Telepolis ist ein Online-Magazin des Verlages Heinz Heise, der unter anderem auch die Fachzeitschriften c't und iX publiziert sowie den Heise-News-Ticker betreibt. Das Netzmagazin, bis 1998 auch als Printausgabe, beschäftigt sich seit Anfang 1996 mit netzpolitischen Fragen, Datenschutz, wissenschaftlichen Themen, Kulturkritik, Politik und Medien.
Telepolis gilt als Aushängeschild des deutschsprachigen Online-Journalismus. Die Redaktion erhielt im Jahr 2000 den Europäischen Preis für Online-Journalismus der Medien-Konferenz Net-Media in der Kategorie „Investigative Reporting“ für die Enfopol-Berichterstattung seiner Autoren Christiane Schulzki-Haddouti, Erich Moechel und Duncan Campbell. 2002 wurde das Team mit dem Grimme Online Award geehrt, 2003 mit dem Lead-Award.
Im selben Jahr reduzierte der Verlag das Budget aus Betriebsgründen drastisch und Armin Medosch musste seine Redaktionsstelle in London schließen. Danach spielten die klassischen netzpolitischen Themen, die Telepolis in der Netzszene berühmt machten, zeitweise eine etwas geringere Rolle. Später wurde mit der Erwähnung von Netzproblemen wie den Abmahnwellen um Domains, Urheberrecht, Impressum etc. diese Thematik jedoch wieder aufgegriffen.
Bekannt ist das Magazin nach wie vor durch seine Specials zum weltweiten Abhörsystem Echelon, zu den Enfopol-Papieren oder zum Copyright. Das von Mathias Bröckers im Alleingang verfasste Special zu Verschwörungstheorien rund um den 11. September 2001 sticht in mehrfacher Hinsicht besonders hervor: Es leitete den Umschwung des Telepolis-Themenspektrums ein – und war hinsichtlich seiner Leserzahlen und seiner späteren Publikation in Buchform außerordentlich erfolgreich.
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