Die Tagsatzung war eine Versammlung von Abgesandten der einzelnen Orte (Kantone) der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie besass sowohl exekutive wie auch legislative Kompetenzen, allerdings war ihre Macht sehr beschränkt, da die meisten Kompetenzen bei den Kantonen lagen.
Die Tagsatzung fand zwar an wechselnden Orten statt, doch Baden im Kanton Aargau war aufgrund der Bäder und der damit verbundenen Zerstreuungen besonders beliebt. Die wichtigsten Geschäfte, die die ganze Eidgenossenschaft betrafen, wurden ausschliesslich in Baden verhandelt, so z.B. ab 1424 die Abnahme der Jahresrechnungen sämtlicher Gemeinen Herrschaften, aber auch Entscheidungen über Krieg und Frieden. Nach dem zweiten Villmergerkrieg im Jahr 1712 nahm die Bedeutung Badens jedoch markant ab.
Der mit der Durchführung beauftragte Kanton hielt zugleich den Vorsitz und wurde als Vorort bezeichnet. 1848 erarbeitete die Tagsatzung die erste Schweizer Bundesverfassung. Damit gründete sie den modernen Schweizer Bundesstaat und löste sich selbst, respektive den Bundesvertrag von 1815, auf.
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