Der Tag (althochdeutsch: Zeit, wo die Sonne brennt) bezeichnet folgende Sachverhalte:
Zeitpunkt: Auf heute, den aktuellen Tag bezogen, bezeichnet gestern den vergangenen und morgen den folgenden Tag.
Im jüdischen Kalender und Islamische Kalender umfasst der Tag die Zeit von einem Sonnenuntergang bis zum nächsten Sonnenuntergang. Diese Auffassung war im europäisch-vorderasiatischen Raum insgesamt lange vorherrschend. Die römische Zählung der Nachtstunden (vigiliae) und bestimmte Elemente des christlichen Ritus können als Beispiele genannt werden.
Eine Besonderheit sind die synodischen lunaren Tage Tithi der Vedischen Zeitrechnung, die in ihrer Dauer zwischen 19 und 26 Stunden variieren, mit 1 masa (Lunarmonat) = 30 tithi
Disambig.svg Tag bezeichnet auch allgemein spezielle Kalendertage in einem Kontext, etwa den Arbeitstag, in der Unterscheidung von Zeitmaß und Zeitspanne also den Werktag oder die reine Arbeitszeit, und umfasst dann nicht mehr 24 Stunden.
Mit lichter Tag bezeichnet man den Zeitabschnitt eines Kalendertages, der von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang reicht.
Der bürgerliche Tagesablauf gliedert sich in die Abschnitte Nacht, Morgen, Vormittag, Mittag bzw. Mittagsstunde, Nachmittag, Abend und Mitternacht.
Die Grenzen zwischen diesen Abschnitten sind fließend und sowohl vom Kulturkreis, den Jahreszeiten als auch von den persönlichen Lebensumständen beeinflusst. Zum Teil werden auch die Dämmerungszeiten mit in den lichten Tag einbezogen.
Der lichte Tag ist die stärkste Kraft, die die inneren Uhren des Menschen synchronisiert.
Für die überwiegende Mehrzehl der Menschen fallen die drei verschiedenen Aspekte zusammen. Tatsächlich ergibt aber die Tatsache, dass man im Winterhalbjahr „vor Tagesanbruch“ aufstehen muss, also der Tagesablauf nicht mit dem lichten Tag korrespondiert, einen Widerspruch, der zu solchen Phänomenen wie der Winterdepression führen kann. Dieser Effekt wird durch die Sommerzeit etwas gemildert.
Weniger leicht ist die Situation für Menschen, deren subjektiver Tag oft oder regelmäßig nicht dem bürgerlichen Tagesablauf folgt, so etwa bei Arbeit in Schicht. Solche Personen bezeichnen intuitiv die Zeit nach Mitternacht als zum vorhergehenden Tag gehörig. Die Verschiebung zum Kalendertag fällt nur etwa beim Verfassen schriftlicher Datumsangaben auf, da die Kommunikation zur – schlafenden – übrigen Gesellschaft eingeschränkt ist. Problematischer ist der Widerspruch zum lichten Tag, der zu gesundheitlichen Störungen („shiftworker syndrom“) führen kann oder beim Wachdienst die gefürchtete Hundswache verursacht. Endgültig verwirrend ist aber die Situation, wenn der persönliche Tag sich soweit verschiebt, dass er sich mit dem nächsten „sozialen Tag“ überschneidet, wie es bei extremer Schichtarbeit oder gravierenden Schlafstörungen auftreten kann. Menschen, deren persönlicher Tag als Lebensstil permanent gegen den lichten Tag verschoben ist, bezeichnet man als Nachtmenschen.
Ein weiterer Widerspruch ergibt sich aus dem Kontakt mit anderen Zeitzonen. Bei der Kommunikation mit Menschen, deren Ortszeit beträchtlich gegen die eigene verschoben ist, ist eine Abklärung, welcher Tag dort gerade ist, unabdingbar. Im modernen computerunterstützen Leben wird das durch Zeitzonenuhren unterstützt, oder die Funktion, dass E-mails in UTC datiert und erst vor Ort umgerechnet werden. Bei Fernreisen in andere Zeitzonen tritt aufgrund der Desynchronisation der Inneren Uhr mit verschiedenen örtlichen lichten Tage der Jetlag auf.
Kalender | Astronomische Größe der Zeit | Zeitbegriff | Maßeinheit | Sonne
Dag | Tag | Дзень | Ден | Dia | Den | Dag | Day | Tago | Día | Ööpäev | Egun | Vuorokausi | Jour | Dei | יממה | Dan | Hari | Aldaw | Sólarhringur | Giorno | 日 | დღე | 날 | Roj (dem) | Dies | Diena | Diena | Ден | Tonalli | Dag | Dag | Dag | Dag | Doba | Dia | День | Day | Dan | Dita | Дан | Dag | நாள் | วัน | Araw (panahon) | Kön | День | 日