Tarnmuster sind durch verschiedene Farben und Formen hervorgerufene Muster die geeignet sind, die Kontur eines Gegenstandes, eines Tieres oder Menschen vor einem Hintergrund aufzulösen. Tarnmuster gibt es zum einen im Tierreich, wo sie Raubtiere z. B. Tiger vor vorzeitiger Entdeckung durch die Beutetiere schützen. Andersherum schützt z. B. das gefleckte Fell des Rehkitzes es vor Entdeckung durch Fressfeinde. Während beim Chamäleon die Farbgebung seiner Haut von der "Stimmung" abhängig ist, können z. B. Tintenfische ihre Farbe instinktiv an die vorherrschende Umgebungsfarbe anpassen.
Im Gegensatz zu Mimikry, dem Nachahmen von Form und Erscheinung entweder unauffälliger Objekte (siehe Stabheuschrecke) oder gefährlicher Tiere durch harmlose Arten, geht es bei Tarnmustern nur um die rein optische Verschmelzung mit der Umgebung, die zumeist nur bei Bewegungslosigkeit funktioniert und durch Bewegung aufgelöst wird.
Im Militär finden Tarnmuster erst seit dem Zweiten Weltkrieg intensive Verwendung, während dessen Verlauf sowohl die Waffen-SS als auch die amerikanischen Streitkräfte erfolgreich Tarnmuster etablierten. Diese wurden sowohl für Bekleidungs- und Ausrüstungsteile als auch Großgerät verwendet, um die optische Aufklärung zu erschweren.
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