk, Prenzlau und Strasburg, um dem verbreiteten Bandenwesen entgegenzuwirken
- 1479: Im "Frieden von Prenzlau" kommt Templin endgültig an Brandenburg.
- 1492: Erster nachweisbarer Stadtbrand in der Stadtgeschichte Templins.
- 1504: Stadt wird Sitz einer Propstei, auch nach der Reformation 1539 bis heute bleibt Templin Sitz eines Kirchenkreises, zur Superintendentur gehören 24 Kirchspiele.
- 1574: Hochwasserkatastrophe: Nach einem Dammbruch am Dolgensee ergießt sich eine zwei Meter hohe Flutwelle in Richtung Stadt.
- 1618: Großer Stadtbrand legt weite Teile der Stadt in Schutt und Asche.
- 1622: Kurfürstliches Privileg für einen Pferdemarkt.
- 1626: Einer Pestepidemie fallen 47 Familien zum Opfer.
- 1627: Der Dreißigjährige Krieg erreicht die Stadt, dänische Truppen belagern und erpressen die Stadt, die nach dem Brand von 1618 erst zu zwei Dritteln wiedererrichtet war.
- 1637: Das schlimmste Jahr des Dreißigjährigen Krieges für die Stadt und die gesamte Uckermark.
- 1643: Nur noch 30 Familien leben in der Stadt, vor dem Krieg waren es zehn mal soviele.
- 1735: Größter und letzter Stadtbrand in der Stadtgeschichte, nur die St.-Georgen -Kapelle und einige wenige Häuser überstehen diese Katastrophe.
- 1746: Eröffnung des Finowkanals
- 1888: 1. Mai Eröffnung der Bahnstrecke Templin - Löwenberg.
- 1912: Umzug des Joachimsthalschen Gymnasiums von Berlin nach Templin.
- 1944: 6. März 1944, Templin erleidet durch einen schweren Bombenangriff den Verlust von über 300 Menschenleben und schwere Zerstörung (u.a. Krankenhaus, Rathaus).
- 1989: Lehmann-Garten (Botanischer Garten von 1912 am ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium) wird wiedereröffnet.
- 1994: Templin erhält wieder den Titel "Staatlich anerkannter Erholungsort" (Erstmalig 1985).
- 1995: Errichtung der Rehabilitationsklinik Uckermark
- 1996: Stilllegung der Bahnlinie nach Fürstenberg/Havel, heute Draisinenstrecke
- 2000: Eröffnung der NaturTherme Templin
- 2004: Neuaufbau der Pionierbrücke
- 2005: Inbetriebnahme der wiedererbauten Schleuse (Stadtsee - Kanal/ Am Mühlentor)
- 2006: 25.03.2006, ein ICE-Zug der Deutschen Bahn, erhält den Namen "Templin".
Städtepartnerschaften
Die Stadt Templin unterhält seit 1989 eine
Städtepartnerschaft mit
Bad Lippspringe in
Nordrhein-Westfalen.
Seit 1997 existiert eine Städtepartnerschaft mit Połczyn Zdrój in Polen.
Sehenswürdigkeiten und Tourismus
- St.-Georgen-Kapelle und St.-Maria-Magdalenen-Kirche
- Altstadt (Barockes Rathaus, ...)
- Vollständig erhaltene Stadtmauer mit Wieken, Türmen und Stadttoren (Stadtmauer 1750 m lang und 7 m hoch).
- Joachimsthalsches Gymnasium mit Lehmann-Garten (Ab 1912 bis zu seiner endgültigen Auflösung 1953; Gebäude am Stadtsee noch vorhanden!)
- Draisinestrecke Templin-Fürstenberg
- Westernstadt "Eldorado Templin"
- Schiffahrten auf Templiner Gewässern (u. a. mit Schiffen "Uckermark" auf "Templiner Seenkreuz", und "Uckerperle" auf Kanal und Röddelin See.)
Bild:Templin-rathaus.jpg|Das Rathaus von Templin
Bild:Templin-stadttor.jpg|Mühlentor, eines der drei Stadttore
Bild:Templin-fachwerkhaus.jpg|Fachwerkhaus am Markt
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Betriebe
- NaturTherme Templin
- Rehabilitationsklinik Uckermark
- LDB Phone Services
Verkehrsanbindung
Templin ist erreichbar mit:
Ehrenbürger und Persönlichkeiten
Siehe auch
Uckermark,
Uckermärkische Seen
Literatur
Weblinks
Ort in Brandenburg | Templin | Templin | Templin | Templin