Taktische Kennungen bei Feuerwehr und Rettungsdienst sind landesweit einheitliche Richtlinien, die den Funkverkehr im BOS-Funk vereinfachen sollen. Ursprünglich wurde durch die Innenministerkonferenz aus dem Jahre 1994 angedacht, eine bundesweit einheitliche Regelung zu schaffen. Bedingt durch die unterschiedlichen Landesrettungsdienstgesetze und Landesfeuerwehrgesetze und die damit einhergehende Vielfalt bei der Aufbauorganisation von Feuerwehr und Rettungsdienst und die verschiedenen Fahrzeuge nach Landesvorschrift war dies jedoch nicht möglich, sodass man sich lediglich auf Landesebene auf einheitliche Richtlinien einigen konnte. Auch die Empfehlungen der „Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland“ (2003) wurden nicht bundesweit durchgesetzt.
Hintergrund dieser Kennungen ist es, durch kurze Kennungen in Form von Ziffern (ausgenommen in Hamburg) den Funkverkehr zu reduzieren. Ähnliches gilt auch für die Funkrufnamen im BOS-Funk. Teilnehmer bzw. Mitarbeiter der entsprechenden Organisation sind somit in der Lage, schnell und eindeutig ein bestimmtes Fahrzeug anzusprechen und dessen Status herauszufinden. Auch helfen die Kennungen bei der Realisierung der Technischen Richtlinien für den BOS-Funk (TR-BOS), die besagen, dass keine Namen oder Führungspositionen im Klartext durchzugeben sind. Dies wird erreicht, indem z.B. dem Einsatzleiter eine bestimmte Ziffer zugeteilt wird.
=Empfehlungen=
Innenministerkonferenz
- 1-9: Leitungs- und Führungspersonal/Einheiten
- 10-19: Einsatzleitwagen und Mannschaftstransportfahrzeuge
- 20-29: Tank- und Pulverlöschfahrzeuge
- 30-39: Hubrettungsfahrzeuge
- 40-49: Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge
- 50-59: Rüst- und Gerätewagen
- 60-69: Schlauch- und Wechsellader-Fahrzeuge
- 70-79: Sonstige Feuerwehrfahrzeuge
- 80-89 Rettungsdienstfahrzeuge (siehe unter Taktische Kennungen im Rettungsdienst)
- 90-99: Zur besonderen Verwendung
- 90: nicht vergeben
- 91: tragbare Sprechfunkgeräte im 4m-Band (FuG 8b-1)/ Strahlenmesstrupp
- 92: tragbare Sprechfunkgeräte im 4m-Band (FuG 8b-1)
- 93: nicht vergeben
- 94: tragbare Sprechfunkgeräte im 4m-Band (FuG 8b-1)/ Rettungshundeführer
- 95: nicht vergeben
- 96: nicht vergeben
- 97: nicht vergeben
- 98: nicht vergeben
- 99: nicht vergeben
- 00: Feuer- und Rettungswache, Feuerwache, Leistelle (auch für FMS)
- 1-9: Führungskräfte
- 1: Leiter der Organisation
- 2: Stellvertretender Leiter der Organisation
- 3: 2. Stellvertretender Leiter der Organisation
- 4: frei (ggfs. weitere Führungskräfte)
- 5: frei (ggfs. weitere Führungskräfte)
- 6: frei (ggfs. weitere Führungskräfte)
- 7: frei (ggfs. weitere Führungskräfte)
- 8: frei (ggfs. weitere Führungskräfte)
- 9: frei (ggfs. weitere Führungskräfte)
- 10-19: Einsatzleitwagen und Mannschaftstransportfahrzeuge
- 20-29: Tank- und Pulverlöschfahrzeuge
- 30-39: Hubrettungsfahrzeuge
- 40-49: Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge
- 50-59: Rüst- und Gerätewagen
- 60-69: Schlauch- und Wechsellader-Fahrzeuge
- 70-79: Sonstige Feuerwehrfahrzeuge
- 80-89 Rettungsdienstfahrzeuge
- 90-99: Gefahrgutfahrzeuge
=Umsetzung in den Bundesländern=
Baden-Württemberg
Feuerwehr
- 00: Feuerwache/Feuerwehrhaus
- 1-9: Personengebunde Kennungen: Die Träger dieser Kennung verwenden an jeder Funkstelle ihre persönlich Kennung (x = Nummer der Abteilung):
- 10-19: Führungs- und Versorgungsfahrzeuge
- 20: Zug Löschangriff (Taktische Einheit)
- 21-29: Tank- und Pulverlöchfahrzeuge
- 30-39: Hubrettungsfahrzeuge
- 40: Zug Technische Hilfe (Taktische Einheit)
- 41-49: Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge
- 50-59: Rüst- und Gerätewagen
- 60: Zug Löschwasserversorgung (Taktische Einheit)
- 61-69: Schlauwagen und Wechselladerfahrzeuge
- 70-79: Sonstige Fahrzeuge
- 80-89: Rettungsdienstfahrzeuge
- 90: Zug Gefahrgut/Strahlenschutz (Taktische Einheit)
- 91-99: ABC-Dienst
Rettungsdienst
Die erste Teilkennzahl gibt Wache an:
1-19: Rettungswache
50: DRK-Kreisverband
51-99: Standort der Bereitschaft
Die zweite Teilkennzahl gibt wie bei der Feuerwehr die Art der Funkstelle an:
- 00: Rettungswache/Unterkunft der Bereitschaft
- 1-9: Personengebunde Kennungen: Die Träger dieser Kennung verwenden an jeder Funkstelle ihre persönlich Kennung:
- 10-19: Führungs- und Versorgungsfahrzeuge
- 20: Führungstrupp Einsatzeinheit
- 21-29: Fahrzeuge des Sanitätsdienstes (Katastrophenschutzeinheiten)
- 30-39: Fahrzeuge des Betreuungsdienstes
- 40-49: Fahrzeuge des Sanitätsdienstes
- 50-59: Fahrzeuge des Technischen Dienstes
- 60-69: Sonderfahrzeuge
- 65: Wechsellader-Fahrzeug (WLF)
- 70-79: Sonstige Dienste
- 70: Zugführer Luftrettungszug
- 75: Führungskraftwagen Rettungshunde
- 76: Krad
- 78: Sonderfahrzeug Rettungshunde
- 79: Sonstige Fahrzeuge
- 80-89: Rettungsdienstfahrzeuge
- 90-99: Bergrettung/Wasserrettung
Die Teileinheitsführer (Gruppen- oder Zugführer) haben als persönlichen Rufnamen den ihrer Einheit mit einer zugesetzen 0.
Beispiel:
17: Zugtrupp im DRK-Fernmeldezug
170: Zugführer Fernmeldezug
Bayern
Feuerwehr
- 01-09 : Funktionsbezogene Funkrufnamen
- 01: Leiter einer Feuerwehr (Kreis- oder Stadtbrandrat)
- 02: stellvertr. Leiter (Inspektoren)
- 03: stellvertr. Leiter (Inspektoren)
- 04: stellvertr. Leiter (Inspektoren)
- 05: stellvertr. Leiter (Inspektoren)
- 06: stellvertr. Leiter (Inspektoren)
- 07: stellvertr. Leiter (Inspektoren)
- 08: Kommandant einer Feuerwehr
- 09: -
- 10-19 : Führungsfahrzeuge/Einsatzleitwagen/ Mannschaftstransportwagen
- 20-29 : Tanklöschfahrzeuge
- 30-39 : Hubrettungsfahrzeuge
- 40-49 : Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge
- 50-59 : Gerätewagen
- 60-69 : Rüst- und Gerätewagen
- 70-79 : Rettungsdienstfahrzeuge
- 80-89 : Versorgungs- und Sonderlöschfahrzeuge
- 90-99 : Sonderfahrzeuge, ABC-Zug
Rettungsdienst
Der Funkrufname setzt sich zusammen aus dem Organisationskennzeichen, dem Wort „Bayern“ und zwei Gruppen zu je zwei Ziffern, wovon die erste Ziffer der ersten Gruppe den Regierungsbezirk und die zweite Ziffer den Rettungsdienstbereich (RDB) innerhalb des Regierungsbezirkes angibt. Mit der zweiten Gruppe werden die Fahrzeuge innerhalb eines Rettungsbereiches nummeriert, wobei hier durchaus Lücken vorkommen. Der Fahrzeugtyp ist aus dem Funkrufnamen nicht ersichtlich, wird aber im FMS-Protokoll gemäß der Systematik der Kennung von Feuerwehr- und Katastrophenschutzfahrzeugen in Bayern zwischen der ersten und zweiten Gruppe eingeschoben.
- 1: Oberbayern
- 11: RDB Erding (Landkreise Erding, Ebersberg und Freising)
- 12: RDB Fürstenfeldbruck (Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg, Dachau und Landsberg am Lech)
- 13: RDB Ingolstadt (Stadt und Landkreis Ingolstadt, Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen)
- 14: RDB München (Stadt und Landkreis München)
- 15: RDB Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreis Miesbach)
- 16: RDB Traunstein (Landkreise Traunstein, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land)
- 17: RDB Weilheim (Landkreise Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen)
- 2: Niederbayern
- 21: RDB Landshut (Landkreise Landshut, Dingolfing-Landau und Kelheim)
- 22: RDB Passau (Stadt und Landkreis Passau, Landkreise Rottal/Inn und Freyung)
- 23: RDB Straubing (Stadt Straubing, Landkreise Straubing-Bogen, Regen und Deggendorf)
- 3: Oberpfalz
- 31: RDB Amberg (Stadt Amberg, Landkreise Amberg-Sulzbach, Schwandorf)
- 32: RDB Regensburg (Stadt und Landkreis Regensburg, Landkreise Cham und Neumarkt)
- 33: RDB Weiden (Stadt Weiden, Landkreise Neustadt/Waldnaab und Tirschenreuth)
- 4: Oberfranken
- 41: RDB Bamberg (Stadt und Landkreis Bamberg, Landkreis Forchheim)
- 42: RDB Bayreuth (Stadt und Landkreis Bayreuth, Landkreis Kulmbach)
- 43: RDB Coburg (Stadt und Landkreis Coburg, Landkreise Lichtenfels, Kronach)
- 44: RDB Hof (Stadt und Landkreis Hof, Landkreis Wunsiedel)
- 5: Mittelfranken
- 51: RDB Ansbach (Stadt und Landkreis Ansbach, Landkreis Neustadt/Aisch)
- 52: RDB Nürnberg (Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Landkreise Erlangen-Höchstadt, Lauf, Fürth)
- 53: RDB Schwabach (Stadt Schwabach, Landkreise Roth, Weißenburg-Gunzenhausen)
- 6: Unterfarnken
- 61: RDB Aschaffenburg (Landkreise Aschaffenburg, Miltenberg)
- 62: RDB Schweinfurt (Stadt und Landkreis Schweinfurt, Landkreise Bad Kissingen, Bad Neustadt und Haßberge)
- 63: RDB Würzburg (Stadt und Landkreis Würzburg, Landkreise Main-Spessart und Kitzingen)
- 7: Schwaben
- 71: RDB Augsburg (Stadt und Landkreis Augsburg, Landkreise Aichach-Friedberg, Dillingen und Donauwörth)
- 72: RDB Kempten (Städte Kempten und Kaufbeuren, Landkreise Lindau, Ober- und Ostallgäu)
- 73: RDB Krumbach (Städte Krumbach und Memmingen, Landkreise Günzburg, Mindelheim und Neu-Ulm)
Ein Fahrzeug der Malteser im RDB München hat beispielsweise den Rufnamen Johannes Bayern 14/71, wobei das Wort „Bayern“ innerhalb Bayerns üblicherweise weggelassen wird.
Berlin
Die Rufnamen in Berlin weichen ebenfalls vollkommen von den Empfehlungen ab.
Hamburg
Die Rufnamen in Hamburg weichen vollkommen von den Empfehlungen ab.
Feuerwehr
Die Rufnamen bestehen aus der Abkürzung für den Fahrzeugnamen (also ELW, WLF, HLF, DLK, LF usw.), die Nummer der Wache und einer Zahl, die für die Anzahl der Fahrzeuge am Standort steht (HLF 25/1, HLF 25/2 ). Wobei es auch hier abweichungen gibt. Bsp.
Die BF Hamburg meldet sich über Funk, in der Regel nur nach dem oben genannten schema.
Die FF Hamburg meldet sich jedoch (wahrscheinlich um die armen disponenten nicht zu verwirren)
mit dem "Wehrnamen, LF, und der Zahl 1 oder 2". Sollte die Wehr über ein drittes Fahrzeug
verfügen ist es ein Sonderfahrzeug und meldet sich dann mit seiner Zutreffenden Kennung "GKW" allerdings ohne Zahl.
Die Zahl steht nur dafür ob es das 1te oder 2te Ausgerückte Fahrzeug ist, Da in hamburg das 2te Fahrzeug (es sei den Ausnahmefall) keinen aktivierten Kennungsgeber hatte, dies wurde zwar schon vor einigen Jahren geändert jedoch ist mann bei diesem bewerten prinzip gebliben.
Es spielt auch keine Rolle ob es sich bei dem Fahrzeug event. um kein LF16/12 (standart der FF Hamburg) handelt
da es nurnoch wenige alte LF 16 TS des KatS gibt und gerade 52 neue LF 16 KatS geliefert wurden die jetzt als 2tes Fahrzeug dienen.
Die Nummer der Wache ist nicht sofort ersichtlich sondern ergibt sich aus der Organisation der Feuerwehr.
Hamburg ist in die drei Branddirektionen West (1, westlich der Alster), Ost (2, östlich der Alster) und Süd (3, südlich der Alster) eingeteilt.
Die Nummer der Wache ergibt sich daher aus der Nummer der Direktion und der fortlaufenden Nummer der Wache, Wache 25 steht dabei für die fünfte Wache in der Direktion 2.
Ähnlich verhält es sich auch bei der Frewilligen Feuerwehr in Hamburg.
Bsp.
2913= Direktion 2 = Bereich 9 = Wache 13 = 2913
Rettungsdienst
Rettungsdienstfahrzeug einer Hilfsorganisation
Aufbau des Rufnamens: XX/YY
XX und YY sind jeweils Zahlen
XX steht für die Wache, wobei auch die Organisation darin codiert ist:
YY steht für die Art des Fahrzeuges:
- 01-09: sonstige Fahrzeuge (z.B. Einsatzleitwagen, Transportwagen und Personenkraftwagen)
- 11-19: Krankentransportwagen
- 21-29: Notfall-Krankentransportwagen
- 31-39: Rettungswagen, die den Anforderungen an Rettungswagen nicht genügen (z.B. mit Rettungssanitätern statt mit Rettungsassistenten besetzt)
- 41-49: Rettungswagen
- 51-55: Notarztwagen
- 56-59: Notarzteinsatzfahrzeuge
- 61-69: Krankentransportwagen mit vier Tragen
- 71-79: MTW
- 81-89: ATW oder LKW
- 91-98: Funkrufnamen zur Einsatzführung
- 99 : TEL oder ÖEL
Rettungsdienstfahrzeuge der Feuerwehr
Aufbau des Rufnamens: Fahrzeugart XXY
Fahrzeugart gibt das Fahrzeug an, also NEF oder RTW, XX ist eine Zahl und Y ein Buchstabe
XX steht für die Feuerwache, Y ist ein fortlaufender Buchstabe (A, B, C usw.) der die Anzahl der Fahrzeuge angibt, z.B. hat der Rettungswagen 1 der Feuerwache 25 den Rufnamen RTW 25A (Anton) und der Rettungswagen 2 dann den Rufnamen RTW 25B (Berta).
Bei den Buchstaben sind A (Anton), B (Berta), C (Cäsar) und D (Dora) für die ständig besetzen Rettungswagen, K (Kaufmann) und L (Ludwig) für die vom Löschzug besetzen Reserve-Rettungswagen, E (Emil), F (Friedrich), G (Gustav) und H (Heinrich) für Rettungswagen an Außenstellen der Feuerwachen und P (Paula) für Rettungswagen der Feuerwehr die aber von Hilforganisationen besetzt werden, vorgesehen.
Quelle / siehe auch: hier
Hessen
Feuerwehr
- Funktionsbezogene Rufnamen
- 01 Leiterin / Leiter
- 02 stellv. Leiterin / stellv. Leiter
- 03 Leitung des Fernmeldedienstes
- 04 sonst. übergeordnete Leitungsfunktion
- 05 sonst. übergeordnete Leitungsfunktion
- 06 -frei-
- 07 -frei-
- 08 -frei-
- 09 Sprechfunkausbilderin /-ausbilder - (FuA)
- Einsatzleit- und Mannschaftstransportfahrzeuge
- 10 Kommandowagen (*)
- 11 Einsatzleitwagen 1 (ELW 1)
- 12 Einsatzleitwagen 2 (ELW 2)
- Einsatzleitwagen 3 (ELW 3)
- 13 abgesetzte semistationäre Fm-Stelle des IuKKW (FmSt-IuK)
- 14 Fernmeldefahrzeug (FmF)
- IuK-Kraftwagen (IuKKW)
- 15 Krad Krad
- 16 Personenkraftwagen (PKW)
- Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)
- 17 Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)
- 18 Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)
- Kombi (Kombi)
- 19 Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)
- Tanklösch- und Sonderlöschfahrzeuge
- 20 Kleinlöschfahrzeug (KLF)
- Vorauslöschfahrzeug (VLF)
- 21 Tanklöschfahrzeug mit Truppbesatzung
- zGG <= 12,5t (z.B. TLF 8/18, TLF 16/24 Tr., TLF 20/25 Tr.)
- 22 Tanklöschfahrzeug mit Staffelbesatzung
- (z.B. TLF 16/25 St., TLF 20/25 St.)
- 23 Hilfeleistungstanklöschfahrzeug mit Staffelbesatzung,
- nach Landesvorschrift (z.B. HTLF 16/20)
- 24 Tanklöschfahrzeug 24/50 (TLF 24/50)
- Tanklöschfahrzeug 20/40 (TLF 20/40)
- 25 Tanklöschfahrzeug mit Truppbesatzung
- zGG > 12,5t (z.B. TLF 16/45, TLF 20/45)
- 26 sonstiges (Gross-) Tanklöschfahrzeug (GTLF .../TLF ...)
- 27 Trockentanklöschfahrzeug (TroTLF)
- 28 Sonderlöschmittelfahrzeug (SoLmF)
- Trockenlöschfahrzeug (TroLF)
- Schaummittelfahrzeug (SMF)
- 29 sonst. Löschfahrzeug sonst. LF
- Hubrettungsfahrzeuge
- 30 Drehleiter (Korb) 23-12 (DLK 23-12)
- 31 Drehleiter (Korb) 18-12 (18-12)
- 32 Drehleiter (Korb) 12-9 (DLK 12-9)
- 33 Drehleiter 23-12 (DL 23-12)
- 34 Drehleiter 18-12 (DL 18-12)
- 35 Drehleiter 16-4 (DL 16-4)
- 36 Hubarbeitsbühne (HAB)
- 37 Gelenkmast (als Hubrettungsgerät) (GM)
- 38 Teleskopmast (als Hubrettungsgerät) (TM)
- 39 sonst. Drehleiter sonst. (DL)
- Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge
- 40 Löschfahrzeug mit Zusatzbeladung Gefahrgut
- nach Ländervorschrift (z.B. LF 8/6-G, LF 10/6-G)
- 41 Löschgruppenfahrzeug ohne Löschwassertank
- (ohne LF 16-TS) (z.B. LF 8)
- 42 Löschfahrzeug mit Löschwassertank
- zGG > 6,5t und <= 9t (z.B. LF 8/6, LF 10/6 Strasse)
- 43 Löschfahrzeug mit Löschwassertank
- zGG > 9t und <= 12,5t (z.B. LF 10/6 Allrad, LF 16)
- 44 Löschfahrzeug mit Löschwassertank
- zGG > 12,5t (z.B. LF 16/12, LF 20/16)
- 45 Löschgruppenfahrzeug 16-TS (LF 16-TS)
- 46 Hilfeleistungslöschfahrzeug (mit Seilwinde)
- (z.B. HLF 16/12, HLF 20/16)
- 47 Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)
- 48 Löschfahrzeug mit Löschwassertank zGG <= 6,5t
- Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W)
- 49 sonstiges Löschfahrzeug (LF)
- Rüst- und Gerätewagen
- Vorausgerätewagen (VGW)
- 51 Rüstwagen 1 (RW 1)
- 52 Rüstwagen 2 (RW2)
- Rüstwagen 3 (alt) (RW 3)
- Rüstwagen (neu) (RW)
- 53 Feuerwehrkran (FwK)
- 54 Gerätewagen Gefahrgut <=7,5t
- (GW-G 1 (alte Norm), GW-G 2 (neue Norm))
- 55 Gerätewagen Gefahrgut >=9t
- (GW-G 2 (alte Norm), GW-G 3 (neue Norm))
- 56 Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz (GW-AS)
- 57 Flutlichtfahrzeug (FLF)
- 58 Gerätewagen Wasserrettung (GW-W)
- 59 sonstige Rüst- und Gerätewagen (GW)
- Schlauch- und Wechselladerfahrzeuge
- 60 Wassertruppversorgungskraftwagen WTrKW
- 61 Schlauchwagen 1000 (SW 1000)
- 62 Schlauchwagen 2000 (SW 2000)
- Schlauchwagen 2000-Trupp (SW 2000 Tr.)
- 63 - frei -
- 64 Wechselladerfahrzeug mit Ladekran (WLF-Kran)
- 65 Wechselladerfahrzeug (WLF)
- 66 Wechselladerfahrzeug (WLF)
- 67 Wechselladerfahrzeug (WLF)
- 68 Wechselladerfahrzeug mitt GGVS-Zulassung (WLF(GGVS))
- 69 - frei -
- sonstige Fahrzeuge
- 70 Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess)
- Gerätewagen Strahlenspürtrupp (GW-StrSp)
- Betreuungs-Lastkraftwagen (BtLKW)
- 72 Gerätewagen Logistik (GW-L)
- 73 Gerätewagen Dekon (G) (GW-Dekon (G))
- 74 Gerätewagen Dekon (P) (GW-Dekon (P))
- 75 Erkundungskraftwagen GABC (ErkKw)
- 76 Erkundungskraftwagen GABC (ErkKw)
- 77 - frei – (Zuweisung für SoKfz durch HMdI)
- 78 Löschboot (LB)
- 79 Mehrzweckboot (MZB)
Rettungsdienst
- Rettungsfahrzeuge
- 80 sonstiges (not)arztbesetzes Einsatzmittel (ArztPkw)
- Rettungshubschrauber (nur FMS-Kodierung !) (RTH)
- 81 Notarztwagen (NAW)
- 82 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF)
- 83 Rettungswagen / Mehrzweckfahrzeug (RTW / MZF)
- 84 Rettungswagen / Mehrzweckfahrzeug (RTW / MZF)
- 85 Rettungswagen / Mehrzweckfahrzeug (RTW / MZF)
- 86 Rettungswagen / Mehrzweckfahrzeug (RTW / MZF)
- 87 Rettungswagen / Mehrzweckfahrzeug (RTW / MZF)
- Rettungswagen (SZ - SEG) (RTW (SZ-SEG))
- 88 Rettungswagen / Mehrzweckfahrzeug (RTW / MZF)
- Rettungswagen (SZ - SanGr)
- RTW (SZ-SanGr)
- 89 sonstiges Rettungsmittel
- Krankentransportfahrzeuge
- 90 Verbandplatz (VPl)
- 91 Krankentransportwagen (KTW)
- 92 Krankentransportwagen (KTW)
- 93 Krankentransportwagen (KTW)
- 94 Krankentransportwagen (KTW)
- 95 Krankentransportwagen (KTW)
- 96 Krankentransportwagen 2 – 4 Tragen (KTW 2 ... KTW 4)
- 97 Krankentransportwagen 4 Tragen (KTW 4)
- 98 Krankentransportwagen 4 Tragen (KTW 4)
- 99 sonstiges Krankentransportmittel
- Sonderfunktion Einsatzleitung nach HRDG
- 100 / (01) Technische Einsatzleitung Rettungsdienst (TEL-RD)
- Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL)
Nordrhein-Westfalen
(Sanitäts- & Rettungsdienst, Katastrophenschutz)
Prinzipiell gehalten an den Empfehlungen der Innenministerkonferenz;
Einige Städte/Landkreise weichen von dieser Nomenklatur ab (Bsp.: Feuerwehr Essen, Stadt Köln)
Aufgebaut nach dem Schema
Organisation Stadt/Kreis XX/YY/ZZ
Bsp.: FLORIAN Aachen 01/83/01:
Florian Aachen: Feuerwehr Stadt Aachen
01: Wache 1
83: Rettungswagen
01: laufende Nummer: Hier 1. Fahrzeug
Bsp.: FLORIAN Mettmann 08/85/02
Florian Mettmann: Feuerwehr Kreis Mettmann
08: Wachbereich 8 (Stadt Ratingen)
85: Krankentransportwagen(KTW)
02: laufende Nummer(2. KTW)
XX, YY, ZZ sind jeweils zweistellige Zahlenkombinationen nach untenstehender Codierung:
1. Teilkennzahl:(XX) Bezeichnet die Wache (innerhalb einer Stadt) bzw den Ort(bei Landkreisen)
2. Teilkennzahl:(YY) Bezeichnet den Fahrzeugtypen:
- 80: frei verfügbar, beim Deutschen Roten Kreuz meistens verwendet für PKWs des medizinischen Transportdienstes, Hausnotrufdienst o.ä.
- 81: Notarztwagen (NAW) Rettungswagen zusätzlich mit Notarzt besetzt und weiterer medizinischer Ausrüstung.
- 82: Notarzteinsatzfahrzeug(NEF): (meistens) PKW im Rendezvous-System als Zubringerfahrzeug für den Notarzt mit entsprechender medizinischer Zusatzausrüstung.
- 83: Rettungswagen(RTW)
- 84: Rettungshubschrauber (nur bei Kennungsübermittlung, die RTH tragen sonst den Funkrufnamen Christoph oder SAR(bei RTH der Bundeswehr),
Bsp.:
Christoph Europa 1: Rettungshubschrauber Christoph Europa 1, stationiert in Würselen/Merzbrück (Kreis Aachen)
Christoph 9: RTH des BMI, stationiert an der BGU Duisburg Buchholz
Christoph 12: RTH des BMI, stationiert in Köln
- 85: Krankentransportwagen(KTW)
- 86: Behelfs KTW/"4 Tragen KTW"
- 87: Großraum KTW
- 88: Rettungsboot
- 89: Arzttruppwagen(ATrKW)
- 90/99: Handfunkgeräte(meistens 2m) Vergabe des Rufnamen intern
sonstige Fahrzeuge des Sanitätsdienstes/Katastrophenschutz:
- 19: Mehrzweckfarzeug/Transporter
- 73: Mehrzweckfahrzeug/Mannschaftstransporter:
- 74: LKW
3.Teilkennzahl: Laufende Nummer;
Umgang mit den Funkrufnamen in der Praxis:
"Führende Nullen" (01/83/01) dürfen im Sprechfunkbetrieb weggelassen werden.
(Sprich also: eins-dreiundachzig-eins),
Rheinland-Pfalz
Genereller Aufbau eines Funkrufnamens:
- BOS-Kennung: 1-stellig (0-9, A-F)
- Landeskennung: 1-stellig
- Ortskennung: 2-stellig (zuständiger Kreis)
- Standortkennung: 1-stellig
- Kennzahl: 2-stellig (s. nachstehende Tabelle)
- Anzahl: 1-stellig (lfd. Nummer des Fahrzeugs)
Feuerwehr
- Führungskräfte
- 1 KFI
- 2 Stellvertr. KFI
- 3
- 4 Feuerwehrtechn. Bediensteter
- 5
- 6
- 7 Gefahrstoffzugführer
- 8
- 9
- Tank- und Trockentanklöschfahrzeuge
- Löschgruppen- und Tragkraftspritzen-Fahrzeuge
- Schlauchwagen- und Wechselader-Fahrzeuge
- Sonstige Feuerwehrfahrzeuge
- ABC-Dienst
- 90 (teilweise als WL-Funkrufnamen gebraucht)
- 91 tragbare Sprechfunkgeräte Strahlenmesstrupp
- 92 (teilweise als WL-/stv. WL-Funkrufnamen gebraucht)
- 93 (teilweise als WF-/stv. WF-Funkrufnamen gebraucht)
- 94 tragbare Sprechfunkgeräte Rettungshundeführer
- 95
- 96
- 97
- 98
- 99
- Ortsfeste Funkstellen
- 100 (teilweise Ortsfeste Funkstelle der Polizei auf Kanal der Feuerwehr)
- 200
- 300
Rettungsdienst
- Rettungsdienst-/Sanitätsfahrzeuge
- 80-1: Führungsdienst (z.B. Leiter Rettungsdienst)
- 80-2: Leitender Notarzt (LNA)
- 80-3: Leitender Notarzt (LNA)
- 80-4: Leitender Notarzt (LNA)
- 80-5: Organisatorischer Leiter (OL)
- 80-6: Organisatorischer Leiter (OL)
- 80-7: Organisatorischer Leiter (OL)
- 80-8: z.b.V.
- 80-9: z.b.V.
- 81: Notarztwagen / Intensivtransportwagen (NAW / ITW)
- 82-1: Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)
- 82-2: Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)
- 82-3: Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)
- 82-4: Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)
- 82-5: Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)
- 82-6
- 82-7
- 82-8: (Fahrzeug des ärztl. Bereitschaftsdienstes, (NEF-KV)
- 82-9: wenn HiOrgs das Fahrzeug stellen) (NEF-KV)
- 83-1: Rettungswagen (öffentl.-rechtl. RettD.) (RTW)
- 83-2: Rettungswagen (öffentl.-rechtl. RettD.) (RTW)
- 83-3: Rettungswagen (öffentl.-rechtl. RettD.) (RTW)
- 83-4: Rettungswagen (öffentl.-rechtl. RettD.) (RTW)
- 83-5: Rettungswagen (öffentl.-rechtl. RettD.) (RTW)
- 83-6: Rettungswagen (SEG) (RTW-SEG)
- 83-7: Rettungswagen (SEG) (RTW-SEG)
- 83-8: Rettungswagen (SEG) (RTW-SEG)
- 83-9: Rettungswagen (SEG) (RTW-SEG)
- 84: NotfallKrankenwagen
- 85: Krankentransportwagen (öffentl.-rechtl. RettD.) (KTW)
- 86: Krankentransportwagen (Ehrenamtl.) (KTW)
- 87: Mehrtrage- und Großraumkrankentransportwagen (GKTW)
- 88
- 89: Luftrettungsmittel (z.B. RTH, ITH) (RTH / ITH)
Saarland
Feuerwehr und Rettungsdienst
- Führungskräfte
- Einsatzleit- und Mannschaftstransportwagen
- Tank- und Pulverlöschfahrzeuge
- Hubrettungsfahrzeuge
- Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge
- Rüstwagen
- Gerätewagen
- Schlauchwagen
- Rettungsdienstfahrzeuge
- Sonstige Feuerwehrfahrzeuge
Thüringen
Feuerwehr
=Siehe auch=
Taktik im Feuerwehreinsatz | Funktechnik | BOS-Funk | Liste