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Teicha
 

Ein Teich ist ein meist künstlich angelegtes stehendes Gewässer von geringer Tiefe.

Typische Zwecke von Teichen sind: Gartenteich.jpg

Teiche bieten einer Vielzahl verschiedenster Pflanzen und Tierarten einen Lebensraum.

Gartenteich


Ein Gartenteich ist ein Schmuck- und Zierteich. Die Abdichtung eines Teiches kann mit Teichfolie, einer Tondichtung, mit Bentonit oder Beton durchgeführt werden. Auch gibt es Fertigbecken aus Polyethylen oder Polyester. Der Gartenteich dient in den meisten Fällen zur Verschönerung des Gartens, er wird aber auch aus künstlerischen oder therapeutischen Zwecken angelegt. Außerdem kann ein Teich in einem Naturgarten vielen Tieren Lebensraum bieten. Jonathan h8.jpgn geschützt ist]] Ein Teich kann auf viele verschiedene Weisen angelegt werden, zum Beispiel möglichst naturbelassen, modern oder auch asiatisch mit den sehr beliebten Kois. Zierteiche erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und haben inzwischen sogar in sehr kleinen Gärten Einzug erhalten, selbst auf mancher Terrasse sind sie zu finden. Dies ist wohl auf den hohem Erholungswert zurückzuführen, der Zierteiche auszeichnet, ein kleiner Bach oder sogar Springbrunnen verstärken diesen Effekt noch. Teiche sind außerdem ein großes Entdeckungsgebiet für Kinder, aber auch so mancher Erwachsener wird staunen, wieviele unterschiedliche Lebewesen sich in großer Anzahl im Biotop Teich finden lassen. Teiche sind ferner auf Golfplätzen wo sie als Wasserreservoir beziehungsweise Spielhindernisse dienen. In neugeschaffenen Teichen wird Fischlaich häufig im Gefieder von Wasservögeln eingeschleppt.

Lebensraum Teich


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Pflanzen: Fische: Amphibien: Insekten: Andere:
Seerosen Karpfenfische Frösche Libellen und ihre Larven Wasserschnecken
Krebsscheren Kois Kaulquappen Wasserläufer Egel
Binsen Stichlinge Molche Rückenschwimmer
Sumpfdotterblumen Forellen Gelbrandkäfer
Rohrkolben Moderlieschen Mückenlarven
Schwertlilien Bitterlinge
Wasserlinsen
Wasserpest
Tausendblatt

Umkippen eines Teiches

Die in einem Teich lebenden Pflanzen und Tiere bilden mit ihren Stoffwechselkreisläufen ein empfindliches biologisches Gleichgewicht. Dieses biologische Gleichgewicht ist umso empfindlicher, je kleiner der Teich ist.

Wenn plötzlich ein Grossteil der Tiere und Pflanzen in einem Teich abstirbt, weil das Gleichgewicht über die jeweiligen Toleranzgrenzen der Organismen hinweg gestört wurde, wird dieser Vorgang als Umkippen bezeichnet. Einem solchen Ereignis geht in der Regel eine Störung der Stoffwechselkreisläufe voraus.

Stoffwechselkreisläufe

Alle Lebensformen im Teich hängen durch Stoffwechselkreisläufe von einander ab. Die Pflanzen entnehmen dem Wasser Kohlendioxid und Nährstoffe (u.a. Phosphate) und bilden durch Photosynthese neue Biomasse. Dabei scheiden sie das Gas Sauerstoff aus, das zunächst im Wasser gelöst bleibt. Bei hoher Sauerstoffkonzentration bilden sich nach und nach Bläschen und der überschüssige Sauerstoff entweicht.

Die Tiere hingegen verbrauchen den im Wasser gelösten Sauerstoff durch Atmung und scheiden statt dessen Kohlendioxid aus. Auch Pflanzen produzieren in ihrem Stoffwechsel geringe Mengen Kohlendioxid. Weil die Pflanzen ihre Photosynthese bei Dunkelheit einstellen, steigt der Kohlendioxidgehalt nachts an, während der Sauerstoffgehalt abnimmt.

Die Zunahme von Kohlendioxid verringert den pH-Wert des Wassers. So findet man in den frühen Morgenstunden den niedrigsten pH-Wert und den geringsten Sauerstoffgehalt. Die höchsten Werte findet man dagegen bei Sonnenuntergang. Der „ideale“ durchschnittliche pH-Wert ist leicht sauer und liegt bei 6,2-6,8.

Im Wasser „gelöstes“ Kohlendioxid (Kohlensäure) steht in einem Gleichgewicht mit Hydrogencarbonat, das als Wasserhärte bei der Auflösung von Kalk entsteht. Deshalb sind die Schwankungen des pH-Wertes bei „härterem Wasser“ geringer. Bestimmte Organismen (Schnecken) entziehen dem Teich Kalk z.B. für den Aufbau ihrer Gehäuse. Durch den Zufluß von „weichem“ Regenwasser nimmt die Wasserhärte des Teichwassers meist im Laufe der Zeit ab. Sind beim Bau im oder am Teich hingegen kalkhaltige Steine verwendet worden, kann die Wasserhärte auch zunehmen. Ideal sind Werte im Bereich von 10 dH bis 25 dH.

Der pH-Wert und die Wasserhärte können mit Hilfe von Teststreifen gemessen und kontrolliert werden. Aus den oben genannten Gründen sollte bei einer Messung, Datum, Uhrzeit und Wetterbedingungen (Sonneneinstrahlung) notiert werden. Um die Vergleichbarkeit von Messwerten zu ermöglichen, sollte die Messung immer an der gleichen Stelle des Teiches erfolgen.

Literatur


  • Norbert Jorek: Beispielhafte Gartenteiche, Natur und Garten 2004, ISBN 3-924564-04-3
  • Wolfram Franke: Faszination Gartenteich, 2000, ISBN 3-405-15067-1
  • Peter Hagen: Teichbau und Teichtechnik, ISBN 3-8001-6849-9
  • Friedrich Kögel, Harald Gebhardt und Mario Ludwig: Tiere im Gartenteich, 2004, ISBN 3-405-16712-4
  • Richard Bird: Der perfekte Gartenteich, Verlag EDITION XXL, ISBN 3-89736-252-x

Weblinks


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