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Tadschikistan ist ein Hochgebirgsland, das an Afghanistan, Uzbekistan, Kirgistan und die Volksrepublik China grenzt. Fast 50 % des Staatsgebietes liegen auf einer Höhe von 3.000 m über NN oder noch höher. Der Osten des Landes wird vom Pamir-Gebirge und dem größten Teil des Pamir-Hochlandes geprägt. Dort befindet sich auch der höchste Berg des Landes, der 7.495 m hohe Pik Ismoil Somoni (früher Pik Kommunismus). Im Norden des Landes erstreckt sich die Gebirgskette des Alai. Nur im äußersten Norden besitzt Tadschikistan mit dem Ferghanatal, das durch den größten Fluss des Landes, den Syrdarja, bewässert werden kann, Tiefland, das intensiv ackerbaulich genutzt wird. Der größte Teil des Landes kann wegen der Höhenlage und des Reliefs nur extensiv viehwirtschaftlich genutzt werden. Der größte See ist der Kara-Kul (380 km²) im Osten des Landes; weitere große Seen sind der Saressee (~ 80 km²) und der Zorkulsee 38,9 km². Der größte Stausee ist der Kairakkum-Stausee (520 km²) am eben genannten Syrdarja.
Das Klima ist ein extrem kontinentales mit kalten Wintern und heißen Sommern. Große Temperaturunterschiede bestehen zwischen den tiefer und den höher gelegenen Regionen des Landes. Die Jahresniederschlagsmengen sind relativ niedrig, so dass Steppenvegetation vorherrscht.
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Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Duschanbe 543.107 Einwohner, Chudschand 144.865 Einwohner, Kulob (russ. Kuljab) 78.786 Einwohner, Qurghonteppa (russ. Kurgan-Tjube) 60.084 Einwohner, Istarawschan (bis 2002 Uroteppa; russ. Ura-Tjube) 52.851 Einwohner und Konibodom 50.359 Einwohner.
Siehe auch: Liste der Städte in Tadschikistan
Die Tadschiken sind das letzte Überbleibsel der Indoeuropäer in Zentralasien und gehören den iranischen Völkern an. Sie bilden 80 % der Bevölkerung. Die Tadschiken sind sprachlich, kulturell und ethnisch sehr stark mit den Persern verwandt und stellen auch im Nachbarland Afghanistan einen bedeutenden Bevölkerungsanteil. Im Ferghanatal leben verschiedene Minderheiten von Usbeken (15,3 % der Bevölkerung) und Kirgisen, ebenso im Osten des Landes. Weitere Minderheiten sind Russen (1,1 %), Tataren (0,3 %), Ukrainer, Deutsche und andere. Fast die gesamte Bevölkerung gehört zum Islam sunnitischer Richtung. Juden sind eine sehr kleine Minderheit (0,014%).
Außerdem leben in Tadschikistan noch Bahais, Parsen, Anhänger von Hare Krishnas und Juden (sowohl Aschkenasim als auch Bucharische Juden).
Die Amtssprache Tadschikistans ist das Persische Tadschikisch. Daneben dient noch immer Russisch als Sprache der internationalen Politik und Wirtschaft.
Das Gebiet Tadschikistans war abwechselnd unter der Herrschaft der Perser, Hunnen und gehörte auch zum Reich Alexanders von Makedonien. Im 8. Jahrhundert erreichte der Islam die Region. Während des Mittelalters gehörte Tadschikistan zum Kaiserreich Persien. 1868 wurde Tadschikistan Kolonie Russlands, später Sowjetrepublik. Centralasia_(colormap).jpg
1991 erklärte sich Tadschikistan unabhängig und versank sofort in einem Bürgerkrieg zwischen islamischen Fundamentalisten und der Regierung von Emomalij Rahmonow. Bucharische Juden und Aschkenasen, 1989 noch ca.15.000 Menschen, verließen das Land aufgrund von Verfolgungen, so dass sich die Juden Tadschikistans auf rund 1.000 dezimierten. Der Bürgerkrieg endete mit einer Regierungsbeteiligung der Fundamentalisten.
Nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 wurden US-Truppen in Chorugh und Duschanbe sowie Soldaten Frankreichs in Duschanbe stationiert. Trotzdem spielt Russland nach wie vor durch seine Truppenpräsenz die Rolle einer wichtigen Ordnungsmacht der Region (die Grenzsicherung nach Afghanistan erfolgte bis zum Sommer 2005 durch russische Truppen).
Tadschikistan ist laut seiner Verfassung eine demokratische Präsidialrepublik.
Zu Tadschikistan gehört die Autonome Provinz Berg-Badachschan im Osten des Landes, die 44,5 % der Fläche des Landes umfasst.
Tadschikistan ist Mitglied der Shanghai Cooperation Organization (SCO), des Rates für kollektive Sicherheit, der GUS, der Economic Cooperation Organization (ECO), der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) und des OATCT, dem es allerdings nur formal durch seine Zugehörigkeit zum alten "Turkestan" angehört.
Tadschikistan gliedert sich in zwei Provinzen (вилоятҳо/wilojatho bzw. ; in Klammern die Hauptstädte):
eine Autonome Provinz (вилояти мухтор/wilojati muchtor bzw. ):
einen direkt von der Zentralregierung verwalteten Distrikt (Ноҳияҳои тобеъи ҷумҳурӣ bzw. ):
sowie die Hauptstadt Duschanbe, die einen Sonderstatus (шаҳр/schahr bzw. ) besitzt.
Die Verkehrserschließung Tadschikistans ist aufgrund der Oberflächengestalt des Landes sehr schwierig. Der Verkehr stützt sich vor allem auf das nur mangelhaft ausgebaute Straßennetz. Das Land verfügt über nicht miteinander verbundene Eisenbahnstrecken von insgesamt 470 km Länge. Die Hauptstadt Duschanbe ist durch die Transkaspische Eisenbahn an das internationale Eisenbahnnetz angeschlossen; Verbindungen bestehen über Taschkent nach Moskau.
Im Mai 2005 begannen mit finanzieller Unterstützung der USA die Bauarbeiten an einer ersten Brücke über den Fluss Pjandsch nach Afghanistan, die im April 2007 abgeschlossen sein sollen. Die Brücke soll nach ihrer Fertigstellung den gegenwärtigen Schleppkahn ersetzen, mit dem am Tag nur maximal 60 Autos transportiert werden können und der viele Monate im Jahr aufgrund zu starker Strömung des Flusses komplett ausfällt.
Nationalfeiertag ist der 9. September (Tag der Unabhängigkeit).
Zu den ältesten wichtigsten Bräuchen des Landes gehört das traditionelle Neujahrsfest, Nauroz, das am Frühlingsanfang feierlich begangen wird.
Das Wappen Tadschikistans ist eine Reinterpretation des Wappens aus der Zeit vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991.
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