Die Teilnehmeranschlussleitung (in Deutschland TAL oder TlnAsl abgekürzt, in Österreich TASL), auch Amtsleitung oder letzte Meile genannt, stellt innerhalb eines Telefonnetzes die Verbindung zwischen der Ortsvermittlungsstelle des Dienstanbieters (Provider) und dem Telefonanschluss des Dienstnutzers/Nutzers (User, Subscriber) innerhalb des Hauses dar. Sie besteht typischerweise aus einer Kupfer-Doppelader pro Teilnehmer. In den alten Bundesländern Deutschlands wurden regelmäßig 2 Doppeladern (ein Kabel mit 4 Adern) pro Teilnehmer verlegt.
Anschlussleitungen für Primärmultiplexanschlüsse, die aus 2 Doppeladern oder 2 Glasfasern bestehen, werden auch mit Teilnehmeranschlussleitung bezeichnet.
Kunden der Deutsche Telekom AG (DTAG), die nicht die Möglichkeit haben, von einem anderen Anbieter eine neue Anschlussleitung verlegen zu lassen, können per Preselection oder per Call-by-Call die Angebote anderer Telefongesellschaften nutzen. Die Mitbewerber bieten aus wirtschaftlichen Gründen in Deutschland teilweise keinen analogen Anschluss, sondern "nur" einen ISDN-Anschluss an. Damit die Telekom-Konkurrenten den Zugang zum Anschluss des Kunden auf wirtschaftliche Weise realisieren können, sorgt die Bundesnetzagentur für eine angemessene Tarifierung der Leistungen der Telekom. Die technischen Möglichkeiten der Wettbewerber, eine Kontrolle über den Anschluss des Kunden zu erhalten, bestehen in der Entbündelung, dem Line-Sharing und dem Bitstromzugang. Bisher bietet aber nur eine geringe Zahl von Wettbewerbern die Sprachtelefonie an. Im ersten Quartal 2003 lag der Anteil der DTAG deswegen noch bei etwa 96%. Bei der Telekom Austria liegt der Anteil bei 97,5%. Die Wettbewerber der Telekom beschränken sich bisher weitgehend darauf, DSL-Anschlüsse zu vermarkten, und kaufen die dafür notwendigen technischen Vorleistungen zum großen Teil bei der Telekom ein.
Beim Ausbau des Telefonnetzes der neuen Bundesländer in Deutschland wurden vorzugsweise Glasfasern als Teilnehmeranschlussleitung verlegt (OPAL), mit der Folge, dass die DSL-Technik auf der Teilnehmeranschlussleitung nicht einsetzbar ist und andere Zugangstechniken verwendet werden müssen. Seit 2005 werden von der T-Com Outdoor DSLAMs eingesetzt, um (V)DSL in OPAL-Gebieten anbieten zu können. Für einen DSL Zugang benötigt man lediglich einen analogen Anschluss. Somit hat vor allem im Privatkundenbereich ISDN durch DSL einen Konkurrenten bekommen.
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