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Der Tauchreflex ist ein Schutzmechanismus der bei allen lungenatmenden Lebewesen beim Eintauchen (Immersion) in Wasser beobachtet werden kann. Rezeptoren auf der Haut geben dem Gehirn die Information, dass sich die Atemwege unter der Wasseroberfläche befinden. Das bewirkt zum einen ein Verschließen der Stimmbänder. Ein Einatmen von Wasser und damit die Beschädigung der Lunge wird somit verhindert. Zum anderem verlangsamt sich der Herzschlag und zentralisiert sich der Blutkreislauf. Damit wird der Sauerstoffverbrauch auf die überlebenswichtigen Organe reduziert.

Der Tauchreflex wird durch kaltes Wasser verstärkt.

Auch beim Menschen gibt es diesen Reflex. Die Rezeptoren befinden sich vor allem im Bereich um die Nasen und auf der Oberlippe. Während beim Neugeborenen dieser Reflex sehr stark ausgeprägt ist, reduziert er sich bereits innerhalb weniger Wochen nach der Geburt. Durch regelmäßigen Kontakt mit Wasser verstärkt er sich wieder und lässt sich sogar bewusst trainieren (siehe Apnoetauchen!)

Beim Sportschwimmen sind aus diesem Grunde die Pulswerte deutlich niedriger, als bei gleicher körperlicher Belastung an Land.

Der Tauchreflex wird auch für die so genannte Unterwassergeburt genutzt. Das Neugeborene macht seinen ersten Atemzug nicht unter Wasser, sondern erst, wenn die Gesichtshaut keinen Wasserkontakt mehr hat.

Weblinks


Geburtshilfe

Mammalian diving reflex | Riflesso di immersione

 

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