Ein Tagelöhner ist jemand, der keine feste Arbeitsstelle hat, sondern sich in der Regel immer wieder bei neuen Arbeitgebern um neue Hilfsarbeiten bemühen muss.
Der Name kommt daher, dass die Tagelöhner ihren Lohn am Ende des Tages ausbezahlt bekamen, womit das Anstellungsverhältnis aufgehoben war. Schon in frühester Zeit wurden in der Landwirtschaft Tagelöhner (auch Ackersmann, Plural: Ackersleute bezeichnet) gebraucht, um Arbeitsspitzen abzufangen (Aussaat, Ernte, Dreschen). Tagelöhner standen meist weit unten in der gesellschaftlichen Hierarchie. In der mittelalterlichen Stadt waren immerhin 4% der Bevölkerung den Tagelöhnern zuzurechnen.
Als Instleute wurden vor dem ersten Weltkrieg im Norden und Nordosten Deutschlands fest angestellte Tagelöhner bezeichnet, die neben dem Lohn noch ein Deputat erhielten.
In der Volksrepublik China sind die meisten Tagelöhner míngōng 民工 Bauern, zumeist aus entfernten Provinzen, die sich ohne abgesicherten Status in den Städten aufhalten, da sie über keine Niederlassungsbewilligung 户口 hùkǒu 户口 verfügen. Sie verdingen sich im Hoch- und Tiefbau und werden aufgrund ihres Status inadäquat bezahlt (vulgo ausgebeutet). Gleichwohl profitieren sie, da sie mehr Geld verdienen als in ihren heimatlichen Dörfern.
Historischer Beruf | Arbeitsrecht | 农民工
Reportage über einen modernen Tagelöhner in der Süddeutschen Zeitung
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"Tagelöhner".
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