Hier finden Sie eine Liste von speziell seemännischen Fachausdrücken (zum Teil Slangausdrücke) nebst Erläuterung, die an Bord von seegängigen Schiffen benutzt werden (siehe auch Schifffahrt/Register resp. Schifffahrt/Themenliste; sie enthält eine Liste ausschließlich von Artikeln zum Thema Schifffahrt):
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Zeichen
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Code
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Aussprache (IPA)
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Signalflagge
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Nadazero
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Unaone
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Bissotwo
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Terrathree
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Kartefour
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Pantafive
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Soxisix
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Setteseven
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Oktoeight
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Novenine
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Decimal
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Stop
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A
Signalflagge-A.png Schlüsselwort:
Alfa *
- A.B. – able bodied - soviel wie fähig, tüchtig, tauglich und arbeitsfähig. Der A.B. ist eine Fachkraft, entspricht international dem deutschen Matrosen, im Gegensatz zu O.S. = ordinary seaman = eine Hilfskraft. A.B. wird hinter den Namen des Seemannes in die Musterrolle geschrieben
- Aak – ein kahnähnliches Plattbodenschiff-Segelfahrzeug aus den Niederlanden
- Aal – slang. Marine für einen Torpedo
- Aalboot – ein holländisches Segelboot vom gleichen Typ wie der Botter
- abbacken – Abräumen der Back (s. u.), einem Tisch
- abbaken Das Auslegen von Baken usw., das ein Fahrwasser in flachen Gewässer kennzeichnen soll
- abandonnieren 1. Das Überlassen der Rechte an einem havarierten Schiff dem Versicherer, der die Versicherungssumme zahlt. 2. Das Verlassen eines Schiffes auf See wegen Havarie
- abbäumen – 1. Ein Schiff mit Bäumen vom Kai oder von Ähnlichem abhalten
- abblenden – Das Verdunkeln nach außen scheinender Schiffslichter, besonders farbiger, um Blendung und Täuschung entgegenkommender Schiffe oder auch der eigenen Besatzung zu verhindern. Schiffsseitenfenster erhalten dazu vielfach Blechklappen, sogenannte "Blenden". Diese sind auf Handelsschiffen meistens aber dazu da, um zu verhindern, dass Fenster, Bullaugen usw. bei schwerem Seegang eingeschlagen werden. 2. Durch Abblenden machen sich Zollkreuzer und Kriegsschiffe unsichtbar.
- abbrassen' – die Rahen werden derart gedreht, dass sie etwas mehr in die Längsschiffrichtung zu liegen kommen
- abbringen – ein auf Grund gelaufenes, festgekommenes Schiff wird wieder flott gemacht
- abdecken – beim Segeln den Nachbarn unter die Segel nehmen, ihn in den Schatten oder auch in den gestörten Wind der eigenen Segel legen
- Abdrift
- Abendstern – Der Planet Venus in östlicher Elongation. Da die Venus stets dicht bei der Sonne steht (max. 48°), ist sie über dem Westhorizont kurz nach Sonnenuntergang als Abendstern zu sehen, in westlicher Elongation dagegen über dem Osthorizont vor Sonnenaufgang als Morgenstern
- Abendwache – die Wache, die von 20.00 bis 24.00 Uhr geht
- Aberglaube – weit verbreitet bei Seeleuten; Beispiele: 1. das Pfeifen an Bord war nicht erlaubt, den Wind konnte man heran pfeifen; 2. Kratzen am Mast sollte Wind bringen; 3. bei Fahrtbeginn wurden Münzen über Bord geworfen, um eine gute Fahrt zu bekommen; 4. das Annageln einer Haifischflosse am Klüverbaum oder Walflosse an Walfangbooten sollten Kraft und Schnelligkeit auf das Schiff übertragen; 5. der Unglückstag ist der Freitag, da lief man nicht aus, Sonntag war immer der gute Tag; 6. Katzen an Bord brachten Glück, Frauen aber Krankheit und Seenot; 7. die Seelen von toten Seeleuten wohnen in Albatrossen, Möwen und Sturmvögeln; 8. bekommt man den Klabautermann zu sehen, dann wird das Schiff bald sinken.
- Aberration – Missweisung der Kompassnadel durch geographische Länge, und Breite, sowie durch das verwendete Eisen an Bord eines Schiffes, siehe Deviation (Navigation)
- abfaden – ein Fahrwasser ausloten, wobei der Faden (1,83 m) als Maß genommen ist
- abfallen – Fahrtrichtungsänderung eines Segelfahrzeugs mit dem Bug vom Wind weg, das Gegenteil von anluven
- abflauen – Nachlassen des Windes
- abflensen – das Abspecken des Wales auf einem Walfangschiff
- abgreifen – das Entfernungsmessen auf der Seekarte mit Hilfe des Zirkels
- abhalten – ein Hindernis mit der Hand vom Schiff wegdrücken
- abkommen – das In-Gang-Kommen beim Unter-Segel-Gehen, beim Starten bei einer Regatta, nach einer Grundberührung
- abkreuzen – sich (bei auflandigem Wind, also auf Legerwall vom Lande frei kreuzen
- ablandig – ist der Wind, wenn er vom Lande ab auf die See zu weht
- ablegen – ein Schiff oder Boot vom Lande (oder Schiff) freilegen, um es seinen eigenen Weg gehen zu lassen
- abloten – in einem bestimmten Gebiet die Wassertiefe (durch Lotung) feststellen
- abmustern – der amtliche Dienstentlassungsakt eines Seemannes, in Deutschland vor einem Seemannsamt oder im Ausland vor dem deutschen Konsul
- Abnahmefahrt – die Probefahrt, auf der nach Erfüllung aller Leistungsbedingungen das Schiff dem Reeder übergeben wird
- abreiten – schlechtes Wetter vor dem Anker oder Treibanker liegend überstehen
- ABS – American Bureau of Shipping, US-Amerikanische Klassifikationsgesellschaft mit Sitz in New York
- Abschiedssignal – Ein Schiff, das binnen 24 Stunden den Hafen verlässt, setzt die Signalflagge P, genannt "der blaue Peter"
- abschlagen – das Losnehmen der Segel von ihren Spieren, an denen sie sonst fest gefahren werden
- abschlingern der Masten – durch starkes Schlingern in hoher Dünung können, wenn die Wanten usw. zu schwach sind, die Masten abbrechen, eben abschlingern
- Abteilung – Unterteilung des Schiffs durch wasserdichte Schotten; hat man ein Schiff mit vier Schotten, so besitzt es fünf Abteilungen
- abtreiben – Hierunter verstehen wir das seitliche Versetztwerden eines Schiffes von seinen Kurs durch die Einwirkung von seitlichem Wind, seitlicher See oder auch seitlichem Strom
- Abwettern
- Achter – Rennruderboot für 8 Personen und einen Steuermann
- achteraus – ist alles, was hinter dem Schiff liegt
- achteraus sacken – ein überholtes Schiff bleibt mehr und mehr zurück relativ zum überholenden Schiff
- achteraussegeln – die Abfahrt des Schiffes verpassen (Besatzung)
- Achterholer
- achterlastig – schwimmt ein Schiff, wenn es nicht auf seiner Konstruktionswasserlinie (KWL, CWL) oder parallel dazu liegt, sondern hinten tiefer getrimmt ist
- Achterleine – diejenige der vier bei jedem längs eines Kaies liegenden Schiffes erforderliche Festmacherleinen, die vom Heck aus schräg achteraus zeigt
- achtern – hinten
- achtern kanten – vom Schiff desertieren
- Achterspring – diejenige Festmachleine, die vom Heck aus schräg nach vorne zeigt, und somit verhindert, dass das Boot weiter nach hinten treiben kann
- Achterpiek
- Achtknoten
- ack ack – engl. Bezeichnung für Flakfeuer
- Ackman – ältere Bezeichnung für Flusspirat
- Act of God – engl. Höhere Gewalt (als versicherungsrechtlicher Ausdruck)
- A'dam – Abkürzung für Amsterdam
- Adamsbrücke – die unterseeische Landverbindung, zwischen Indien und Sri Lanka (ehem. Ceylon) mit Wassertiefen zwischen 2 bis 4 m
- Adams ejector system – Sammeltanks mit Ejektoranlage für die Abführung von Schmutz- und Abwässer
- adieu – vom franz. à dieu – mit Gott
- Admiral – Flottenbefehlshaber
- Admiral-Elliot-Auge – ein Kauschauge, das über die Kausche am Ende einer Stahltrosse gearbeitet ist
- Admiralitätsanker – eine der ältesten Ankerformen, der Anker mit Stock, nur eine Flunke geht in den Boden und kann sich daher sehr gut in den Boden festbeißen
- Admiral's barge – Chefboot, Galaboot
- Admiralty List of Lights – Verzeichnis der Leuchtfeuer und Signalstellen auch Leuchtfeuerverzeichnis
- Advancestagsegel – ein vierkantiges Leichtwettersegel, das über den Großstagsegel von Stagsegel-Schoneryachten gesetzt wird
- Affenfaust – ein komplizierter Knoten am Ende einer Wurfleine, in der ein Gewicht eingeschlossen ist
Affenfaust.jpg
- Affenfett
- Affensitz – Steuersitz im Rennruderboot
- Agea – erhöhte Kommandogräting auf alten Schiffen
- Agwalle – Bezeichnung auf alten Dampfschiffen für den indischen Heizer
- Aggeboot – kleines, offenes Boot für den Garnelenfang in der deutschen Nordsee
- Ahmings – Schiffsmaße
- Ahoi – ist der seemännische Anruf eines Schiffes
- Aiolos – griech. Windgott
- AK (voraus) - für "Alle Kraft" also mit Höchstgeschrindigkeit
- akustische Seemine – deren Empfangseinrichtung (Zündung) auf Änderung des Schalldrucks, hervorgerufen durch das akustische Feld eines Schiffes oder Räumgerätes, in einem oder mehreren unterschiedlichen Frequenzbereichen anspricht und die Zündung einleitet
- Alarm – vom frz. all' armes, "zu den Waffen!"
- Alberich – Gummifolie, mit der im Zweiten Weltkrieg, die deutschen U-Boote beklebt wurden, um die Rückstrahlungsenergie der Asdic-Geräte zu mindern
- Albion – der keltische Name für die britische Insel
- Albis – lat. Name für den Fluss Elbe
- Albacore-Boot – Thunfangboot
- Der Alte – der Kapitän, allgemein Schiffsführer
- Aldislampe – Handmorselampe
- Alginatverfahren – Fisch wird vor Tiefgefrieren in Algengelee getaucht
- Alhidade – Kompasspeilaufsatz
- Alle-Mann-Manöver – Wache, bei der alle Mann klar stehen, ohne regulär eingeteilte Wache
- Alles wohl! – meldeten die Posten nach jedem halbstündlichen Glasen von der Back, um ihre Wachsamkeit zu bezeugen. Dieses Alles wohl! wurde ausgesungen, da man bei Sturm oder Seegang das gesungene Wort besser versteht
- Alt-Brandenburger – Rotwein mit Drittel Kognak oder Weinbrand erwärmt und noch ganz wenig zuckern
- Altdünung – hochgehende See eines Sturmes, der inzwischen schon längst ausgeblasen hat
- Amme – ein erfahrener Seeoffizier, der einem unfähigen Vorgesetzten zugeteilt ist
- Ammeral – die Segeltuchpütz = Eimer
- Amver – weltweit operierendes Schiffsmeldesystem der US-Coast Guard - Atlantic Merchant Vessel Emergency Reporting System
- Anegada-Passage – Durchfahrt durch die kleinen Antillen bei den Jungfern-Inseln
- an Bord – im Seefrachtgeschäft ein wichtiger Vermerk, der besagt, dass die Ware oder Person sich tatsächlich an Bord befindet
- Anderthalbmaster – nennt der Seemann alle zweimastigen Segelschiffe, deren kleinerer Mast hinten steht, wie Ewer oder Zeesenboot
- Angarienrecht – im Falle eines durch Krieg bedingten Notstandes Recht zur Beschlagnahme und Verwendung fremder Handelsschiffe gegen Entschädigung
- anheuern oder auch anmustern – Vertragsabschluß für die Arbeit als Seemann
- anholen – eine Leine heranziehen; wird eine Leine maximal angeholt, spricht man auch von dichtholen
- Anker
Ankerball.jpg
- Ankerball – Schwarzer Signalball, der von ankernden Fahrzeugen am Tage gesetzt werden muss
- Ankerfütterung – Schutz- und Dopplungsplatten an der Außenhaut
- Ankerhals – die Kreuzungsstelle des Ankerschaftes mit den Armen (Flunken)
- Ankerkette
- Ankerklüse – Öffnung im Schiffsrumpf sie ist im Vorschiffsbereich durch die die Ankerkette läuft/fällt
- Ankerlaterne – macht nachts deutlich, dass ein Schiff vor Anker liegt
- Ankerpeilung – hat ein Schiff geankert, so nimmt es eine Peilung (möglichst Kreuzpeilung) zur Feststellung des Schiffsorts vor; ändert sich im Lauf der Zeit diese Peilung, hat man den Beweis, dass der Anker am Grund nicht hält
- Ankertaumine – die mittels eines speziellen Ankereinrichtung am Wurfort in einem bestimmten, eingestellten Abstand unter der Wasseroberfläche gehalten wird. Entsprechend dem Zündprinzip werden Ankertauberührungs- und fernzündungsminen unterschieden. Das Minengefäß enthält eine Sprengladung von bis zu 350 kg. Ankertauminen wurden erstmals im Krimkrieg von russischer Seite aus eingesetzt
- Ankerwächter – Boje oder Tonne, zeigt an wo der Anker auf Grund liegt
- Ankerwinsch – Ankerwinde, Vorrichtung zum Fallen lassen und Hieven des oder der Anker
- ankreuzen – im Zickzack gegen den Wind segeln
- anluven – Fahrtrichtungsänderung eines Segelfahrzeugs mit dem Bug in den Wind, das Gegenteil von abfallen
- Annie Oakley – Spinnaker mit Luftlöchern in der Mittellinie
- Anodenschutz – kleine Zinkplatten, die bei stählernen Schiffen in der Nähe des Propellers an der Außenhaut angebracht werden um den Propeller vor Anfressung zu schützen
- Anemometer – Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit
- anpreien – ein anderes Schiff anrufen
- Anschläger – der Mann, der unter dem Kran arbeitend die einzelnen zu hievenden Stücke an den Kranhaken anschlägt
- Antifouling – Anwuchs verhindernde Farbe für das Unterwasserschiff
- Approx – annähernd, ungefähr, in SeekartenTaufe.See.jpg
- Äquatortaufe – seemännisches Ritual, nach dem Mitglieder einer Besatzung, die zum ersten mal den Äquator überfahren, in derber Form getauft werden. Die Äquatortaufe hat ihren Ursprung aus der Zeit der Endeckungsfahrten der Portugiesen, die beim Überschreiten des gefürchteten Äquators ihren Mut und ihre Gläubigkeit durch eine neue Taufe bekräftigen wollten. Von der Kugelgestalt der Erde war man noch nicht überzeugt, sondern glaubte, am Äquator in einen Abgrund stürzen zu müssen
- ARA – auch ARA-Häfen: Abkürzung für die Häfen Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam
- Armstrong-Patent – slang. aus alten Segelschiffszeiten wenn keine Winden oder Brassen an Bord waren und alle Arbeiten mit Muskelkraft ausgeführt wurden
- Armada – spanisches Wort für Kriegsflotte
- ARPA-Anlage
- Asdic-Echogerät – arbeitet wie Radar mit elektromagnetischen Wellen, jedoch unter Wasser
- Assi – Maschinenassistent
- ATA – actual time of arrival: tatsächliche Ankunftszeit des Eintreffen von Schiffen
- aufbacken – Tisch decken
- auf dem Teller drehen – das Wenden oder Drehen eines Schiffes auf der Stelle unter Ausnutzung des Radeffektes
- auf eignem Kiel – nennt man die Reise eines kleinen Bootes über offene See
- auf Kiel gelegt – auf den Helgen wird die erste Schiffbausektion gelegt (Schiffbaubeginn)
- Auflieger – außer Dienst gestelltes Schiff
- aufklaren – 1. Aufräumen 2. Besserung des Wetters „es klart auf“
- Aufgabe der vier Punkte – eine Methode der terrestrischen Ortsbestimmung mittels Horizontalwinkel. Misst man zwischen drei Landobjekten A, B und C die Horizontalwinkel A-B und B-C, so ergibt der Schnittpunkt der aus diesen Winkeln konstruierte Kreisbögen den Schiffsort.
- auf den anderen Bug gehen – wenn ein Segelboot/-schiff (durch Halsen) den Kurs so wechselt das der Wind über achtern von der einen auf die andere Seite und die Fahrt damit von Steuerbord- auf den Backbordbug (oder umgekehrt) wechselt
- Aufschießen einer Leine
- Aufschießer fahren – mit dem Bug in den Wind fahren, um durch den Gegenwind Fahrt aus dem Schiff zu nehmen.
- aufschricken – einer Leine einmal etwas Lose geben
- auf und nieder – op un dol – seemännischer Ausdruck für senkrecht
- Augapfelnavigation ist in der Navigation nichts anderes als die optische Ermittlung der Wassertiefe anhand von Farbschattierungen
- Augen ins Boot! – Kommando: nicht woanders hinschauen
- Ausflaggen eines Schiffes bezeichnet die Verlagerung des Heimathafens ins Ausland, um Steuern und Heuern zu sparen oder sie einem Anderen Rechtsystem zu unterwerfen, dass günstigere - billigere Arbeitsvorschriften - bietet.
- ausklamüsern – etwas herausfinden
- auslugen – scharfes Ausschauen
- ausmachen – Gegenstand, Schiff oder Seezeichen genau erkennen
- ausrauschen – schnelles Auslassen der Ankerkette beim Ankern, von Schoten bei Segelmanövern
- ausscheiden machen – Feierabend, Arbeitsende.
- aussingen – Ausrufen der Ergebnisse einer fortlaufenden Lotung; auch sonstiges Ausrufen
- auswettern – bei Sturm nicht beidrehen
- Außenbordskameraden – die Fische im Meer
- Äußerste Kraft (A.K.) – großtmögliche Fahrstufe, die für eine bestimmte Zeit von der Hauptmaschine geleistet werden kann
- Aviso – „Melde-Depeschenschiff“; ursprünglich kleines, schnelles Kampfschiff für Verbindungs-, Nachrichten- und Aufklärungsfahrten
- Axiometer – Ruderlageanzeiger
- Aye Aye – (aus dem Englischen) bejahende Erwiderung auf einen Befehl, dass man ihn verstanden hat. Oft in Verbindung mit einem Handzeichen
B
Signalflagge-B.png Mh winkerflaggenalphabet b.png | Malta_051.jpg
Schlüsselwort: Bravo *
- Baas - Niederdeutscher Ausdruck, der etwa "Meister" bedeutet. Der Heuerbaas vermittelte früher Anstellungen der Seeleute, der Schlafbaas war der Hotelier für Seeleute an Land. Der Zimmerbaas ist der Meister in der Zimmerei
- Bacalao - (port.) Kabeljau als Trockenfisch, Klippfisch
- Bach - seemännische Bezeichnung für jedes Gewässer, ob Ozean, Meer oder See
- Back - Urbedeutung: Rücken 1.Oberdeck direkt am Bug; 2. Schale (tiefer Teller); 3. Tisch, an dem gegessen wird
- Backbord - Bb; engl. Portside, P; linke Seite des Schiffes (in Fahrtrichtung blickend)
- Backbordbug - Ein (Segel-) Boot/Schiff fährt dann auf dem Backbordbug, wenn die Leeseite sich an Backbord befindet, der Wind also von Steuerbord aus einfällt.
- Backbordlaterne - Die an Backbord gefahrene Seitenlaterne, sie zeigt ein rotes Licht (Eselsbrücke: Man hat meist rote Backen)
- Backen und Banken - das Auftragen der Speisen, die Einnahme der Mahlzeit und Reinigung des Essgeschirrs
- Bäckernavigation - Schiffsortbestimmung durch Ablesen vom Papiersäckchen bzw. von der Papiertüte des örtlichen Bäckers beim Brotkauf.
- backkommen - Das unfreiwillige oder unachtsame Zuhochgehen an den Wind hat zur Folge, dass die Segel den Wind von der falschen Seite bekommen und zurückschlagen
- Backmann - Kochsmaat-Bäcker
- Backschaft - Speisegemeinschaft, Abwasch
- Backskiste - im Vorschiff kleinerer Schiffe, bzw. dort im Logis, eine eingebaute Kastenbank, die als Stauraum dient
- Backstagsbrise - Ist der raume Wind, der bis ca. Windstärke 4 Beaufort (Bft), weht
- backstehen - Das tun die Segel, wenn sie entweder backgesetzt worden sind, oder wenn das Schiff zu hoch am Wind liegt bzw. wenn der Wind von der "falschen" Seite kommt.
- BACO-Carrier
- Badegast - freundlicher Spottname für einen Gast am Bord, der keine seemännische Erfahrung hat und nur zum Spaß mitfährt
- Baguio - Wirbelsturm im philippinschen Raum
- Bai - Meerbusen
- Bake, festes, meist auf Land errichtetes Seezeichen zur Markierung eines Hindernisses in der Nähe eines Seeweges (Kugelbake)
- Balandra - ein Küstenfahrzeug West-Südamerikas
- Balge auch Balje - Ein stets Wasser führendes Fahrwasser zwischen oder hinter den Inseln des Wattenmeeres
- Balkenbucht - das Stichmaß für die Krümmung des Decksbalkens, die das Wasser vom Deck fließen lässt; auch die Bezeichnung für die Form der Deckskrümmung querschiffs
- Balkenknie - Bei Stahlschiffen ein Knie aus Blech, das am Schergang Spant und Decksbalken verbindet
- Ballahoo, Ballahou - westindischer Schoner
- Balong - ein für die Fischerei verwendetes Segelfahrzeug in Nord-Borneo
- Balsa - Floß der Bewohner des Westküste Südamerikas, aus 5-9 Stämmen des leichten Balsaholzes
- Baltisches Meer - die Ostsee
- Bambuse - ein ungelernter Seemann, aber einer der sich zu helfen weiß
- Bananenjager - (Aussprache Bananenjäger) nennt man die weißgemalten schnellen Kühlschiffe
- Bananenschwein - eine besonders häßliche Rattenart, die früher in den grünen Bananenstauden verborgen auf die Fruchtschiffe gelangte.
- Bananenstagsegel - schlankes Spinnakerstagsegel
- Bändermütze - Bezeichnung für eine flache Kopfbedeckung mit zwei hinten frei herabhängenden dunklen Bändern für Matrosen. Die Bänder sollen daran erinnern, dass sich in den vergangenen Jahrhunderten Mannschaft und Unteroffizier geteerte oder geölte Zöpfe ansteckten und mit einem schwarzen, geteerten Band umwickelten
- bändseln - mit Hilfe einer Leine etwas festmachen
- Bangbüx - Angsthase
- Baniantag - der fleischlose Donnerstag, Name kommt von einem vegetarischen Eingeborenenstamm in Ostindiens
- Barbette - Geschützbank
- Barkalonga - spanisches Fahrzeug mit zwei oder drei Masten und Lateinsegeln
- Barkarole - eine venetianische Gondel oder ein Gondellied
- Barke
- Barkentine - Auch Schonerbark, Dreimaster mit nur einen vollgetakelten Mast
- Barraterie - 1. dem Reeder nachteilige Handlung des Kapitäns 2. Schiffskapitän der eine Veruntreuung begeht
- Barre - eine Sandbank; auch eine künstliche Untiefe vor einer Hafeneinfahrt, um bei Niedrigwasser ein Trockenfallen des Hafenbeckens zu verhindern
- Barrierenriff - ein schützendes Riff vor der Küste
- Bart - pflanzlicher Anwuchs am Unterschiff
- Bathometer - Meerestiefenmesser, Tiefenmesser
- Bathysonde - Tiefseesonde
- Bauernnacht, leifige - Wenn das Schiff auf Reede liegt, u.U. noch nicht einklariert ist, keine Seewache gegangen werden muss.
- Baum - waagerechter Bestandteil des Rigg
- Baumnock - das äußere Ende des Ladebaums
- Bauspant - Ein "materielles" Spant, das einen Querverband im Schiff darstellt im Gegensatz zum "ideellen" Konstruktionsspant, das nur zur Konstruktion der Schiffsform dient
- Bauspantenriss - Der Spantenriss, der sämtliche Bauspanten zeigt - es gibt bei großen Schiffen deren mehr als hundert - der weiterhin die Decks, Stringer, Plattengänge, den Doppelboden usw. eingezeichnet hat, und der als Hauptbauunterlage für das Schiff dient
- Beachcomber - Strolch, Faulenzer, Abenteurer
- Befrachter
- beidrehen - ein Segelmanöver. um schnell die Fahrt aus dem Schiff zu bekommen und mit gesetzten Segeln fast stationär zu liegen
- Beifang - in der Minderzahl auftretende Fischarten im Netz
- Beilbrief - die Baubescheinigung der Bauwerft
- bekalmen - den Wind aus den Segeln nehmen
- belegen - 1. eine Leine an etwas festmachen; 2. einen Befehl widerrufen Belegnagel.wmt.jpg
- benept - wegen zu niedrigen Gezeitenwasser festliegen
- Beobachtungsnetz - an der Luvseite von Fischereifahrzeugen festgemachtes Netz, das öfter hochgezogen wird, um zu sehen, ob der Fisch ins Netz geht
- Beplankung
- Bequemlichkeitsflagge - deutsches Schiff unter "billiger" Flagge
- bergen - 1. Sicherstellung eines in See treibenden Gegenstandes; 2. Rettung von Menschen; 3. Segel bergen bedeutet deren Zusammennehmen und Festmachen
- Bergerollen exerzieren - Rettungsbootübung
- Bergfahrt - in der Flussschiffahrt gegen den Strom, flussaufwärts
- Bergholz - Planke durch welche Pütingbolzen getrieben werden
- bergy Bits - von Eisbergen abgebrochene große Eisstücke die 1-5 m aus dem Wasser schauen
- Bermejo, Rodriguez - Matrose der Karavelle Pinta unter Kolumbus. Bermejo erblickte am 12. Juni 1492 als erster vom Mast des Schiffes die Amerika vorgelagerte Insel San Salvador (Bahamas)
- Bernsteinküste - Küstengebiet in Ostpreußen zwischen Pillau und Brüsterort
- Besanschot an - traditionelles Kommando auf Großseglern zur Ausgabe eines Glases Schnaps
- Besteck - geographischer Standort des Schiffes, auch dessen Feststellung
- Bestmann - auf Kümos der erfahrenste Matrose, auch Schlüsselmatrose.
- Betingschlag - bei schlechtem Wetter einen Extratörn mit der Ankerkette um den Poller oder Ankerwindenkopf nehmen
- betütern - umsorgen; sich einen Schwips antrinken
- Bilge - die tiefste Stelle im Schiff, an der sich alles eingedrungene Wasser (die Kieljauche) sammelt
- Billigflagge - flag of convenience.
- Binokel - Doppelfernglas
- Binsenboot - aus mehreren dicken Bündeln zusammengebundener Binsen, gebaute Boote der Eingeborenen des südamerikanischen Hochlandes auf dem Titicacasee
- Bishop Rock - Ansteuerungspunkt und Leuchtfeuer auf den Scilly-Inseln
- Black Gang - Maschinenpersonal, auch Gruppe von Zöllnern zur Durchsuchung eines Schiffes
- Blankpacken - von Fischen: auf Eis legen ohne Eisabdeckung
- Blasenschwimmer Schwimmkugel beim Fischnetz
- Blau - die seemännische Trauerfarbe
- Blau oder Blaubüdel - Spitzname für den Schiffszimmermann an Bord
- blaue Jungs - Bezeichnung für Marinesoldaten
- Blauer Peter - Flaggensignal: Schiff geht in den nächsten 24h in See
- Blaufeuer - 1. nachts von Schiffen gezeigt, wenn man ein Lotsen wünscht 2. auf hoher See ein Notsignal
- bleiben - Geblieben auf See ist eine analoge Ausdrucksform zu gefallen im Krieg
- Blender - Schmuggelschiff
- Blendladung - Tarnladung eines Schmugglers
- blinder Hafen - landumschlossener Hafen, von See aus nicht erkennbarer Hafen
- Blitz - Elektriker
- Blizzard - Orkanartige Schneestürme aus nördlicher Richtung an der nordamerikanischen Ostküste
- Block - Gehäuse mit Führungs- und Umlenkrolle(n) (Scheiben) für Taue
- Blockade - Absperrung der Seewege/Häfen
- Blumenbogen - der Spantbogen unmittelbar vom Kiel aufwärts
- Bö - schnell zunehmende Windstärke von kurzer Dauer meist in Verbindung mit Regen
- Bodden - Ein ähnlich wie ein Haff mit der See in Verbindung stehendes Gewässer, das einem größeren Binnengewässer ähnelt, vornehmlich eine geringe Tiefe besitzt
- Bodenwrangen - Schiffbau, starke Querträger im Doppelboden, auf denen das unterste Ladedeck aufliegt.
- Bodenschleppnetz - wühlendes Fanggerät zum Fang von Plattfischen, Austern, Muscheln etc.
- Bördeboot für den Pasagiertransport von den Seebäderschiffen auf der Außenreede in Helgoland zur Insel
- Boje - vom lat. boja - Halseisen mit Kette
- Bootsführer
- Bootsmann - auf Handelsschiffen der direkte Vorgesetzte der Decksbesatzung, in neuerer Zeit durch SBM ersetzt
- Bootsmannpfeife - Kommandopfeife
- Bootsmannsnaht - einfache Naht zum Vernähen von Segeltuch
- Bootsmannstuhl - Ein Sitzbrett, das mit passenden Stopps an ein Fall oder an das Jolltau gehängt wird, um mit ihm einen Mann nach oben zu bekommen, wenn in der Takelage Arbeiten auszuführen sind
- Bootsrolle - Teil der Sicherheitsrolle, weist jedem Besatungsmitglied seine besondere Aufgabe zu, wenn im Notfall die Rettungsboote zu Wasser gelassen werden müssen
- Bootsschleifplanken - senkrechte Planken an der Außenhaut zum Schutz der Rettungsboote beim Fieren und Hieven
- Bonnet - Tuchstreifen, die an der Fußliek von Rahsegeln angeheftet werden, um auf diese Weise die Segelfläche zu vergrößern
- Bora - kalter Nordoststurm der Adria
- Bordmittel - Diejenigen Hilfsmittel, die eine Schiffsbesatzung sich herstellen und anwenden kann, um irgendeinen Schaden am Schiff selber zu beheben
- Bos'n - Bootsmann
- Bottelier - Auf Marineschiffen der Kantinenverwalter
- Bovo - ein sizilianischer Küstensegler
- boxen - das mehrmalige Rückwärts- und Vorausgehen eines Eisbrechers bei besonders dickem Eis oder Packeis
- Brandenburger – heißlaufendes Maschinenlager
- Brander - Mit Brennstoff beladene Boote, mit denen man früher feindliche Schiffe in Brand zu setzen versuchte, in dem man sie auf eine vor Anker liegende Flotte zutreiben ließ
- Brandung - Das Brechen der See beim Auflaufen auf flacheres Wasser
- Brassen - Das Verstellen der Rahen
- Brassen - Leinen mit denen man Rahen verstellen kann
- Brave Westwinde - die über den Ozean wehenden Westwinde zwischen 40° und 50° nördlicher Breite
- Brecher - eine Welle, die vollständig über das Schiff hinweggeht
- Breifock - auch Brefock; loses Rahsegel auf Yachten
- Breitseite - mit allem Bordkanonen einer Schiffsseite eine Salve schießen
- Brise- leichter bis mittelstarker gleichmäßiger Wind
- Brook - Alles Tauwerk, das verhindert, dass ein beweglicher Gegenstand seinen Platz verändert
- Brötchentütennavigation
Steuerstand.jpg
- Brücke - Kurzbezeichnung für das Brückenhaus / Kommandobrücke usw.
- Brückenzeichen - auf der Pier (Mole, Kai): bewegliches Zeichen, nach dem das Schiff anlegen muss, um an die richtige Stelle zu kommen
- Brüllende Vierziger - (von engl. "Roaring Forties") Westwinde zwischen 40° und 50° südlicher Breite
- Brummer - von Eisbergen abgebrochene Eistücke, die weniger als 1 m aus der See herausschauen. Heißen so nach dem Geräusch beim Auf- und Abtauchen in der See
- Brunnen - Diejenige Stelle im Schiff in der Bilge, die am tiefsten liegt, so dass dort die Saugkörbe der Pumpen eingebaut werden können. Ein Schiff hat mindestens so viele Brunnen, wie es wasserdichte Abteilungen besitzt. Der Brunnen wird auch "Pumpensumpf" genannt
- Bruttoregistertonne
- BSH - Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
- Bubikragen - weiß abgesetzter Farbgang über dem schwarzen Rumpf bei Kombischiffen. Soll besondere Schnelligkeit und Eleganz demonstrieren.
- Bucentoro - Prunkgaleere des Dogen von Venedig; Bucintoro = goldene Barke
- Bückling - Räucherhering
- Bucko - Insbesondere auf amerikanischen Schiffen gängig gewesene, in der Seefahrt jedoch überall verstandene Bezeichnung für einen Steuermann, der mit unnachsichtiger Härte für Ordnung und Disziplin an Bord sorgte. Gleichbedeutung im engl. Bully Schinder
- Buddel - Flasche
PM02.jpg
- Buddelschiff
- Büdelneiher - (Beutelnäher) Spottname für den Segelmacher
- Bug - vorderes Schiffsende, auch Seite auf der das (Segel-)Schiff liegt (Backbord-Bug)
- Bug-Horizontalruder - Bestandteil der Ruderanlage bei U-Booten
- Buganker - der Anker, der am Bug gefahren wird, meist in einer Ankerklüse klar zum Fallen hängend
- Buggy boat - Boot mit Rädern um es an Land verwenden zu können
- Bugkopf - wie die Schnecke einer Violine als Bugverzierung
- Bugkorb - Metallgestänge am Bug des Bootes zur Sicherung der Mannschaft
- Bugspriet
Bugstrahlruder.jpg
- Bugstrahlruder
- Bugvisier - hochklappbares Bugteil auf RoRoSchiffen/Fähren
- Bugwaschanlage - bei Eisbrechern, bei der Fahrt durch Eis, schmiert eine aus einem Gemisch von Luft und Wasser bestehende Strömung die Außenhaut und verringert dadurch die Reibung zwischen Seitenbeplattung und Eis
- Buhmann - scherzhaft für Maschinist, eigentlich Heizer, die meist Russ und Kohlenstaub im Gesicht hatten
- Bukanier - westindischer Seeräuber
- Bukdielen - dicke Lage von Holzbohlen auf der Tankdecke. Schutz bei Greiferbetrieb und zur Isolierung gegen aufgeheizte Doppelbodentanks
- Bukligger - fauler Kerl
- Buline - Haltetau für das Rahsegel
- Bulker - (Abk. von Bulk Carrier) Massengutfrachter für Schüttgut wie Kohle, Erz, Getreide
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- Bullauge oder bulleye - rundes Fenster
- Bullenstander - auf raumem Wind (von achtern) wird das Ende des Baums mit einer Leine an einer Klampe am Vorschiff befestigt, um eine Patenthalse zu vermeiden
- Bumboat - Marketenderboot, auch Wasserboot. Speziell in Singapore für Schiffshändler, Schrotthändler, Souvenirhändler, auch mit "Damen" an Bord.
- Bunk - engl. Koje; Schlafplatz an Bord
- bunkern - das Anbordnehmen von Brennstoff auf Schiffen
- Bünn - Fischladeraum eines Fischereifahrzeuges, der mit zahlreichen Öffnungen mit dem Außenwasser verbunden ist um den Fang lebend zu transportieren
- Buscherump - Blauer, mit dünnen weißen Streifen durchwirkter Arbeitskittel ursprünglich aus Finkenwerder. Wurde von Seeleuten, hauptsächlich aber von Hamburger Hafenarbeitern getragen. Spitzname: Finkenwerder Sterbekittel
- Butterfly - Segelstellung bei einem Zweimast-Gaffelsegler, bei dem ein Segel nach Steuerbord, das andere nach Backbord geschwenkt wird um dem Raumwind eine möglichst große Fläche zu bieten.
- Butterland - eine falsche durch Nebel etc. erzeugte Erscheinung von Land, Fata Morgana
C
Signalflagge-C.png | Mh winkerflaggenalphabet c.png
Schlüsselwort: Charlie *
- Caballa - spanische Makrele
- Cade - ein engl. Fischmass = 500 Heringe oder 1000 Sprotten
- Caisson - Ein vierkantiger Ponton, der dort versenkt werden soll, wo er einen Teil einer zu bauenden Mole, eines Deiches oder dergleichen darstellen soll. Beim und nach dem Versenken wird er sofort mit Sand und Steinen angefüllt
- Canvas - Segeltuchschuhe
- Capricorn Channel - Seestraße im Great Barrier Reef an der Ostküste von Australien
- Cargo - die Ladung eines Schiffes
- Casco - das Schiff mit seiner Ausrüstung usw. ohne die Ladung
- cat´s paw - Streich von einer Katzenpfote, leichter Wind
- chartern - das Mieten oder Pachten eines Schiffes oder Bootes
- Charter-Party - der Frachtvertrag
- Chief - Leitender Ingenieur
- Chief Mate - erster nautischer Offizier
- China-Max - (sprich: Tschainie-Max) der chinesische Wäscher am Bord Hamburger Schiffe. Beim Norddeutschen Lloyd in Bremen war ihr Rufname "Fritz". Der Chef aller "Maxen" in Hamburg war der "Obermax".
- chinschen - Pidgin-Deutsch/Englisch für Handeln, Tauschen.
- chow - slang: Essen, der Fraß
- Clapotis - extreme Form der Kreuzsee, bei der zwei Wellen frontal aufeinandertreffen.
- Clubstander - dreieckiger Wimpel mit Emblem oder den farben des Segelclubs
- Clubbing - das Sich-im-Strom-treiben-lassen, wenn dabei der Anker kurz gesteckt ist und über Grund schleift
- Clupeiden - Sammelname für alle hering-verwandten Fische
- Coaster - englischer Ausdruck für Küstenfahrer
- Codanus - lat. Name für das Kattegat
- Code 5 - ein Vorsegel (Rollsegel), das eine Mischung aus Spinnaker und Gennaker ist
- Coffeynagel - Dasselbe wie der Belegnagel
- Coil - schwere Ladung
- CONDOCK carrier - CONtainer and DOCK carrier: Container- und Dockschiff: Besonderer Schiffstyp, der durch das Fluten von Tanks abgesenkt werden kann und über die geöffnete Heckklappe die unterschiedlichste schwimmfähige Ladung durch direktes Einschwimmen in den Laderaum übernehmen kann
- Container
- Containerstapelungskonus - ein dem Bajonettverschluss ähnlicher Drehzapfen, der in ein Loch des darunterliegenden Container einrastet als Sicherung gegen Verschieben
- Convoi - deutsch: Konvoi bzw. Geleitzug
- Cookstraße - die von James Cook 1769 entdeckte 50 sm breite Meeresenge zwischen der Nord- und Südinsel Neuseelands
- Coracle - Boot aus Rohrgeflecht mit Haut oder einer Persenning bezogen
- Cork Water Club - Der erste Yachtclub der Welt (1720 in Irland gegründet)
- Costabirne - Ein birnenförmiger Körper, der in Richtung Mitte Welle kurz hinter dem Schraubenpropeller angebracht wird. Ihr Durchmesser beträgt 1/10 bis 1/8 des Schraubendurchmessers. Sie verhindert die Kontraktion - die Zusammziehung - des Propellerstrahles an dieser Stelle und gewinnt dadurch eine vorwärtstreibende Kraft, die dem Schraubenschub zugute kommt
- C.O. commanding officer, Kommandant (Kriegsschiff)
- chop-chop - Pidgin-Englisch: 1. soviel wie schnell, mach schnell, hopp-hopp 2. Flaggenwinkersignal "Ende" 3. essen
- Corvus - Enterbrücke auf römischen Kriegsschiffen
- Coxwain - Gefechtsrudergänger
- creek - Stromloses, flussähnliches Gewässer
- Crew - die zusammengehörige Besatzung eines Schiffes
- Crude Oil - Aus dem Englischen übernommen, in der Tankschifffahrt allgemein verbreitete Bezeichnung für Rohöl, Erdöl
- Cumshaw - Pidgin-Engl. Geschenk, meist mit Gefälligkeit des Beschenkten
- Curry-Klemme (benannt nach Manfred Curry) zum Festmachen einer Schot
- Custom-entry - Zollerklärung
- Cutter - Der fräserartige Schneidkopf am Rüssel bestimmter Saugbagger
- CWL - Dasselbe wie KWL oder Konstruktionswasserlinie
- Cyclon - Wetterwirbel, Zyklon
D
Signalflagge-D.png | Mh winkerflaggenalphabet d.png
Schlüsselwort: Delta *
- D - Abkürzung für Dampfschiff, Dampfer
- Daak - dasselbe wie Nebel
- Daccia-Bank - flache Stelle im Ostatlantik zwischen den Kanarischen Inseln und Gibraltar mit 23m Wassertiefe
- Dacron - Material, aus dem die normalen modernen Segel bestehen
- Daddeldu - 1. Bezeichnung für den Seemann nach Ringelnatz (Kuddel Daddeldu) 2. vom engl. that will do - es ist genug - gebräuchlicher Ausdruck für Feierabend
- Dagge - Tauende als Züchtigungsmittel auf alten Segelschiffen
- Dalben - Pfahl oder Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen des Schiffes (s. u. "Duckdalben")
- DAN - Rufzeichen von Norddeichradio
- Dänische Südsee:Dan-Leno-Scherbrett - kleine Scherbretter am Netz, wenn die großen in einem Abstand vor dem Netz geschleppt werden, zum Netz öffnen
- Darm - Dicker Deckwaschschlauch aus Gummi
- David - ein kleines Boot mit einem Torpedo, wurde im amer. Sezessionskrieg verwendet
- Davisquadrant - ein altes Instrument zum Nehmen der Sonnenhöhe
- Davit - ein Kran an der Reling von größeren Schiffen, mit dem (Rettungs-)Boote geheißt werden
- Deadlight - Bezeichnung für die Versenkungsaktion abgelieferter deutscher U-Boote durch britische Seestreitkräfte von November 1945 bis Januar 1946. Insgesamt 116 U-Boote wurden nördlich Irland in Loch Ryan in Lisahalley am Loch Foyle vor Derry zusammengezogen und durch Beschuss oder Sprengung versenkt
- deadweight - Schiffsvermessung, maximale Ladekapazität von Frachtschiffen
- Deckspassagier - Fahrgast, der keinen Anspruch auf einen Kajütsplatz hat
- Decksmannschaft - der seemännische Teil der Besatzung
- Decksbär - eine schwere Kiste zum Reinigen und Weißen des Decks, wird hin und her gezogen
- Decksgäng (Decksgang) üblicher Ausdruck für Decksbesatzung - im Gegensatz zur Maschinengang
- Deckpeilung - Hat nichts mit Deck zu tun, sondern mit "Deckung". Man hat eine Deckpeilung, wenn zwei Baken oder zwei Feuer in dem Augenblick, in dem sie "in Deckung" sind, eine bestimmte Fahrrinne usw. kennzeichnen
- Decksglas - Ein an Stelle eines Oberlichtes für darunterliegende Räume in das Deck fest, das heißt nicht aufklappbar, eingesetztes Glas. Dieses hat meist eine prismatische Form, um das Licht unter Deck besser verteilen zu können
- Deckslast - Ladung, die nicht unter, sondern aus bestimmten Gründen (Sperrigkeit, Übergröße, gasender Inhalt) an Deck gefahren wird.
- Deckssitz - schwimmende Decksbank als zusätzliches Rettungsmittel
- daN - Abk. für Deka-Newton, Maß für Reißfestigkeit von Tauwerk
- DGzRS - Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
- DG-Hull - siehe Verdränger und Gleiter
- den Anker werfen - ist nicht seemännisch, weil der Anker nicht "geworfen" wird. Richtig ist "den Anker fallen lassen" - nicht ganz korrekt: Im Kapitänsbericht heißt es beispielsweise: Wir warfen Anker anstatt wir ließen den Anker fallen.
- Delta - Sich gabelnde Flussmündung, die von der Form des gleichlautenden griechischen Buchstaben abgeleitet ist
- Depotschiff - Vorratsschiff, Stützpunktschiff
- Derivationswinkel - Winkel zwischen der Tangente an den Drehkreis und der Schiffslängsachse
- Derrick - ein Kran, der sich um einen senkrechten Pfosten aufbaut. Die engl. Bezeichnung für Ladebaum
- Deutsch-Hawaii - Spottname für den Ort Haffkrug
- Dexel - Schiffszimmermannsaxt, bei der die Schneide quer zum Stiel sitzt
- Deviation - Missweisung der Kompassnadel durch geographische Länge, und Breite, sowie durch das verwendete Eisen an Bord eines Schiffes
- dichtholen - maximales anholen einer Leine
- dicke Luft - 1. diesige, unsichtige Luft, Vorstufe zum richtigen Nebel; 2. Bezeichnung für einen Gefahrenzustand
- Dickschiff - großes Seeschiff, Kriegsschiff, auch Vier- oder Fünfmaster
- Dingsbums - Bezeichnung für jemanden, für den man keine Bezeichnung hat (vgl. Kesselbums)
- Dingsda - seemännische Bezeichnung für etwas, für das man keine Bezeichnung weiß
- Dennebaum - Lukenlängssüll auf einem Rheinschiff
- diesig - von lat. densus - dicht, dick, feucht, dunstig
- dippen - das seemännische Grüßen von einem Schiff zu einem anderen, wobei die Flagge halb niedergeholt wird
- Dirk - Bezeichnung für das Seil, das von der Mastspitze zur Baumnock verläuft
- Distanzfracht - Fracht die nach Meilen bezahlt wird
- DMYV - Deutscher Motoryacht Verband
- Dock (Schifffahrt)
- Dockplan - Querschnittszeichnung eines Schiffes mit den für das Docken wichtigen Abmessungen
- Dockschwalbe - Prostituierte, besser: Hafenmädchen
- dobbying - amerikan. Slang. Zeugwaschen
- Dödel - ein Nagel aus Holz
- Dödelmoker - Bootsbauer und Schiffszimmerer
- Doldrums - Zone mit ewiger Flaute in der Nähe des Äquators, die Lage der Doldrums verändert sich mit der Verschiebung der Hochdruckgebiete
- Dollbord
- Dolle - Ein aus Eisen- oder Metallbeschlag in Form einer zweizinkigen Forke, dient zum Einlegen der Riemen beim Pullen oder Wriggen
- Domper - auch Preventertau; zur Verhinderung des Hochspringens eines Baumes, Mastes oder einer Rah usw.
- Donkey - Hilfsmaschine
- Donkeyman - 1. Maschinist im Unteroffiziersrang 2. Handelsschifffahrt auf Dampfern: Oberheizer
- Doppelpeilung - eine Methode der Ortsbestimmung in der terristrischen Navigation durch zweimaliges Peilen desselben Objektes. Peilt man ein Objekt und segelt oder fährt eine bestimmte Distanz z.B. 5 sm, und peilt das Objekt zum zweitenmal so ergibt der Schnittpunkt des zweiten Peilstrahls und der parallel zur Kurslinie vom ersten Peilstrahl eingeschobene Distanz den Schiffsort
- Doppelköm - Köm, wird zum inneren Heizen verwendet
- Doppelender - Schiff mit Propeller vorn und hinten, z.B. eine Fähre
- Dorade-Lüftung - Drucklüftersystem für Yachten, bei welchem durch seitliche Versetzung des Lüfterkopfes vom Lufschacht das Eindringen von Wasser ins Schiffsinnere vermieden wird
- Down-Easter - allgemein verbreiteter Ausdruck für die Neuengland-Staaten
- Dory - offenes Ruderboot für die Leinenfischerei
- Dragganker - vierarmiger Suchanker zum Absuchen des Grundes
- Dragger - kleiner Trawler der US-Westküste
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- Drahtbrook - wie Netzbrook, aber anstatt Tauwerk aus Draht gefertigt. Zum Laden von Kautschuk usw.
- Drehbasse - in einer Gabel aufgehängte Kanone
- Dreimaster - Müllschlucker in der Kombüse direkt nach außenbords (im Gegensatz zur Fuulbrass)
- Drei Schwestern - drei hintereinanderfolgende Riesenwellen
- Dreiinselschiff - siehe Artikel
- dreimal Wahnsinnige - Spottname für alle "Äußerste Kraft voraus" mit kurzzeitiger Überlastung der Hauptmaschinen im Notfall
- Drifter - 1. Treibnetzfischer 2. Flauten-Genua
- Dromone - grosser Schnellsegler im Mittelalter; Übergang von der Triere zur Galeere; 80 Riemen, 2 Masten
- Dschunke - chinesisches Lastensegelschiff bis ca. 500t Tragfähigkeit
- DSV - Deutscher Segler-Verband
- Dubasse - mastloses Fahrzeug auf der Weichsel
- Ducht - die Sitzbank in einem offenen Boot
- Duckdalben - die frei im Wasser stehenden hölzernen oder stählernen Pfähle. Wahrscheinlich aus dem Wort Duc d'Alba, Herzog Alba der seine Schiffe im niederländischen Befreiungkrieg an solche künstlich errichteten Pfahlgruppen, festbinden ließ. Je nach der zugedachten Aufgabe unterscheidet man Vertäudalben, Anlegedalben, Führungsdalben und andere, wobei sich ihre Aufgabe oft überschneiden. Belastet werden sie vorwiegend durch Zug der Vertäutrossen, durch Druck des vor dem Dalben liegenden Schiffes oder Schwimmkörper und durch Stöße bei einer Schiffsberührung.
- dümpeln - ein Schiff dümpelt, wenn es sich bei Windstille oder vor Anker im Seegang sachte wiegt
- Dunkelmeer - lat. Mare tenebrosum im Altertum der Name für die atlantischen Gewässer an der marokkanischen Küste bis zum Kap Verde. Der Name hat seinen Ursprung wohl in der Unkenntnis dieser Gewässer, wo man immer noch das Ende der Erde zu finden glaubte
- Durch die Daggen laufen - Prügelstrafe mit dem Tampen (Spießrutenlaufen)
- durchkentern - kentern des Schiffes bis zur Kieloben-Lage
- durchsetzen - ein Tau festziehen und befestigen, beim Trimm des Riggs einer Jolle den Liekdraht der Fock spannen
- Dutchmann - von engl. Seeleuten gebräuchliche Bezeichnung für den niederländischen Seemann
- dwars - von germ. thvert - verdreht - querab; quer zur Kielrichtung
- Dwarsdriver - Bezeichnung für Meckerer und die, die es immer besser wissen wollen
- Dwarslinie
- Dwarslöper - quer zur eigenen Fahrtrichtung laufendes Schiff
- Dwarsmiecher - (Querpinkler) Bezeichnung von abergläubischen Seeleuten für Frauen an Bord
- Dwarssee - Quersee
E
Signalflagge-E.png | Mh winkerflaggenalphabet e.png
Schlüsselwort Echo *
- Ebbe
- Ebbetor - inneres Tor einer Flutschleuse
- einbooten - das Anbordgehen mit Hilfe des Schiffsbootes
- eindocken, docken - das In-das-Dock-Gehen, etwa um eine Reparatur oder Bodenreinigung vorzunehmen
- Eigner - Eigentümer, Besitzer. Die Bezeichnung wird angewandt im Zusammenhang mit dem Besitz von Schiffen
- Eimer - Spottname für ein Schiff
- Eindecker - Ein Schiff, das nur ein (durchlaufendes) Deck besitzt
- eingefahren - ist eine Mannschaft und dergleichen, wenn sie mit der Handhabung ihres Schiffes usw. vertraut geworden ist
- Einhandyacht - Eine Yacht, die ein Mann allein bedienen kann. Sie muss so gebaut sein, dass alle Segelmanöver einschließlich des Setzens und Bergens der Segel, Ankenmanöver und was sonst dazugehört, von einem Mann erledigt werden kann
- einklarieren - das Erledigen der Zoll- und sonstigen Behördenformalitäten beim Einlaufen in einen Hafen
- einmotten - ein Schiff stillegen
- einschäkeln - Das Verbinden von Teilen des Ladegeschirrs, des Renners mit den fahrbaren Lukendeckeln usw. Verbindungsglied ist der Schäkel. Der Röring ist ein besonders großer Schäkel am Ankerschaft. An ihm ist mit zwei Zwischengliedern die Ankerkette fest angeschäkelt.
- einschiffen - das Anbordgehen, um eine Reise anzutreten
- Einschiffungsmitteilung - Botschaft ein paar Tage vor dem Auslaufen an die Fahrgäste
- Einschleicher - Bezeichnung für einen Blinden Passagier
- einsetzen - Beim Stampfen des Schiffes in See setzt das Vorschiff in die See ein
- eintörnen - 1. Vorgang beim Ankermanöver. Wenn nach dem Fallen des Ankers Kraft auf die Kette kommt, der Anker sich dann mit den Flunken in den Grund eingräbt, die Kette darauf hin wieder erschlafft, dann hat der Anker eingetörnt. 2. Seemännischer Ausdruck für "Liebe machen".
- Eisbär - Spitzname für den Schmierer (amtl. "Maschinenwärter") der die Kühlanlagen am Bord betreut
- Eisdeckel - dicke Isolierdeckel, die auf Kühlschiffen unterschiedliche Kühlzonen zwischen den einzelnen Decks trennen, bzw. stabile Abdeckungen im Lukenschacht. Die tragenden "Scherstöcke" sind ebenfalls isoliert.
- Eiserne Kuh - Zentrifuge in einer größeren Milchkanne, mit der durch Beigabe von Milchpulver, Butter und Wasser Milch erzeugt werden kann.
- drei Eisheiligen - Spottname der Besatzung für den Kapitän, Leitenden Ingenieur und 1. Offizier
- Eiserner Gustav - slang. für Selbststeueranlage
- Eisgürtel - Schiffe, die öfter in Gegenden verkehren, in denen mit Eis zu rechnen ist, werden mit eines Eisverstärkung gebaut, d.h. vornehmlich das Vorschiff zwischen Leer- und Tiefladelinie wird verstärkt, evtl. bis weit nach mittschiffs zu
- Eisnot - ein Schiff ist in Eisnot, wenn es rundherum von Eis eingeschlossen oder eingeklemmt ist
- Elefanter - ein zeitweiser starker Regen an der Westküste Hindustans
- Elger - Fischspeer zum Bonitofang
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- Elevator - 1. amer. Fahrstuhl 2. Getreideheber 3. Lösch- und Ladeanlage für Bananenstauden 4. Höhenruder bei einem Luftschiff 5. Höhenscherbrett des Schwimmschleppnetzes 6. Eimerbagger
- Elmsfeuer - Elektrische Entladung bei Gewitter, in der Form, dass an den Toppen der Masten, den Spieren usw. kleine Flämmchen entstehen. Diese von alters her bekannte Erscheinung fand, bevor man die wirklichen Zusammenhänge erklären konnte, bei den abergläubischen Seeleuten die unterschiedlichste Deutung. Sie reicht vom Feuerteufel über Vorzeichen für gutes oder schlechtes Wetter bis zur Vorankündigung des nahen Todes eines Besatzungsmitgliedes
- Embargo - 1. Ausfuhrverbot für Handelsschiffe 2. Ausfuhrverbot von Waren, Handelssperren
- E.M.P.A. - European Maritime Pilots Association; Internationale Organisation der Lotsengemeinschaft
- EMSA - European Maritime Safety Agency
- Ende - ein Stück Seil oder Leine
- Endschäkel - das letzte Ende der Ankerkette, womit diese im Kettenkasten abgesichert ist, um das unerwünschte Ausrauschen der Ankerkette zu verhindern.
- England expects every man to do his duty - England erwartet, dass jeder Mann seine Pflicht tut - Tagesbefehl Nelsons vor der Schlacht von Trafalgar am 21. Oktober 1805
- entern - 1. das Übersteigen auf ein feindliches Schiff; 2. das Klettern in die Wanten = aufentern / niederentern
- entmagnetisieren - Schiff gegen magnetische Minen schützen
- entnebeln - Fenster vom Beschlag befreien
- Eos - griech. Göttin der Morgenröte
- EPS - Abkürzung für "effektive Pferdestärken". Die Leistung der Maschine, die tatsächlich an der hinterkante der Maschine zur Verfügung steht. Wegen der Reibung in den Lagern usw. sind die EPS geringer als die in der Maschine erzeugten PS. Das Verhältnis von EPS zu PS ist der Wirkungsgrad der Anlage
- Erasmus - der Schutzheilige der Seeleute (daher auch "Rasmus" - s.u.)
- Erin - kelt. Name für Irland
- Erleichterungsloch - Im Stahlschiffbau diejenigen runden oder ovalen Löcher, die in Stegen hoher Träger angebracht werden können, um an Gewicht zu sparen. Beispiel: Bodenwrangen, Rahmenspanten
- Etesien - passatartige Winde im Mittelmeer
- Etmal - von et Wiederkehr und dem gotischen mel Zeit, Zeitpunkt.Ein Etmal ist die von einem Schiff von Mittag zu Mittag zurückgelegte Wegstrecke.
- ETO - Abk. für einen elektrisch angetriebenen Torpedo
- Eselshooft - in der Takelage die Verbindungslasche zwischen Mast und der aufgesetzten Stenge
- Eulen fangen - das durch Unachtsamkeit des Rudergängers hervorgerufene Durch-den-Wind-Gehen
- Euros - griech. Gott des Ostwindes
- Evaporator - Anlage zum Erzeugen von Kesselspeisewasser aus Seewasser
- Ewerführer - Der Ewerführer ist ein gelernter Mann, der im Schutenbetrieb das Laden und Löschen sowie das Bugsieren der Schute leitet
- Ewerführerei - Die Ewerführerei ist ein Transportunternehmen, das mit Schuten, früher Ewer, im Hafenbetrieb arbeitet
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- Exkragen - slang. Wäsche achtern großer Kragen auf Matrosenblusen, der an die Zeit erinnert, als Mannschaften und Unteroffiziere noch geteerte oder geölte Zöpfe trugen. Er sollte verhindern, dass der Zopf die Oberbekleidung beschmutzte (siehe Bändermütze). Viele Handels- und Marinenationen übernahmen die britische Tradition, den Exkragen mit drei weißen Streifen zu versehen. Sie sollten an die drei großen Seeschlachten Nelsons bei Aboukir (01. August 1798), Kopenhagen (02. April 1801) bzw. Kap Finisterre und Trafalgar (21. Oktober 1805) erinnern. Zum Exkragen wurde ein schwarzes Halstuch zur Trauer um den bei Trafalgar gefallenen Nelson getragen, das in einigen Flotten einen kunstvollen Knoten erhielt oder als schmale schwarze Schleife ausgebildet ist. Die weiße Schleife auf dem Knoten hob die Trauer später wieder auf.
- Eystrasalt - norm. Name für die Ostsee
F
Signalflagge-F.png | Mh winkerflaggenalphabet f.png | Malta_012.jpg
Schlüsselwort: Foxtrott *
- Fach – Bezeichnung für den Zwischenraum zwischen zwei Spanten
- Fächer – mehrere gleichzeitig mit verschiedenen Kursen abgeschossene Torpedos
- Faden – ein englisches, in der Seefahrt gebräuchliches Längenmaß; verhält sich zu Seemeile wie Meter zu Kilometer
- fahren Seemännischer Ausdruck mit verschiedener Bedeutung. 1. Ein Ende fährt durch den Block, es läuft nicht durch den Block 2. Wenn ein Schiff Segel gesetzt hat, dann fährt es diese. Es fährt weiterhin die verschiedenen Ausrüstungsteile, es fährt eine bestimmte Maschine. Wenn es aber in Gang gekommen ist, dann fährt es nicht, wie ein Auto, sondern dann „läuft“ es mit dieser oder jener Fahrt von soundso viel Knoten. 3. Ein Seemann fährt soundso lange, d.h. er fährt zur See
- Fahrensmann – ein Mann, der fährt, d.h. ein „erfahrener“ Seemann, der zur See fährt oder fuhr
- Fährhafen – Hafen mit Fähranleger und -betrieb
- Fahrrinne – enges, durch Tonnen oder Stengen gekennzeichnetes Fahrwasser durch ein breites aber nur flaches Gewässer
- Fahrtmesser (Staudrucklog) – zeigt die Fahrt durchs Wasser mittels des vom Fahrtstrom abhängigen Staudrucks an
- Fahrttabelle – tabellarische Gegenüberstellung von Propellerdrehzahl und korrespondierender Schiffsgeschwindigkeit in Knoten
- Fall – ein reckarmes Tau zum Niederholen und Aufziehen von Segeln (Mehrzahl: Fallen)
- Fallbrett – ein Brett mit dem Hellingneigungswinkel, zum Aufstellen der Spanten
- Fallreep – die an die Bordwand gehängte schräge Treppe
- Fallwinde – die kalten Winde an Steilküsten
- Fancywork – Zierknoten und Zierarbeiten aus Tauwerk, scherzhaft für missratener Knoten
- Fang – die Jagdbeute eines Fischers
- Fangleine – starker Tampen festgemacht am Bug des Rettungsbootes. Das freie Ende wird vor dem Zuwasserlassen an einer Klampe auf dem Vorschiff belegt, um das Abtreiben des Bootes zu verhindern
- Farbenstrak – die Grenzlinie zwischen dem Unterwasserschiff und dem Überwasserschiff
- Faschinen – Buschfender an der Kaimauer
- faule Küste – eine Küste mit vorgelagerten Untiefen, Riffen usw.
- Faulenzer – Baumaufholer, Ladegeschirr, siehe Foto
- fauler Grund – Meeresgrund, der wegen seiner Härte, seiner Steine usw. für das Ankern schlecht geeignet ist
- faux pas – franz. falscher Tritt, Fehltritt, unpassende Handlung
- Federspring – abgefederte Ankerkette eines Feuerschiffes
- Feeder – Zubringerfrachtschiff
- Fegsel – Reste einer Bulk-Ladung, die zusammengefegt wird
- Fehlweisung – Kompassfehlweisung
- Fehmarnbelt – Meeresenge zwischen der Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland
- Felucke – ein hölzernes Ruder- und Segelschiff im Mittelmeer
- Fender – Puffer, der vorm Anlegen außenbords angebracht wird
- Fensterfisch – Hering in Gelee, Bestandteil des Schiffsproviants.
- Ferge – Fährmann
- Ferkeltreiber – das bei mehreren gemeinsam laufenden Schiffen/Segelschiffen langsamste
- fest! – Kommando beim Heißen, Hieven, Einholen; bedeutet so viel wie Halt, Stopp, nicht mehr heißen
- festholen (dichtholen) – festbinden
- fette Fahrt haben – schnelles Segeln bei stürmischem Wetter
- Fettkeller – Spitzname für Maschinenraum
- fett und mager – Spitzname für die Hamburger Reederei A. Kirsten
- FEU – Fourty Foot Epuivalent Unit, 40 Fuß-Container
- Feudel – grober Putz-/Wischlappen
- Feudelgeschwader – Spitzname für das Messepersonal (Besatzung)
- Feuer – seemännische Bezeichnung für jede Art von Leuchtfeuer
- Feuerrolle – Teil der Sicherheitsrolle. Weist jedem Mitglied der Besatzung seine besondere Aufgabe zu im Fall von Feuer an Bord
- Feuerverholtrosse – beim Löschen gefährlicher Güter vorgeschrieben
- Fiedelbogen – 1. Klipperbug; 2. Geigenbogen
- fieren, wegfieren – schwebende Last langsam absenken, eine Leine nachlassen, lose geben
- Fifty-Fifty – engl. Bezeichnung für Motorsegler; halb Segel- halb Motoryacht
- Filet-Fregatte – Heckfänger-Fabrikschiff
- Filzlausgeschwader – Spitzname für die Bremer Reederei Neptun Dampfschifffahrts-Gesellschaft
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- Fischereikennzeichen – ein außenbords angebrachtes optisches Kennzeichen, siehe Foto
- Fischgründe – Fangplatz
- Fischlupe – spezielles Echolot für die Ortung von Fischschwärmen
- Fischstachel – eine beschwerte Leine oder eine Stahlstange mit mehreren Fischhaken
- Fischtown – Spottname für Bremerhaven
- Fischung – die mittlere Deckplanke / Stoßverbindung, siehe Foto PM03.jpg
- Fischwanderkarte – Seekarte mit Wanderwegen der Fische
- Fischwehr – eine feste Fischfalle
- Fitt – übergroßer und besonders dicker Marlspieker aus besonders hartem Holz, diente zum Spleißen von Manilas.
- Flabber – Netzklappe beim Scherbrettnetz
- Flaggenalphabet – s.o.
- Flaggenbrett – Brett mit Flagge an der Leine eines harpunierten Wals, oder eine Boje, manchmal mit Schleppanker, um die Fahrt des Wales zu hemmen
- Flaggengala – über die Toppen flaggen, Schmuck des Schiffes bei festlichen Gelegenheiten, indem man die Signalflaggen aneinandergereiht längsschiff über die Toppen setzt
- Flaggenkasten – langer, doppelreihiger Kasten mit zahlreichen Fächern über dem Kartentisch, in dem die benötigten Dienstflaggen sowie Nationalitätsflaggen der anzulaufenden Länder griffbereit aufbewahrt werden
- Flaggenparade – Zeremoniell des Flaggensetzens morgens und Niederholens abends
- Flaggestreichen – Niederholen der Flagge zum Zeichen der Kapitulation
- Flaggschiff – Admiralsschiff, größtes Schiff einer Flotte
- Flasche – Umlenkrollen oder deren Halterung beim Flaschenzug (besondere Form eines Blocks)
- Flaschenpost – Nachricht, Mitteilung, Hilferuf, die in eine Flasche gesteckt wird und der See übergeben wird in der Hoffnung, dass sie gefunden wird
- Flash message – Blinkspruch
- Flat top – amer. Slang für Flugzeugträger
- Fleeter – kleiner Trawler, der den Fang an die Transportschiffe übergibt
- Fleischhaken – gebrochene oder abgeriebene Stelle beim Drahttau; besondere Verletzungsgefahr für die Hände
- Fleischsack – geräumiger Sack aus Segeltuch, worin in früheren Zeiten auf kleinen Schiffen in der Ostseefahrt Fleischvorräte aufbewahrt wurden. Wurde in den Mast gehievt, wo die salzige Seeluft eine Art Konservierung bewirkte
- Fliegender-Fisch-Seemann – einer, der lieber im warmen Süden als im kalten Norden fährt; svw. Warmwasserduscher
- fliegende Verankerung – in einem Gezeitengewässer derart, dass das Schiff bei Ebbe vor dem ersten und bei Flut vor dem zweiten Anker liegt
- Flettner-Ruder – ein von Anton Flettner erfundenes, an der Hinterkante des Ruders angebrachtes, gegenseitig ausschlagendes Hilfsruder, welches die Ruderkräfte reduziert.
- Fliegender Holländer – Geisterschiff, des gegen den Wind segelt
- FLIP-Schiff – kann durch Füllen von Tanks aus der horizontalen in die senkrechte Lage gebracht werden
- Flitsch – das grätenfreie Fleisch beiderseits der Hauptgräte
- Floatainer – Floating Container, schwimmender Container. Diese Container werden in Vierergruppen durch Leichtgewicht-Krane an Bord der Schiffe zu Wasser gelassen und von Schleppkähnen an Land gezogen. Ihre Be- und Entladung erfolgt von oben. Die Deckel sind wasserdicht verschlossen
- Flögel – Windbüdel, kleiner Sack auf dem Masttopp, mit dessen Hilfe man die scheinbare Windrichtung und bis zu einem gewissen Grade auch die Windgeschwindigkeit abschätzen kann
- Flötentörn – zweiter Mann der Seewache, der zum sofortigen Einsatz auf das Trillerpfeifensignal des Wachoffiziers auf die Brücke beordert wird, ansonsten aber in Ruheposition standby sitzt
- flott – bedeutet svw.: frei schwimmend; im Gegensatz zu: „auf Grund“ festsitzen, will wieder flott zu kommen
- Flottenforz – Spottname für einen (zu) klein geratenen Seemann
- Floß – in der Seefischerei ein sehr großer Schwarm von Fischen; auch: primitives Wasserfahrzeug
- Flunke – Schaufelteil eines Ankers, siehe Zeichnung
- Flurplatten – starke Laufbleche im Maschinenraum, mit Riffeln oder Warzenprofil gegen Ausrutschen
- Flurplattenindianer – Spitzname für einen Maschinisten
- Flüstertüte – das Megaphon oder Sprachrohr
- Flybridge – hochliegender offener Steuerstand bei Motoryachten
- Fock – Vorsegel, vor dem Mast
- Foftein – (plattdeutsch: fünfzehn) Kommando bei schwerer Arbeit zum Einschieben einer kleinen Pause (meist einer Viertelstunde, daher die Bezeichnung)
- Fracht – eigentliche Beladung und/oder das Entgelt dafür
- Franzose, Engländer – ein durch Drehen verstellbarer (beidseitiger) Schraubenschlüssel
- Freigut – zollfreie Ware an Bord
- freihalten – den Kurs des Schiffes so ändern, dass ein Hindernis oder dergleichen gefahrlos passiert werden kann
- Freiwachpäckchen – das Gegenstück zur Arbeitskleidung des Seemanns (nicht mit Landgangspäckchen verwechseln)
- Freki und Geri – nord. myth. die beiden Wölfe zu Füßen Wotans/Odins, oft auch Schiffsnamen
- Fressalien – alles was zum Essen ist
- Freund Hein – der Tod (als Gestalt)
- Friesennerz – Segel- auch Regenschutzbekleidung, aus den 1970/80er, aus Rayon/PVC mit Kapuze, meistens in gelb
- Frosch – Drahtseilklemme zum Laschen
- Fuchs – bei überanstrengten Augen nicht vorhandenes Land sichten
- Funkbake – stationäres Funkfeuer
- fühlen (von Untiefen) – vorsichtig unter ständigem Loten vorauslaufend
- führen – ein Schiff führt eine Flagge, d.h. es zeigt diese, hat diese gesetzt
- full speed – sagt der Seemann wenn er volle Fahrt, Volldampf voraus (Höchstgeschwindigkeit) meint
- Funker, auch Seefunker – gem. Handbuch Seefunk Bezeichnung einer Person mit gültigem Seefunkzeugnis
- Funkoffizier – Person, die ein von der Deutschen Bundespost ausgestelltes entsprechendes Patent besitzt
- Fußpferd – gespannter Draht unter der Rah auf Segelschiffen, zum Draufstellen beim Bergen der Segel
- Fuulbrass – Mülleimer auf Schiffen
G
Signalflagge-G.png | Mh winkerflaggenalphabet g.png | Hafenfähre Hamburg (Grüne Gurke).jpg | Grüne See.jpg
Schlüsselwort: Golf *
- Gaffel - Segelstange, schräg nach oben stehend
- Galion - Ein Vorbau auf den alten hölzernen Schiffen am Bug, der für gewisse Zwecke benutzt wurde, als es noch keine WCs gab
- GalionsfigurCIMG0060.JPG]]
- Gammel - 1. Beifang für die menschliche Ernährung unbrauchbarer Teil des Fischfangs 2. Unordentlich, 3. etwas schlecht Gewordenes, "Vergammeltes", 4. Langeweile
- Gammelpäckchen - seemänn. slang für einen liederlichen Menschen, Bummelanten, Drückeberger
- Gängboss (Gangboss) - bei Schauerleuten der Vorarbeiter
- Gangspill - Winde auf Segelschiffen zum Heben des Ankers mit Muskelkraft. In die passenden Aussparungen des Gangspills wurden hölzerne Spillspaken eingesetzt, gegen diese gestemmt die Matrosen im Kreis liefen.
- Gangway - Verbindung vom Schiff zur Pier
- Gast - Teil einer Bezeichnung für einen Seemann mit bestimmter Tätigkeit (Funkgast, Signalgast, Zentralegast)
- Der Gast - Teufel
- Gastlandflagge - Die Flagge des Landes, in dessen Hoheitsgewässern sich ein Schiff befindet. Seeschiffe führen sie im Vortopp bzw. an der Brückenrahnock, Yachten an der Steuerbord-Saling
- Gatt, Gat - Loch, Öffnung
- Gattchen - Eingenähte kleine Kauschen oder Ösen in Segel, um durch sie Reffbändsel oder andere Bändsel stecken zu können
- Gattlage - wenn das Schiff mit dem Steven höher aus dem Wasser ragt, als das Heck. Bis zu einem gewissen Maße auch erwünscht, damit die Schraube genügend Wasser erhält.
- Geburtsschein - Metallschild der Bauwerft mit Baunummern und weiteren Angaben. Ist an Bord deutlich sichtbar angebracht, so dass es von jedermann gut wahrgenommen werden kann, vorzugsweise Vorkante Brücke, bei Fähren im Fahrgastraum
- Gefechtsrudergänger - 1. bei der Handelsschifffahrt ein bewährter Mann von Deck, der von der Schiffsleitung auf Revierfahrt zum Rudersmann bestimmt wird. 2. bei der Marine der bewährteste Gast
- Gegenkurs - Drehung in die entgegengesetzte Richtung
- Gegenruder - Die der augenblicklichen Ruderlage entgegengesetzte Ruderlage. Gegenruder wird gegeben, um die Drehbewegung des Schiffes unmittelbar aufhören zu lassen. Gegenruder geben wird dann "stützen" genannt
- Gegenwind - Dasselbe wie schiefer Wind. Ein Wind, der gerade aus der Richtung kommt, in die man zu segeln wünscht
- Gefahrenwinkel - roter Sektor eines Leuchtfeuers
- Gefechtsrolle - legt die Pflichten am Bord eines Kriegsmarineschiffes eines jeden Besatzungsmitglieds für den Fall eines Gefechts fest
- Gei - Flaschenzug zum Stellen ("Aufgeien") der Ladebäume
- Geistern - Fahrtmachen von Segelschiffen anscheinend ohne Wind
- Gennaker - ein großes asymmetrisch dreieckiges Vorsegel, Mischung aus Genua und Spinnaker
- Genua - ein vergrößertes Vorsegel auf Jollen und slupgetakelten Segelyachten (oft ein Rollsegel)
- Germanischer Lloyd GL - Deutsche Schiffsklassifikationsgeschaft; 1867 in Hamburg gegründet
- Gesangbuch - Scheuerstein, mit dem das Holzdeck gescheuert wird, da sie kniend verwendet wurden; engl. holy stones; heiligen Steine
- Geschwader - eine Gruppe von Kriegsschiffen
- gewachsene Spanten - diejenigen hölzernen Spanten, die aus Krummholz herausgearbeitet worden sind. Mitunter werden sie dabei aus mehrenen Teilen zusammengelascht.
- giepen - beim Segeln vor dem Winde das Übergehen des Segels von der einen Seite auf die andere Seite
- gieren - Bewegung des Schiffs um die Hochachse, von der Fahrtrichtung abweichen (Schiffseigenschaft)
- Gierstellung
- Gig - Das früher speziell für den Kapitän reservierte Beiboot
- GIGO - garbage in, garbage out; Redewendung beim Fehlen von substantiellen und verläßlichen sowie aussagefähigen Daten bei der Erfassung der Ursprungsdaten ((Prinzip: Ergebnisse, die aufgrund unzulässiger Daten erzielt wurden, sind als ebenfalls unzulässig anzusehen (garbage = unerwünschte Signale, wertlose oder bedeutungslose Daten))
- gissen - schätzen
- Glanzteile - blanke Teile aus Metall, die dauernd geputzt werden müssen
- Glasen - Uhrzeit
- Glaukos - griech. Gott des Meeres der Schiffahrt und der Fischerei
- Gleiter - siehe Verdränger und Gleiter
- Gnom auch Gnomon 1. abwertent für einen kleinen Menschen 2. Schattenstab im Frühen Mittelalter, zur Bestimmung der geographischen Breite mit Hilfe des einfallenden Sonnenlichts eingesetzt
- Gode Wind! - Seglergruß der bei festlichen Anlässen hervorgebracht wird, ein dreifaches Gode Wind!
- Goldfranken - Fiktive Währung für die Abrechnung des Funkverkehrs zwischen Funkstellen unterschiedlicher Nationalität. Siehe Handbuch Seefunk
- Goldfuchs - ein blankes Goldstück, das unter den Mastfuß gelegt wurde, s. Schiffstaufe
- Gösch - eine kleine Ausgabe der Landesflagge, (speziell von Bremen und Hamburg) die am Vorsteven oder auf dem Klüverbaum gesetzt wird
- Gottes eigene Reederei - Seeleutespott gegen die Reederei Hapag
- Gottes Freund und aller Welt Feind - Losung der Vitalienbrüder
- Granat - die Nordseekrabbe
- Gräting - gitterartiger, begehbarer Zwischenboden aus Metall- oder verleimten Holzstäben
- Graubart - auf 60° Südbreite bei Kap Horn mit Schneeschauern durchsetzte Stürme
- Graxe - Rückstände bei der Fischbearbeitung
- Grego oder Griego - Bezeichnung für eine grobe Schlechtwetterjacke
- Gregale - ein Nordostwind auf Malta
- Grendal - nordischer Wasserriese; die Sturmbrandung
- Grimsches Leitrad - Zusätzliche Propellerschraube, (andere Form und mehr Flunken), sitzt lose auf der gleichen Schwanzwelle und trägt unter Ausnutzung der Energie des Schraubenwassers zusätzlich zum Antrieb mit bei.
- Grog - heißes Wasser mit heißem Rum und Zucker ("Rum muss, Zucker kann, Wasser braucht nicht"); Mischung 1/3 Wasser, 2/3 Rum = "steifer Grog"
- der Große - Spottname für den ersten Steuermann
- Großer Teich - Bezeichnung für den Nordatlantik
- Großschot - Tauwerk zum Bedienen des Großsegels
- Großsegel - Hauptsegel
- Growler - Eisbrocken zwischen Scholle und Eisberg, der groß genug ist, um der Schifffahrt gefährlich werden zu können
- Grundsee - hohe Wellen, die sich über Untiefen aufbauen
- grüne Gurke - slang. für eine Hamburger Hafenfähre
- Grünschlick - in Küstennähe hat seine Farbe von dem Chlorophyllgehalt der abgesunkenen Planktonteile
- grüne See - so wird an Bord massiv überkommendes Wasser bezeichnet
- Gubernator - Führer, zur Hansezeit ein Lotse
- Gummiadler - Brathähnchen an Bord. Verpflegung
H
Signalflagge-H.png | Mh winkerflaggenalphabet h.png | Malta_047.jpg
Schlüsselwort: Hotel *
- Hafenabgaben - Diejenigen Gelder, die ein Schiff dafür bezahlen muss, dass es den Hafen samt seinen sämtlichen Anlagen, wie Einfahrt, Befeuerung usw., benutzt. Sie werden bemessen nach der Größe des Schiffes
- Hafenkapitän - amtliche Persönlichkeit, die die Verwaltung des Hafens untersteht, in kleinen Häfen = Hafenmeister
- Hafenkino - um 16:00 Uhr im Yachthafen sein, um zu sehen wie Amateurkapitäne anlegen (manchmal besser als jedes Drama)
- Hafenlümmel - Currywurst mit Pommes (rot/weiß)
- Hafentelegramm - Wetterbericht
- Haff - Ähnlich einem Bodden ein flaches Gewässer (an der pommerschen und ostpreußischen Küste), von See getrennt durch Inseln oder einen schmalen Dünenstreifen (Nehrung)
- Hagjetag - in der Segelschiffszeit der Tag, an dem die Besatzung eine Fleischmahlzeit erhielt, gab es dreimal die Woche: Sonntag, Dienstag, Donnerstag
- Hahnenkamm - Wellenkamm, Wellenberg
- Haiboot - Ein aus Finnland stammendes Einheitsboot, ähnlich dem Drachenboot
- Halbgleiter - siehe Verdränger und Gleiter
- Hallig - Kleine Watteninsel vor der holsteinischen Westküste, nicht eingedeicht
- Halt Wasser! - Kommando zum Fahrtstoppen eines geruderten Fahrzeuges. Die Riemen werden daraufhin querschiffs mit aufrechtem Blatt ins Wasser gehalten
- Hals - das vordere untere Ende eines Segels
- halsen - Fahrtrichtung mit dem Wind ändern (mit Segelumschlag)
- Hamburg Rules - Konvention der Vereinten Nationen über die Beförderung von Gütern auf dem Seewege
- Hamen - Sackartiges Netz, wird durch Bäume geöffnet, wird in der Strömung aufgestellt oder geschleppt
- Hammelfleischfisch - Quappe
- Handelsschiff - Ein Schiff, das nur dem Handel und Verkehr dient, wie ein Frachtschiff, Fahrgastschiff, Fähre usw. Gegensatz: Kriegsschiff
- Handloch - verschraubbare Öffnung in einem Tank, um mit der Hand zur Reinigung usw. hineinzukönnen
- Hanepot - sprachlich möglicherweise von Hahnenfuß. Vier Haken an einzelnen Drähten an einem zentralen Ring. Zum Verladen von Paletten oder ähnlichem
- Hängematte - Das Schlafmöbel des Mariners auf alten Segelschiffen. Sie ist aus dichtem Segeltuch gefertigt und in keiner Weise mit der an Land sommertags verwendeten Luftschaukel zu vergleichen. Nach dem Aufstehen ist ihre kunstgerechte Zurrung eine beliebte Arbeit. Auf den alten Segelschiffen der Marine wurden die Hängematten in besonderen Verschlägen längs des Schanzkleides gefahren und sollten dort als Rettungsgerät dienen
- Hanger - ein starker Draht, der am Hangerblock hängend die gesamte Last des Ladebaumes zu tragen hat samt der daran hängenden Ladung. Siehe Ladegeschirr
- der blanke Hans - stürmische Nordsee
- Hänseln - Verwandt mit Hanse im Sinne von Gefolgschaft ist das Wort "hänseln". Es bedeutete im Mittelalter jemand in eine Körperschaft aufnehmen wobei der betreffende allerlei zu erdulden hatte und Mutproben ablegen musste. In abgewandelter Form wurde der Brauch in das Seemannsleben übernommen, und auch der Begriff ging in die Seemannssprache ein
- Harmattan - Trockener, staubhaliger Wind aus nördlicher bis östlicher Richtung an der westafrikanischen Küste Guinea
- Harpune - Ein speerartiges Wurfgeschoß, mit Widerhaken und langer Leine versehen
- Harpunier - Der Mann, der auf dem Walfänger die Harpune bedient
- Hartruder - Diejenige Ruderlage, die für das Schiff die größte Wirkung hat, am härtesten anfaßt. Sie liegt normalerweise zwischen 35 und 40 Grad. Als Kommando "Hart Backbord (bzw. Steuerbord)!"
- hart segeln - soviel wie segeln ohne Rücksicht auf Bruch und Verlust
- Havarie
- Heck - Hinterende des Schiffes
- Heckkorb - Metallgestänge am Heck des Bootes zur Sicherung der Mannschaft
- Hecktrawler - Ein Schleppnetz-Fischereifahrzeug, das sein Netz nicht über die Seite, sondern über eine im Heck eingebaute schräge Aufschleppe aufnimmt. Der Fang kann dadurch größer sein und er kann schnell auf einmal geborgen werden
- heißen - emporziehen (Imperativ: hiss!, Präteritum heißte)
- Heizerflöhe - Auf Dampf- und Turbinenschiffen wurde morgens "durchgeblasen" mit der Folge, dass zum Verdruss der Decksgang jede Menge große, auch ölhaltige, Rußflocken an Deck niederschwebten.
- Helgen, auch Helling - der Bauplatz eines Schiffsneubaus
- Helgoländer ist eine Mützenform mit kleinem Schild
- Hellegat - Höllenloch ein Schiffsraum, der zur Aufnahme von Schiffsinventar dient
- Heilbuttkehler - Eichenstock mit zugeschärften platten Enden
- Heimathafen ist der Hafen, in dem ein Schiff zu Hause oder auf den es in die Schiffsregisten eingetragen ist und wo die Reederei meist ihren Sitz hat
- Hein Janmaat - Durchschnittsmatrose (wie etwa Otto Normalverbraucher)
- Heringsjager - schnelles Transportschiff, das den Fangschiffen den Hering auf See abnimmt und an Land bringt
- Heringszaun - aus Weiden, Schilf oder dergleichen bestehende, sehr lange Leitwand, die zu Reusen führt
- Herkulestau - Eine Tauart, in der Seefischerei und im Hafenverkehr, Sie besteht aus Stahl und tragenden Hanfteilen. Die Stahleinlage liegt innen, der Hanf außen
- Herrensegler - gleich Amateursegler
- Herzstück - an diesem Dreieck aus massivem Stahl sind die beiden Renner eines Ladebaumpaares angeschäkelt sowie der Ladehaken. Siehe Ladegeschirr
- Heuer - die Löhnung des Seemannes
- Hieve - ist das Gut, das beim Laden oder Löschen auf einmal an den Ladehaken gehängt wird
- hieven - heben, anheben, hochziehen
- Himmelshaken - ein nicht existierendes Werkzeug, nach dem Neulinge am Bord eines Schiffes suchen müssen, zur Belustigung der Besatzung
- Himmelskomiker - Seemannspastor
- hin und her - Doppelschwingung des Schiffes
- H-Jolle - Hongkong-Jolle - Sportsegler mit Schwert und Dschunkensegel mit 15m² Segelfläche
- hoch und trocken - wenn ein Schiff bei ablaufenden Wasser ganz oder teilweise trocken fällt
- Hocke - Fischfach im Fischladeraum
- Höhe - der Winkel zwischen dem Schiffskurs und der scheinbaren Windrichtung
- Hohe See
- Hoheitsgewässer
- Hohlspieker
- Hol - in der Hochseefischerei der ganze Arbeitsgang vom Geschirr-Aussetzen bis zum Einholen
- Holebug - langer Schlag beim Kreuzen
- holen - eine Leine anziehen
- Hoppelpoppel - Fleisch- und Speckreste von der vergangenen Woche werden in der Pfanne mit Bratkartoffeln "zusammengeschmirgelt". Siehe Verpflegung
- Hopper - der Laderaum eines Baggers
- Hörnchen - Spitzname für die Schiffe der Reederei Heinrich C. Horn ("der kleine Horn") in Hamburg
- Hornpipe - ein bei Seeleuten im 17.Jh bis 19.Jh beliebter Solo-Rundtanz zum Klang einer Flöte oder Fiedel
- Hosenboje - Methode bei der einzelne Personen von Schiff zu Schiff über ein gespanntes Tau durch die Luft gezogen werden. Die Person hängt dabei in einer Tragevorrichtung, der Hosenboje
- Hovercraft - Luftkissenschiff
- Huhnboot - sehr kleines, meist angehängtes Ruderboot eines Schiffes oder Yacht
- Hühnerleiter - Verbindung zwischen Schiff und Pier, ähnlich einer Hühnerleiter; wird verwendet, wenn die Gangway z.B. aus Platzgründen oder wegen zu großer Höhe (Flut) nicht eingesetzt werden kann
- Hundertmaschenstück - beim Grundschleppnetz sich ein verjüngendes Netz mit abnehmenden Maschen
- Hundewache - auch Rattenwache die Wache von 00.00 Uhr bis 04.00 Uhr (die auch kein Hund machen möchte). Die Bezeichnung rührt daher, dass an Land zu dieser Zeit der Hund Haus und Hof hütete
- Hundsfott - Unterbügel an einem Block
- Hundslachs - gemahlener Fischköder, der über Bord geworfen wird (anfüttern)
- Hungerkreuz im Schornstein - Spitzname für die Reederei DDG Hansa in Bremen
Hutze.jpg
- Huze - Luftan-/absaugstutzen
I
Signalflagge-I.png | Mh winkerflaggenalphabet i.png
Schlüsselwort: India *
- I. o. W. - Abkürzung für Isle of Wight; Insel Wight
- IACS - International Association of Classificatiom Societic
- im Seegang arbeiten - das knarren, knirschen des Schiffes
- IMO - International Maritime Organisation Unterabteilung der UNO, mit Sitz in London, legt internationale Regeln für Seenotfall, Ausbildungsrichtlinien und andere wichtige Regeln der Seeschifffahrt fest.
- in the doldrums - slang. schlechtes Betriebsklima auf dem Schiff
- Induktionsmine - Seemine (Fernzündungsmine) deren Empfangseinrichtung (Induktionsschleife) auf die durch das Magnetfeld eines Schiffes oder Räumgerätes hervorgegerufene Änderung des erdmagnetischen Flusses reagiert und detoniert
- in Segelstellung bringen - Kommando zum Auskuppeln des Schiffspropellers beim Segeln (Leerlauf des Propellers)
- in zerlegtem Zustand - durch eine plötzliche Bö so stark übergelegt, dass das Schiff nicht wieder hochkommt
- indisches Springniedrigwasser - eine Bezugsebene auf indischen und japanischen Seekarten
- Inglefied-Anker - engl. Ankerkonstruktion. Die Flunken sind um 90° drehbar
- Insel - lat. insula, die im Meer Gelegene rings von Wasser umgebenes Land
- INTERVENTION 1969 - Internationales Übereinkommen über das Ergreifen von Maßnahmen auf hoher See bei Ölverschmutzungsunfällen von 1969 - Dies Konvention gibt den Küstenstaaten Interventionsrechte gegenüber Schiffen unter fremder Flagge auch außerhalb der Küstenmeere bei Ölverschmutzungen
- Isländer - Pullover aus reiner ungefärbter Wolle mit natürlichen Fettgehalt, warm und wasserabweisend
- irisches Moos - Seegras an der irischen Küste
- ISMA - International Ship Manager's Association
- Isobaren – auf der Wetterkarte Linien gleichen Luftdrucks
- Isobathe - auf Seekarten Linien gleicher Wassertiefe, bezogen auf Kartennull
- Isogone - Die Linie, die alle Orte miteinander verbinden, die die gleiche (magnetische) Mißweisung haben
- Isorachien - Linien auf Karten, die Orte mit gleichen Flutzeiten verbinden
- ITOPF - Internationaler Zusammenschluss von Tankerreeder zur gemeinschaftlichen Regelung von Schadenersatzansprüchen bei Ölhavarien durch Tanker
- IWC - Internationale Walfang-Kommission dient dem Artenschutz der Wale
J
Signalflagge-J.png | Mh winkerflaggenalphabet j.png
Schlüsselwort: Juliett *
- Jack - 1. englische Bezeichnung für Seemann, Matrose 2. Union Jack= engl. Nationalflagge
- Jagdgeschütz - Buggeschütz eines Kriegsschiffes
- Jager - vielfach übliche Bezeichnung für den Außenklüver
Jakobsleiter.jpg
- Jakobsleiter - Eine von der Backspier oder an der Außenhaut zu den Booten führende Strickleiter
- Jakobsstab - Gradstock, altes Instrument zum Nehmen der Sonnenhöhe
- Janmaat - Bezeichnung für den Seemann, im engeren Sinne für den vor dem Mast fahrenden Seemann des Decksdienstes
- Jet-Antrieb - Wasserstrahl Antrieb
- Jetty - engl. Landesteg
- Jimmy Squarefoot - (= Davy Jones) ein mythisches Wesen auf den Meeresgrund
- Jockel - Hilfsdiesel zum Antrieb der Generatoren, Pumpen und Kompressoren an Bord
- Joghurtbecher - scherzhafter Ausdruck für Segelschiffe aus Kunststoff
- Jollboot - Ausdruck für eine Jolle
- Jolle - Ein rundspantiges, flaches, mit einem Spiegel versehenes Boot. Bei der Marine das kleinste Beiboot
- Jollenführer - Im Hamburger Hafen eine regelmäßig verkehrende Barkasse, die man durch Flaggensignal an die im Hafen verstreut liegenden Seeschiffe heranrufen kann
- Jolltau - sehr langer Tampen für unterschiedliche Zwecke. Beispiel Bootsmannstuhl
- Jolly Roger - englische Bezeichnung für die schwarze Piratenflagge
- Jormungandr - germ. myth. Midgardschlange, die Erde umfassende als Sinnbild des Ozeans
- Journal - das Maschinentagebuch
- Judasohren - Hölzer beiderseits des Vorstevens am Bug zur Stützung des Bugspriets
- Jumbo - Schwergutbaum
- Jumboizing - ein Schiff durch vertikales Durchtrennen und Zwischensetzen einer ganzen Schiffssektion verlängern
- jumpen - springen
- Jumpstag - ein Stag zur Versteifung des Mastes
- Junge Garde - Sammelbegriff für die Junggrade (Auszubildenden) im Decksdienst
- Jungfer - Spannschraube mit nur einer Spindel (Wantschraube)
- Jungzimmermann - Auszubildender zum Schiffszimmermann. Voraussetzung abgeschlossene Lehre als Tischler oder Zimmermann. Spitzname: Juzi
K
Signalflagge-K.png | Mh winkerflaggenalphabet k.png
Schlüsselwort: Kilo *
- kabbelig - unruhige See durch Seegang aus zwei verschiedenen Richtungen
- Kabel-Ede - Spitzname für den Kabelgattsmann = erfahrener Matrose, pflegt die schiffseigenen Werkzeuge und Arbeitsmaterialien im Kabelgatt, Spezialist für Spleiß- und Takelarbeiten
- Kabelflagge - zum Signalisieren wieviel Kabel (Ankerkette) ausgelegt ist
- Kabelgatt - Stauraum für Kabel, Leinen und auch Ankerkette im Vorschiff
- Kabellänge - Nautisches Längenmass 1/10 der Seemeile =185,20 m
- Kabeltafel - Eine Warntafel, die dort an beiden Ufern errichtet ist, wo ein Kabel eine Binnenwasserstraße kreuzt. Sie trägt die Aufschrift "Ankern verboten", oder sie zeigt einen Anker mit den Flunken nach oben
- Kadett - Offiziersanwärter
- Kaffeemühle - Große Schotwinsch auf Rennyachten mit zwei Kurbeln und mehreren Gängen zum Einstellen verschiedener Zuggeschwindigkeiten / Zugkräfte
- Kaffeesegeler spöttische Bezeichnung für Binnensegeler
- Kahn - Bezeichnung für jede Art von Schiff, manchmal als Spottname gebraucht
- Kaiten - japanische bemannte Torpedos, die während des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz kamen
- Kajik - türkisches Ruderboot, ursprünglich für den Verkehr zwischen beidem Ufern des Bosporus
- Kajuga - ein Einbaum der Kajugas-Indianer in Panama
- kalben - Gletscher kalben, sie stoßen Eisberge ab
- Kaleu - Abkürzung bei der Marine für Kapitänleutnant
- Kalfatern, kalfaten - das Abdichten von Deck- und Außenhautnähten
- Kalme - 1. Windstille, Stille 2. Die Regionen, in denen Windstille erfahrungsgemäß vorherrschend ist, der Kalmen-Gürtel
- Kalte Eier - Gezeitenstrom spült kaltes Wasser an die Meeresoberfläche, so dass die Luft kondensiert; es entsteht Nebel
- Kamel - Schwimmkörper zum Heben gesunkener Schiffe
- Kammer - Schlaf- und Aufenthaltsraum der Besatzungsmitglieder an Bord
- Kampanje - Ältere Bezeichnung für den hinteren Aufbau eines Schiffes. Dasselbe wie Hütte oder Poop
- Kampfanzug See - slang. für Ölzeug
Kampfanzug See.jpg
- Kamsin - trockenheißer Wüstenwind in Ägypten
- Kanal - künstlich erschaffene Wasserstraße
- Kanone - famose Person, hervorragender Kapitän
- Kanute - Kanufahrer
- Kantenfischerei - Fischerei an steil abfallenden Stellen des Meeresbodens
- Kapelan - grönländischer Lachs
- Kaperbrief - Freibrief zum Kapern feindlicher Handelsschiffe
- kapern - das Aufbringen eines Schiffes mit Gewalt
- Kap-Hoorn-Fieber - Angst vor dem Kap Hoorn; auch Kap Steif
- Kapitänslaufgang - auf dem Dach, des Kapitänshauses auf alten Schiffen
- Kaplage - Seerecht - Ladung, die der Kapitän auf Segelschiffen mit Einverständnis der Reeders auf eigene Rechnung mitnehmen durfte
- Käpt'n - de Olle, Der Alte, (Kapitän)
- kappen - etwas abhauen, durchschneiden, z.B. ein Tau
Karronade 140mm.jpg
- Karronade - auch Carronde, engl. Kriegsschiffe trugen nach 1780 Carronades. Die Carronde wurde 1774 von General Robert Melville entwickelt die Gießerei Carron Iron Founding and Shipping Company baute den Prototyp Smasher. Ursprünglich für Armeeverwendung entworfen, kam 1779 eine bordverwendungsfähige Version auf Fregatten in Gebrauch. Prinzip: kurzes Rohr mit nach vorn hin erweiterte Seele wie beim Mörser und vergleichsweise kleine Pulvertreibladung, dadurch hatte das Geschoss eine niedrigere Geschwindigkeit als eine normale Kanone gleichen Kalibers, beim Auftreffen im Ziel rief die Kugel der Carronade größere Schäden hervor als das schneller fliegende Geschoss der Kanone und ließ einen Splitterregen auf den Gegner niedergehen
- Kartenkurs - wahrer Kurs eines Schiffes, Kurs über den Grund
- Kartographie - Kartenkunde
- Katze/Kat - neunschwänzige Katze in der Segelschiffszeit, Bezeichnung für eine Peitsche, die bei der britischen Flotte aus 9 Enden von dünnen Tauen bestand und mit vielen Knoten versehen war. Mit der Katze wurden Matrosen bei Vergehen bestraft
- Kaskasi - Südwestmonsun, weht von November bis Mai von Indien in Richtung Afrika
- Katamaran - Doppelrumpfboot
- Kaustik Soda - Ätzend scharfes Scheuermittel für die Reinigung der Holzdecks
- Kaventsmann - riesige Welle
- Keller - Maschinenraum
- Kellerkinder - Maschinenraumpersonal - Bezug zu Fettkeller = Maschinenraum
- kentern - Umkippen des Schiffs um die Längsachse
- Kenterschäkel - in vier Teile zerlegbares Kettenglied der Ankerkette.
- Keschhaken - ein Handhaken zum Hieven schwerer Fische aus dem Wasser
- Kesselbande - Maschinenpersonal
- Kesselbums - Maschinist (besonders Heizer)/Maschinenpersonal
- Ketschu - Trockenextrakt des Holzes Acaia Catechu, Impränierungsmittel für Fischnetze
- Kettenkasten - zwei große Stahlkammern im untersten Kabelgatt, in welche die Ankerketten sich hineinstauen
- Kettenstopper
- KFK - Kriegsfischkutter
- Khubasko - heftige örtliche Bö an der Westküste Nikaraguas
- Kiek ut! - Ausruf zur Vorsicht, wenn z.B. Ladung bewegt wird
- Kieker - das Fernglas des Seemanns
- Kiel - unterste Längsversteifung des Schiffes
- Kielholen - 1. Durchholen unter dem Kiel; 2. auf alten Segelschiffen eine Strafe für den Seemann, wobei die Überlebenschance unterschiedlich hoch war, je nachdem ob der Seemann in Schiffslängsrichtung oder quer zum Schiff kielgeholt wurde und ob man so langsam am vorher unter dem Kiel durchgeholten Seil zog, an dessen Ende der Seemann angeleint war, dass der Seemann die Chance hatte, selber zu schwimmen (wenn er denn überhaupt schwimmen konnte, was durchaus nicht üblich war) und dadurch einen gewissen Abstand zum Rumpf einzuhalten, oder ob man das Seil so schnell einholte, das der Seemann keine Chance hatte, selber zu schwimmen. Seeleute ertranken beim Kielholen nämlich nicht, sondern verletzten sich am Unterwasserschiff befindlichen Muschelbewuchs. Beim schnellen Einholen des Seils während der Seemann in Schiffslängsrichtung kielgeholt wurde, war das tödlich, da der Seemann an Bord seinen dann sehr schweren Verletzungen erliegen musste. Beim langsamen Einholen des Seils, während der Seeman quer zur Schiffsrichtung kielgeholt wurde, war das Ganze mehr ein gerade auch in kälteren Gewässern ungemütlicher Tauchgang.
- In Kiellinie fahren - es laufen mehrere Schiffe hintereinander
- Kielschwein - eine innen auf dem Kiel liegende Verstärkung, die typischerweise das Unterende der Masten aufnimmt, auch als Binnenkiel bezeichnet
- Kielschwein füttern gehen - beliebte Veräppelung von Neulingen bei der Seefahrt
- Kielwasser - die sichtbare Spur, die ein Schiff bei seiner Fahrt durch das Wasser hinterlässtCIMG0253.JPG
- Kimm (1)- der natürliche Horizont
- Kimm (2)- Übergang des Schiffsbodens in die Seitenwände
- Kimmgang - Der Platten- oder Plankengang, der in der Kimm (2) liegt, also die größte Krümmung besitzt
- Kimmkiel - er besteht aus zwei paarig angeordneten und seitlich der Mittschiffslinie angebrachten kurzen Kielenflossen
- Kimmknie - metallenes Bauteil an der Position der Kimm (2)
- Kimmstringer - längsverbindende, meist hölzerne Bauteile (Leisten oder Balken) an der Position der Kimm (2)
- Kimmung - bezeichnet die mehr oder weniger ausgeprägte Krümmung der Kimm (2)
- Kistendampfer - Containerschiff
- Klabautermann - ein kleiner Kobold, der unsichtbar an Bord des Schiffes seinen Schabernack treibt und der im Schiff klopft und rumort und entweder durch sein Erscheinen dem Schiff den Untergang anzeigt, oder der im Schiff auf Ordnung sieht und durch sein Verschwinden Unheil anzeigt. Solange er an Bord bleibt, macht das Schiff gute Fahrt. Der Klaubautermann sorgt sich um das Schiff, seine Anwesenheit schützte das Schiff. Erste urkundl. Erwähnung im 13.Jh.
- klameien - die Plankennähte vor dem Kalfatern aufweiten
- klamm - so viel wie "feucht"; Segel werden im Nebel klamm
- Klampe
- Klappbuchse - schwenkbar montierte Morselampe (Signalscheinwerfer)
- Klasse machen - TÜV für Seeschiffe durch die Klassifikationsgesellschaft in festgelegten Zeiträumen
- Kleidkeule - hölzernes Werkzeug des Taklers, im Aussehen einem Hammer ähnlich
- kleiner Bruder - ein dem Hauptsturm folgender schwächerer zweiter Sturm
- Kleiner Sack - Bezeichnung in der Seefahrt für einen kleinen Hafen
- Kleinholz - das, was bei einem Zusammenstoß von Schiffen übrig bleibt
- Klempnerdeck - bei den früheren Mittschiffsaufbauten das kurze, aber über die gesamte Schiffsbreite reichende achterliche Deck über dem Hauptdeck. Von dem aus die Ingenieure und Assis gerne dem Ladebetrieb zusahen
- Kliff - Bezeichnung für Steilufer
- Klinometer - 1. Krängungsmesser 2. Libelle am Landgeschütz
- Klippfisch - getrockneter, eingesalzener Kabeljau
- Kluft - Bekleidung
- Klugschieter - räsonierender, alles besser wissender Matrose
- Klüsen - Löcher in der Schiffswand, durch die Ketten oder Taue geführt werden; so nennt der Seemann auch seine Augen, z.B. als Zuruf: „Mach deine Klüsen auf!“
- Klütenewer - Sehr kleines Frachtschiff - Beispiel Haren Emser
- KlüverbaumKlüverbaum1.jpg
- Knapp und Billig - Spitzname für die Hamburger Reederei Knöhr & Burchard
- Ködelbremse - Eine angemessen große Abdeckung aus Holz oder Metall, die im Hafen vor die Austrittsöffnungen von Kühlwasser oder Fäkalien gehängt wurde, um Verunreinigung von kleineren längsseits festgemachten Schiffen möglichst zu vermeiden
- Kofferdamm - Doppelschott um Tanks und ähnliches direkt von einander zu trennen.
- Kommodore - 1. Kapitän zur See mit Admiralsrang 2. Ehrentitel für verdiente Offiziere der Handelsmarine 3. Präsident eines Yachtklubs 4. Lotsenkommandeur 5. Geschwaderführer eines Marinefliegergeschwaders
- Kolbenringe - gemeint sind die Gold oder Silberstreifen der Dienstgrade an der Uniformjacke, auf Schulterstücken auch bekannt als Lametta
- Kolcher - kleines Schiff
- Kollisionsschott - Schiffbau - Achterkante Vorpiek das erste durchgehende Querschott im Schiff
Kompass de.png
- Kompass
- Kompassrose Gradskala auf dem Kompass
- Kompassschlüssel holen gehen - Beliebte Veräppelung von Neulingen bei der Seefahrt
- Kompaktschlepper - ein Schlepper von gedrungener Bauart
- Knaggen - Ein klampartiger, meist hölzerner Teil der Takelage, der dort angebracht wird, wo er etwas gegen Herunterrutschen sichern soll
- Knoten (Geschwindigkeit) - Geschwindigkeitsmaß für Wasserfahrzeuge
- Kochtischgenosse - ißt nach der übrigen Mannschaft mit dem Koch, z.B. wer am Ruder gestanden hat
- Köhler - Seelachs
- Koje - Schlafstätte (Bett) an Bord
- Kolli - 1. kleine nicht schwere Ladung 2. im Schiffbau die Bausektion eines Schiffes
- Kombüse - Bordküche
- Komm auf! - Kommando: das Ruder soll allmählich in Richtung auf mittschiffs gelegt werden
- König, Königsroller - Schwere gusseiserne Umlenkrollen auf der Back und dem achteren Verholdeck
- Königsspeiche - die oberste Speiche des Steuerrades bei Mittschiffsruder, oftmals besonders gekennzeichnet
- Konterbande - Bannware, Schmuggelware
- Kontorflagge - Reedereiflagge
- Koow - Plattdeutsch bezeichnet eine Möwe
- Kopfbrett - viele Segel erhalten am Kopf ein kleines Brett eingenäht, das den Zug des Falls gut verteilen soll
- Kopheister gehen - , kentern, durchkentern
- Korb - in Deutschland auch ein Frischfischmaß; 1 Korb = 50 kg
- Kort-Düse - von dem deutschen Ing. Kort entwickelte Konstruktion, bei der sich der Schiffspropeller in einem düsenförmigen Ring dreht, dadurch wird der Wirkungsgrad des Schiffspropellers gesteigert
- Korinther - Amateursegler
- Korsar Freibeuter, Seeräuber
- Kotia - Eingeborenenschiff der Malabarenküste (Ost-Indien) 2 Masten, lateingetakelt
- Krabbenklauen-Segel - ein herzförmiges Kanusegel in Papua
- Krähennest - plattform- oder korbartiger Ausguck am Schiffsmast
- Krang - Walkörper, von dem der Speck abgeflenst ist
- krappe See - kurze verhältnismäßig hohe See, die dem Schiff unangenehme Bewegungen gibt
- Kravsack/Kreffsack - Segelmachergerätesack fürs Rettungsboot bzw. der Hodensack
- Krebs - Fehlschlag beim Rudern, einen Luftschlag beim Pullen oder mit dem Riemen im Wasser stecken Bleiben
- Krängung - Schräglage des Schiffs
- Kreuzfahrt
- Kreuzsee - entsteht, wenn die Wellen aus zwei verschiedenen Richtungen kommend zusammentreffen, also sich z.B. Dünung mit Windsee überkreuzt, so dass durch Überlagerung Wellen unterschiedlicher Höhe resultieren - vgl. Clapotis
- Krippe - Fischfach an Deck oder Laderaum
- Kruboys - zum Verladen von Baumstämmen mitfahrende Eingeborene in der Westafrikafahrt
- Krücke - schlechtes nicht einwandfreies technisches Schiff
- Krüppelwinde - kleine Winde
- Küchenbulle - Spottname für den Schiffskoch (Smutje, Cookie) - aber nicht bei der Handelsschifffahrt
- Kuddel Shark - der Hai
- Kuhfuß - Werkzeug des Schiffszimmermanns zum Entlaschen, zum Nagelziehen und dergleichen
- Kuhschwanz - die lose Kardeele eines aufgedrehten Tampens
- Kuhwende - Eigentlich Q-Wende, von der Form dieses Buchstabens "Q" hergeleitet. Sie bezeichnet die Umgehung einer Halse durch den Umweg: Anluven-wenden-wieder abfallen. Der dabei beschriebene Weg hat angenähert die Form eines Q. Klassisches unverzügliches Rettungsmanöver für Segelschiffe bei "Mann über Bord". Nur die Kuhwende erlaubt auf offener See ohne weitere technischer Hilfsmittel etwa an der Stelle wieder anzukommen, wo das Manöver begonnen wurde; dorthin, wo der Schiffbrüchige im Wasser treibt.
- Kujampels - Bezeichnung für die fremde Währung in ausländischen Häfen
- Kujampelwasser - alle Sorten von Fruchtsaftgetränken
- Kümo - Abkürzung für Küsten-Motorschiff
- Kuli - Spottname für einen Seemann ohne Dienstgrad
- Küper - 1. in den deutschen Nordseehäfen ein Sachbearbeiter für Einfuhrwaren, z.B. für Kaffee, Tabak. Er prüft auf Schäden und Mängel, zieht Muster und verwiegt bevor die Freigabe an den Abnehmer erfolgt 2. Proviantverwalter auf Fahrgastschiffen
- Kurre - Grundschleppnetz
- Kurrleine - Stahlseil, an dem das Schleppnetz geschleppt und gehievt wird
- Kurs absetzen - das Festlegen eines Kurses auf der Seekarte
- Kursänderungssignal - Sind Schiffe einander sichtig, so muss ein in Fahrt befindliches Schiff seine Kursänderung durch foldende Signale anzeigen (kurzer Ton von ungefähr 1s Dauer) kurz ich ändere meinen Kurs nach Steuerbord; kurz kurz ich ändere meinen Kurs nach Backbord; kurz kurz kurz meine Maschine geht rückwärts
- Kusi - Nordostmonsun, weht von Juni bis September von Ostafrika in Richtung Indien
- Küssende - die Kimm berührende Sonne
- Küstenklatsch - man kennt sich, immer bestens informiert
- Kuttenlecker - gekröpfter Rundpinsel. zusammen mit dem Flachmann der am häufigsten verwendete Malerpinsel an Bord
Kutter.jpg
- Kutter - allgemein für Fischereifahrzeuge
L
Signalflagge-L.png | Mh winkerflaggenalphabet l.png | Brosen plimsoll line1.jpg
Schlüsselwort: Lima *
- L.M.C. C.S. - Lloyd's Machinery Certificate, continuous survey Lloyds-Zertifikat für Maschinenanlagen, laufende Besichtigung mit Eintragung im Lloyds-Register, die besagt, dass die Maschine des Schiffes einer laufenden Besichtigung unterliegt
- Laberdan - in Fässern gesalzener Kabeljau
- labsalben - Drahttauwerk und Eisenteile der Takelage gegen Rost konservieren. In Segelschiffszeiten das Betreichen der Taue mit Teer
- Labskaus
- Labyrinthnetz - eine gebaute Fischfalle
- Lademarke - waagerechte Striche von 230 Millimeter (9 Zoll) Länge und 25 Millimeter (1 Zoll) Breite, die von einem 25 Millimeter (1 Zoll) breiten senkrechten Strich, der 540 Millimeter (21 Zoll) vor dem Mittelpunkt des Ringes der Freibordmarke angebracht ist, im rechten Winkel und, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist, nach vorne abgesetzt sind. Kennzeichnen das zulässige Mindestfreibord
- Laeiszmast - Der vierte Mast vorn auf den Fünfmastern der Reederei F. Laeisz, Hamburg
- Landhai - illegaler Stellenvermittler für Seeleute
- Landratte - Nichtseemann
- längs - parallel zu einem Schiff in dessen Längsrichtung
- längsseits kommen - anlegen, am Kai anlegen
- Lappalie - Kleinigkeit
- Lateralplan - die unter der Kielwasserlinie befindliche Fläche des Längsschnittes eines Schiffes
- Last - alte Messgröße für die Transportkapazität von Schiffen
- Lastadie - an manchen Hafenplätzen erhaltengebleibener alter Name für Ladeplatz; ehemals auch Schiffszimmerei, Werft
- laufen - ein Schiff fährt nicht, es läuft; es läuft ein oder aus, es läuft eine bestimmte Fahrt; andererseits läuft oder fährt es nicht nach China, sondern es geht nach China
- Lay-Schätzteil - anteilmäßiger, prozentual gestaffelter Gewinn eines Mitgliedes eines Walfängers nach Beendigung der Fangreise
- Lazy Jack - engl. Faulenzer; Vorrichtung aus Webleinen zwischen Mast und Baum zum Bergen und Aufnehmen der Segel
- League - ein englisches Längenmaß: es ist drei Seemeilen lang (5,55 km)
- Leckage, Leck - eine Undichtigkeit am Schiffsrumpf, am Deck usw.
- Leckschraube - auch Bodenventil im Außenhautboden
- lebendig - ein Schiff ist lebendig, wenn es dem Ruder leicht und schnell gehorcht
- Lee - dem Wind abgewandte Seite (abfallen: nach Lee drehen)
- Legerwall - Gefährdung durch auflandigen Wind
- lego - seemännischer Zuruf für "lass gehen", kommt von englischen "let go"
- Leibholz - Starkes Holz, das längs der Bordwand den seitlichen Abschluss eines Stabdecks bildet, auch Wassergang
- Leichenwagen - (aus Versicherungsgründen) dem Untergang geweihtes Schiff
- Leichtmatrose - Matrosenlehrling
- Leine - Seil, meist mit Nennung des Zwecks: Ankerleine, Schleppleine, Sorgleine
- lenzen - Wasser aus dem Schiff schöpfen oder pumpen; auch: vor dem Wind segeln
- Leuchte - Bezeichnung für einen Seemann mit überdurchschnittlicher Erfahrung
- Leuchtfeuer
- Leuwagen - Schrubber
- Levantera - starker Südostwind im Mittelmeer
- Libeccio - Südwestwind im Mittelmeer
- Liberty-Schiff - Die 10.000t Einheitsfrachter des Kriegsprogramm der USA im Zweiten Weltkrieg; Schiffe die in großer Zahl fabrikmäßig hergestellt wurden
- Lieger - Wachmann auf einem Schiff, wenn keine Mannschaft an Bord ist
- Liek - eine Kante eines Segels
- Liekedeler - Piraten der Ost-, dann Nordsee. Der berühmteste war Klaus Störtebeker
- Limettendampfer - Spottname für ein englisches Schiff, da dort das Trinken von Zitronensaft zur Skorbutverhütung vorgeschrieben war
- Limey slang. engl. von Zitronensaft scherzhaft für engl. Seeleute
- Linienfahrt - das Gegenteil von Trampfahrt
- Lloyd´s Medal for Saving Life at Sea - eine von Llyd´s in Gold, Silber und Bronze verliehene Medaille am rot-weiß-blauen Band für außergewöhnliche Rettung von Menschenleben auf See
- Lloyd's Record of Losses - Schwarzbuch; Lloyd's Buch der Schiffsverluste
- Locker - Fischmeister bei der Thunfischerei, der die Köderpflege- und -verteilung leitet
- Lockvogel - mar. Unterseebootfalle im engl. Q-ship
- Log, Logge - Geschwindigkeitsmesser
- Logbuch - Schiffsjournal, Schiffstagebuch
- Logbuchstaben - Abkürzungen: B=gebrochene See, C=Kreuzsee, H=schwere See, R=grobe See, S=glatte See, T=Gezeitenkräuselung, G=Grunddünung
- Lögel - Gleitringe am Stag, an denen das Segel befestigt ist
- Logis - Besatzungsräume, Mannschaftsräume
- Lotse - nautischer Beirat, den ein Schiff bei schwierigen Passagen, Einfahrten, Kanälen erhält
- Lotsenkreuzgrund - der Teil, in dem ein Lotse zugelassen ist
- Loskiel - 1. Schutzkiel 2. achteres Ballastkielholz bei Yachten
- Loskommen - eine Kette oder Trosse langsam kommen lassen ohne sie loszuwerfen
- löschen - 1. Entladen eines Schiffes 2. ein Feuer niederkämpfen
- Lorbass - Lümmel, Taugenichts
- LR - Lloyd´s Register of Shipping, Britische Klassifikationsgesellschaft mit Sitz in London
- Luftblasen-Schiffskörperschmierung - Bei Eisbrechern, bläst auf die Eisdecke die obere Schneeschicht zur Seite
- Lümmelbeschlag - verbindet den Baum (Segeln) mit dem Mast
- Luke - jede Decksöffnung auf einem Schiff
Lukendeckel.jpg
- Lukendeckel - die Abdeckung der Luke
- Lukenplatz - Aufzeichnung der Stauposition zur übersichlichen und eindeutigen Beschreibung der Ladungsverteilung im Schiff durch grafische Darstellung der Lage der einzelnen Ladungspartien in einem Stau- oder Ladungsplan unter verwendung von Symbolen und/oder Abkürzungen
- Lukenstunden - Eine Arbeitszeiteinheit, die der Gesamtzahl der beim Laden oder Löschen von Ladung an allen Schiffsluken gearbeiten Stunden entspricht
- Luv - Seite, von der der Wind kommt (anluven: Höhe gewinnen)
M
Signalflagge-M.png | Mh winkerflaggenalphabet m.png | Mannloch.jpg | Malta_015.jpg mit Bootsanleger]]
Mastfuß.jpg
Schlüsselwort: Mike *
- M.S. - Abkürzung für Motorschiff
- macklich - Schiffseigenschaft für gut getrimmt und im Seegang weiche Bewegungen machend
- Mae-West-Spinnaker - ein großer Kugelspinnaker für Raumschotsegeln
- Maker - 1. der Kamerad eines Gesellen; 2. ein Vorschlaghammer
- mallen - Umspringen des Windes 1. Der Wind ist mall, wenn er plötzlich aus der ganz anderen Richtung kommt. 2. Der Mensch ist mall, wenn er völlig aus der falschen Ecke kommt
- Mallkante - 1. Die Kante eines Winkelprofils bis zu der ein Maß gemessen wird, nachdem es an Bord eingebaut wurde. 2. Spricht der Schiffbauer von der Innenkante der Außenhaut.
- Malstrom - Meeresströmung zwischen den norwegischen Inseln Moskenesö und Värö (Lofoten)
- Mannloch - seewasserfeste Durchsteige
- Manntau - Taue zur Sicherung der Mannschaft an Deck gespannt
- Mann über Bord! - Lautes Kommando an den Steuermann, damit er das notwendige Rettungsmanöver (auf Segelschiffen die Kuhwende) durchführt.
- Manöver
- Marina - Yachthafen
- mark twain - Lotsenruf, bedeutete: beachte 2 Faden Tiefe bei Schiffen, die den Mississippi befuhren; auch Pseudonym von Samuel Langhorne Clemens dem Schriftsteller Mark Twain
- Markenfeuer - Funkbake an Hafeneinfahrt oder Molenkopf
- Marlspieker - Werkzeug zum Öffnen von Taukardeelen
- MARPOL 1973/78 - Internationale Konvention zur Verhütung der Verschmutzung durch Schiffe. Ziel dieser Konvention ist es, die von Schiffen durch Öl, Chemikalien, Fäkalienabwässer und Müll verursachten Meeresverschmutzung weitgehend einzuschränken
- Marschfahrt - Bei der Marine die ökonomische Geschwindigkeit mit der ein Schiff läuft. Das heißt diejenige Geschwindigkeit, mit der ein Schiff am weitesten kommt
- Marssegel
- Massengutsack - für Container, in aufgeblasenem Zustand füllt er genau den Container aus. An der Rückseite sind zwei Ärmel (sleeves) angebracht durch die gefüllt und entleert werden kann
- Mast - senkrechter Bestandteil des Rigg
- Mastbruch
- Mastfall - Neigung des Mastes nach achtern, die vorwiegend durch die Länge des Vorstags bestimmt wird. Gemessen wird sie von einem freihängendem Großfall in Bezug zum Lümmelbeschlag des Großbaums in Grad.
- Mastfuß - Verstärktes Bauteil worauf der Mast gelagert ist
- Mastkoker - Mastbock für Klappmast
- Mastpüsching - Einspannhölzer für den Mast im Deck
- Masut - auf der Meeresoberfläche treibende Ölrückstände
- Matrose
- Mayday - aus dem franz. m'aidez (Helft mir)
- Meilenfahrt - 1. zur Geschwindigkeitsmessung; 2. abgelaufene oder durchlaufende oder zurückgelegte Strecke / Distanz
- Melee - der nach der Auflösung der Gefechtsordnung einsetzende Kampf Schiff gegen Schiff
- Messe - Speiseraum an Bord eines großen Schiffes
- Mettwurst - Ende eines Taues (Umgangssprache)
- Meuterei - Rebellion auf Schiffen gegen die Schiffsleitung
- Mike - aufrecht stehende Gabel als Halterung für die scharfen Harpunen im Walfangboot
- Milchkuh - slang. für einen deutschen U-Boot-Tanker im Zweiten Weltkrieg
- Milchner - reifer Hering (Männchen)
- Minensperre - durch enges Auslegen von Minen für die Seefahr unpassierbar gemachte Gebiete
- Mischfeuer - Feuer mit Scheinen und Einzelblinken
- Mischgruppenfeuer - Feuer mit Scheinen und Gruppenblinken
- Missweisung - Winkel zwischen magnetischem und geographischem Meridian eines Ortes
- Mittelwächter - Kaffee, belegte Brötchen, heiße Suppe, um Mitternacht
- Mocha Dick - ein männlicher Pottwal mit eher grauer als brauner Haut und einer weißen Narbe auf seinen enormen Kopf. Seinen Namen verdankt er seiner ersten Begegnung mit Walfängern um 1810 nahe der Insel Mocha vor der chilenischen Küste. Herman Melville hat ihn als Moby Dick unsterblich gemacht. 1859 wird er von einem schwedischen Walfänger erlegt. In seinem mehr als 22m langen Körper stecken noch 19 Harpunen
- Mole
- monkey - auch Munki, das unterste von mehreren Feuern eines Schiffskessels
- manövrieren
- Monsun - siehe Artikel
- Eine Mooring (auch: Muring) ist eine fest im Wasser verankerte Kette, die im Hafen als Festmachmöglichkeit für Yachten dient.
- Morgenwache - die Wache, die in der Zeit von 4:00 bis 8:00 Uhr liegt
- Moses - jüngstes Bordmitglied, Schiffsjunge; auch: Beiboot einer Yacht
- Muck, auch Mug - gleich Kaffeebecher
- Muckefuck - (dünner) Kaffee
- Mudd - der Schlick und Schlamm, der sich in Häfen, Flussbetten usw. absetzt
- Muddpilot - Spottname für einen Flusslotsen
- Munkejacke - der kurze blaue Überzieher des Mariners; früher auch Äffchen genannt
- Muringtau - schwere Vertäuleine, wird mit einem Boot zur Pier (Mole, Kai) gebracht
- Muschelkurre - am Boden kratzender Netzsack
- Musikdampfer - Spottname für Passagierschiff
- Musterrolle - der Anstellungsvertrag der Seeleute, der stets an Bord des Schiffes sein muss
- Mützenband - Bestandteil der Marineuniform mit Schiffsnamen
- Mütze voll Wind - umgangssprachlich für etwas Wind
N
Signalflagge-N.png | Mh winkerflaggenalphabet n.png
Schlüsselwort: November *
- N.f.S. - Abkürzung für „Nachrichten für Seefahrer“
- nach und nach - Redewendung für eine Arbeit, die man allmählich erledigt
- Nachlaufende See - diejenige See, die in Richtung der Fahrtrichtung des Schiffes läuft
- Nachtsprung - siehe Geschichte der Schifffahrt um 1500 v. Chr.
- Nadir - entgegengesetzter Punkt des Zeniths
- Nantucket-Schlittenfahrt - wenn ein Walfangboot den harpunierten Wal hinter sich herschleppt
- Nauke ist der Mann an Bord, der am wenigsten zu melden hat und die schmutzigsten und gefährlichsten Arbeiten macht
- Nautisches Dreieck
- Navigation
- Nebelglocke - Die Glocke, mit der sich ein vor Anker liegendes oder festsitzendes Schiff im Nebel bemerkbar macht. Sie muss von solcher Größe und so angebracht sein, dass ihr Schall frei nach allen Seiten gehört werden kann. Eine Weihnachtsmannklingel ist auch auf Yachten und Booten als Nebelglocke nicht brauchbar
- Neptun - römischer Gott der Meere, kommt bei der Äquatortaufe an Bord
- Nipptide - Die niedrige Tide zur Zeit des Halbmondes
- Netzbrook - Ladungsnetz
- Netzreiter - kleine Netzboje mit Flagge oder Licht
- Netzspill - mit oben aufgesetzter Antriebsmaschine, Reepspill auf einem Heringslogger
- neunschwänzige Katze - Schiffspeitsche
- Niedergang - Treppe in Schiffen
- Niederholer - ein Flaschenzug, der den Baum nach unten zieht
- Nietenzähler - übergenauer Schiffsoffizier
- Nina - 1. Schiffsname eines der 3. Schiffe mit der Kolumbus den Weg nach Indien entdecken wollte. 2. spanisch für Mädchen
- Nixe - Seejungfrau, weiblicher Wassergeist
- NN - Normalnull; Ideelle mittlere Meereshöhe; Bezugswert für alle von den Landesvermessungbehörden bekannt gegebenen Höhenzahlen. Als Normalnull gilt für Deutschland der Nullpunkt des Amsterdamer Pegels
- Nock - Außenbereich der Brücke an Backbord und Steuerbord
- Nordlicht - in nördlichen Zonen das Polarlicht
- Normann - quer durch den Pollerkopf gesteckte Eisenstange
- Northwester - 1. gleich Nordwestwind; 2. Ölzeug bestehend aus Ölhose, Öljacke und Südwester (Mütze)
- Notsignal
- Nüsterplünn - Taschentuch
O
Signalflagge-O.png | Mh winkerflaggenalphabet o.png
Schlüsselwort: Oscar *
- Oberfeuer hochgelegener Leuchtturm der zusammen mit dem Unterfeuer in eine senkrechte Peilung gebracht, eine Fahrrinne anpeilbar macht.
- OBO-carrier - ore bulk oil carrier: Mehrzweckschiff, das wechselweise Massengut (z.b. Getreide, Kohle, Erze usw.) oder Öl transportieren kann.
- Obst - abk. für Obstruction, Hindernis, in Seekarten
- Occ - abk. für Occulting, unterbrochene Leuchtfeuer, in Seekarten
- Ochsenauge - ein Stück blauer Himmel, oftmals im Zentrum eines Tropensturms sichtbar
- Obermatrosenschnellweg - unter Missachtung des Dienstweges einen Befehl ausführen
- Ölen der See - Ein dünne Ölschicht auf der Wasseroberfläche hält das Brechen der See zurück. Deshalb wird in schwierigen Lagen die See geölt
- Öltagebuch
- Ölprinzen - Maschinenpersonal
- Ölzeug, auch Ostfriesennerz oder Friesennerz - wasserdichte Oberbekleidung für Seeleute
- Onager auch Skorpion, einarmige Schleudermaschine auf antiken römischen Kriegsschiffen für Steinkugeln oder Felsbrocken
- Orlog - Krieg
- Orlogschiff - Kriegsschiff
- Öringskette - Kette vom Oring an der Krone eines Stockankers
- ösen, ötzen, auch ausösen - das Lenzen eines Bootes mit dem Ösfass
- Ösfass - Eimer
- Ostfriesennerz - Segelbekleidung (Regenschutzbekleidung) aus dem 70/80er aus Rayon/PVC mit Kapuze meistens in gelb
- Ost/Nordsee-Rocker - Schnellbootfahrer der Bundesmarine
- Ostwärtslaufen - vornehmlich gebraucht für die Reise vom Kap der Guten Hoffnung nach Australien
P
Signalflagge-P.png | Mh winkerflaggenalphabet p.png | Malta_013.jpg]]
Schlüsselwort: Papa *
- Päckchen 1. nennt man das Festmachen mehrerer Schiffe längsseits nebeneinander
- Päckchen 2. Kleidungsstücke
- Packeis
- Paddel
- Paddelallee - eine von Tonnen oder Pricken begrenzte Fahrrinne
- Paddelkasten - Spottname für einen Raddampfer
- Padrao - portug. Kolonialsäule, sie wurden von portugiesischen Endeckern an Bord ihrer Schiffe mitgeführt. An markanten neuentdeckten Punkten wie Kaps oder Flussmündungen ließen die Kapitäne unter das Christuskreuz und das Wappen von Portugal noch Namen und Datum in den Stein meißeln
- Pagaie - kurzes Stechpaddel
- Palaver - Besprechung, nicht endendes Gerede
- Pallen - Trage- und Hebeeinrichtung beim Schiffbau
- Palstek - seemännischer Knoten
- Panikwinkel - Krängungswinkel kleinerer Fahrgastschiffe, der von den Fahrgästen durch Zusammenströmen auf einer Schiffsseite selbst verursacht wird, beginnt unter den Fahrgästen Unruhe auszulösen. Der Panikwinkel liegt bei etwa 12° Schlagseite
- Pantry - Kaffeeküche. Arbeitsraum der Stewards; für Abwaschen und Kühlschrank
- Papageienmast - ein kleiner Besanmast auf Feuerschiffen
- Pardune - schräg nach achtern geführtes Tau zur Abstützung der Masten
- Partenreederei ist eine Gesellschaftsform des deutschen Seehandelsrechts
- Partikulier - Lastenführern auf eigenem Lastkahn auf Binnengewässern
- Passat - gleichmäßig wehende Winde nördlich (Nord-Ost Passat) und südlich (Südost-Passat)des Äquator, hervorgerufen durch Luftdruckunterschiede und die Corioliskraft
- Patenthalse - infolge Unachtsamkeit oder bei schwerer See wechselt der Baum auf raumem Kurs unbeabsichtigt auf die andere Schiffsseite; extrem gefährlich
- Patsch (Patsche, Patch) - ein auf ein altes Segel aufgesetzter Flicken
- Pavian - Spottname für den Seemann, der Wache hält, wenn das Schiff vor Anker liegt
- Peildeck - Deck oder Decksteil, auf dem der Peilkompass steht
- Peilstock - Messstab aus vierkantem Metall an einer langen Leine zum Peilen der Tanks. Um auch leichte Krümmungen im Peilrohr passieren zu können, besteht der Peilstock aus kurzen Gliedern, die mit Gelenken miteinander verbunden sind
- Petermännchen - Wels
- Petschel - auf Segelbooten die Bezeichnung für ein Stechpaddel (Verb: petscheln)
- Persenning - wasserdichte Abdeckplane
- Pfahlmastschoner - Segelschoner ohne Stengen
Pfankucheneis1.jpg
- Pfannkucheneis - dünne Eisscheiben auf dem Wasser
- Pfauenschwanz - durch sehr schnell laufende Propeller hochgeschleudertes Wasser mit Sprühwasser
- Pfeifen und Lunten aus! - Befehl zur Beendigung der Freizeit an Bord von Marine-Schiffen
- Pfriem - eine stark gekrümmte Nähnadel
- Pidgin-English - gebrochenes Englisch untermischt mit chinesischen und malayischen Wörtern, ggf. bereits eine Kreolsprache.
- Piek - vorderster (Vorpiek) und hinterster (Achterpiek) Raum eines Schiffes (s. Kabelgatt). Bei Seeschiffen stets ein Tank
- Piepel - Besatzung (von engl. people)
- Pilke - Angelhaken für die Dorschfischerei
- Pirat 1. - Seeräuber (von griech. peirates = Abenteurer)
- Pirat 2. - Segelboot mit dem Klassennamen "Pirat"
- Plankengang - nennt man die Planken einer Lage
- platt vor dem Wind - segelt ein Schiff, wenn es den Wind genau von hinten hat
- Plätteisenformschiff - ein Themse-Kohlenschiffstyp
- Plattfisch - Flundern etc.
- Plattfuß - In der Segelschiffszeit die Wache von 16:00h bis 20.00h; und zwar 1. Plattfuß von 16:00h bis 18:00h, 2. Plattfuß von 18:00h bis 20:00h. Diese beiden Kurzwachen wurden beim vierstündigen Wachrhythmus eingeschaltet um zu vermeiden, dass dieselben Seeleute stets die gleichen Wachzeiten hatten
- Plicht - offener Steuerstand auf Yachten (Cockpit)
- plieren - gucken
- Plumpudding - Walfängerausdruck für den Zungenschleim von Walen
- Plünnen - nennt der Seemann seine Segel, aber auch sein Zeug, seine Kleidung
- Plünnen-Peters - Spitzname für die Hamburger Reederei H. Peters, die für uralte und sehr einfache Schiffe bekannt war - (Plünnen = Lumpen)
- Pockholz - aus dem südamerikanischen Guajakbaum. Extrem hartes und schweres Tropenholz. Wurde früher vor Erfindung der Simplex-Kupplung für die Auskleidung der Stopfbuchse der Schwanzwelle auf Schiffen verwendet. Auch für hochwertige Hobelsohlen.
- Pod-Antrieb (pod; engl. = Gondel) ist eine moderne Antriebsform für Schiffe
- pofen - schlafen
- Poller - ein kurzer Pfahl auf der Hafenpier aus Metall oder Holz zum Festmachen eines Schiffes
- Polliwog 1. - Kaulquappe
- Polliwog 2. - jemand, der den Äquator noch nicht überquert hat
- Pomuchel - Bezeichnung für den Dorsch
- pönen - anstreichen
- Pony - kleines Scherrbrett vor dem Rollengrundtau
- Poop - hinterer Decksaufbau
- Portalgalgen - quer über das ganze Heck reichender Galgen bei Hecktrawlern
- Pott - Spottname für ein Schiff
- Preischuss - Blindschuss als Aufforderung an fremde Schiffe beizudrehen, nach einer fünfminütigen Frist wurde scharf geschossen
- Preventer - Starker Draht von der Ladebaumnock zu einer Klampe an Deck niederführend. Wird bei jedem Aufriggen neu festgesetzt. Muss die gesamten Zugkräfte der schwebenden Last beim Laden und Löschen auffangen
- Priem - ein Stück Kautabak
- Prismatüte - Fernglas
- Promenadendecksgast - Ist von Deck dazu abgeteilt, auf Fahrgastschiffen die den Passagieren vorbehaltenen Decks in Ordnung zu halten
Schiffsschraube.jpg
- Propeller - Schiffsschraube
- Puch - Bett/Koje
- Pudding-Rudolf - Spitzname für die Reederei RAO = Rudolf August Oetker in Hamburg
- Pull - ein einzelner, meist ruckartiger Zug an einem Riemen
- pullen - rudern
- purren, hochpurren - allgemein: benachrichtigen; das Aufwecken und "Auf-die-Beine-bringen" eines Schläfers bei Wachablösung
- Püting, Pütingeisen - ein vertikales Rüsteisen an der Außenhaut des Schiffes zur Befestigung der Wanten
- Pütz oder Pütze - Lenzgefäß (Verb = pützen), Eimer, Schüssel, Wanne
Q
Signalflagge-Q.png | Mh winkerflaggenalphabet q.png
Schlüsselwort: Quebec *
- Quant - Stakstange mit einem Teller am unteren Ende um das Einsinken in den Schlamm zu verhindern
- Qualle - engl. Jelly fish, franz. Méduse, span. Medusa
- Quay - engl. Kai
- Quarantäne
- Quarantänehafen - Isolierung für einen Zeitraum von 40 Tagen
- Quarterblock - Geitau und Schotblock unter der Rah an jeder Seite des Raks
- Quarterdeck - Achterdeck
- Quarterdeckgeländer - Monkireling, Heckreling
- Quarterdecker - Spottname für einen Offizier, der mehr auf die äußere Form als auf den Dienst sieht
- Quartermeister - ein Vollmatrose, der nur steuert; gilt als Unteroffizier
- Quartier - Unterkunft
- Quasselwelle - bestimmte Schiff-Schiff Frequenzen auf Kurzwelle, die dem internen Informationsaustausch zwischen den Seefunkstellen in der Handelsschifffahrt dienten.
- Quast - ein grober Pinsel
- QE 2CIMG0232.JPG
- Queenie - viereckiges Stagsegel einer Schoneryacht
- querab - seitlich, im rechten Winkel (8 Strich) zur Fahrtrichtung
- Querablauf - ein Stapellauf, der querschiffs erfolgt
- Querkraft - Transversalkraft, Drehschwund eines Schiffes beim Drehen
- querschlagen - Das aus dem Ruder Laufen bei achterlichem Wind und Seegang, so dass Gefahr des Kenterns oder Vollschlagen besteht
- Quetschkommode (Quetschbüdel) - Schifferklavier
- Quiddje - missingsch für jeden Ortsfremden an der Küste, vor allem wenn er einen anderen Dialekt spricht.
- Quinquereme - Pentere, "Fünfruderer" Schiff des Altertums mit fünf Ruderern an einem Riemen oder übereinander
R
Signalflagge-R.png | Mh winkerflaggenalphabet r.png | CIMG0250.JPG | CIMG0245.JPG]]
Rettungsinsel.jpg | Schraube u. Ruder Schiff.jpg | Segelyachtruderstand.jpg]]
Schlüsselwort: Romeo *
- Ra-BK - Radarantwortbake in Seekarten
- Radeffekt - seitlicher Versatz eines Schiffes durch die Querkräfte des Propellers
- Rah
- Rahsegel
- raken - an den Grund festlaufen
- Ramk - selbsttätig sendende Radarbake auf Seekarten
- Ran - nordgermanische Meeresgöttin
- rank – ein Schiff ist rank, wenn es im Seegang auf Grund seiner zu hohen Schwerpunktlage sehr stark rollt (krängt) und lange an den Endlagen verweilt. Gefahr des Kenterns. Gegenteil: steif
- Rapert - in der Segelschiffszeit Bezeichnung für die Lafette der Kanone
- Rasmus - Ausdruck für die überbrechende See, von rasieren (oder von Erasmus), d.h. alles, was nicht fest ist, wird über Bord geschwemmt
- Rattenteller – außenbords auf die Festmacherleinen gesetzte runde Metall- oder Holzscheiben, um das Anbordkommen von Ratten und Mäusen zu verhindern
- Recht so! - Kommando des Wachhabenden an den Rudergänger, dass der augenblicklich anliegende Kurs der richtige ist
- Recht voraus - Sichtmeldung genau in Fahrtrichtung
- Ree! - Kommando beim Manöver des Wendens
- Reede - Ankerplatz außerhalb des Hafens
- Reeperbahn - Seilerbahn
- reesen - sich unterhalten/Geschichten erzählen
- reffen - Verkleinerung der Segelfläche
- Regatta - ein Rennen, eine Wettfahrt mit Fahrzeugen auf dem Wasser
- Reibholz - ein hölzerner Fender, an Kaimauern fest oder schwimmend angebracht
- Rein Schiff! - Kommando zur gründlichen Reinigung eines Schiffes
- Reise reise - Weckruf an Bord von Marineschiffen
- reiten, vor Anker reiten - einen Sturm vor Anker liegend abreiten
- Reling
- Rettungsboot - gut zu haben, wenn das Schiff untergeht :Rettungsinsel
- RI - Registro Italiano - ital. Klassifikationsgesellschaft mit Sitz in Rom
- Richtfunkfeuer - festgelegter Leitstrahl:riefeln - vom Fisch nur die Bauchlappen herausschneiden
- Riemen - das, was Landratten als "Ruder" bezeichnen (lateinisch remus)
- Riemenschlag - bei dem das Riemenblatt horizontal gedreht wird
- Robinson-Insel - Juan-Fernandez-Insel vor der chilenischen Küste
- Rockall - ein für die Schiffahrt gefährlicher einsamer 21m hoher Granitfelsen im östlichen Nordatlantik auf 57° 36´N 13° 42´W, westlich der Hebriden (zu Großbritannien)
- Rollen - Bewegungen des Schiffs um die Längsachse, auch Krängen genannt
- Roof - ältere Bezeichnung für ein größeres Deckshaus auf Segelschiffen
- Ross-Barriere - das Schelfeisgebiet in der Antarktis aus Gletschereis und vereistem Schnee südlich des Rossmeeres mit Randhöhen bis zu 50m
- Rossbreiten - windstille Zone im Atlantik zwischen 23° und 30° nördlicher und südlicher Breite
- Routine - der Dienstplan an Bord
- R-S - Rettungsstelle (Bezeichnung in Seekarten)
- Rüberrobber - Überarbeiter. Mittellose Passagiere oder Auswanderer, die sich die Passage verdienten indem sie während der Überfahrt mitarbeiteten.
- Ruder - das, was Landratten "Steuer" nennen
- Rudergänger - der Seemann, der die Wache am Ruder geht; er steuert den Kurs, der ihm vom Wachhabenden angegeben ist
- Rumpf
- Rumpfgeschwindigkeit
- Rüste - starke Planke an der Außenhaut des Schiffes, an der die Rüsteisen befestigt sind
S
Signalflagge-S.png | Mh winkerflaggenalphabet s.png
Schlüsselwort: Sierra *
- S.S. - Abkürzung für Steamship = Dampfschiff, Dampfer
- SalingCIMG0185.JPG mit Saling]]
- Salingkissen - Weichholzunterlage an der Saling gegen Abscheuern der Wanten
- Salzfischfang - Fischfang, bei dem die Fische auf See ausgenommen und in Salz befördert werden
- Sammelsurium - 1. Durcheinander; 2. wenn bei einer Kollision beide Schiffsleitungen schuldig sind, so wird der Schaden geteilt
- Samstagnachtflasche - Rumzuteilung an die Nachtwache auf englischen Walfängern am Sonnabenden
- Samum - heißer Wind in Saudi Arabien
- Santa Ana - ein staubführender Wind an der pazifischen Küste der USA
- Sawyer - schwimmender Baumstamm, der sich in der Strömung auf und ab bewegt
- Schaffermahlzeit - in Bremen(seit 1545). Ein alter Hansebrauch der Bremer Reeder und Kapitäne zur Winterzeit
- schalken - wasserdicht schließen
- schamfilen - durch Reibung verschleißen, Scheuern von Tauwerk
- Schanzkleid - eine Erhöhung über das Deck hinaus
- Schanzkleidrolle - eine aus Latten mit Zwischenräumen bestehende Rolle am Schanzkleid von Heringsloggern für das Anbordholen der Netze
- schanghaien - das gewaltsame Anheuern eines Seemanns zu Dienst auf einem Schiff gegen dessen Willen
- Schauermann - Hafenarbeiter
- Scheckbuch, Scheckheft - wird zum Zählen und Vergleichen der Schiffsladung benutzt; Kontrollbuch
- Scheich - Bootsmann, vor allem bei der Kriegsmarine
- Scheinwende - in den Wind aufschießen und Füllen der Segel bei demselben Schlag; ein Trick beim Regattasegeln
- Schellfischpatent - Spottwort für das Seefunksonderzeugnis, das mit einem verkürzten Lehrgang erworben wurde und eigentlich für die Fischerei geschaffen worden war.
- Schenkelbrett - Beinstütze für den Harpunier im Walfangboot
- Schergang - der nächste über dem Wasser befindliche Plattengang der Bordwand
- Scherstock - 1. herausnehmbare starke Stahlträger im Lukenschacht. Scherstöcke dienen als Auflage für die Lukendeckel; 2. Schiffbau L-förmige hölzerne Latten, die im Wohnbereich auf dem Eisendeck befestigt sind und mit den hölzernen Zwischenschotten verschraubt werden. 3. Querbalken, siehe auch Scherbaum
- Schiemann - Matrose
- Schiet - (1) eine Untiefe; man sagt ein Schiff "sitzt im Schiet", (2) die Interjektion "Scheiße!"
- Schiffer - Führer eines Flussschiffes
- Schiffchen - 1. kleines Schiff 2. Käppi, Kopfbedeckung bei der Bundesmarine
- Schiffshändler - der zwar übliche, aber nicht ganz korrekte Ausdruck für Schiffsausrüster
- Schiffsmaß
- Schiffsmeldedienst
- Schiffsmittag
- Schiffstaufe
- Schiffszwieback, auch (plattdeutsch) Beschüten (von "Biskuit"), Matrosenkuchen - ein bei Seeleuten recht unbeliebtes Nahrungsmittel, das sogenannte Hartbrot
- Schiften
- Schlackertaste - halbautomatische Morsetaste
- Schlagbär - großer Vorschlaghammer
- Schlengel - einfacher, niedriger Ponton zum Anlegen und Festmachen für Boote in Tidengewässern
- Schleppsack - ein Seeanker oder Wasserstopper für Segelschiffe, entweder ein Rundholz mit einem beschwerten Segel dran oder ein füllhornähnlicher Sack
- Schlickrutscher - Spottname für einen Schiffsführer, der bereits mehrere Male mit seinem Schiff aufgesessen hat (durchgesetzt hat, Grundberührung gehabt hat)
- Schlicktown - Spottname der Mariner für Wilhelmshaven
- schlieren - das Schiff treibt vor Anker
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- Schlingerkiel
- schlingern - Bewegung des Schiffs um alle 3 Achsen, Kombination von Rollen, Gieren und Stampfen
- Schmadding - inoffizielle Bezeichnung für die "seemännische Nummer eins" also den dienstältesten Unteroffizier im seemännischen Bereich (im Unterschied zum Technischen oder Waffendienst)
- Schmelzer - Schiffsjunge im ersten Lehrjahr
- Schmetterling - bezeichnet eine Segelführung platt vor dem Wind, bei der Vor- und Hauptsegel auf verschiedenem Bug gefahren werden
- schmöken - rauchen
- Schmutt - Schiffskoch (vgl. Smutje)
- Schnürboden - Großer Holzfußboden auf einer Werft auf dem Spanten, Platten usw. im Maßstab 1:1 aufgerissen werden
- Schokoladensturm - Nordweststurm Westindiens
- Schot - Tau, mit dem man das Segel so stellt, wie es die Richtung des Windes erfordert
- Schott - eiserne Quer- und Längswände zur Abteilung des Schiffskörpers; Tür
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- Schricktau - um die Fahrt eines Schiffes, das im Hafen verholt wird zu verlangsamen oder zu hemmen
- Schrotmeissel - Scharfer Meißel mit breiter Schnittfläche an einem Erlenholzstiel. Dient zum Durchschlagen der Drähte beim Spleißen
- Schubverband - zusammengekoppelter Schubleichter und Schubschlepper
- Schussel - ein fahriger, unruhiger Offizier
- schwabbeln, gehe mich abschwabbeln - 1. abwaschen von lackierten Teakholzflächen mit Frischwasser. 2. Ich gehe jetzt duschen
- Schwalbennest - balkonartiger Ausbau, z.b. für Geschütze oder Wasserbombenwerfer, bzw kleine Ausbuchtung zum Verstauen von Sachen
- Schwanzwelle - das hinterste Stück der Wellenleitung, auf dem der Propeller sitzt
- Schwarzwareschiff - Tanker für schmutzige Öle, wie Rohöl, Kesselöl etc.
- Schwalker - ein trunkfälliger, sonst aber tüchtiger Seemann
- Schwanenhals - an Deck endendes, flaches umgebogenes Entlüftungsrohr von Doppelbodentanks und dergleichen. Meistens mit Klappe
- Schwatte Gäng - Bezeichnung für Beamte vom Zoll, die das ganze Schiff nach Schmuggelware etc. durchsuchen
- schwarzer Frost - engl. black frost - schnellwachsende, nicht aufzuhaltende Vereisung eines Schiffes durch gefrierenden Nebel oder überkommende See bei extrem großer Kälte. Kann sogar zum Kentern des Schiffes führen.
- Schweinchenmesse - Speiseraum an Bord, in dem man seine Mahlzeit in dreckiger Kleidung einnehmen kann
- Schweinsrücken - Decksverstärkung für den an Deck genommenen Anker
- Schwimm! - Erstes Kommando an über Bord Gegangene, die durch den Schock häufig vergessen zu schwimmen und ertrinken.
- schwoien - Drift ankernder Schiffe
- Schwoienraum - der beanspruchte Raum der driftenden Ankerleine
- sehe-euch-in-Liverpool - ein traditioneller Gruß der Lotsen beim Vonbordgehen von einem ausgehenden Schiff
- Selaton - ein Südwind der Philippinen
- Seebär - ein alter Seemann
- Seebeine - Fähigkeit, trotz Schlingern und Stampfen auf Deck zu gehen
- Seefahrtsbuch
- Seefahrtspatent
- Seegang
- Seehafen
- Seehahn - Flutventil
- Seehandel
- Seekarte
- Seekasten - kleiner kastenartiger Raum im Unterwasserschiff, von welchem aus die Seewasserleitungen (Ballast-, Kühl-, Feuerlösch- und Spülwasser) ins Schiffinnere führen
- Seekiste - Koffer für Seeleute
- Seekrähe - Kormoran
- Seelenverkäufer - nicht mehr voll seetüchtiges Wasserfahrzeug, das die "Seelen" der Passagiere und Besatzungsmitglieder "verkauft".
- Seekrankheit
- Seemannschaft
- Seemannsgarn - Lügengeschichten
- Seemannssonntag - seemännische Bezeichnung für den Donnerstag, wo es ein sehr gutes Essen gibt
- Seemeile
- Seenot
- Seepastete - ein amerikanisches Seemannsgericht aus Fisch, Fleisch und Gemüse in Schichten
- Seeschlepper - sehr dicke lange Stahltrosse zum Abschleppen havarierter Schiffe. Wurde früher auf vielen Frachtern sicherheitshalber mitgeführt
- Seetörn - die Stunden, Tage oder Wochen, die ein Schiff hintereinander in See gewesen ist
- Seeverhalten - gutes Gegenankommen gegen die See (Schiff)
- Seewurf - 1. Überbordwerfen 2. Überbordspülen von Ladung in schwerer See
- Segelanweisung - Die im Segelhandbuch gegebenen Anweisungen zum Ansteuern einer Einfahrt oder Durchfahrt
- Segelhandschuh - Hilfswerkzeug zum Segelnähen
- Segelkoje - Stauraum an Bord eines Schiffes für die SegelCIMG0180.JPG
- Segelschnitt - Zuschnitt des Segels
- Segeltörn
- selbstlenzende Plicht - einer Segelyacht, deren Boden oberhalb der Schwimmwasserlinie liegt und aus der überkommendes Wasser von selbst wieder abläuft
- Sextant
- Shanty - der Matrosengesang, der besonders beim Bedienen des Gangspilles gesungen wird
- Shave and a Haircut - Haarschneiden und Rasieren - In der Seeschifffahrt allgemeiner Ausdruck für Routineüberholungen, wenn kein wirklicher Schaden vorliegt
- Shiptainer - schiffseigenes Container-Umschlaggerät
- Signalbuch
- Simm - Einfaßleine eines Fischnetzes
- Skatschmann - Schamfilzschutz aus Leder oder Holz an Pardunen oder Wanten
- Sklavenküste - die Küste von Togo
- Skiff - im Rudersport der Einer
- Skipper - Schiffsführer
- Skipjack - Knichspantenboot mit mehrfach geknickten Spanten
- Skorbut
- Skylight - Vom Seemann oft verwendetes Wort für das Oberlicht
- Slip - eine Rampe für das Wassern (slippen) von Booten und Schiffen
- slippen
- Smadding - Dienstältester Seemann am Bord von Marineschiffen, er ist für die Seemannschaft und Sauberkeit am Bord verantwortlich
- Smeerreep - Leine am Achterliek zum Reffen des Großsegels einer Slup
- Smutje - Schiffskoch
- snatching - Losreißen der Schlepptrosse
- Solano - Ostwind an der ostküste Spaniens
- SOLAS
- Sonar
- Sonnenbrenner - an einem Mastarm angebrachter Tiefstrahler zur Decksbeleuchtung beim Laden und Löschen
- Sonnenschuss - ungewolltes Anluven oder Abfallen eines Segelschiffes in Folge zu starker Krängung
- Sorgleine - zum Freihalten der Boje vom Bootskörper, fährt durch ein Auge der Klüverbaumnock
- SOS
- Spake - Speiche des Steuerrades
- spanischer Sofapisser 1. Bezeichnung für kleine Hunde, die von Passagiere mit an Bord gebracht werden 2. bis Mitte der 1980er das Maskottchen an Bord von Marineschiffen
- Spanische Winsch - Laschverfahren
Spanten und Wasserlinienriss.jpg
- Spanten - Rippen des Schiffes
- Speckrolle - ein Arbeitsmittel zum Vervielfältigen von Stauplänen
- Speigatt - auch Nüstergatt Vorrichtung bzw. Öffnung zum Ablaufenlassen von Wasser
- Speiserolle - siehe Verpflegung
- Spicktakel - Talje zum Halten eines Wales längsseits vom Schiff
- Spickbottich - Holz- oder Stahlfass für Fett, Walspeck und anderes
- Spinnaker - bauchig geschnittenes leichtes Vorsegel
- Spinnenkopf - eine Hartholzplatte mit vielen Löchern für die Sonnensegel
- Spitfire - Sturmklüver
- spleissen - zwei Tauenden zusammenfügen
- Splißhorn
- Sprag - junger Kabeljau
- Spring - Vorspring: Festmacherleine, die am Bug nach achtern verläuft; Achterspring: Festmacherleine am Heck, die nach vorne läuft
- Spritflagge - Benzinflagge; rotee Flagge mit weißer Scheibe
- Springflut - höher auflaufendes Gezeitenwasser als Folge von Voll- oder Neumond, Gegensatz ist die Nippflut
- Spreader - Container- Heberahmen
- Sprung - negativer (konvex) oder positiver (konkav) Sprung bezeichnen die Linie der Rumpfform vom Vorsteven bis zum Heck
- Sprungschicht - sprunghafte Änderung von Salzgehalt, Temperatur und Dichte im Meerwasser
- Staffkapitän - auf größen Fahrgastschiffen, ein abwechselnder Kapitän, der seinen Vorgesetzten einen Teil der gesellschaftlichen Pflichten abnimmt
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- Stabdeck - ein verwendeter Ausdruck im Yachtbau für aus Holz gefertigte Decksbeplankung
- Stag - Tau zur Befestigung des Mastes in Längsrichtung des Schiffes
- Stagreiter - vorderstes viereckiges Segel eines Schoner
- stampfen - Bewegungen des Schiffs um die Querachse
- Stapellauf
- Starcut - ein Spinnaker mit sternförmigen Schnitt der Segelbahnen
- Stauerviz - Vormann der Schauerleute
- stehender Wind - gleichmäßiger Wind
- steif – ein Schiff ist steif, wenn es im Seegang auf Grund seiner zu niedrigen Schwerpunktlage nur wenig rollt (krängt) und diese Bewegungen nicht weich, sondern hart ablaufen. Hohe Beanspruchung für die Konstruktion. Gegenteil: rank
- Steigblock - erhöhter Kommandostand auf dem Achterdeck alter segelschiffe
- Steiger - Anlegeponton auf dem Rhein
- Stellage - "Brett", das an Seilen an die Außenwand des Schiffes gehängt wird, um Arbeiten zu verrichten (anstatt eines Gerüstes)
- Stelling - ein Laufsteg zwischen Schiff und Pier oder von Schiff zu Schiff
- Steuerbord - StB; engl. Starbord; S, rechte Seite des Schiffes, in Fahrtrichtung blickend
- Steuerlicht - am Schlepper als Steuerhilfe für das geschleppte Schiff
- Steuerstock - eine Glimmlampe vorne am Bug, als Führung und Steuerhilfe für den Rudergänger
- Steward - der Kellner, Pantrymann, Aufwärter an Bord eines Schiffes
- Stopfbuchsenschott - hinteres Kollisionsschott
- Storeraum - Vorratskammer/raum
- Strandgut - an den Strand geschwemmte Ladung
- Strich - der 32. Teil eines Kompasskreises = 11,25°
- Stromstrich - der Teil eines Flusses oder der See, in dem die Strömung seine größte Geschwindigkeit hat
- Stromschifffahrt-Stromsegeln - Schifffahrt unter Ausnutzung der Meeresströmungen
- Stropp - Schlaufe in einem Tau; Kette, Kabel
- Stubbenkammer - in einer Höhle der Stubbenkammer auf der Insel Rügen soll Klaus Störtebecker unermessliche Schätze zusammengetragen haben
- Stummelmast - kurzer Mast ohne Stenge
- Sucher - 1. Echolot; 2. Tiefenmesser; 3. Entfernungsmesser; 4. Sterntafel zum Auffinden der Sterne
- Süll - Schwelle
- stützen - Kommando, das Schiff auf einen geraden Kurs legen
- stütz Ruder! - Kommando um dem Drehen des Schiffes bei einem Drehmanöver entgegenzuwirken
- Subjunior officer - amer. Offizierspraktikant für zwei Monate an Bord vor der Prüfung zum 3. Offizier
- Südstein - siehe Geschichte der Schifffahrt 2634 v. Chr.
- Suesscheinwerfer - für Schiffe auf dem Sueskanal vorgeschriebene Suchscheinwerfer-Bauweise (Suez Canal searchlight)
- Sund - eine Durchfahrt zwischen dem Festland und einer Insel, z.B. Fehmarnsund
- Süßwassermatrose - Spottname für den Binnenschiffer von Seiten der Seeschiffer
- Sweater - 1. Wolljacke; 2. Leuteschinder
T
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Schlüsselwort: Tango *
- Tablettjockey - Spottname für den Schiffssteward
- Taifun - tropischer Wirbelsturm in Südostasien
- Takelage
- Takelpäckchen - besonders kräftiger Arbeitsanzug
- Takler - Handwerker, der aus Blöcken und Tauwerk die Takelage fertigt
- Takling - Umwickeln des Endes einer Leine mit Taklinggarn, um das Auswickeln der einzelnen Fasern zu verhindern
- talwärts laufen - einen Fluss hinuntertreiben, fahren oder geschleppt werden
- Tallymann - Ladungskontrolleur
- Tallystäbchen - die Chinesen geben für jedes Stück gelöschte Ladung ein Bambusstäbchen
- Talje - Flaschenzug, Winsch
- Tampen - Ende einer Leine, seemännische Umgangssprache für Leine
- Tang - große Meeresalge, Braunalge
- Tarpaulin - schweres wasserdichtes Material
- Taucher - 1. umgangssprachlich U-Boot; 2. Mann mit Tauchgerät; 3. Taschendieb
- Tauchretter - Rettungsatmer im U-Boot
- Tauchtank - Tauchzelle im U-Boot
- Tausendbein - ein langer Block mit bis zu zehn Scheiben übereinander
- Tauwerk
- Tay-Anker - Suchanker
- Tender - Hilfs-, Verkehrs- und Versorgungsfahrzeug für ein Schiff oder einen Schiffsverband
- Teufelsklaue - ein Doppelhaken
- Tide
- Tidegänger - ein in der See aufrecht schwimmendes, gefährliches Holzstück
- Tiefe sechs - einen Gegenstand über Bord werfen
- Tiner - Kasten oder reusenartige, beköderte Hummerfalle, wird an der Leine auf den Grund gelassen
- Tingeltangel - Vergnügungsgelegenheiten aller Art bei Landgang
- Tischtuch - eine Wolke über dem Tafelberg (Kapstadt)
- Tochterkompass - Der Kreiselkompass (Mutterkompass) ist möglichst geschützt unter Deck aufgestellt und überträgt seine Anzeige elektrisch auf beliebig viele Tochterkompasse (Steuer- oder Peilkompass) an verschiedenen Stellen im Schiff
- Tom Cox's traverse - die unnützen Gänge eines Matrosen, um sich von der Arbeit zu drücken
- Tonnage
- Tonne – schwimmendes, an bestimmter Position fest verankertes Seezeichen, von Landratten 'Boje' genannt
- Toonbank - Hamburger Bezeichnung für Theke, Schanktisch, auch als Verkaufstresen
- Topp - oberstes Ende (z. B. eines Mastes)
- Torfeuer - paarweise angeordnete gleiche Leuchtfeuer zu beiden Seiten eines Fahrwassers
- Törn - eine Segeltour, auch Segeltörn genannt
- totsegeln - wenn zwei Schiffe zusammen dicht am Wind segeln und eines läuft dem anderen voraus, so hat es das langsamere "totgesegelt"
- Tragflächenboot - Fahrzeug, das sich bei der Fahrt aus dem Wasser heraushebt
- Trampschiff - siehe Trampschifffahrt
- Trampsen - (trampeln, mit kräftigem Auftreten) für den Wachhabenden Offizier vom Dienst (OvD) ein Zeichen, dass seine Posten des Nachts nicht eingeschlafen sind (s. Artikel Reise reise)
- Trawl - das Grundschleppnetz
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- Treideln - das Schleppen eines Schiffes vom Ufer aus, nur möglich an Kanälen und Flussläufen
- trimmen - Optimieren der Verteilung der Ladung/des Ballasts oder der Segelstellung; allgemein für: in Ordnung bringen
- Trinityhaus - englische Körperschaft zur Unterhaltung und Bemannung von Leuchttürmen, Feuerschiffen usw.
- Trosse - schweres Tauwerk zum Festmachen oder Schleppen
- Troyer - gestrickte Wolljacke, Sweater oder Unterhemd aus Wolle
- Tsunami
- Twist - Putzwolle
U
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Schlüsselwort: Uniform *
- über Stag gehen - das Wenden eines Segelschiffes (gegen den Wind)
- überlegen - das Legen des Ruders von der einen Seite auf die andere Seite
- überstaut - die Ladung, die zuerst von Bord soll, ist durch eine andere überdeckt
- Übertage - Bezeichnung für Heringe, die 24 Stunden nach dem Fang im Fischladeraum bleiben; sie haben nur den halben Wert
- übertakelt - zu lange Masten und zu hohe Segel
- Überwasserschiff - der Teil des Schiffsrumpfes, der oberhalb der Konstruktionswasserlinie liegt
- UHL - Ultra Heavy Lift Hebesystem in der Werftindustrie für schwere und überschwere Lasten zb. Schiffssektionen
- Umiak - Frauenboot der Eskimos
- Unfallboot - das an Bord von Fahrgastschiffen ausgeschwungen gefahren werden muss
- Ungf. - ungefähr, auf Seekarten
- unklar - alles, was nicht einsatzfähig, nicht in Ordnung und nicht gebrauchsfertig ist
- Uniform - lat. unus forma - einheitliche Gestalt, einheitliche Dienstkleidung
- Unterfeuer - bei Richtfeuern das untere, näher zum Fahrwasser stehende Feuer, das zusammen mit dem Oberfeure in eine senkrechte Peilung gebracht, eine Fahrrine markiert.
- Unterholung - wenn ein vor Anker liegendes Schiff durch eine Unterwasserströmung schräg zur Kettenrichtung gelegt wird
- Unterscheidungssignal
- Unterwasserschiff - der Teil des Schiffsrumpfes, der unterhalb der Konstruktionswasserlinie liegt
- "Ursula" - englische Schlechtwetterkleidung
- US Coast Guard - US-amerikanische Küstenwache
- US Coast Guard Port Control - US-amerikanische Hafenkontrolle
- UT - universal time: Universalzeit, Weltzeit (mittlere, bürgerliche Greenwich-Zeit = Greenwich Mean Time)
V
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Schlüsselwort: Victor *
- Valeman - Matrose, der beim Heringsschlachten mit einem Schöpfnetz aus der heringskrippe herausschöpft und verteilt und damit das Arbeitstempo angibt
- Vamarie-Takelung - Spreizgaffeltakelung
- vanish - (1) Slang für einen, der Verschwinden soll, (2) math. verschwinden, Null werden
- VCM-Tanker - Vinylchlorid-monomer-Tanker
- Velalla - Segelqualle
- Venilia - röm. Göttin des Meeres. Die Gemahlin von Neptun und Beschützerin der Seereisenden
- Verblocken - Verkeilen von Ladung
- Verbrüderungsschäkel - ein Schäkel in U-Form mit ovalem Bolzen, der Ankerkette und Anker verbindet
- Verdrängung
- Verdrängungstonnage - Deplacement|Deplacementtonnage, ist eine Fehlbezeichnung und wird für Kriegsschiffe gebraucht, die nicht vermessen sind, sondern bei denen die Hafen-, Kanal-, und ähnliche Gebühren nach der Verdrängung berechnet werden
- verfangen - bedeutet so viel wie ablösen
- verholen - den Liegeplatz eines Schiffes ohne Maschinenkraft verändern
- verkatten - das Ausbringen von zwei Ankern hintereinander
- Verklicker - ein kleines Band, das üblicherweise gut sichtbar am stehenden Gut eines Segelbootes befestigt wird, damit der Skipper die Windrichtung des scheinbaren Windes erkennen kann (umgangssprachlich: jemandem etwas "verklickern" = jemanden ins Bild setzen)
- verrollen - verprügeln
- Verschanzung - der feste Teil der Reling
- verschleißen - die Abnutzung durch den Gebrauch
- vertäuen - das Festmachen eines Schiffes durch Leinen an Land, an Poller usw.
- Very-Signalsystem - nach dem Morsecode-Prinzip mit roten und grünen Leuchtkugeln: rot=Punkt, grün=Strich; nicht mehr in Gebrauch
- VDR - Verband Deutscher Reeder
- VLOOC - Very Large Ore Oil Carrier; sehr großer Erz-Ölfahrer,-frachter, kombiniertes Frachtschiff mit einer Schwerguttragfähigkeit von 150000 Tonnen bis 300000 Tonnen und darüber
- Vogelnavigation - siehe Flokis Raben
- Volksoffizier - Schiffsoffizier, der aus dem Mannschaftsstand hervorgegangen ist
- voll und bei - Kurs am Wind, bei dem das Verhältnis aus gelaufener Höhe und Geschwindigkeit optimal ist, d.h. am meisten Weg nach Luv gemacht wird
- voll halten - das Schiff so steuern, dass die Segel gut voll stehen
- vor ihrem Herrn herlaufende Hunde - vor einem Orkan herlaufende Dünung
- Vollfroster - Heckfänger
- Vorleine - Diejenige der vier bei jedem längs eines Kaies liegenden Schiffes erforderliche Festmacherleinen, die vom Bug aus schräg voraus zeigt
- Vorspring - Diejenige Festmachleine, die vom Bug aus schräg nach hinten zeigt
- Vorliek
- Vorreiber - Riegel
- Votivschiff - Schiffsmodelle in Kirchen, als Weihgabe oder Geschenk
- Voyage Data Recorder sammelt Daten anhand von Sensoren an Bord von Schiffen
W
Signalflagge-W.png | Mh winkerflaggenalphabet w.png
Schlüsselwort: Whiskey *
- Waage - eine Dreiecksplatte am Yachtvorstevenkopf für Fockfall, Vorstag und Vorliek
- Wabos - Abk. für Wasserbomben
- Wahrschau - Ortsfeste Warneinrichtung, z.B. eine Boje an einem Wrack, besonders bei der Binnenschiffahrt
- Wahrschau! - Warnruf: „Achtung!“
- wahrschauen - warnen, instruieren, benachrichtigen
- Wake - eine offene, nicht zugefrorene Stelle in der Eisdecke; allgemein auch das von Wirbeln durchsetzte Kielwasser eines Schiffes
- wake-homer - Torpedo, der das Ziel durch Verfolgung des Kielwassers findet
- Walkee - Pidgin-Englisch für Dampfer, Schraubendampfer
- Walking - die eigenartig Erschütterung bei Grundberührung
- Walloper - amer. Slang: Gelegenheitsarbeiter in Docks auf Werften, Hafenbummler
- Wallschiene - Scheuerleiste, die kräftige Ausführung
- Walrückendeck - Runddeck
- Wanderratte, auch Kairatte - Hafendieb
- Wanten - Taue zur seitlichen Abstützung der Masten, meist mit Webeleinen verknotet
- War nose - Gefechtskopf eines Torpedos
- Warpanker - Wurfanker, Stromanker, Schleppanker
- Warrlümmel - Holzknüppel zum Durchrühren von Hering und Salz
- Waschbord - zwischen den Bodenwrangen
- Waschwasser - Seeschlagwasser
- Wasserbombe - Sprengladung mit einstellbarem Druckzünder, die in der voreingestellten Wassertiefe explodiert
- Wasserbomben-Racks - Halterung für das seefeste Lagern von Wasserbomben
- Wasserhol - Slang-Ausdruck, wenn beim Netzfischen keine Fische im Netz sind
- Wasserkabriolett - Motorboot mit Klappverdeck
- Wasserlimousine - Motorboot mit geschlossenen Dach
- Wasserlinie
- Wasserstraße Seeweg, Fahrrinne durch Eis etc.
- Waterbailiff - engl. hist.: Hafenzollbeamter
- Watt - das flache Vorland vor den Deichen an der Nordseeküste, das bei Flut überspült wird und bei Ebbe trocken fällt
- Webeleinen - kurze, quer verlaufende, mit den Wanten verknotete Taustücke, dienen als Leiter zum Aufentern
- Webeleinstek
- Wechselfeuer - ein Festfeuer, das abwechselnd Scheine von verschiedener Farbe zeigt
- Wegerung - die innere Verkleidung des Schiffes, dient Hauptsächlich der Isolierung
- Weiberknoten - der falsche Kreuz- oder Reffknoten; er ist die Visitenkarte des unbefahrenen Mannes
- Weiße Wand - Riesenwelle mit Schaumkrone
- Wellenberuhigungsöl - wurde in der Schifffahrt eingesetzt, um den Wellengang auf hoher See zu verringern z. B in der Seenotrettung
- Wellenbinder - siehe Verdränger und Gleiter
- Wellengenerator - Ein an der Welle des Propellers angebrachter Stromgenerator auf Segelyachten, der dazu dient die Energie des durch die Strömung während der Fahrt unter Segeln mitdrehenden Propellers in elektrische Energie umzusetzen.
- Wellentunnel - Gang zwischen Antriebsmaschine und Propeller
- wenden - Fahrtrichtung gegen den Wind ändern (mit Segelumschlag)
- Wetterprophet - Spottname für den Meteorologen, Rheumakranker Seemann
- Wettpullen - Bootrennen
- Wieling - ein umlaufendes Stück Tau oder Gewebe als Scheuerleiste oder Fender (speziell Tauwieling)
- Willy-Willy kleiner, heftiger Zyklon an der Westküste Australiens
- Winddreieck ist eine navigatorische Rechnung in der Luft- und Schifffahrt bezüglich der Kräfte von Winden mit Hilfe des Sinussatzes
- Windjammer - Segelschiff
- Winkeralphabet
- Winsch
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- Witwenmänner - nur dem Namen nach an Bord geführte Seeleute, deren Heuer für Seemannswitwen bestimmt war
- Wo aus! Frage an den Ausguck, in welcher Richtung ein Segel, Feuer oder Objekt ist
- wriggen - ein Boot mit nur einem Riemen über das Heck vorwärts bringen
- Wuling - Ausdruck für Gedränge, Durcheinander (schlecht aufgeschossenes Tauwerk)
X
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Schlüsselwort: X-ray *
- X-band - (Funk) Frequenzband von 5200 bis 11000 MHz
- X-craft - Kleinst-U-Boot
- X-Mast - überkreuz gestellte Masten an dem das Segel gefahren wird
- X-turret - zweiter (überhöhter) Geschützturm von achtern
- Xebec - Schebeke, kleiner Dreimaster mit zwei Lateinsegel und einen Besan
- Xmitter - (Funk) Sender
- XY-Recorder - Koordinatenschreiber
- XY-Steuerung - Steuerung mittels Rollkugel oder Steuerknüppel
- Xylamon - Imprägnierungsmittel für Holz gegen Fäulnis und Wurmfraß
- Xylolith - Steinholz, oft verwendet für Abdichtung, z.B. Stopfbuchse, Welle
Y
Signalflagge-Y.png | Mh winkerflaggenalphabet y.png | Segelyacht1.jpg
Schlüsselwort: Yankee *
- Yacht - bzw. Jacht, (aus gleichbed. niederl. jacht, dies verkürzt aus mniederl. jageschip "schnelles Schiff") ist ein Wasserfahrzeug für Freizeitzwecke mit einer Kajüte. Es gibt sowohl Motoryachten als auch Segelyachten.
- Yachtdesign - Yachtentwurf, Yachtzeichnung
- Yachthafen
- Yachtie - slang. abfälliger Ausdruck für einen überheblichen oder unerfahrenen Yachteigner
- Yachtrace - Wettsegeln, Segelrennen
- Yankee- Klüvertoppsegel
- Yard-arm blinker - Signallampe auf der Rahnock
- Yard tackle - Ladetalje des über Bord stehenden Ladebaumes bei Arbeiten mit gekoppelten Bäumen
- Yardlabourer - amer. Werftarbeiter
- Yardstick
- Yarn - Takelgarn, Seemannsgarn
- Yawing - Gieren, eigenmächtiges Abweichen des Schiffes vom festgelegten Kurs
- Yawljigger - Treiber, Toppsegel
- Yellowmetall - eine messingartige Kupferlegierung, wird im Yachtbau vielfach für Bolzen, Nägel usw. verwendet
- Yeoman - Bootsruderer der engl. königlichen Staatsbarke auf der Themse
- Yhle - abgelaichter Hering
- "Yo-heave-ho!", "Yo-ho!" - Hauruck
- York-Antwerpen-Regeln - Regeln für die Schadensverteilung
- Youngster - Seekadett, frisch von der Militärakademie an Bord
Z
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Schlüsselwort: Zulu *
- Zampelbüdel - ein aus Segelleinen hergestellter Sack, in dem der Stauer so Manches aus dem Freihafen herausschmuggelt
- Zeese - Bezeichnung für ein Schleppnetz in der Ostsee
- Zeising - eine kurze Leine, die zum Beschlagen der Segel verwendet wird
- Zeitball, Metallkugel, meist ein auf einem hohen Turm angebracht und um 12:00 Uhr ausgelöst, die den Schiffen das genaue Einstellen der chronometer auf Sicht erlaubte. Für den Hamburger Hafen war der Zeitball auf der Kehrwiederspitze weithin sichtbar angebracht.
- Zentrierkette - werden beim Eindocken von Schiffen gebraucht
- Zenith - Punkt senkrecht über dem Beobachter, Scheitelpunkt des Himmels. Ihm entgegengesetzt liegt der Fußpunkt oder Nadir
- Zeug - (1) Ausdruck für die Kleidung des Seemannes, (2) Ausdruck für Takelage
- Zeugwäsche machen - Bevor auf Handelsschiffen in den 1970er Jahren zunehmend Waschmaschinen an Bord kamen, haben die Seeleute ihr Arbeitszeug mit grüner Seife und Wurzelbürste oder Schrubber auf dem Boden ausgeschrubbt. Auf Dampfschiffen wurden die eingeweichten Sachen vorher mit dem Steamrohr gekocht.
- Zielfahrt - direkte Ansteuerung von Feuerschiffen, Funkstellen oder Schiffen in Seenot
- Zillenschlachter - der Abwracker in der Binnenschifffahrt
- Zollmops - Spottname für einen Zollbeamten
- Zollstander - 3. Hilfsstander, dreieckige Flagge, die von oben nach unten weiß-schwarz-weiß gestreift ist. Bedeutung: Ich habe Zollwaren an Bord.
- Zossen - altes Schiff, an Land: ein Pferd
- Zugleich! - Kommando (zuuu-gleích, wie Haurúck betont), wenn alle Mann gleichzeitig an einem Ende ziehen sollen
- Zurrbrook - dient zum Festhalten eines in der Davit hängenden Bootes
- zurren - festbinden
- Zurring - beim Zurren gebrauchtes, bestimmtes Tau
- zutörnen - (2) Überstunden machen. (2) der Ruf des Bootsmanns Tööörn tou ruft die Decksgang morgens oder nach Arbeitspausen zur Arbeit.
- Zwischenspanten - Bauteile die zwecks einer örtlichen Verstärkung zwischen den regulären Spanten eingebaut werden
Weblinks
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