Türsteher gehören zum Wachpersonal, das nur ausgewählte Gäste in Gastronomiebetriebe oder Veranstaltungsstätten einlässt.
Zu den Aufgaben eines Türstehers gehört das „Aussortieren“ von seitens des Veranstalters unerwünschten Personen. Türsteher üben in seinem Auftrag das Hausrecht aus. Hierbei gibt es einige übliche Kriterien, nach denen Türsteher auswählen: Aussehen, Alter, Kleidung, Alkoholpegel. Außerdem sollen sie verhindern, dass unerwünschte Gegenstände mit hinein genommen werden. Hierzu zählen häufig Waffen, Drogen und selbst mitgebrachte Getränke. Türsteher sind zusammen mit dem Sicherheitspersonal auch dafür verantwortlich, dass es innerhalb der Veranstaltung nicht zu Schlägereien kommt. Neben diesen profanen Aufgaben haben Türsteher auch in einigen Lokalen die Aufgabe, durch "willkürliches-nicht-einlassen" die Attraktivität des Lokals zu erhöhen. Diese Vorgangsweise funktioniert nach dem Prinzip, dass knappe Güter (Einlass) grundsätzlich begehrter sind als inflationär verfügbare.
Türsteher arbeiten häufig für Veranstalter von Konzerten, Partys und Festen und in Diskotheken, Nachtclubs, Tanzcafes und Restaurants.
Türsteher, die für eine Sicherheitsfirma arbeiten oder selbstständig tätig sind, müssen bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) eine sogenannte Sachkundeprüfung ablegen. Dies ist in §34 (a) der Gewerbeordnung vorgeschrieben. Diese gesetzliche Regelung betrifft keine Türsteher, die direkt vom Betreiber der Arbeitsstätte lohnabhängig beschäftigt werden. Das von der IHK nach bestandener Sachkundeprüfung ausgestellte Zertifikat wird in einschlägigen Kreisen umgangssprachlich "Türsteher-Schein" oder einfach "Schein" genannt.
Türsteher haben häufig den Ruf, unintelligente Schläger zu sein, die bei Ärger "lieber draufschlagen" als friedlich zu schlichten. Aus diesem Grund hat sich die Trennung in einen (meist weiblichen) Sorter, der die Gastauswahl trifft und meist szeneaffin ist, und mehrere im Hintergrund agierende und nur im Notfall eingreifende Security-Kräfte eingebürgert. Weiterhin lassen Türsteher angeblich gerne weibliche Personen passieren, die eigentlich zu jung für Veranstaltungen sind, während männliche Personen nicht eingelassen werden. Ausländer beschweren sich häufig, dass sie aus ausländerfeindlichen Gründen nicht eingelassen werden.
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