Tamarinde (auch Indische Dattel oder Sauerdattel) sind die Hülsen - umgangssprachlich oft "Schoten" genannt - des Tamarindenbaums (Tamarindus indica) und finden Verwendung in der indischen Küche.
Aussehen
Tamarinden sind etwa 15 bis 20 cm lange flache Hülsen, in deren Innerem die
Samen liegen, die von einer klebrigen, dunkelbraunen Masse (Pulpa) eingehüllt sind.
Verwendung
Zur Herstellung des Tamarindensafts gibt man zwei bis drei Esslöffel des Konzentrats in drei bis vier Esslöffel lauwarmes Wasser und lässt alles kurz stehen. Anschließend knetet man die Masse, bis die Kerne sich lösen und ein dunkelbrauner
Sud übrig bleibt.
In
Thailand wird Tamarinde
kandiert und mit
Chilli gewürzt als ziemlich scharf schmeckendes Konfekt gegessen. Im
Libanon wird eine Limonade aus Tamarinde hergestellt.
Geschmack
Der Geschmack von Tamarindensaft ist mild-säuerlich und frisch. Er erinnert an
Zitronensaft, der den Tamarindensaft notfalls auch ersetzen kann. In Europa ist ein Tamarindenkonzentrat unter dem Namen "Asem" erhältlich. Tamarindenpulpe findet sich auch als Zutat in Fertigsoßen.
Herkunft
Die Tamarinde stammt vermutlich aus Afrika. In Indien ist sie seit ca. 1300 v. Chr. nachgewiesen,
Holzkohle von Tamarinde wurde in Narhan am mittleren
Ganges gefunden.
Quellen
- Dorian Fuller: An agricultural perspective on Dravidian historical linguistics : archaeological crop packages, livestock and Dravidian crop vocabulary. In: Peter Bellwood/Colin Renfrew: Examining the farming/language dispersal hypothesis. (Cambridge 2002), S. 191-213
Gewürz
Tamarind | Tamarinier | タマリンド