| Technische Universität Graz Erzherzog Johann Universität | |
|---|---|
| Tugraz_logo.png | |
| Daten | |
| Motto | -- |
| Gründungsjahr | 1811 (als Technische Lehranstalt) |
| Ort | Graz |
| Studierende | 8.224 (Sommersemester 2005) - davon: Frauen: 18,6% - Ausländeranteil: 16,2% |
| Studien | 30 |
| Universitätslehrgänge | 4 |
| Fakultäten | 7 |
| Institute | 104 |
| Mitarbeitende | Gesamt: 1648 (31. Dez. 2004) - Wissenschaftliche Mitarbeiter: 943 - davon Professoren: 101 |
| Absolventen | Bakk.: 138 (2003/04) Dipl. Ing.: 692 (2003/04) Dr. techn.: 125 (2003/04) |
| Haushalt | 115.3 Mio. Euro (2004) Staatszuschuss 91,3 Mio. Euro Drittmittel: 24 Mio. Euro |
| Hochschultyp | staatlich |
| Rektor | O. Univ.-Prof. Dr.techn. Hans Sünkel |
| Postadresse | Technische Universität Graz | Rechbauerstr. 12
| Homepage | http://www.tugraz.at/ |
Die Technische Universität Graz (Erzherzog-Johann-Universität) ist eine von fünf Universitäten in der Steiermark. Die anderen Universitäten sind die Karl-Franzens-Universität, Kunstuniversität Graz, Medizinische Universität Graz und die Montanuniversität Leoben. Sie ist neben der Technischen Universität Wien eine der zwei Technischen Universitäten in Österreich.
Im Sommersemester 2005 waren 8224 ordentliche Studierende gemeldet, davon 16,2% Ausländer und 18,6% Frauen.
Nach und nach wurde der Unterricht um technische Fächer erweitert. Es wurden Lehrkanzeln für technisch-praktische Mathematik, praktische Geometrie, Mechanik und Berg- und Hüttenkunde errichtet. Letztere wurde allerdings bald an die Steiermärkisch-Ständische Montanlehranstalt in Vordernberg ausgegliedert aus welcher 1849 die k. und k. Bergakademie in Leoben und aus dieser bis heute die Montanuniversität Leoben hervorging.
Bis zu seinem Tode im Jahre 1859 gebührte die Leitung des Joanneums Erzherzog Johann höchst persönlich. 1861 wurden bereits 21 Lehrfächer unterrichtet zu den oben aufgezählten kamen unter anderem noch Lehrkanzeln für Baukunde, für Land- und Forstwirtschaftslehre, für Physik und Darstellende Geometrie hinzu.
1864 wurde die Technische Lehranstalt per Beschluss des Steiermärkischen Landtages in Steiermärkische landschafliche Technische Hochschule am Joanneum zu Graz umbenannt. Die Änderung trat nach kaiserlicher Genehmigung im Studienjahr 1865/66 in Kraft. Neben zwei allgemeinen der Vorbereitung dienenden Klassen umfasste sie vier Fachschulen: Ingenieurwesen, Maschinenbau, Chemische Technologie sowie Land- und Forstwirtschaft. 1869 kam eine neue Lehrkanzlei für Mechanische Technologie hinzu. Von den Höhrern wurde die Einhaltung eines bestimmten Kurses verlangt und der Aufstieg in einen höheren Jahrgang war von einem günstigen Studienerfolg abhängig.
Das Professorenkollegium entwarf 1871/72 ein neues Statut welches die Kurse aufließ und welches nach dem Grundsatz der Lehr- und Lernfreiheit geschrieben wurde. Um als ordentlicher Höhrer aufgenommen zu werden musste man nun eine erfolgreich abgelegte Reifeprüfung nachweisen. Dem Grundsatz der Lernfreiheit verpflichtet konnte sich jeder Höhrer selbst aussuchen welche Lehrveranstaltungen er besuchte, jedoch wurden von den Fachschulen Studienpläne aufgestellt und die Einhaltung dieser den Hörern empfohlen.
Die Technische Hochschule Graz war zu diesem Zeitpunkt die einzige im Süden der Monarchie. Es ist daher nicht verwunderlich dass nur ein Drittel der Höhrer aus der Steiermark kam. Der Rest kam aus anderen Kronländern oder aus dem damaligen Ausland.
Nachdem Anfang der Siebziger des 19. Jahrhunderts der Staat die Hochschulen direkt kontrollieren wollte, wurde 1874 die Hochschule als Kaiserlich-königliche Technische Hochschule in Graz vom Staat übernommen. Naturgemäß ging damit auch eine Umstrukturierung einher. Die Abteilung für Land- und Forstwirtschaft wurde aufgelassen. Ihre Aufgaben sollten von der 1872 gegründeten Hochschule für Bodenkultur welche sich in Wien befand übernommen werden. Im Zuge der Veränderungen wurden große Bestände des Joanneums an die neu gegründete Bibliothek der Technischen Hochschule übertragen.
1878 wurden die erste und die zweite Staatsprüfung eingeführt. Während die erste Staatsprüfung für alle Studienrichtungen die selbe war, wies die Zweite eine Ausbildung in eine der drei Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Technische Chemie. Neben den Staatsprüfungen gab es auch weiterhin die umfassendere Diplomprüfung. Die Staatsprüfung, einst nur als Nachweis zur Anstellungsfähigkeit im Staatsdienst gedacht, berechtigte später zur Führung der Standesbezeichnung Ingenieur und ab 1938 Diplom-Ingenieur. Letzterer wurde aber erst 1969 ein akademischer Grad.
Mit der Übernahme hatte sich der Staat auch zu einem Neubau für die bis dahin im Joanneum untergebrachten Hochschule verpflichtet. Es dauerte allerdings bis in das Jahr 1884 als am 26. November der Spatenstich für das heute unter Bezeichnung Alte Technik Gebäude gelegt wurde. Es wurde 1888 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. eröffnet. Bis Beginn des Studienjahres 1888/89 konnte auch das Chemische Institut eröffnet werden, welches sich südlich des Hautgebäudes befand. (Es blieb bis 1961 in Verwendung und wurde dann abgerissen.)
1901 erhielt die Hochschule das Promotionsrecht.
Inzwischen waren bereits an allen Hochschulen der Monarchie Lehrkanzeln für Elektrotechnik eingerichtet worden. 1917 wurde schließlich auch in Graz dies nachgeholt. Die Alte Technik wurde inzwischen auch zu klein und mit Ende des ersten Weltkrieges wurde ein weiterer Neubau begonnen. Dieser wurde 1935 fertig gestellt, worauf dort die Institute für Maschinenbau und Elektrotechnik einzogen.
1934 wurde die Technische Hochschule Graz und die Montanistischen Hochschule Leoben infolge der austrofaschistischen Machtübernahme zur Technischen und Montanistischen Hochschule Graz-Leoben verschmolzen. Dies wurde 1937 wieder rückgängig gemacht.
1955 wird die Hochschule in drei Fakultäten gegliedert.
In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Gebäude in den Inffeldgasse gebaut. Dies wurde der dritte Standort der Hochschule.
1969 wurden Studienkommissionen eingerichtet in welchen Drittelparität gilt.
1975 wird die Technische Hochschule Graz in Technische Universität Graz umbenannt.
1976 Der Senat beschließt den Beinamen Erzherzog-Johann-Universität.
1993 Universitäts-Organisationsgesetz 1993 (UOG '93) wird von der Regierung beschlossen.
1996 Implementierung des UOG '93 vollständig abgeschlossen.
2002 Universitätsgesetz hebt Kurienuniversität weitgehend auf. Die Vertreter der Professoren haben in allen relevanten Gremien die Mehrheit.
Die TU Graz ist keine klassische Campusuniversität. Sie ist jedoch hauptsächlich auf drei Standorte im Süd-Osten von Graz konzentriert.
Bakkelaureatstudien:
Magisterstudien (Master):
Doktoratsstudien:
Lehramtsstudien:
Universitätslehrgänge:
Auch in der Formula Student ist die TU Graz aktiv. Das TUG Racing Team setzt sich hauptsächlich aus Studierenden der Elektrotechnik, Telematik, Technischen Mathematik, Informatik und Maschinenbau zusammen. Es ist neben dem Team der Fachhochschule Joanneum Graz das zweite Grazer Team im Bewerb.
Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Bruntingthorpe, England gelang ihnen der vierte Platz mit nur 0,7 Punkte Rückstand auf den Drittplatzierten. Die Rennen in Deutschland und Italien konnte das TUG Racing Team im Jahr 2005 gewinnen.
Geschichte vom TUG Racing Team:
01/2003 Studierende der TU Graz gründen aus Eigeninitiative das TUG Racing Team 03/2004 Präsentation des 1. Rennboliden, Tankia2004 vor 700 Besuchern 07/2004 Formula Student England, 19. Gesamtplatz, drei Top 10 Plätze in Dynamic Events, Ausfall im Endurance wegen Fahrfehler 04/2005 Präsentation des 2. Rennboliden, Tankia2005 (800 Besucher) 07-09/2005 Wettbewerbe in England, Deutschland und Italien (Ergebnisse siehe oben) 05/2006 Präsentation des Tankia2006 vor 1200 Besuchern 07/2006 Wettbewerb in England, 2 Platz und insgesamt 8 Awards (Class 1 Runner Up, Acceleration Winner, Most Innovative Use of Electronic Controls, Class 1 Design Winner, Best Packaged Electronics, Best Quality Engineered Car, Best Use of Composites und Best Use of Web Site)
Technische Daten vom Rennboliden Tankia2006: Tankia = There are no Kangaroos in Austria
99 PS, 180,5kg, 0 auf 100km/h in 3,5sek, superleichtes CFK Monocoque, Heck als Feingussteil ausgeführt (erfüllt 16 Funktionen bei einem Gewicht von nur 3,4kg), Elektronik - Highlights: selbst entwickeltes multifunktionales Carbon-Lenkrad mit integrierter Steuerelektronik; Bordcomputer; Telemetrie; Datenakquisition; Boxenfunk
TU Graz, Universität Wien und TU Wien kooperieren im Rahmen der Mission BRITE-Austria (Bright Target Explorer), um mit "TUGSAT-1" den ersten österreichischen Satelliten zu entwerfen, zu bauen und zu testen. Die FFG fördert mit ihrem Engagement für das Projekt eine herausfordernde wissenschaftliche und technologische Mission mit gleichzeitig hoher Relevanz für die universitäre Lehre.
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