Ein Tagebaurestloch entsteht in der Folge des Bergbaus, wenn mineralische Rohstoffe (Kohle, Erz, Sand, Kies, Stein) im Tagebau abgebaut werden. Nach der Stilllegung eines Tagebaus kann dieser nur mit dem Volumen des Abraums wieder verfüllt werden. Das Volumen der geförderten Rohstoffe fehlt, und es bleibt entweder eine Senke über die gesamte Tagebaufläche oder ein Restloch am Ende des Abbaufeldes zurück.
Bei der Verfüllung wird fremdes Material in das Tagebaurestloch gebracht. Das ist bei der Nutzung als Deponie für Abfälle meistens problematisch, weil eindringendes Grundwasser mit Schadstoffen kontaminiert werden kann und eine dauerhafte und zuverlässige Abdichtung des aufgefüllten Deponiekörpers sehr aufwändig ist. Eine spätere Nutzung des aufgefüllten Geländes wird auch durch die Setzungsprozesse des Füllmaterials erschwert.
Die meisten Tagebaurestlöcher werden mit Grund- oder Oberflächenwasser geflutet. Bei einer entsprechenden Rekultivierung der Uferzonen (Abflachung und Verfestigung der Uferzonen, um Rutschungen zu verhindern, Bepflanzung) können hochwertige Erholungslandschaften entstehen. Auf diese Weise entstand zum Beispiel das Naherholungsgebiet Naturpark Kottenforst-Ville westlich von Köln oder der Blausteinsee nördlich von Eschweiler. Auch die Restlöcher Garzweiler und Inden im Rheinland soll geflutet werden. - In Mitteldeutschland und der Lausitz ist dafür die LMBV zuständig.
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"Tagebaurestloch".
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