| Basisdaten | |
|---|---|
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Ausdehnung: | 4220 ha |
| geograf. Lage: | |
| Kohleinhalt: | 2.400 Mio. t |
| Jährliche Abraummenge: | 250-300 Mio |
| Jährliche Kohleförderung: | 40 Mio. t |
| Kohle-Abraum-Verhältnis: | 1 : 5,7 |
| Genehmigte Betriebsdauer: | bis 2040 |
| Umgesiedelte Menschen: | bisher ca. 5.200 |
| Restloch: | Auffüllung zum Restsee | (siehe auch Blausteinsee)
Tagebau_hambach_beschriftet.gif | TagebauHambach.jpg
Der Tagebau Hambach (in den Gemeinden Niederzier, Kreis Düren und Elsdorf, Rhein-Erft-Kreis) ist der größte von der RWE Power AG (ehemals Rheinbraun AG) zur Förderung von Braunkohle betriebene Tagebau.
Mit 293 m unter NN, was 399 m unter dem Geländeniveau vom Südostrand (106 m über NN) des Tagebaus entspricht, ist der Tagebau Hambach auch der tiefste Tagebau in Deutschland.
Der Tagebau produziert jährlich einen Abraum von 250 - 300 Mio. m³. Das Verhältnis von Abraum zu Kohle beträgt 6,2 zu 1. Die geförderte Braunkohle wird über die Hambachbahn nach Bergheim-Auenheim transportiert und von dort aus weiter über die Nord-Süd-Bahn (Garzweiler) zu den Kraftwerken Niederaußem, Neurath, Frimmersdorf und Goldenbergwerk bei Hürth-Knapsack transportiert. Der Abraum wird zum Teil per Band zum Tagebau Bergheim befördert, der bereits ausgekohlt ist und deshalb verkippt und rekultiviert wird. Weithin sichtbares Markenzeichen des Tagebaus ist die Hochkippe Sophienhöhe, ein künstlicher, bewaldeter Berg, der die ebene Bördenlandschaft um 200 Meter überragt.
Siehe auch Liste abgebaggerter Ortschaften.
Dabei entstünde ein künstlicher See mit einer Fläche von 4200 ha , einer Tiefe von bis zu 400 m und einem Wasservolumen von 3,6 Mrd. m³. Dieser wäre der tiefste und, nach Volumen gemessen, der zweitgrößte See Deutschlands nach dem Bodensee. Wie der Tagebau befüllt werden soll ist noch strittig. Einige Stimmen schlagen vor Wasser aus der Rur und / oder der Erft zu entnehmen oder gar den Tagebau über eine Pipeline mit Rheinwasser zu füllen. Wie dies auch geschieht, die Füllung des Tagebaus wird voraussichtliche einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Somit ist mit einer Fertigstellung dieses künstlichen Gewässers nicht vor dem Jahr 2100 zu rechnen.
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