Tamara Press (* 10. Mai 1937 in Charkiw, Ukraine) ist eine ehemalige sowjetische Kugelstoßerin und Diskuswerferin der 1960er Jahre. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Irina Press, ebenfalls Leichtathletin, war sie die eine Hälfte der schon damals so genannten "Press Sisters", die fast alles gewannen, was es zu gewinnen gab.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom gewann Tamara die Goldmedaille im Kugelstoßen und die Silbermedaille im Diskuswerfen. Bei den Olympischen Sommerspielen 1964 in Tokio errang sie in beiden Disziplinen die Goldmedaille. Sowohl im Kugelstoßen als auch im Diskuswerfen stellte sie jeweils sechs Weltrekorde auf.
Auch bei Europameisterschaften war sie erfolgreich: 1958 wurde sie in Stockholm Dritte im Kugelstoßen, 1962 in Belgrad Europameisterin im Kugelstoßen und im Diskuswerfen.
Die westliche Presse verstand diesen Rückzug als Eingeständnis, es herrschte der Kalte Krieg. Die russischen Zeitungen dementieren dies bis heute.
Der Vater starb im Krieg. Sie wuchsen fern ihrer Heimat auf, da diese von deutschen Truppen besetzt und zerstört worden war. Später absolvierten sie ein Studium an der Staatlichen Universität von Leningrad.
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