Die Taika-Reformen (jap. 大化改新 taika kaishin, dt. Große-Wende-Reformen) waren eine Reihe von Gesetzen die unter der Herrschaft von Tennō Kōtoku im Japan des Jahres 646, wenige Jahre nach dem Tode Shōtoku Taishis erlassen wurden.
Das Ziel der Taika-Reformen war die Zentralisation des Reiches und die Stärkung der kaiserlichen Macht, welche notwendig geworden waren um die zahlreichen regional herrschenden Fürsten und die neu dazu gewonnenen Ländereien unter die Kontrolle des Kaiserhofes zu bringen. Durch die Reformen wurde ein gesamtstaatliches, feudales System nach chinesischem Vorbild der Tang-Dynastie eingerichtet, das den Fürsten innerhalb ihrer Domänen weiterhin die Ausübung der Herrschaft in jeglicher Form gestattete.
Gleichzeitig wurde jedoch festlegt, dass sämtlicher Grund und Boden dem Tennō gehörte und den Fürsten nur zum Lehen gegeben war, ebenso wie alle Fürsten dem Tennō unbedingte Ergebenheit schuldig waren.
Um sich die Zustimmung der Adelsfamilien Japans zu sichern wurde festgelegt, dass nur die Angehörigen des alten Hochadels Zugang zu hohen Posten in der neuen Verwaltungselite des Kaiserreiches haben würden.
Eine weitere Folge der Taika-Reformen war die Aufhebung der Leibeigenschaft der Bauern in den Fürstentümern, die dadurch zu direkten Untertanen des Kaisers wurden.
Der neue Verwaltungsadel bezog seine Einkünfte nun nicht mehr aus eigenen Ländereien sondern als Besoldung durch den Kaiser, der dies wiederum durch das jetzt zentral organisierte Steueraufkommen des Reiches finanzierte.
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