Tarasp ist eine Gemeinde im Kreis Sur Tasna, Bezirk Inn des Kantons Graubünden in der Schweiz.
Die am Inn gelegene Gemeinde besteht aus 11 Fraktionen. Darunter gehören Fontana GR (1403 m ü.M.) und Vulpera (1280 m ü.M.) sowie Sparsels zu den wichtigsten. Die weiteren Fraktionen sind Aschera, Avrona, Chaposch, Chants, Florins, Nairs, Sgnè und Vallatscha.
Auf Gemeindegebiet liegen die Gipfel: Piz Pisoc (3173 m ü.M.), Piz Plavna Dadora (2981 m ü.M.) und Piz Zuort (3119 m ü.M.).
Im Gegensatz zu allen anderen Ortschaften des Unterengadins sind die elf Ortsteile von Tarasp Streusiedlungen und ihre Einwohner sind Katholiken. Diese zwei Besonderheiten, die in einem Haufendorfgebiet reformierter Prägung besonders auffallen, sind eine Folge der Geschichte. Bis zum Reichsdeputationshauptschluss von 1803 war die Herrschaft Tarasp in habsburgisch-österreichischem Besitz. Dennoch wird in Tarasp wie in den reformierten Nachbargemeinden Rätoromanisch gesprochen.
Die Gemeinde wird von dem in seinen Grundzügen aus dem 11. Jahrhundert stammenden Schloss Tarasp überragt. Es zählt zu den imposantesten Schlössern Graubündens. Schloss Tarasp wurde um 1900 von Karl August Lingner, dem Erfinder von Odol, erworben und im Stile des Historismus renoviert. Er vermachte es dem Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt, und so befindet es sich noch heute im Besitz der Erben aus dem Haus Hessen-Kassel.
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