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Als Teamfähigkeit wird die Handlungskompetenz bezeichnet, sich einer Gruppe anderer Menschen anzuschließen. Sie wird im Bezug auf die Soziale Kompetenz ausgedrückt. Eine formelhafte personalwirtschaftliche Definition des Begriffes existiert nicht, dennoch zählt das Kriterium der Teamfähigkeit häufig zu den wesentlichen Entscheidungskriterien bei Stellenbesetzungen in Unternehmen.

Anpassungsfähigkeit


Eine weit verbreitete Definition des Begriffes subsummiert unter dem Attribut vor allem die Fähigkeit eines Menschen sich unterzuordnen, anzupassen und auf die Bedingungen einer Hierarchie einzustellen. Selten werden Führungskompetenzen oder Selbstbewusstsein als originäre Elemente der Teamfähigkeit verstanden. Dies wird vor allem durch volkswirtschaftliche Erkenntnisse gestützt, die einen extremen Überhang an Arbeitskräften beschreiben und eine sehr geringe Anzahl an offenen Stellen ausweisen. In diesem sog. Käufermarkt suggeriert eine hohe Arbeitslosigkeit einen minimalen Spielraum für Arbeitnehmer, eigene Vorstellungen und Ideen in die Arbeitsumgebung einzubringen. Für Führungskräfte wird hingegen umgangssprachlich bzw. in vielen KMU-Unternehmen keine besondere Anpassungsfähigkeit erwartet.

Es ist zu berücksichtigen, dass die individuelle psychologische Ausprägung der emotionalen Intelligenz im Grunde für jeden Menschen eine bestimmte Eignung zur Mitarbeit in einem Team zuweist und die eigentliche Frage darin besteht, an welcher Stelle bzw. in welcher Funktion eine Eignung für die Mitarbeit in einer Gruppe konkret vorliegt und nicht, ob der Mensch in einer bestimmten Teamfunktion optimal wirken kann.

Die tatsächliche Relevanz des Begriffes für Mitarbeiter und Führungskräfte wird in modernen Arbeitsumgebungen, bei Gruppenfertigung, der Mitwirkung in einem Buying-center oder Selling-center bzw. in der Projektarbeit deutlich. Da beinahe jeder Mensch zur sozialen Interaktion fähig ist und seine persönlichen Kompetenzen in ein Team einbringen kann, bemisst sich die konkrete Teamfähigkeit weniger an der als allgemein relevant betrachteten Anpassungsfähigkeit in Konfliktsituationen, sondern eher daran, wie gut sich der Einzelne über seine Stärken und Schwächen in arbeitsteiligen Situationen bewusst ist und diese von sich aus kommuniziert.

Elemente


Persönliche Schlüsselqualifikationen in arbeitsteiligen Organisationseinheiten sind:

Im Bereich der Führungsqualitäten:

Teamdesign / Teambuilding


Die Feststellung der Teamfähigkeit im betriebswirtschaftlichen Umfeld ist eine Funktion der Eignungsdiagnostik bzw. der Testspiele im Sport. Zur optimalen Kombination von benötigten Ressourcen hat sich im Bereich der Personalwirtschaft das DISG-Modell etabliert, mit dessen Fragekatalog das persönliche Rollenverhalten und das natürliche Verhalten von Mitarbeitern eroiert wird. Die, nach personalwirtschaftlichen Kriterien oder sportlichen Voraussetzungen getroffenen Entscheidungen können damit zur optimalen Zusammenstellung eines Teams verwendet werden. Dieses sog. Teamdesign bzw. Teambuilding stellt also nicht die Anpassungsfähigkeit des Einzelnen in den Mittelpunkt, sondern fügt dominante, initiative, stetige und gewissenhafte Ressourcen zu einer optimal funktionierenden operativen Einheit (Team) zusammen.

Wesentliche Bestandteile des Entwicklungsprozesses zur Teamfähigkeit sind hierbei im Sport z.B. Übungen und Wettkämpfe, in denen die Teams in Konkurrenz zueinander treten, als Teams kooperieren und sich dennoch als Teil eines größeren Teams bzw. als Teile einer Mannschaft verstehen. Der im Prinzip unlösbare Widerspruch zwischen Kooperation und Konkurrenz ist damit nicht aufgehoben. Die Anforderungen an die Kooperationsfähigkeit (Bestehen im Miteinander) und die Notwendigkeit von Konkurrenzfähigkeit (Bestehen im Gegeneinander) verhindert hierbei, dass es zu einer entwicklungshemmenden persönlichen Stagnation bzw. ruinösen Rivalitätshaltung innerhalb der Mannschaft kommt.

Literatur


  • Gabriele Cerwinka, Gabriele Schranz: Nervensägen, Linde, Wien 1998, ISBN 3-525-45823-1
  • Elisabeth Haberleitner u.a.: Führen, Fördern, Coachen. So entwickeln Sie Potentiale Ihrer Mitarbeiter, Piper, München 2005, ISBN 3-492-23931-5
  • Udo Haeske: Team- und Konfliktmanagement, Cornelsen, Berlin 2002, ISBN 3-589-21911-4
  • Henny Kormelink, Tjeu Seeverens: Teambuilding, Lindemann, Leer 1999, ISBN 3-937049-10-X
  • Daniel Meier: Wege zur erfolgreichen Teamentwicklung, SolutionSurfers, Basel 2004, ISBN 3-8334-0668-2
  • Willy C. Kriz, Brigitte Nöbauer: Teamkompetenz, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2003, ISBN 3-525-46162-3
  • Klaus Olfert: Personalwirtschaft, Kiehl, Ludwigshafen 2005, ISBN 3-470-54381-X
  • Harald Pühl: Team-Supervision, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-45823-1

Personalwesen | Sozialpsychologie | Sport

 

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