Metrum-takt-rhythmus.png, Takt, Metrum und Rhythmus]] Der Takt (v. lat. tactus „Berührung, Stoß“) bezeichnet in der Musik eine Gruppierung von Schlägen gleicher Notenwerte, die meistens mit dem Grundschlag identisch sind.
Der Takt dient als gedachtes/empfundenes, grundlegendes Rahmenwerk für die tatsächliche Musik. Durch deren wechselnde Notenwerte, die mit den Zählzeiten des Taktes zusammenfallen oder aber von ihnen abweichen, entstehen dann die Rhythmen eines Musikstücks.
Die Taktart definiert sich dadurch, wie viele Noten eines Notenwertes zusammengehören. So enthält der 4/4-Takt vier Viertelnoten.
Zudem wird einem Takt meistens eine metrische Struktur, also eine Betonungsordnung zugewiesen (daher auch der Name Akzentstufentakt; manchmal werden deshalb die Wörter Takt und Metrum gleichbedeutend verwendet). Im Fall des 4/4-Takts wäre das:
Man unterscheidet:
Weiter werden unterschieden:
Es gibt Taktarten, die sich auf verschiedene Weise mit Schwerpunkten versehen lassen. So wird ein 6/8-Takt in der Regel als gerader Takt mit zwei Schwerpunkten (auf Zählzeit 1 und 4) aufgefasst, in Ausnahmefällen aber auch mal als ungerader Takt mit drei Schwerpunkten umgedeutet (vergleiche 3/4-Takt). Die korrekte Bezeichnung ergibt sich aus dem Zusammenhang.
Als Auftakt bezeichnet man den Beginn einer musikalischen Phrase mit einer oder mehreren, meist unbetonten Noten vor Beginn der ersten (in der Regel betonten) Zählzeit. Im Gegensatz dazu wird im Jazz der Auftakt oft stärker betont als der Haupttakt. In klassischer Zeit betrachtete Jerome-Joseph de Momigny (1762–1842) den Auftakt bereits als bevorzugtes Element der Phrasierung, indem er ihn betonte.
In Liedern dient der Auftakt dazu, die sprachliche Betonung und den musikalischen Takt miteinander in Einklang zu bringen. Zahllose Lieder beginnen mit einem Auftakt, beispielsweise (erste Betonung durch Fettdruck hervorgehoben):
Der Auftakt bildet mit dem letzten Takt des Stückes zusammen genommen einen vollen Takt.
In der Notenschrift werden die einzelnen Takte durch senkrechte Taktstriche abgegrenzt.
Die Taktart wird in Form eines Bruches mit Zähler und Nenner, jedoch ohne Bruchstrich geschrieben (siehe Bild für einen 3/4-Takt) und steht am Anfang eines Musikstückes nach Schlüssel und Vorzeichen. Der Nenner legt fest, welcher Notenwert einer Zählzeit entspricht. Der Zähler zeigt die Anzahl der Zählzeiten pro Takt an.
Bei Taktwechseln wird die neue Taktart ins Notensystem geschrieben; oft wird zur zusätzlichen Verdeutlichung ein Doppelstrich gesetzt. Werden verschiedene Taktarten in alternierender oder beliebiger Reihenfolge verwendet, so ist es möglich, diese Taktarten einmal hintereinander am Beginn der Notenzeile zu notieren und die Taktartwechsel im Stück nicht extra anzuzeigen. Ändert sich die Taktart sehr häufig, kann auch die Notation am Notenzeilenanfang entfallen.
Häufig werden die Takte eines Musikstückes im Notenbild durchnummeriert, entweder am Beginn jeder Notenzeile oder alle 10 bzw. auch 5 Takte.
Musik wurde bis in die frühe Barockzeit ohne Taktstriche notiert (siehe auch: Mensuralnotation).
Beim Dirigieren wird der Takt durch Schlagfiguren angezeigt.
Metre (music) | Bar (music) | Compás (música) | Mesure (solfège) | Ütemmutató | Misura (musica) | Takt (muzyka) | Takt | Takt | Compasso (música)
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"Takt (Musik)".
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