Taitao ist eine große Halbinsel in Süd-Chile in der Región de Aisén (Region XI).
Die Halbinsel ist von Fjorden und Granitformationen durchzogen. Sie ist praktisch unbewohnt und teilweise vergletschert.
Aufgrund der Größe besitzt Taitao noch mehrere kleinere Halbinseln. Im Süden ist dies die Tres Montes-Halbinsel und im Nordwesten die Duende-Halbinsel. Das Kap Cabo Ráper bildet den westlichsten Punkt der Halbinsel am Pazifik. In der Mitte der Halbinsel liegt der riesige See Lago Presidente Ríos mit 352 km².
Die antarktische Eisdrift treibt bereits Eisberge in Richtung der Halbinsel.
Das Klima ist geprägt von starken Niederschlägen (3500 - 5000 mm/Jahr). Die Durchschnittstemperatur liegt bei 5°C.
Am 22. Mai 1960 ereignete sich das bisher schwerste bekannte Erdbeben der Welt in Chile. Taitao bildete die südliche Grenze des Bebens. Hier treffen die Antarktische Platte und Nasca-Platte aufeinander.
1991 wurde die Halbinsel vom Ascheregen des Vulkans Hudson überzogen. Der Vulkan liegt rund 50 km östlich der Halbinsel.
Die wichtigsten touristischen Aktivitäten sind Gletscherfahrten, Kajak- und Trekking-Touren.