Goldmine_Tagebau_Super_Pit_Western_Australia.JPG]] Bucket_wheel_excavator_in_Ferropolis.jpg | Tagebaurestloch.jpg | tagebau01.jpg]] Etzweiler 6.50340E 50.90434N.jpg, Landsat-7-Aufnahme in Falschfarbendarstellung]] Tagebau (in Österreich auch Tagbau bezeichnet) ist eine Methode des Bergbaues, hier wird der Abbau von mineralischen Rohstoffen betrieben, ohne dass unterirdische Schächte und Stollen gebaut werden müssen. Tagebau eignet sich vor allem für den Abbau von Rohstoffen, die relativ dicht unter der Erdoberfläche lagern (Torf, Braunkohle, Kies, Sand, Gesteine) oder anderweitig zu Tage getreten sind.
Mit dem Tagebau, vor allem bei großflächigem und langjährigem Abbau, geht eine einschneidende Landschaftsveränderung einher, da die oberste Erdschicht oft bis zu mehr als hundert Meter Tiefe abgebaut wird. Das bedingt auch eine massive Absenkung des Grundwasserspiegels, welche sich auch auf die umliegenden Landschaften auswirkt. Durch die künstliche Absenkung des Grundwassers kann es in der Region um den Tagebau zu Absackungen des Erdreichs kommen die Schäden an Gebäuden verursachen können. Das abgepumpte Grundwasser wird in die umliegenden Flüsse eingeleitet.
Nach Beendigung des Tagebaus werden in der Regel die entstandenen Löcher mit Abraum und Schutt aufgefüllt. Danach erfolgt meist eine Rekultivierung der Landschaft unter Wiederherstellung von Agrarland oder es werden Naherholungsgebiete geschaffen. Da jedoch der Flächenverbrauch und die Einflüsse auf die Landschaft immens sind, ist die Einrichtung von Tagebauen oft stark umstritten.
In den letzten Jahren wurde erhebliche Mittel dafür aufgewendet, ehemalige Tagebaue wieder zu renaturieren. Häufig entstehen dabei neue Seenlandschaften und Erholungsgebiete. Beispiele dafür sind der Senftenberger See, der Cospudener See bei Markkleeberg, der Blausteinsee bei Eschweiler und die Sophienhöhe.
In Deutschland sind Tagebaue konzentriert in der Kölner Bucht, in der Lausitz und in der Gegend um Leipzig. Die vier großen Braunkohleschollen der Kölner Bucht bilden das größte Braunkohlerevier Europas, in denen auch der größte Schaufelradbagger der Welt arbeitet.
Einzelne deutsche Tagebaue erreichen eine Ausdehnungen von bis zu 100 km² und eine Tiefe von bis zu 300 m. Sie stellen somit zumindest in Mitteleuropa die größten vom Menschen verursachten Landschaftsveränderungen dar und erwecken den Eindruck einer Mondlandschaft. Das gilt besonders, wenn ganze Orte umgesiedelt werden müssen, um dem Tagebau Platz zu machen. Siehe hierzu Liste.
Der größte Tagebau der Welt befindet sich im chilenischen Chuquicamata.
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