Ein Teich ist ein meist künstlich angelegtes stehendes Gewässer von geringer Tiefe.
Typische Zwecke von Teichen sind: Gartenteich.jpg
Teiche bieten einer Vielzahl verschiedenster Pflanzen und Tierarten einen Lebensraum.
| Pflanzen: | Fische: | Amphibien: | Insekten: | Andere: |
| Seerosen | Karpfenfische | Frösche | Libellen und ihre Larven | Wasserschnecken |
| Krebsscheren | Kois | Kaulquappen | Wasserläufer | Egel |
| Binsen | Stichlinge | Molche | Rückenschwimmer | |
| Sumpfdotterblumen | Forellen | Gelbrandkäfer | ||
| Rohrkolben | Moderlieschen | Mückenlarven | ||
| Schwertlilien | Bitterlinge | |||
| Wasserlinsen | ||||
| Wasserpest | ||||
| Tausendblatt |
Wenn plötzlich ein Grossteil der Tiere und Pflanzen in einem Teich abstirbt, weil das Gleichgewicht über die jeweiligen Toleranzgrenzen der Organismen hinweg gestört wurde, wird dieser Vorgang als Umkippen bezeichnet. Einem solchen Ereignis geht in der Regel eine Störung der Stoffwechselkreisläufe voraus.
Die Tiere hingegen verbrauchen den im Wasser gelösten Sauerstoff durch Atmung und scheiden statt dessen Kohlendioxid aus. Auch Pflanzen produzieren in ihrem Stoffwechsel geringe Mengen Kohlendioxid. Weil die Pflanzen ihre Photosynthese bei Dunkelheit einstellen, steigt der Kohlendioxidgehalt nachts an, während der Sauerstoffgehalt abnimmt.
Die Zunahme von Kohlendioxid verringert den pH-Wert des Wassers. So findet man in den frühen Morgenstunden den niedrigsten pH-Wert und den geringsten Sauerstoffgehalt. Die höchsten Werte findet man dagegen bei Sonnenuntergang. Der „ideale“ durchschnittliche pH-Wert ist leicht sauer und liegt bei 6,2-6,8.
Im Wasser „gelöstes“ Kohlendioxid (Kohlensäure) steht in einem Gleichgewicht mit Hydrogencarbonat, das als Wasserhärte bei der Auflösung von Kalk entsteht. Deshalb sind die Schwankungen des pH-Wertes bei „härterem Wasser“ geringer. Bestimmte Organismen (Schnecken) entziehen dem Teich Kalk z.B. für den Aufbau ihrer Gehäuse. Durch den Zufluß von „weichem“ Regenwasser nimmt die Wasserhärte des Teichwassers meist im Laufe der Zeit ab. Sind beim Bau im oder am Teich hingegen kalkhaltige Steine verwendet worden, kann die Wasserhärte auch zunehmen. Ideal sind Werte im Bereich von 10 dH bis 25 dH.
Der pH-Wert und die Wasserhärte können mit Hilfe von Teststreifen gemessen und kontrolliert werden. Aus den oben genannten Gründen sollte bei einer Messung, Datum, Uhrzeit und Wetterbedingungen (Sonneneinstrahlung) notiert werden. Um die Vergleichbarkeit von Messwerten zu ermöglichen, sollte die Messung immer an der gleichen Stelle des Teiches erfolgen.
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