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Tesa ist ein Markenname der Beiersdorf AG, die die gleichnamigen Klebebänder herstellt. Der Begriff Tesa hat als generalisierter Markenname Eingang in die Umgangssparche gefunden und bezeichnet häufig jegliches durchsichtige Klebeband.
Geschichte
Wer 1896 am Ladentisch nach tesa verlangte, bekam kein
Klebeband, sondern eine Zahnpasta. Denn tesa war der Markenname für die Patent-Tube der Zahnpasta Pebeco. Das Tubengeschäft lief jedoch nicht sehr erfolgreich und so ging 1926 der Markenname an die
Beiersdorf AG über. Diese wies den Markennamen einem neu entwickelten Produkt zu: einer neuartigen Tauchmasse zum Überhäuten von Wurstwaren. Auch die Wurstpelle tesa wurde kein Erfolg. Der Name Tesa ist ein
Kofferwort, entstanden aus den Namen der damaligen Sekretärin El
sa Tesmer, die bis 1908 bei Beiersdorf arbeitete.
1935 entwickelte die Beiersdorf AG erstmals einen transparenten Klebefilm, der zunächst unter dem Namen „Beiersdorf-Kautschuk-Klebefilm" in den Handel gelangte, sich jedoch nicht sonderlich gut verkaufte. Der Beiersdorf-Mitarbeiter Hugo Kirchberg kam deshalb auf die Idee, das Produkt auf den Namen tesa zu taufen. In einem Brief von 1936 spricht Kirchberg erstmals vom tesa Klebefilm. Doch der findige Kaufmann hatte weitere geniale Vermarktungsideen. Um den Verbrauchern eine praktische Verarbeitungshilfe anbieten zu können, entwickelte er den praktischen Tischabroller, der auch heute noch in nur leicht weiterentwickelter Form auf fast jedem Schreibtisch steht. Mit Werbeslogans, die den Zeitgeist trafen, führte er Produkt und Namen zu einem beispiellosen Erfolg.
Die Einführung von tesa als Dachname für alle produzierten Klebebänder von Beiersdorf bedeutete ab 1941 den Durchbruch als Markenartikel. Insgesamt gibt es heute rund 6.500 verschiedene tesa-Produkte für Industriekunden und Endverbraucher. 2001 wurde die tesa AG als eigenständiges Unternehmen aus der Beiersdorf AG ausgegründet. Der Jahresumsatz lag 2004 bei 706 Mio Euro und wurde zu 70 % mit speziellen selbstklebenden Systemlösungen für die Druck-, Papier-, Elektronik- und die Automobilindustrie erzielt. Für Endverbraucher bietet die tesa AG in Verbraucher-, Drogerie- und Baumärkten sowie im Büro- und Schreibwarenhandel Lösungen für das kreative Gestalten.
In Österreich übernahm die Firma Beiersdorf von dem ehemaligen Hersteller die Marke TIXO, die Bezeichnung wie sie in Österreich für einen Klebestreifen überall verwendet wird. Allerdings wurde durch Beiersdorf der Markenname Tixo durch Tesa ersetzt. Tixo blieb aber als Synonym in der Umgangssprache für das Klebeband erhalten.
tesa AG
Die
tesa AG ist eine 100-prozentige Tochter der
Beiersdorf AG. 1993 befand sich der Konzern in einer Krise. Durch mangelnde Innovationen fielen nur 9,5% des Umsatzes auf neue Produkte. Im Jahr 2004 betrug dieser Wert 43%. Der Umsatz betrug 2004 € 706 Mio. Die Vorstände sind Dr. Bernhard Düttmann und Dieter Steinmeyer.
Tesa als Datenspeicher
Speichermedium tesa ROM
Die beiden Physiker Dr.
Steffen Noehte und der damalige Diplomand
Matthias Gerspach fanden im März
1998 an der
Universität Mannheim kurz vor einer
CeBIT-Präsentation zufällig heraus, dass sich Tesafilm auch als Datenspeicher nutzen lässt. Eine erste Förderung erfuhr das Forscherduo durch das frühere
SAP-Vorstandsmitglied
Klaus Tschira in dessen
European Media Laboratory (EML). Im Dezember 2001 gründeten die Forscher die
tesa scribos GmbH in
Heidelberg zusammen mit der Hamburger
tesa AG, die sich mit 75% beteiligte. Dort konnte das Team nun auch mit einem eigenen Labor diese Zukunftsidee weiterentwickeln. Zunächst konzentrierte man sich auf ein System zur Produktverfolgung und für den Fälschungsschutz von Markenprodukten. Das sogenannte "tesa Holospot-System" ist inzwischen seit 2003 auf dem Markt. Das eigentliche Forschungsprojekt der tesa scribos GmbH der
tesa ROM wurde im Jahr 2004 erfolgreich abgeschlossen. Diese neuartige, besonders robuste Speichermedium ist mit drei Lagen eines speziellen
Polymerfilms umwickelt. Darauf lassen sich mit einem Laser Informationen vom Umfang einer
DVD speichern. Die Datenhaltbarkeit wird auf dreißig Jahre geschätzt. Der Anwendungsbereich der
tesa ROM erstreckt sich von Texten über Bilder bis hin zu Kinofilmen. Doch diese Applikationen hängen gänzlich von der Nachfrage der Hardwarehersteller ab.
Fälschungssicherung durch Miniatur-Hologramme
Kernstück der Tesa-Holospot-Technologie ist ein kleines Etikett aus einem speziellen Polymermaterial, auf dem sich ein nur 1 mm² großes Datenfeld befindet. Darauf lassen sich Informationen wie Bilder, Logos oder Texte im Umfang von 1 kB speichern. Die Information kann in Form von Mikroschrift oder am Computer erzeugten, digitalen Hologrammen, auf Wunsch auch verschlüsselt, auf dem Holospot fälschungssicher abgelegt werden. Die Informationen lassen sich, je nach angestrebter Sicherheitsstufe, mit einer einfachen Lupe oder durch autorisierte Personen mit analogen oder digitalen Lesegeräten auslesen. Die neue Technologie ermöglicht die individuelle Kennzeichnung jedes Einzelprodukts und damit dessen Authentisierung oder Rückverfolgung.
Weblinks
Markenname | Verbindungselement | Speichermedium
Sellotape | Celo adhesivo | סלוטייפ | セロハンテープ | Tesa