| Tauben | ||||||||||||
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| Ringeltaube1.jpg (Columba palumbus)]] | ||||||||||||
| : | Kiefermäuler (Gnathostomata) |
| : | Landwirbeltiere (Tetrapoda) |
| : | Vögel (Aves) |
| : | Neukiefervögel (Neognathae) |
| : | Taubenvögel (Columbiformes) |
| : | Tauben |
Die Familie umfasst ca. 40 Gattungen und mehr als 300 Arten. Beinahe alle Rassen der europäischen und asiatischen Haustauben gehen auf die Felsentaube (Columba livia livia) zurück. Die wenigen, beinahe vom Aussterben bedrohten Exemplare dieser Urform leben heute in Sardinien.
Die Taube wurde vor allen anderen Vogelarten, wie Huhn und Gans, vor rund 7.000 Jahren domestiziert.
Die Tauben sind gedrungen gebaute Vögel mit kurzem Hals und schlankem Schnabel. Die Nasenlöcher werden von einer Wachshaut bedeckt. Beim Trinken tauchen sie den Schnabel bis an die Nasenlöcher ins Wasser und saugen dieses hoch. Taubenmännchen und Weibchen unterscheiden sich in der Regel äußerlich nur geringfügig. Nur Männchen sind etwas kräftiger in der Statur und in ihrem Verhalten und Gebärden aktiver. Die Hälfte der Muskelmasse von Tauben dient der Fortbewegung in der Luft. Da Tauben für den Flug ausgerichtet sind, sind sie sehr leicht aber trotzdem stabil gebaut. Ein robustes Brustbein schützt den Brustkorb. Die Knochen sind innen hohl. Die Nahrung wird im Kropf vorverdaut und gelangt von dort in den Magen. Um die Verdauung zu unterstützen, fressen sie, wie alle Körnerfresser, zusätzlich kleine Steinchen. Das Federkleid besteht aus ca. 10.000 Federn. Diese sind in erster Linie gute Isolatoren und unterstützen zudem die Leichtbauweise von Tauben. So können sie eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 160 km/h erreichen. Die Ursachen für den guten Orientierungssinn der Tauben sind wissenschaftlich noch immer nicht endgültig geklärt.
Mit Ausnahme der Arktis und Antarktis kommt die Familie beinahe weltweit vor, mit der größten Formenvielfalt im Bereich von Südasien bis Australien.
Tauben ernähren sich von Samen, Früchten und anderen weichen Pflanzenteilen. Bei Nahrungsmangel sind sie was Futter angeht allerdings nicht wählerisch.
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Viele Tauben führen eine lebenslange Einehe. Die mit wenig Sorgfalt gebauten Nester bestehen aus dünnen Zweigen und ähnlichem Material. Die Gelege bestehen aus 1-2 Eiern und werden von beiden Geschlechtern bebrütet. Normalerweise hütet das Männchen das Nest tagsüber, das Weibchen nachts.
Anders als die meisten anderen Vögel - siehe aber die Flamingos - produzieren die Tauben "Milch". Diese bildet sich durch die Auflösung von flüssigkeitsgefüllten Auskleidungszellen im Kropf. Diese äußerst nahrhafte Flüssigkeit wird von beiden Geschlechtern als Nahrung für die Jungvögel erzeugt.
Bei Haustauben setzt sich diese Kropfmilch zu 64 bis 82 % aus Wasser, zu 7 bis 13 % aus Fett und fettähnlichen Stoffen, zu 10 bis 19% aus Eiweiß, zu 1,6% aus Mineral- und Wirkstoffen wie Vitamin A, D, E und B-Komplexen zusammen.
Die Jungen saugen bei der Nahrungsaufnahme die Kropfmilch aktiv aus dem Schlund der Eltern. In den ersten Tagen ihres Lebens verdoppeln sie ihr Gewicht täglich. Die Entwicklung der Tauben vollzieht sich rasend schnell; nach etwa 5 Tagen öffnen sie die Augen, bereits nach 3 Wochen ist das Gefieder voll entwickelt und nach etwa 4 Wochen folgen erste Flugversuche.
Die Taube als Symboltier steht für Frieden (siehe: Friedenstaube), in der Ikonografie für den Heiligen Geist. Im übertragenen Sinn spricht man bei Auseinandersetzungen von "Tauben" als den Friedfertigen im Gegensatz zu den aggressiven "Falken". Zum Symbol der Treue wurden die Tauben im Islam, zum Symbol der Liebe im Judentum.
siehe dazu Hochzeitstauben, Brieftauben, Taubenschießen
| Caloenas_nicobarica_-_Kragentaube2.jpgKragentaube (Caloenas nicobarica) |
| Buberel Unknown bird 2.jpgZweifarben-Fruchttaube (Ducula bicolor) |
| Zenaida macroura1.jpgCarolinataube (Zenaida macroura) |
| Victoria.crowned.pigeon.750pix.jpgFächertaube (Goura victoria) |
| Geophaps plumifera1.jpgRotschopftaube (Geophaps plumifera) |
| Taube.JPGStadttaube (C. livia f. domestica) |
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