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Henninger Turm-2005-T-MOBILE TEAM.jpg 2005]] Das T-Mobile Team (bis 2003 unter dem Namen Team Telekom) ist ein vom deutschen Telekommunikationsunternehmen T-Mobile, der Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, gesponsertes Profi-Radsportteam. Da das Team in den 90er Jahren der einzige große deutsche Rennstall war und die besten deutschen Fahrer beschäftigte, galt das Team Telekom in der Öffentlichkeit lange Zeit als eine Art „deutsche Radsport-Nationalmannschaft“. Höhepunkte in der relativ erfolgreichen Geschichte des Teams waren die Siege von Bjarne Riis und Jan Ullrich bei der Tour de France 1996 beziehungsweise 1997 sowie der sechsmalige Gewinn des Grünen Trikots durch Erik Zabel, der auch neben der Tour de France durch seine einzigartige Siegesserie beeindruckte.

Geschichte


1991–1995

Das Team Telekom entstand 1991 aus dem Team Stuttgart. Von dem späteren Toursieger-Team von Riis und Ullrich war von Beginn an nur Udo Bölts dabei. Nach der ersten Saison übernahm der ehemalige belgische Radprofi Walter Godefroot den Posten des Sportlichen Leiters. Die ersten Siege für das Team überhaupt fuhr Udo Bölts ein, der überraschend die Königsetappe des Giro d’Italia 1992 gewann. Im Juli nahm das Team Telekom erstmals an der Tour de France teil und konnte mit Jens Heppner einen 10. Platz in der Gesamtwertung erreichen.

1993, im dritten Jahr seines Bestehens, hatte das Team Telekom mittlerweile die meisten deutschen Spitzenfahrer verpflichtet. Insbesondere Olaf Ludwig, der von der Mannschaft Panasonic gekommen war, sorgte für Siege, so auch bei der Tour de France, wo er auf der 14. Etappe den ersten Tour-Etappenerfolg für Telekom erreichte. Im Oktober wurde Ludwig bei der Straßen-WM Dritter hinter dem jungen Lance Armstrong und Miguel Indurain.

1994 gewann Olaf Ludwig den deutschen Klassiker Rund um den Henninger Turm und konnte damit Spekulationen über einen Ausstieg des Sponsors Telekom nach dem zuvor schwachen Frühjahr beenden. Im Herbst erreichte der junge Erik Zabel bei Paris-Tours den ersten Weltcup-Sieg für ihn und sein Team.

1995 wurde Telekom trotz ordentlicher Frühjahrsergebnisse überraschend nicht zur Tour de France eingeladen. Erst nach hitzigen Verhandlungen wurde ein Rumpfteam zugelassen. Prompt rechtfertigte Erik Zabel mit zwei Sprinterfolgen die verspätete Zulassung des Teams zum wichtigsten Radsportereignis der Welt.

1996/1997

Vor der Saison 1996 wurde mit dem Dänen Bjarne Riis erstmals ein echter Star eingekauft, der im Jahr zuvor Dritter bei der Tour geworden war. Die Investition machte sich umgehend bezahlt. Riis konnte bei der Tour den fünfmaligen Sieger Miguel Indurain schlagen und als erster Däne in Paris in Gelb einfahren. Darüber hinaus gewann sein junger Teamkollege Jan Ullrich bei seiner Tourpremiere das letzte Zeitfahren und kam auf den 2. Rang des Gesamtklassements. Erik Zabel erreichte zwei Etappensiege und konnte damit das Grüne Trikot erobern. Damit war der Triumph der Telekomtruppe perfekt. In der Nachkriegsgeschichte der Tour gab es nur ein anderes Team, welches die ersten beiden Plätze belegen konnte: La Vie Claire 1985 und 1986 mit Bernard Hinault und Greg LeMond.

In Deutschland wurde die Stärke des Telekom-Teams aber erst ein Jahr später richtig zur Kenntnis genommen. Nachdem Riis nach einem starken Frühjahr zunächst als Kapitän in die Tour gestartet war, übernahm bald der stark fahrende Ullrich die Führung im Team und im Rennen. Der 23-Jährige gewann die Tour de France als erster Deutscher überhaupt. Zabel holte erneut Etappensiege und das begehrte Sprintertrikot. Auch in der Mannschaftswertung lag Telekom ganz vorne. Das nach dem Toursieg Ullrichs geradezu explodierende Interesse der deutschen Öffentlichkeit am Radsport machte das Sponsoring von Telekom zu einem der effektivsten der deutschen Sportgeschichte. Gleichzeitig war jetzt allerdings auch ein Anspruch geweckt, an dem sich Telekom zukünftig messen musste.

1998–2002

Nach den beiden Toursiegen 1996 und 1997 gehörte das Team Telekom zu den besten Mannschaften des Radsports. Dieses Niveau konnte Telekom in den folgenden Jahren trotz vieler Probleme halten, ohne allerdings nochmals den Toursieger in ihren Reihen zu haben. Das Team wurde klar auf die Doppelspitze mit Ullrich und Zabel ausgerichtet.

Jan Ullrich erreichte mit Telekom weitere zweite Plätze bei der Frankreich-Rundfahrt (1998, 2000, 2001), gewann die Vuelta a España 1999, das Straßenrennen der Olympischen Spiele in Sydney 2000, die Zeitfahr-WM 1999 und 2001 – und blieb doch hinter den Erwartungen zurück. Erik Zabel entwickelte sich zu einem Muster an Konstanz, holte sechs Grüne Trikots der Tour in Folge, gewann viermal bei Mailand-San Remo (1997/98, 2000/01), holte sich den Weltcup-Gesamtsieg und die Führung in der Weltrangliste.

2003

Die Phase relativen Erfolgs wurde von der nacheinander stattfindenden Verletzung, Alkoholfahrt und positiven Dopingprobe Jan Ullrichs im Frühjahr und Sommer 2002 beendet. Telekom trennte sich schließlich von seinem Superstar und beschloss – inmitten von Gerüchten um die Beendigung des Sponsorings – einen Strategiewechsel: Nunmehr sollte nicht mehr alles auf einen Kapitän gesetzt werden, sondern verschiedene Fahrer ihre Chance bekommen. Dazu wurde eine Reihe von internationalen Stars wie Santiago Botero, Paolo Savoldelli und Cadel Evans verpflichtet, die jedoch aus unterschiedlichen Gründen die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnten. Neben zahlreichen anderen Siegen gewann Alexander Winokurow bei der Tour zwei Etappen und erreichte den dritten Gesamtrang. Ferner gewannen drei verschiedene Fahrer aus dem Team je ein Weltcuprennen.

All diese Siege wurden in der Öffentlichkeit allerdings vom grandiosen Comeback Jan Ullrichs beim Team Bianchi in den Hintergrund gedrängt. Daraufhin verhandelte die Führung des Team Telekom mit dem deutschen Radstar und konnte, da Bianchi keine dauerhafte Finanzierung Ullrichs zustande brachte, schließlich im Herbst 2003 die Rückkehr Jan Ullrichs zum Team Telekom vermelden, welches zukünftig unter dem Namen der Konzerntochter T-Mobile firmiert.

2004

Im ersten Jahr als „T-Mobile Team“ waren der Weltcuperfolg von Steffen Wesemann bei der Flandern-Rundfahrt und Ullrichs Gewinn der Tour de Suisse die namhaftesten Siege. Daneben sorgte Erik Zabel für zahlreiche zweite Plätze, u.a. z.B. bei Mailand-San Remo und der Straßenrad-WM. Bei der Tour de France erreichten Andreas Klöden und Jan Ullrich die hervorragenden Plätze 2 und 4, was aufgrund der Umstände jedoch eher als Misserfolg gewertet wurde. In einer Saison, in der die auffälligen Siege rar blieben, erreichte das „T-Mobile Team“ aufgrund seiner Ausgeglichenheit allerdings ein seltenes Triple: Die Mannschaft gewann die Team-Wertung der Tour de France, die des Rad-Weltcups und beendete die Saison auf dem ersten Platz der Team-Weltrangliste.

2005

DM-Mannheim Herren 2005-06-26-a.jpg Im Jahr 2005 riss eine beeindruckende Siegesserie. Erstmals seit 1993 konnte die Mannschaft nicht die Deutsche Meisterschaft für sich entscheiden und musste den Titel an den Außenseiter Gerald Ciolek abgeben. Bei der Tour de France holte sich das „T-Mobile Team“ den Sieg in der Mannschaftswertung. Drei Etappensiege durch Alexander Winokurow und Giuseppe Guerini sowie der dritte Platz von Jan Ullrich und der fünfte von Alexander Winokurow in der Gesamtwertung trugen ebenso zu einem positiven Gesamtergebnis für das Team bei.

Saison 2005


Erfolge in der ProTour

Datum Rennen Fahrer
24. April Lüttich-Bastogne-Lüttich BEL Alexander Winokurow
9. Juni 4. Etappe Dauphiné Libéré FRA Alexander Winokurow
12. Juni EZF Tour de Suisse SUI Jan Ullrich
13. Juli 11. Etappe Tour de France 2005 FRA Alexander Winokurow
22. Juli 19. Etappe Tour de France 2005 FRA Giuseppe Guerini
24. Juli 21. Etappe Tour de France 2005 FRA Alexander Winokurow
9. Oktober Paris-Tours FRA Erik Zabel

Erfolge in der Continental Tour

Datum Rennen Fahrer
1. Mai Rund um den Henninger-Turm GER Erik Zabel
29. Mai 5. Etappe Bayern-Rundfahrt GER Andreas Klöden
2. Juni 1. Etappe Luxemburg-Rundfahrt LUX Eric Baumann
5. Juni 5. Etappe Luxemburg-Rundfahrt LUX Bram Schmitz
25. Juli Rund um Ratingen GER Erik Zabel

Team 2005


Name Geburtstag Nationalität
Rolf Aldag 25. August 1968
Eric Baumann 21. März 1981
Marcus Burghardt 30. Juni 1983
Bastiaan Giling 4. November 1982
Giuseppe Guerini 14. Februar 1970
Torsten Hiekmann 17. März 1980
Sergei Iwanow 05. März 1975
Sergei Jakowlew 21. April 1976
Matthias Kessler 16. Mai 1979
Andreas Klier 15. Januar 1976
Andreas Klöden 22. Juni 1975
Bernhard Kohl 4. Januar 1982
Tomáš Konečný 11. Oktober 1973
André Korff 4. Juni 1973
Francisco José Lara Ruiz 25. Februar 1977
Daniele Nardello 2. Juli 1972
Olaf Pollack 20. September 1973
Jan Schaffrath 17. September 1971
Bram Schmitz 23. April 1977
Stephan Schreck 15. Juli 1978
Oscar Sevilla 29. September 1976
Tobias Steinhauser 27. Januar 1972
Jan Ullrich 2. Dezember 1973
Christian Werner 28. Juni 1979
Steffen Wesemann 11. März 1971
Alexander Winokurow 16. September 1973
Erik Zabel 7. Juli 1970

Saison 2006


Nach der Teilnahme am Giro d'Italia mit einem Sieg beim Einzelzeitfahren erreichte der Teamkapitän Jan Ullrich den Gesamtsieg bei der folgenden Tour de Suisse. T-Mobile suspendierte jedoch am Vortag zum Start der Tour de France 2006 seine beiden Spitzenfahrer Jan Ullrich und Oscar Sevilla sowie Ullrichs Betreuer Rudy Pevenage mit sofortiger Wirkung, da sie möglicherweise in die Dopingaffäre um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes verwickelt sind. Bei der 3. Etappe der Tour errangen die sieben verbliebenen T-Mobile-Fahrer durch Matthias Kessler den Etappensieg. Inzwischen steht auch der Fahrer Jörg Ludewig unter Dopingverdacht. Er soll sich nach schriftlichen Unterlagen im Jahr 1998 um die Beschaffung von Dopingmitteln bemüht haben.
Das Team hat nach der 9. Tour-de-France-Etappe vier Fahrer unter den zehn Besten des Gesamtklassements.

Erfolge in der ProTour

Datum Rennen Fahrer
18. Mai Flag of Italy.svg 11.Etappe Giro d'Italia (EZF) Jan Ullrich
18. Juni Flag of Switzerland.svg 9. Etappe Tour de Suisse (EZF) Jan Ullrich
10. - 18. Juni Flag of Switzerland.svg Gesamtwertung Tour de Suisse Jan Ullrich
4. Juli Flag of France.svg 3. Etappe Tour de France Matthias Kessler
8. Juli Flag of France.svg 7. Etappe Tour de France (EZF) Serhij Hontschar

Erfolge in der Continental Tour

Datum Rennen Fahrer
25. Februar Flag of the United States.svg 6. Etappe Tour of California Olaf Pollack
26. Februar Flag of the United States.svg 7. Etappe Tour of California Olaf Pollack
26. April Flag of Germany.svg 1. Etappe Rheinland-Pfalz-Rundfahrt André Greipel
29. April Flag of Germany.svg 4. Etappe Rheinland-Pfalz-Rundfahrt André Greipel
31. Mai Flag of Luxembourg.svg Prolog Luxemburg-Rundfahrt Kim Kirchen
17. Juni Flag of Spain.svg 2. Etappe Asturien-Rundfahrt Oscar Sevilla
16.-20. Juni Flag of Spain.svg Gesamtwertung Asturien-Rundfahrt Oscar Sevilla

Team 2006


Abgänge – Zugänge

Zugänge Abgänge
Patrik Sinkewitz Quick Step Alexander Winokurow Liberty Seguros
Michael Rogers Quick Step Sergei Jakowlew Liberty Seguros
Jörg Ludewig Domina Vacanze Erik Zabel Team Milram
Serhij Hontschar Domina Vacanze Jan Schaffrath Team Milram
Kim Kirchen Fassa Bortolo Rolf Aldag Karriereende
Lorenzo Bernucci Fassa Bortolo Tobias Steinhauser Karriereende
Eddy Mazzoleni Lampre-Caffita Torsten Hiekmann Gerolsteiner
Thomas Ziegler Gerolsteiner Tomáš Konečný Akud-Wiesenhof
Scott Davis Tenax Paco Lara Andalucía-Paul Versan
André Greipel Wiesenhof Christian Werner Karriereende
František Raboň PSK Whirlpool
Linus Gerdemann CSC

Mannschaft 2006

Für 2006 ergibt sich damit folgender, 29 Fahrer starker Kader:

Eric Baumann 21. März 1981
Lorenzo Bernucci 15. September 1979
Marcus Burghardt 30. Juni 1983
Scott Davis 22. April 1979
Linus Gerdemann 16. September 1982
Bastiaan Giling 4. November 1982
Serhij Hontschar 3. Juli 1970
André Greipel 16. Juli 1982
Giuseppe Guerini 14. Februar 1970
Sergei Iwanow 5. März 1975
Matthias Kessler 16. Mai 1979
Kim Kirchen 3. Juli 1978
Andreas Klier 15. Januar 1976
Andreas Klöden 22. Juni 1975
Bernhard Kohl 4. Januar 1982
André Korff 4. Juni 1973
Jörg Ludewig 9. September 1975
Eddy Mazzoleni 29. September 1973
Daniele Nardello 2. August 1972
Olaf Pollack 20. September 1973
František Raboň 26. September 1983
Michael Rogers 20. Dezember 1979
Bram Schmitz 23. April 1977
Stephan Schreck 15. Juli 1978
Oscar Sevilla 29. September 1976 (z.Zt. suspendiert)
Patrik Sinkewitz 20. Oktober 1980
Jan Ullrich 2. Dezember 1973 (z.Zt. suspendiert)
Steffen Wesemann 11. März 1971
Thomas Ziegler 24. November 1980

Weblinks


  • http://www.t-mobile-team.de/

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