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Am Abend des 17. Juli 1996 explodierten die Tanks eines TWA-Jumbos kurz nach dem Start vom New Yorker JFK Airport, die auf dem Weg nach Paris war. Bei der Explosion wurde das Flugzeug in der Mitte auseinander gerissen. Der Bug stürzte kurz nach der Explosion ab, das Heck mit Tragflächen und den noch laufenden Motoren stieg weitere 30 Sekunden in die Höhe. Alle 230 Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben. Unter den Passagieren waren der französische Gitarrist Marcel Dadi, der englische Komponist David Hogan, Jed Johnson - ein Mitglied der Produktionsfirma Andy Warhol's, die Gattin und die Nichte des Jazz-Saxophonisten Wayne Shorter und die Schwester des Komikbuchautors Geoff Jones.
Ursache
Es wird davon ausgegangen, dass der Absturz durch eine Explosion des zentralen Flügeltanks ausgelöst wurde. Zwei Komponenten waren Voraussetzung für diese Explosion:
- Tanksystem: im zentralen Flügeltank befand sich nur eine geringe Menge Treibstoff vom Typ Jet A. Dieser ist im flüssigen Zustand schwer brennbar. Bei höherer Temperatur bzw. niedrigem Druck wird er aber gasförmig und verbrennt dann in Verbindung mit Sauerstoff explosionsartig. Zudem lag eines der Kabel am Treibstoffsensor durch mechanischen Verschleiß schon längere Zeit frei. Da ein Treibstoffsensor aber nur mit Niederspannung betrieben wird, stellte dies zunächst kein Problem dar.
- Klimaanlage: bei der 747 befindet sich direkt unter dem zentralen Flügeltank die Klimaanlage für die Kabine. An jenem heißen Tag im Juli war sie ständig in Betrieb und erhitzte so den Treibstoff im Flügeltank.
Auslöser der Explosion: Durch eine defekte Isolierung im Kabelbaum erreichte höhere Spannung aus der Kabinenbeleuchtung den Treibstoffsensor. Dort kam es zu einem Kurzschluss des freiliegenden Kabels mit einem anderen metallischen Bauteil, ein Funke entstand.
Dies ist die offizielle Version der Erklärung für den Absturz.
Nach dem Unglück entwickelten sich Spekulationen über andere Absturzursachen, da zahlreiche Anwohner des Absturzortes behaupteten, ein Objekt vorher auf die Boeing 747 zufliegen und treffen gesehen zu haben. Es wurden während des Beginns der detaillierten Untersuchungen am Unglück und dem Abschluss der Beweisaufnahme im Februar 1997 zwei Thesen aufgestellt, die jedoch letztlich beide vom FBI als nicht stichhaltig bewertet wurden.
- Ein Angestellter einer nahegelegenen Militärstation auf Long Island schickte eine Cruise Missile los, die das Flugzeug im Visier hatte. Diese These ist jedoch unwahrscheinlich, da der JFK Airport dafür bekannt ist, dass viele Flugzeuge, die ihren Landeflughafen in Europa haben, über Long Island fliegen, da die Hauptstartbahnen nach Westen und Osten gerichtet sind - die Maschine startete in Richtung Osten. Der Tatsache, dass die meisten Flugzeuge vom JFK Airport in Richtung Osten starten ist sich, so sagt man, jeder auf Long Island bewusst. Das kann man damit belegen, dass sich schon Ende der 1950er Jahre Anwohner über den Fluglärm der damals noch gebrauchten Boeing 707 oder Boeing 727 beim Flughafenpersonal beschwert hatten. Es wurde nicht davon ausgegangen, dass ein Mensch vorsätzlich auf ein Passagierflugzeug schießen würde.
- Ein Passagier brachte eine Bombe an Bord, die nach dem Flugzeugstart um etwa 20:17 Uhr Ortszeit zündete. Diese Bombe suchte man jedoch im Atlantischen Ozean vergeblich. Auch wäre eine Unterbringung der Bombe kaum möglich gewesen, auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen noch nicht so verstärkt worden waren wie nach dem 11. September 2001. Hier hätte ein Passagier bei der Beladung der Maschine anwesend sein und die Bombe dann im Laderaum verstecken müssen.
Beide Thesen konnten jedoch nie untermauert werden, unter anderem, weil jegliches Video- oder Bildmaterial fehlt.
Trivia
Der Film
Final Destination von
2000 basiert auf diesem Unglück, in dem auch ein Jet in New York abhebt, auf dem Weg nach Paris ist und kurz nach dem Start abstürzt.
Weblinks
Flugunfall | 1996
TWA Flight 800 | Vol 800 TWA | טיסה 800 של TWA | TWA航空800便墜落事故 | TWA 800