Taifun bezeichnet einen tropischen Wirbelsturm im nordwestlichen Teil des Pazifiks, in anderen Weltengegenden Hurrikan oder Zyklon genannt. Allgemeine Beschreibungen zu Charakter und Entstehung tropischer Wirbelstürme werden im dortigen Artikel gegeben.
Taifune gehören zu den schwersten Naturkatastrophen der Region. Alljährlich richten sie starke Zerstörungen mit bis zu hunderten Toten an. Schwere Schäden entstehen nicht nur durch die hohen Windstärken, sondern auch durch die häufig sehr starken Niederschläge in kürzester Zeit, die zu Überschwemmungen und Bergrutschen führen. So brachte der Taifun Nari am 17. und 18. September 2001 in Taiwan innerhalb eines Tages bis zu 800 mm Regen, was ungefähr dem Jahresdurchschnitt in Deutschland entspricht. Auf dem Festland bringen Taifune starke Windböen und Regenfälle, schwächen sich dann aber allmählich ab, je weiter sie ins Inland vordringen. Im globalen Vergleich mit Hurrikanen im Golf von Mexico und Zyklonen im indischen Ozean sind die tropischen Wirbelstürme im Nordwestpazifik am stärksten, zwar nicht unbedingt vom angerichteten Schaden her, jedoch in Bezug auf meteorologische Parameter wie Windstärke und Durchmesser.
Das Joint Typhoon Warning Center in Hawaii klassifiziert Taifune mit Windgeschwindigkeiten ab 241 km/h bzw. 67 m/s als Supertaifune, was in der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala einem Sturm der Kategorie 4 entspricht.
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