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Der beim Bau des Elbe-Seitenkanals entstandene und 1976 eingeweihte Tankumsee befindet sich in Isenbüttel im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen). Seither hat sich rund um den See ein Naherholungsgebiet etabliert.
Name
Der Begriff
Tankum ist ein alter Flurname, den das landwirtschaftlich genutzte Gebiet vor Entstehung der Seefläche trug und besteht aus den Teilwörtern
tank und
um. Das auf einer vorgermanischen Sprachwurzel beruhenden
Tank, auch
Tang geschrieben, steht für
Algenmasse. Damit war im Verlauf der Sprachentwicklung aber auch
Moor oder Moorwasser gemeint. Der Wortteil
um im Flurnamen
Tankum ist ein verklungenes vorgermanisches Wort, das ebenfalls Moor bedeutete. Da der See in einem früheren
Feuchtgebiet, dem
Barnbruch liegt, ist die Namensentwicklung nachvollziehbar.
Entstehung
Der See entstand Anfang der 70er Jahre des
20. Jahrhundert als Baggersee im Zuge des Bau des
Elbe-Seitenkanals.
1972 gründeten verschiedene Einrichtungen und kommunale Behörden die
Tankumsee-Planungs- und Ausbaugesellschaft (heute: Tankumsee Betriebsgesellschaft mbH). Sie erwarb und erschloss das spätere Erholungsgebiet. Offizielle Inbetriebnahme des Tankumsees war der 26. Juni
1976.
1988 wurde das Gebiet Landessieger beim Wettbewerb
Freizeit und Wohnen.
Beschreibung
Das Erholungsgebiet
Tankumsee liegt vor den Toren
Gifhorns (5 km) und etwa 2 km nördlich von
Isenbüttel unmittelbar am
Elbe-Seitenkanal. Der See hat die Ausmaße von etwa 800 m x 1.200 m, umfasst eine Fläche von ca. 62 ha und ist bis zu 18 m tief. Das Gewässer verfügt über einen Sandstrand von etwa 1.000 m Länge, an dem eine "Babybucht" mit flachem Wasser liegt. Dort können Kleinkinder nahe eines
DLRG-Rettungsturms unter Aufsicht im Wasser spielen.
Das gesamte Naherholungsgebiet einschließlich des Ferienhausgebietes ist ca. 222 ha groß. Mittlerweile hat sich das Erholungsgebiet mit seinen zahlreichen kleinen Häusern zu einem Wohngebiet entwickelt. Viele der ehemaligen Ferienhäuser sind offizielle Wohnsitze geworden.
Ein ähnliches Freizeitgebiet in Form des Bernsteinsees entstand nur 12 km weiter nördlich bei Stüde, ebenfalls beim Bau des Elbe-Seitenkanals.
Der See liegt in der Ebene des Aller-Urstromtals inmitten des waldbestandenen Landschaftsschutzgebietes Barnbruch. Das Gebiet wird vom Allerkanal durchflossen und ist mit einem guten Wanderwegenetz ausgestattet.
Unmittelbar an der östlichen Seite des Tankumsees verläuft der Elbe-Seitenkanal als Dammstrecke. Auf der jenseitigen Kanalseite wurde eine Wasserfläche, der Kranichmoorsee, zum Schutz der Vogelwelt geschaffen.
Aktivitäten
Hauptfreizeitaktivitäten
- Baden
- Segeln
- Surfen
- Angeln
- Radfahren
- Wandern
- Tennis
Infrastruktur
- Wasserrutsche
- Tennisplätze und Tennishalle.
- Hotels & Ferienhaussiedlung
- Campingplatz
Siehe auch
Literatur
- Dieter Hoppe: Willkommen am Tankumsee im schönen Isenbütteler Land in: Museen und Ausflugziele im Raum Gifhorn-Wolfsburg, Gifhorn 1989
Weblinks
See in Niedersachsen