Den Namen TÜV (Technischer Überwachungsverein) tragen offiziell mehrere technische Prüforganisationen. Des Weiteren wird der Begriff umgangssprachlich in vielen gesellschaftlichen Problemfeldern angewendet, wenn Forderungen nach Kontrolle und Transparenz laut werden („Schul-TÜV“, „Politiker-TÜV“, „Alkohol-TÜV“). „TÜV-geprüft“ ist umgangssprachlich ein Qualitätssiegel für technische Prüfungen. Zudem wird „TÜV“ umgangssprachlich häufig als Synonym für die Hauptuntersuchung von Kraftfahrzeugen verwendet.
Die TÜV-Prüfgesellschaften sind inzwischen in erster Linie im Bereich der Produktzertifzierungen weltweit durch Tochtergesellschaften vertreten. Während das Inlandsgeschäft aufgrund der starken Durchdringung stagniert, wachsen die meisten Auslandstöchter überproportional.
Die „TÜV CERT“ TÜV-Zertifizierungsgemeinschaft e.V. ist eine übergreifende Gruppe mit einheitlichen Grundsätzen zur Zertifizierung von Managementsystemen, Personalqualifikationen und Produkten nach internationalen Normen und europäischen Richtlinien. Organ von TÜV CERT ist die Fachzeitschrift „Management und Qualität“.
Ein Lobby-Verband, in dem neben den meisten TÜVen auch einige Großkunden organisiert sind, ist der „Verband der Technischen Überwachungs-Vereine e.V.“ (VdTÜV). Verbandsvorsitzender ist im regelmässigen Wechsel üblicherweise ein Vorstand der großen TÜVs.
Man gründete regionale „Dampfmaschinen-Überwachungs-Vereine“ (DÜV), die dann später, als weitere technische Komponenten in Unternehmen und Automobile geprüft werden sollten, in „Technischer Überwachungs-Verein“ (TÜV) umbenannt wurden.
Aufgrund der ähnlichen historischen Wurzeln tragen die konkurrierenden TÜV-Gruppen heute die Kurzbezeichnung TÜV und eine Spezifikation (z. B. TÜV Süd, TÜV Rheinland, TÜV Nord, TÜV Österreich). Gemeinsam ist ihnen das Label TÜV; sie stehen im Wettbewerb sowohl untereinander als auch zu anderen Marktteilnehmern wie DEKRA, GTÜ und KÜS.