Taschenlampe_01_KMJ.jpg Eine Taschenlampe ist eine kleine, mobile Lichtquelle mit eigener Energieversorgung. Der Name ist entstanden, weil die meisten Taschenlampen klein genug sind um in einer Tasche verstaut werden zu können. Zuerst erfunden wurde sie vermutlich von Paul Schmidt im Jahr 1905.
Am vorderen Ende des Griffs befindet sich eine transparente Kunststoffscheibe, hinter der als eigentliche Lichtquelle eine Glühlampe sitzt, die wiederum zur optimalen Lichtnutzung von einem Parabolspiegel umfasst ist. In neueren Modellen werden oft statt einer Glühlampe auch eine oder mehrere Leuchtdioden verwendet. Der Spiegel entfällt bei Lampen mit Leuchtdioden meist, da hier der Spiegel bereits in die Diode integriert ist. Ansonsten besteht er fast immer aus beschichtetem Plastik. Normalerweise hat der Bereich um die Glühlampe einen größeren Durchmesser als das Griffstück. Für Glühlampen mit besserer Lichtausbeute werden edelgasgefüllte Spezialglühlampen (Xenon, Krypton) eingesetzt.
Bei Kunststofflampen sind zwischen Stromquelle, Schalter und Lichtquelle Kabel nötig, bei Metalllampen wird häufig das Gehäuse selbst als Leiter verwendet. Die Stromquelle berührt dabei mit einem Pol direkt die Lichtquelle und mit dem anderen das Gehäuse, welches über einen Schalter mit dem zweiten Anschluss der Lichtquelle verbunden ist.
Taschenlampen aus Metall sind in der Regel hochwertiger und belastbarer als Kunststofflampen, allerdings auch dementsprechend teuerer in der Anschaffung. Kunststofflampen sind weit verbreitet und werden teilweise sogar als Werbegeschenk verteilt, können aber bei guter Verarbeitung ebenso verwendet werden wie Metalllampen. Ihre Vorteile liegen in erster Linie im geringeren Gewicht und Preis.
Die Lichtquelle ist am Griffteil der Lampe befestigt, während der umgebende Spiegel am Drehbaren Kopf der Lampe angebracht ist. So ist durch Drehen des Kopfs eine Fokussierung des Lichtstrahls möglich. Genauso kann der Strahl allerdings absichtlich unscharf gestellt werden, um auf Kosten der Intensität eine größere Fläche zu beleuchten.
Generell können mit Taschenlampen allerdings nur relativ kleine Flächen beleuchtet werden, um größere Bereiche auszuleuchten werden Scheinwerfer benötigt.
Ein weiteres oft anzutreffendes Extra ist ein orangefarbenes Blinklicht, das vor Allem zur Warnung, beispielsweise bei Autounfällen, gedacht ist. Auch Kompässe werden teilweise eingebaut, deren korrekte Funktion ist allerdings in Anbetracht der Stromleitungen in der Lampe und der resultierenden Magnetfelder fraglich. Bei "Outdoor"-Aktivitäten, z.B. Bergsteigen und Camping finden heute auch Stirnlampen eine immer größere Verbreitung. Diese besitzen herkömmlichen Taschenlampen gegenüber den Vorteil, dass diese, indem sie mit einem Gummiband am Kopf getragen werden, beide Hände zum Arbeiten etc. freilassen. Oft sind diese Stirnlampen nur oder zusätzlich mit LEDs ausgestattet, um so eine Brenndauer von bis zu 200 Stunden bei ausreichenden Lichtverhältnissen zu gestatten. Dynamo_flashlight.JPG
Bei derartigen "Abenteuerlampen" werden, um den größeren Strombedarf zu decken oder schlicht die Betriebsdauer zu erhöhen, oft sehr große und relativ viele Batterien oder Akkus eingesetzt. Das erhöht einerseits das Gewicht der Lampe und macht sie größer, und führt andererseits zu Veränderungen in der Konstruktion. Da der Griff durch viele und große Batterien zu dick wird, um die Lampe in einer Hand zu halten, wird dazu stattdessen ein zusätzlicher Plastik- oder Metallbügel an der Oberseite der Lampe befestigt. Es gibt auch Taschenlampen, die ohne Batterien funktionieren. Diese enthalten einen fest eingebauten Akku, der durch Schütteln der Lampe oder mittels Solarzellen durch (Sonnen-)Licht aufgeladen wird und die Lampe so vollkommen unabhängig von äußeren Stromquellen macht. Oftmals reicht die erzeugte Energie allerdings nur für wenige Minuten, obwohl Herstellerangaben mit zwei Stunden Leuchtdauer nach zehn Minuten Schütteln Gegenteiliges versprechen. Auch gibt es Taschenlampen, die über einen Dynamo (Generator) verfügen, der durch eine Kurbel angetrieben wird, wodurch die Akkus aufgeladen werden. Derartige Taschenlampen verfügen dann zumeist über LEDs, die weniger Strom als Glühlampen benötigen.
Taschenlampen werden auch von der Polizei und der Feuerwehr verwendet. Diese Lampen sind dann aber "EX-Geschützt"(explosionsgeschützt),das heißt sie können auch in der Nähe von leicht entzündlichen Quellen o.ä verwendet werden.
Beispiele: Während vor ca. 2 Jahren erste bezahlbare Taschenlampen mit 3 und 7 weißen LED herauskamen, gibt es heute bereits Taschenlampen mit 30 und 49 weißen LED für < 10-20 Euro. Auch einzelne High-Power LED mit 3 Watt (und neuerdings mit 5 Watt) werden alternativ in Taschenlampen eingebaut. Während mit einzelnen LED durch einen Parabolspiegel auch gute Punktstrahler aufgebaut werden können, ergeben die Lampen mit vielen LED meist nicht sehr fokussiertes Licht. Die aus Asien (meist China) stammenden Taschenlampen besitzen Metallgehäuse aus Luftfahrt-Aluminium und sind spritzwassergeschützt durch O-Dichtringe an allen Schrauböffnungen.
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