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Teewurst ist eine streichfähige Rohwurst mit würzigem, feinsäuerlichem Geschmack. Sie kommt als grobe oder feine Teewurst in den Handel.

Zur Herstellung werden Schweinefleisch (teils auch Rindfleisch) und Speck in einem Verhältnis von etwa zwei zu eins grob oder fein im Fleischwolf gemahlen, mit Gewürzen vermischt, in Därme (meist spezielle, poröse Kunstdärme) gefüllt und meist über Buchenholz geräuchert. Anschließend muss die Wurst noch sieben bis zehn Tage reifen, um ihren typischen Geschmack zu entwickeln. Teewurst hat einen vergleichsweise hohen Fettanteil von 30-40 %, was sie besonders streichfähig macht.

Die Herkunft der Teewurst liegt in Pommern. Vermutlich wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts in der an der Ostsee gelegenen Kleinstadt Rügenwalde (heute Darłowo in Polen) erstmals unter diesem Namen hergestellt. Er soll auf die Gewohnheit der Rügenwalder zurückgehen, zum Nachmittagstee Mettwurstbrote zu servieren.

Ihr Name kann auch auf die Tatsache zurückgehen, dass, als das Teetrinken modern wurde, etwas Besonderes oder Erlesenes mit dem Attribut "Tee" versehen wurde.

Bis 1945 konnte sich in Rügenwalde eine Fleischwarenindustrie etablieren, deren bekanntestes Produkt die Teewurst war. 1927 wurde der Begriff „Rügenwalder Teewurst“ als geografische Herkunftsbezeichnung rechtlich geschützt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten aus Rügenwalde geflohene Wurstfabrikanten in der Bundesrepublik Deutschland neue Betriebe und nahmen die Produktion der traditionellen Teewurst wieder auf. Sie gründeten einen Verein ehemaliger Rügenwalder Fleischfabrikanten, der seit 1957 Inhaber der Wortmarke „Rügenwalder Teewurst“ ist. Nur Unternehmen, die ehemals in Rügenwalde angesiedelt waren, dürfen heute den Begriff „Rügenwalder Teewurst“ verwenden. Firmen, die diese Abstammung nicht nachweisen können, dürfen nur „Teewurst“ oder „Teewurst nach Rügenwalder Art“ in den Handel bringen.

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Fleischprodukt | Brotaufstrich | Wurst

Teewurst

 

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