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Als Tauerntunnel wird sowohl ein Straßentunnel im Zuge der Tauern Autobahn A10 (Salzburg-Villach), als auch ein Eisenbahntunnel bezeichnet.

Tauern-Straßentunnel


Der einröhrige Tunnel wurde 1975 fertiggestellt und hat eine Länge von 6.401 m. Er zählt zu den meistbefahrenen Straßentunnels in Österreich. Eine zweite Röhre wird voraussichtlich bis 2010 fertiggestellt sein, der Baubeginn findet im Frühling 2006 statt.

Das Nordportal des Tauerntunnels befindet sich bei Flachauwinkel (Salzburg), das Südportal bei Zederhaus.

2004 betrug der durchschnittliche Tagesverkehr 17.000 Fahrzeuge, ein Viertel davon waren LKW (4.353).

Tunnelbrand

Am 29. Mai 1999 fand im Tauerntunnel ein verheerender Brand statt, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen. Ausgelöst wurde die Massenkarambolage, bei der bis zu 60 Fahrzeuge zusammenstießen, gegen fünf Uhr morgens von einem Lastkraftwagen, der auf eine vor einer Ampel stehenden Kolonne aufgefahren war.

Wie Gutachter feststellen konnten, kamen acht Menschen durch die Wucht des Auffahrunfalls ums Leben, vier weitere Opfer forderte der nachfolgende Brand, der durch die Mitbeteiligung eines mit Gefahrgut beladenen LKW begünstigt wurde.

Der Tunnel war durch die Hitzeeinwirkung so stark beschädigt, dass er gesperrt werden musste. Im Zuge dieser drei Monate dauernden Sperre wurden neben der Beseitigung der Brandschäden auch Sanierungsmaßnahmen, u. a. an der Tunnelauskleidung, Beleuchtung, den Signalanlagen und dem Belüftungssystem, durchgeführt.

Historisches


Es gab auch früher bereits eine Durchquerungsmöglichkeit der Niederen Tauern. Der Stollen, der die Bundesländer Salzburg und Steiermark verbindet, stammt aus der Zeit, als Zink, Silber, Kobalt und Blei abgebaut wurde. Eine genauere Datierung des Stollens in der Zinkwand ist leider nicht möglich. Der Stollen ist nur 300 m lang und wurde vom österreichischen Alpenverein begehbar gemacht.

Weblinks

Straßenverkehr (Österreich) | Straßentunnel | Tunnel in Salzburg | Tunnelunfall | Historischer Brand | 1999

 

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